Zweite Fremdsprache (Förderbedarf Sprache)

  • Der Mann im Hause wirft gerade ein, was ich übersehen habe:

    In Latein muss man längere Texte nur passiv übersetzen.
    Selten mal ein paar wenige Sätze selber schreiben.


    In den anderen Sprachen sind es ja schnell völlig eigene Texte, die man schreiben muss


    In der Oberstufe hatte eine Latein Arbeit bei uns so ca. 15 bis 20 Sätze Umfang.

  • „Meine“ Autisten in der Schule haben allesamt Latein und sind sehr glücklich damit.

    Wenn man es nicht gerne spricht, kann jede Fremdsprache zum Alptraum werden.

    Wenn er generell viel im Unterricht mitnimmt, würde sich das Lateinlernen wahrscheinlich in erster Linie auf die Vokabeln beschränken, mit der Aussprache müsste er sich nicht rumschlagen.


    Generell empfehle ich meinen Schülern aber die Sprache zu wählen, auf die sie Bock haben.

    I feel like procrastinating... but I think I'll wait.

  • Passt nicht bei einer Begabung für Mathe Latein am besten, weil es recht logisch aufgebaut ist?

    ich wär untergegangen ohne Latein. wir haben in der 5. Mit Latein angefangen und in der 8. Endet der Stoff. Dann kommt nur Wiederholung. Lektüre übersetzen, vergil Cicero usw. Und dazu die geschichtlichen philosophischen und gesellschaftlichen Umstände. Das sind echt leichte Punkte. Und die Grammatik hat man irgendwann begriffen. Sooooo komplex ist die nicht. Man lernt ja nicht die gesprochene Sprache mit tausend Abweichungen, sondern die gehobene Sprache der Literatur.

    Und die gängigen Vokabeln kann man auch irgendwann...


    Bei uns hatte das zur Folge, dass alle die nicht wusstn, was sie wählen sollen im Abi Latein hatten. Für ein mathehirn ist Latein echt nicht schwer. Ist ein bissl wie kurvendiskussion:D übersetzen und Kurven immer nach dem gleichen Schema. Ist bissl wie Rätsel Machen.


    Ich hab's geliebt!


    Dieses Argument "man kann damit nichts anfangen " find ich immer witzig. Gedichtinterpretationen, Algebra, stochastik, das Klima der Tundra usw. Das lernt man ja alles, weil man es später ganz dringend braucht;) Oft weiß doch ein Schüler noch gar nicht, was er später braucht.#weissnicht so gesehen ist Latein nicht sooooo unnütz. Logisch denken lernt man alle mal#top und ganz viel mehr!


    Mein Plädoyer für Latein

    Mit einem Osterhäschen reich beschenkt ❤️

  • Er spricht gerne. Hat damit aber eben in Englisch Probleme. Auch bei der Lautdiffenzierung (heißt das so?)

    Jaaaaa. Das Forum hat eine eingebaute Drehtür



    Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.


    Römer 12,21

  • Mein Herz pocht innerlich für Latein. Er möchte Französisch.


    Er macht jetzt aber erst mal den Probeunterricht und dann schauen wir weiter. Danke für eure Ideen :)

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    Römer 12,21

  • Bei mir waren es 4,5 Jahre. Das Latinum ist auf dem Abizeugnis vermerkt, aber die Noten sind nie eingegangen, da nur bis zu. 11/1. Die Fremdsprachenanforderung hab ich über Englisch abgedeckt.


    Zum Thema: In diesem Fall eindeutig Latein. Das ist wie Kreuzworträtsel lösen. Vokabeln muss man in jeder Sprache lernen und die Grammatik ist zumindest weitgehend logisch.

    Was man nicht über setzen kann, kann man mit recht hoher Wahrscheinlichkeit erraten.

  • Ich habe nach Englisch zuerst Französisch, dann Latein gelernt, ganz zum Schluss erst Spanisch. Bei mir gab es keinen französischen Anknüpfungspunkt im Alltag, ich habe irgendwie schnell die Lust verloren und dann ging es recht schnell den Bach hinunter. Latein zu einem späteren Zeitpunkt war besser, Spanisch empfand ich dann viel omnipräsenter (ich sach nur despacito oder Urlaub in Spanien...). Der Sprung vom Niveau B1 zu B2 ist so ein kleinerer Knackpunkt an der Sprache, jedenfalls würde ich das nach dem Studium eben dieser sagen. Aber wenigstens verprellt sie nicht schon vor A2.

    Das mit dem Probeunterricht finde ich super!

  • Spanisch ist halt auch so ein ding: er hat zwei Staatsbürgerschaften. Eben für ein „spanisches“ Land ? da spricht kein Mensch Englisch. Wie ich gerade sehr leidvoll erlebe ;)


    Und er hat eine große Familie „auf der anderen Seite“ der Welt. Die wohnen auch noch in der tiefsten Provinz ohne Netz und damit ohne Google Translate ?


    er sieht aber aktuell nur: wir fahren ja immer nach Frankreich.



    Ich finde das man weiß was „Sortie“ heißt reicht total. ?


    Danke, bitte, nein, schönen Abend. ?

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    Römer 12,21

    3 Mal editiert, zuletzt von Stille ()

  • Grundsätzlich bestimmen sowas ja die Länder, mag also nicht überall gleich sein. Und die aktuelle Regelung müsste ich erst nachschlagen. Bei uns war es damals so, dass eine der Sprachen abgewählt werden konnte nach der 11 oder 12 (weiß ich nicht mehr genau, ich habe nach der 12 eine abgewählt), ABER wenn eine Sprache erst in der 11 begonnen wurde als Ersatz für die abgewählte zweite Fremdsprache, DANN musste diese bis zum Ende belegt werden. (Ich wohne im gleichen Bundesland wie stille.) Die schenken einem da nichts. Und eine später begonnene Fremdsprache wird ja auch immer mit höherem Lerntempo gelernt. Also der Gedanke "Ich muss das ja nicht bis zum Ende machen, dann kann ich wechseln) ist nicht hilfreich. Nicht unbedingt weniger Arbeit oder weniger schwer. :)

  • nez perce ab welchem sprachniveau wird spanisch denn schwerer?


    Und welches Sprachniveau braucht er am Ende um zu bestehen? In der zweiten Fremdsprache hat man am Ende der Schule doch ein geringeres Sprachniveau als in der ersten, oder?


    Ich habe in Spanisch und Französisch jeweils mal bis A1 gelernt und finde den Einstieg bei Spanisch deutlich leichter

    A1 lernen sie geschätzt in zwei Jahren. Am Ende der Mittelstufe haben sie auf jeden Fall A2, teilweise auch B1. Ich finde, man kann diese Niveaus schwer auf die Schule übertragen, weil es ja doch individuell ist, wieviel sie dann können. Aber A1 sind wirklich Anfängerkenntnisse, davon kann man wirklich so gar nicht ableiten, dass irgendeine Sprache einfach ist. Ich würde sagen, dass ein Abitur auf jeden Fall auf B2 Niveau abgelegt wird.

  • Mein Großer ist auch kein Lrntyp, aber gerade daher war Latein die richtige Wahl. Vokabeln müssen nur Latein->Deutsch gelernt werden (nicht in die andere Richtung) und die grammatik viel ihm leicht, weil logisch. Französich finde ich zu schwer, die tausenden Ausnahmen!


    Deutsch und Englisch sind seine einizigen schweren Fächer, bei denen er sich so durchschleppt. Vor allem das Texte verfassen fällt ihm dabei schwer.

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -

    Einmal editiert, zuletzt von Miamaria ()

  • hier weder Leistungkurs noch Studium, nur 2 Jahre Franz. (3. Fremdsprache) und 1 Jahr Spanisch (4. Fremdsprache).

    Aber ich teile diesen Eindruck: die spanische Aussprache ist leicher als die französische und andersrum fand ich es wesentlich leichter., was gehörtes in spanisch (korrekt ) aufzuschreiben als in Französisch.

    heute, hier (in der Schule meiner Kids) werden in der Oberstufe 1. und 2. Fremdsprache gemischt.

    Die Erfahrung zeigt, dass Englisch 2. Fremdsprache in der Oberstufe das gleiche Niveau erreicht hat wie 1. Fremdsprache, während das in Französisch nicht so klappt.


    Zu Latein: während ich in Englisch (und Französisch und Spanisch) mit fast null Lernaufwand durchgerutscht bin, hätte ich Latein wirklich lernen müssen, weshalb ich in Latein immer irgendwie am untersten Ende der Klasse zu finden war.

    Ich wars nicht gewohnt zu lernen... und habs deshalb für Latein auch nie getan.


    In Englisch, Französisch, Spanisch musste ich nie nenneswert Vokabeln lernen, die waren nach 1-2 mal im Unterricht hören, einfach da.

    Das hat in Latein zu 100% nicht funktioniert. Diese Vokabeln hätte ich lernen müssen.


    Ich fand den Einstieg beim Spanischen wesentlich einfacher als beim Französischen. Gerade wenn ihm schreiben schwerfällt würde ich eher spanisch nehmen weil ich finde, dass die Umsetzung vom Gehörten ins Geschriebene im Französischen wirklich schwierig ist. Selbst wenn man dann noch weiß wie es klingt, hat man am Anfang wenig Chance das korrekt aufzuschreiben. Für jemand der sich mit geschriebener Sprache, Rechtschreibung und so schwer tut und sich eher alles merkt was er hört fände ich spanisch leichter.

    da schließe ich mich einfach an #super


    .

    Passt nicht bei einer Begabung für Mathe Latein am besten, weil es recht logisch aufgebaut ist?


    sowas sagte man mir damals auch. #kreischenEs war eine der großen Fehlentscheidungen bei mir, denn auch wenns logisch ist kommt man ohne Lernen nicht durch....


    Für mein Mathehirn war Latein einfach nur grausam. Mathe musste ich nicht lernen, weils einfach klar war, wie es geht. Im Gegensatz zu Latein. (siehe oben), da hätte man lernen müssen.



    Fazit von mir: ich würde Spanisch vor Französisch vor Latein nehmen.

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -

  • Ich habe immer noch nicht ganz verstanden ob er dann die zweite Fremdsprache als eine der Abiprüfungen machen muss.

    Oder ob er überhaupt in den zwei Jahren,die in die Abiturnote miteinfließen, die Fremdsprache mit einfließen muss oder er die vorher abwählen darf ohne eine neue Fremdsprache zu wählen.


    Aber zu den Sprachniveaus: ich weiß nicht in welchem Bundesland ihr seid und kenne mich in den nrw Leheplänen gut aus deswegen habe ich jetzt einfach mal für NRW geschaut:


    Fremdsprache mit Beginn 5. Klasse oder 6. Klasse: A1 innerhalb eines Schuljahres

    Mit Beginn in der 8. Klasse sogar A1 mit A2 Anteilen innerhalb eines Schuljahres


    Ende der 9. Klasse: Bei 5 Jahren (beginn 5. Klasse) niveau B1. Bei 4 Jahren (beginn 6. Klasse) niveau a2/b1 bei 2 Jahren (beginn 8. Klasse niveau A2 mit geringen Anteilen B1.


    Ende der Einführungsphase alle B1+

    Ende der Qualifikationsphase (Abi) B2.



    Zu deinem Einwand, dass man mit A1 das nicht abschätzen kann: deswegen hatte ich das auch extra dazu geschrieben.

    Ich wollte auch nicht behaupten ich wüsste sicher dass eine sprache leichter sei als die andere. Mir ging es lediglich um den einstieg. Das finde ich nämlich für die motivation relevant: wenn ich am anfang spaß habe bleibe ich motivierter dabei als wenn mir am anfang schon die lust vergeht. Und den Anfang fand ich bei Spanisch leichter als bei Französisch.

    Lg

    Annanita



    "...baaald seid iiihr groooß, und könnt aaa-lles a-llein,

    aaaber biiis daaann schlaaaft ihr hiiier bei miiiir eiiiin."

    *träller*


  • Ich finde ja , dass wenn einem Sprachen generell eher nicht so liegen, Latein eigentlich die beste Wahl ist. Vokabeln muss man in jeder Sprache lernen und Latein hat den Vorteil, dass man meist i die Ruhe eigene Sprache übersetz. Nebenbei lernt man auch noch ordentlich die deutsche Grammatik.

    Ich hatte auch immer Probleme mit Sprachen, wollte dann aber als 3 . Sprache unbedingt noch französisch, was mich dann fast die Versetzung gekostet hätte.

  • Went ihr verbindungen und er sogar die staatsbuergerschaft dines Spanish sprechenden landes hat waere für mIch die entscheIdung klar

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Wegen Aussprache, zumindest in Französisch wage ich zu behaupten dass ein guter Teil der Lehrer selbst eine Aussprache hat die mir die Ohren klingeln lässt. Aber französische Grammatik ist nicht ganz einfach. Und die Rechtschreibung, weil man es im Gegensatz zum deutschen nicht hören kann wie etwas geschrieben wird.

    Ich fand Latein doof. Da musste man auch viel auswendig lernen und die Texte waren langweilig. In Frankreich war /ist es allerdings auch so dass man in beide Richtungen übersetzt. Das war eher schwierig.

    Schoko

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • http://www.legasthenie-englisc…he-fur-legastheniker-ist/


    Ich lass mal diesen Link da, passt zwar nicht ganz (zu unserem Sohn aber)... aber ggf dann doch ein bisschen....

    Doch das hilft. Ich denke aber das es bei Sohn 1 nicht so ins Gewicht fällt. Er tendiert zu französisch. Ich denke er soll gut durchkommen ;) Ich weiß es einfach nicht. Genau aus diesem Grund wollte ich nicht, das er zum Gymnasium geht. Die zweite Fremdsprache...


    Es ist übrigens so: Man ist an seine Wahl bis zur 10 Klasse gebunden. Ab Klasse 11 kann man eine dritte Fremdsprache dazu wählen. #haare


    Beim Abitur ist es ja heute auch anders. Da legt man Schwerpunkte. Das System habe ich noch nicht zu 100% verstanden. ;)


    Französisch hat den Vorteil, das wir vermutlich öfter in Frankreich sind. Papa kann es ein wenig (denke er hat es auch nach der 10 abgewählt.) und es ist bei seiner absoluten Lieblingslehrerin. Allerdings hatte mein Mann sie schon. Sie macht das sicher keine 5 Jahre mehr #gruebel

    Jaaaaa. Das Forum hat eine eingebaute Drehtür



    Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.


    Römer 12,21

  • Da Du ja nach den Autisten gefragt hast, meine Große hatte in der 6. Klasse erst ein Quartal Latein, dann eins Französisch und hat sich danach für Latein entschieden.

    Latein ist für sie total logisch aufgebaut, in Französisch hatte sie große Problem zwischen Schriftsprache und Lautsprache. Vokabeln lernt sie von Beginn an mit Phase6 und es fluppt echt gut. Interessanterweise sind durch das viele Übersetzen Latein in Deutsch auch viele Standartfehler in Deutsch verschwunden.