Neues Verhalten 2-Jähriger - Hilfe

  • Ich brauche bitte mal eure Hilfe. Der Sohn ist grade zwei geworden. Seit einer Woche legt er ein seltsames Verhalten am den Tag, was ich sehr befremdlich finde.


    In verschiedenen Situationen, wo er sich irgendwie „erwischt“ fühlt, senkt er sofort den Kopf auf die Brust und hält die Hände so rum nestelnd vor die Brust. In dem Moment sieht er aus wie ein Kind, das auf ein riesiges Donnerwetter wartet #crying Natürlich wird hier auch mal geschimpft, aber sehr wenig und nicht so, dass so ein Verhalten irgendwie erklärt.


    Als Beispiel, wir waren auf dem Winterspielplatz, der Sohn spielt. und auf einmal wirft er Bausteine durch die Gegend (wo andere Kinder saßen). Ich stand etwas weg und rief „Mattis, Stopp!“ und sofort sackt de Sohn zusammen und steht wie ein geprügelter Hund.


    Ich habe mir schon das Hirn zerbrochen, woher das kommen könnte (er geht noch nicht in die Kita und ist daher die meiste Zeit bei mir). Ich kann keine Situation erkennne, wo er sich so ein Verhalten angeeignet haben könnte.


    Jedesmal, wenn er so ist, finde ich es ganz schlimm, mein Kind so zu sehen. Kennt das jemand und kann mir da helfen?

  • Ich kenne das von meinem großen Sohn auch, zwar andere Pose, aber ähnlich bedrückend für mich das zu sehen.

  • Das ist ein ganz normaler Entwicklungsschritt. Er merkt, dass ER gute und schlechte Sachen machen kann. Der Beginn von Selbdtwirksamkeit und Reflektion.

    Das wegschauen ist einfach Unsicherheit weil er noch nicht weiß wie er mit dem neuen Gefühl (Scham) umgehen soll.


    Du kannst ihm helfen, indem Du ihm den Ausweg zeigst : "Wir legen die Bausteine hin, ok?" Das gibt ihm einerseits Strategie (nicht werfen), zum anderen zeigt es ihm auch "Falsch machen passiert, abet man kann es klären und dann ist alles wieder gut"


    Was Du nicht machen solltest, ist deswegen nicht zu schimpfen oder überschwänglich trösten. Das würde ihn mehr verunsichern als helfen. Er merkt ja, dass Du nicht alles so toll findest was er macht. Die Minis haben extrem feine Antennen.


    Was er zeitgleich lernt, ist stolz auf seine guten Taten zu sein. In dem Punkt kannst Du viel Selbstwert aufbauen wenn Du ihm kleibe Aufgaben gibst die er schaffen kann und das loben (nicht übern grünen Klee sondern normal aber ) bzw. wenn er was probiert und nicht schafft sein Bemühen loben.

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...

  • Kinder reagieren auf Unsicherheit einfach unterschiedlich. Manche Kinder schauen auch demonstrativ scheinbar unbeteiligt weg, fangen an zu lachen oder rum zu albern. Und manche schauen halt zerknirscht. Ist Typsache, hat aber alles denselben Grund: Unsicherheit. Die lachenden Kibder sind aber innerlich genauso unsicher wie die zerknirscht schauenden. Sie zeigen es nur anders.

    Kann gut sein, dass die Große es anders gezeigt hat, Geschwister sind ja meist etwas unterschiedlich vom Typ her.

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...

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