Ich will kein Schreiben nach Gehör....Wie mache ich das?

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  • hallo,

    Meine Älteste hat noch bei einer Lehrerin vom alten Schlag Unterricht gehabt. Sie hat von Anfang an auf die Rechtschreibung gepocht, Ergebnis: das Kind hat ne 1A-Rechtschreibung.

    Kind 2 war dann auf einer anderen Grundschule...hat dort Schreiben nach Gehör gelernt. Der Lehrer meinte immer, nicht korrigieren, nicht korrigieren, das kommt. Ich hab mich drauf eingelassen. Kind ist jetzt 5.Klasse Gymnasium und die spontane Rechtschreibung ist eine Vollkatastrophe. #yoga wie auch bei den meisten anderen kinder.

    Jetzt kommt die nächste Tochter auf diese Schule, und ich will absolut nicht dieses blöde Schreiben nach Gehör wieder laufen lassen.

    Nur stellt sich mir die Frage, wie mache ich das praktisch? Mich immer danebensetzen und korrigieren? Frustriert das nicht das Kind wenn die Lehrerin so sagt und ich so? Und die Lehrerin wird das ja auch merken. Gut, ich würde ihr durchaus mitteilen warum ich das nicht so laufen lassen will.

    Wie habt ihr das gemacht?

    Dabei seit 2007 #sonne

    Einmal editiert, zuletzt von Midna2 (16. März 2018 um 08:28)

  • Wir machen das gerade teilweise so, dass wir auf einem anderen Blatt das gleiche noch mal richtig schreiben und sagen "Du hast das toll gemacht, so wie du das gelernt hast. Wir haben früher anders gelernt. Und wenn wir jetzt das gleiche schreiben, sieht das so aus."

    Das kommt aber auch nur selten zum Zuge.

    Hier wurde jetzt sehr früh, Mitte der 1. Klasse, abschreiben, Lesen und Partnerdiktate nach einem besonderen System eingeführt.

    Außerdem gibt es zu unserem Lehrbuch mittlerweile ein extra Rechtschreibübungsheft, was in Auszügen auch schon zum Einsatz kam.

    (Ähnlich den Rechtschreibheften aus dem Jandorfverlag)

    Mir scheint das sinnvoll, führt aber das Original Lesen durch Schreiben völlig ad absurdum.

  • Meine Kinder haben alle drei eine Rechtschreibschwäche.

    Beim Großen habe ich voll der GS vertraut und das einfach laufen lassen -> Katastrophe

    Beim Mittleren habe ich alles was er zu Hause geschrieben hat korrigiert.

    Bei der Kleinen bin ich jetzt ganz Hardcore. Ich korrigiere nicht nur, ich lasse sie das Wort nochmal richtig daneben schreiben. Das habe ich mit der Lehrerin so abgesprochen, die findet das in Ordnung. Das Kind ist nicht frustriert, es möchte ja richtig schreiben.

  • ABO:

    Hier Kind in der 3. Klasse. Und er schreibt immer noch nach Gehört. Rechtschreibung was ist das?
    Das Kind ist im Bereich hören etwas eingeschränkt und hört manchmal komisch, entsprechend sieht das frei geschriebene aus. #kreischen

  • Bist du sicher, dass es wieder auf diese Methode hinausläuft? Mein Gefühl ist, dass das Schreiben mit der Anlauttabelle inzwischen oft durch Rechtschreibtrainig ergänzt wird. Meine Tochter hat jetzt in der ersten Klasse neben der Anlauttabelle den „Zauberlehrling“ als Arbeitsheft wo recht strukturiert Regeln (Nomen groß, Verben klein, etc.) eingeführt werden. Das klappt bei ihr gut, die Regeln, die sie schon hatte wendet sie auch im freien Schreiben an.

    Ich würde mir wohl zunächst anhören was die Lehrkraft so plant und nachfragen was ihre Erfahrungen zur Rechtschreibung sind. Wenn sie tatsächlich keine Maßnahmen außer „kommt mit der Zeit“ plant, würde ich wohl nach einem Arbeitsheft suchen und damit die Regeln erarbeiten.

  • Frag doch erstmal nach ob die noch immer Schreiben nach Gehör lehren - ich glaub dass da viele schon wieder von ab sind und wenn dein anderes Kind vor 5 Jahren dort eingeschult worden ist kann seitdem ja viel passiert sein...

  • Ich mag keine Methodendiskussion vom Zaun brechen :D die gibt es hier im Forum zu genüge nachzulesen.

    Aber, klar schreibt das Kind in der 3. Klasse noch nach Gehör. Das ist ja das Konzept.

    Schade nur, dass die Kinder in der 5. dann plötzlich richtig schreiben können sollen.

  • Frag mal die Klassenlehrerin wie genau sie das handhaben wird. Hier wird das reine Schreiben nach Gehör nicht mehr umgesetzt und schon relativ bald korrigiert, abhängig vom Kenntnisstand des Kindes. Es gibt inzwischen auch Abschreibübungen. Der Meister ist in der ersten Klasse.

    Ich kontrolliere das zu Hause auch noch, weil er sich die Worte nicht erst falsch einprägen soll. Nach Gehör schreibt er recht gut, aber es gibt einfach viele Stellen, die kann man damit gar nicht richtig schreiben, weil man es nicht oder anders hört. Das sage ich ihm dann auch so.

    Meisterschülerin mit dem großen Meister(02/11), dem Möppi (09/13), dem Kleinchen (07/15) und ohne Ticker, dafür nur mit der Hälfte der Kinder.

  • Hier wird kombiniert. Toleranz im Freien Schreiben kombiniert mit strukturierter Einführung der Rechtschreibregeln.... so war es an 2 Grundschulen.

    Mein Sohn (jetzt 5. Klasse) ist Legastheniker, daher „außer Konkurrenz“, aber meine Tochter (jetzt 2. Klasse) macht das gut. Über die Lernwörter kommen die Regeln nach und nach. Ich werde mich aber hüten, ihre ersten selbst geschriebenen Texte zu korrigieren.

    Meine Schwester hat übrigens Ende der 80er nach Gehör gelernt (ich 2 Jahre vorher noch mit Fibel) und hat eine wunderbare Rechtschreibung....

  • Hier wird das schreiben nach Gehör ab der zweiten Klasse mit Rechtschreibstrategien und ab der dritten mit Diktat üben und Lernwörtern ergänzt. Meine Große (wir vermuten leichte Rechtschreibschwäche) hat trotzdem starke Schwierigkeiten. Zumindest im Vergleich zu ihren sonst guten Leistungen. Und das demotiviert sie sehr. Sie ist an sich sehr ergeizig.

    Ich stehe dem Konzept auch skeptisch gegenüber. Wobei es scheinbar auch sehr kindabhängig ist. Mein Zweitklässler hat beim gleichen Konzept keinerlei Problem. Ihm fällt lesen und schreiben lernen aber allgemein eher leicht. Lesen lernen war quasi ein Selbstläufer. Von daher lasse ich es dieses Mal laufen. Ich denke sonst würde ich früher korrigierend eingreifen.

  • Ich habe auf dem Elternabend das Infomaterial bekommen und es wird wieder Schreiben nach Gehör. Und ich kenne die Lehrerin schon. Ich bin mir also sicher. ;)

    in BW wurde das abgeschafft. Selbe Lehrerin agiert nun völlig anders.

    Und für mich sehr schwierig, dass plötzlich alles korrigiert wird....

    aber jetzt habt ihr ja am Elternabend eine andere Info bekommen. Bei eurem Kultusministerium nachfragen? Wundert mich nämlich wirklich.....

    Grüße von Claraluna

    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Wobei es scheinbar auch sehr kindabhängig ist.

    Kinder die in dem Bereich Schwierigkeiten haben haben wohl vermehrt Probleme mit diesem Konzept.

    Das habe ich vermutet. Ich werde es bei den nächsten beiden Kindern im Auge behalten falls das Konzept weiterhin bestehen bleibt. Bei uns scheinen nicht mal die Lehrer wirklich davon überzeugt zu sein, auch wenn das natürlich niemand offiziel sagen würde. *seufz*

  • hier wird irgendwie ganz komisch kombiniert. Anlauttabelle, freies schreiben, aber falsch geschriebene Wörter müssen korrigiert werden.

    Im Endeffekt ist mein Kind jetzt total verwirrt. Es macht mehr rechtschreibfehler als vor der Einschulung, wo slautgetreues schreiben schon super geklappt hat.

    #haare

    Ich bin am Wochenende auf einem Seminar und werde das zur Sprache bringen. Vielleicht haben die eine Idee.

    Ich bin jedenfalls #sauer

    Ich korrigiere, aber nur damit er nicht noch und nochmal abschreiben muss. das bringt nämlich nüscht. Er malt nur ab. Ausserdem finde ich es un-säg-lich dass ein frei geschriebener Text aka Geschichte dann dem Kind so vermiest wird. Tolle Geschichte, aber bitte nochmal richtig8o

    Nur eines nimm von dem, was ich erfahren:
    Wer du auch seist, nur eines – sei es ganz!
    (mascha kaleko)

  • Hier das gleiche Thema.

    Kind 1 hat eine furchtbare Rechtschreibung dank diesem Mist.

    Er wurde auf Rechtschreibschwäche getestet. Die hat er nicht.

    Es wurde ihm einfach nicht beigebracht und ich war auch so naiv auf die Lehrer zu hören.

    Kind 2 in der gleichen Schule. Ich habe direkt zu Beginn mit den Lehrern gesprochen, dass ich das so nicht nochmal laufen lasse.

    Sie konnten das sogar verstehen.

    Wir haben dann gesprochen, welche Korrekturen Sinn machen und welche nicht.

    Ich gucke genau, welche Regeln eingeführt werden und ab dem Moment korrigiere ich die auch.

    Also in der ersten Klasse war "falen" okay. Sobald die Regel eingeführt wurde habe ich auf "fallen" bestanden.

    Bei sehr langen Aufsätzen korrigiere ich nicht alles.

    Ich merke einen deutlichen Unterschied.

  • Ich korrigiere, aber nur damit er nicht noch und nochmal abschreiben muss. das bringt nämlich nüscht. Er malt nur ab. Ausserdem finde ich es un-säg-lich dass ein frei geschriebener Text aka Geschichte dann dem Kind so vermiest wird. Tolle Geschichte, aber bitte nochmal richtig8o

    Das kann aber auch so laufen: Kind schreibt eine Geschichte, Mama und Papa sind "informiert" und finden die Geschichte - nach mühsamer Entzifferung - toll und super und Lob, Lob, Lob. Kind rennt nun ganz motiviert zu den Nachbarn, zur Oma, ... und will allen die tolle Geschichte zeigen, die Lehrerin und die Eltern haben ja gesagt, die ist so toll. Blöderweise können weder Nachbarn noch Oma die Geschichte so richtig lesen und sind daher deutlich verhaltener in der Reaktion. Mein Kind kam sich direkt verar... vor.

    Für ihn ist heute (5. Klasse) noch nicht klar, wann er wie schreiben muss. Ist jetzt im Aufsatz noch freies Schreiben ok oder muss ich da auch schon auf Rechtschreibung achten? Man merkt es am Text, der wird dann deutlich kürzer und nicht so schön. Er kann die erlernten Rechtschreibregeln, aber es ist bei ihm noch nicht verinnerlicht, dass man die jetzt plötzlich immer und ständig verwenden muss. Hat er ja auch vier Jahre anders gelernt, da gab es vor jeder Aufgabe eine genaue Ansage ob oder ob nicht. Das fehlt ihm jetzt.

    Kind 2 ist zum Glück ein Selbstläufer und bei ihr ist es vermutlich egal, nach welcher Methode sie schreiben gelernt hätte, das hätte immer geklappt. Dennoch war ich da schon deutlich mehr dahinter, frühzeitig auf bereits erlernte Regeln zu achten. Wobei ich das eigentlich nicht als meine Aufgabe sehe, ich bin Mutter und keine Lehrerin #sauer

    Mal bist du die Taube, mal bist du das Denkmal.

  • ja Simtur das ist ein Problem.


    Wenn es nach mir ginge würden sie einfach ab der ersten Klasse Rechtschreibregeln lernen anstatt dieser dämlichen Lernwörter, die es hier gibt. Sie machen Lernwörtertraining, aber ohne das Prinzip dahinter erklärt zu bekommen.

    Ohne Worte.

    Gerade für Rechtschreibschwache Kinder ist das schlicht und ergreifend eine Katastophe. Woran sollen sie sich denn festhalten?

    Ich kenne auch Kinder die die Aufsätze inszwischen maximal kurz schreiben. Weil sie dann weniger Fehler machen können. Im Sinne der Notenoptimierung passt das, aber bitte..... wie schade ist das denn?

    Nur eines nimm von dem, was ich erfahren:
    Wer du auch seist, nur eines – sei es ganz!
    (mascha kaleko)

    Einmal editiert, zuletzt von murkel (16. März 2018 um 09:57)

  • Ganz schlechtes Thema: 2 Zweitklässler, die nach der Methode lernen. Zuhause nur Stress, weil die böse Mama will, dass sie korrigieren.

    Ich habe Stress mit der OGS weil die nicht korrigiert und die Hausaufgaben zum Heulen sind, die nach Hause kommen. Nur Stress, Stress, diese Methode macht mich wahnsinnig.