Warum habt ihr aufgehört, Kinder zu bekommen? Bzw. Warum werdet ihr aufhören?

  • Alle möglichen Gründe, eigentlich.

    Weil die Schwangerschaften schrecklich waren und ich das glaube ich schlicht nicht nochmal durchstehen würde (und es sich niemand hier leisten kann, dass ich 4, 5 Monate einfach komplett ausfalle für alles weil ich kotzend in der Ecke liege).

    Weil die Geburten unschön und schwierig und rein gar nicht nach Wunsch verliefen und ich mir das nicht nochmal zutrauen würde.

    Weil wir für uns 5 schon zu wenig Platz haben, uns aber für mindestens die nächsten 5 Jahre keine größere Wohnung leisten könnten, wenn überhaupt jemals.

    Weil ich die Freiheiten dringend brauche, kein Baby an mir kleben zu haben, tanzen gehen zu können wenn ich es brauche, auf Festivals nicht ständig mindestens ein Kind tragen zu müssen und problemlos über Nacht oder mehrere Tage einfach weg sein zu können.

    Weil uns die 3 schon die meiste Zeit überfordern und wir eher schon über unseren Grenzen sind so die meiste Zeit.

    Weil ich ziemlich panisch war, dass es nochmal Zwillinge werden könnten.


    Andererseits war da trotz allem noch das hier:

    Und ich wußte schon früh (so mit zwanzig), daß ich gern 2 x 2 Kinder hätte, also erst zwei Kinder nah bei einander, dann eine Pause und dann nochmal zwei Kinder.

    Das war es auch für mich. Mein Traum, mein Plan, mein "ja, das fühlt sich richtig an". Und dann war das zweite ein Doppelpack, was den Plan schon völlig verworfen hat, aber der leise, leise Traum von einem Nachzügler war danach immer noch da. Egal wie laut und deutlich die Gründe von oben waren. Später, so Ende 30/Anfang 40. Vielleicht. Möglicherweise. Es könnte ja...

    Nur geht das mit dem Nachzügler jetzt schlicht nicht mehr, weil meine Eierstöcke letztes Jahr ihren Dienst quittiert haben. Immerhin erspart mir das die Überlegungen. Yay. #hmpf


    Trotzdem war ich mir unsicher was ich anklicken soll - der gesundheitliche Grund macht es definitiv, aber "Aus biologischen Gründen. Es hat nicht geklappt, noch ein Kind zu bekommen." stimmt ja nicht ganz, weil es erst in Zukunft nicht klappen würde. Und eigentlich reichen die anderen Gründe schon, und da wäre vermutlich die Überforderung der Hauptgrund gewesen. Vermutlich.

    Jeder spinnt auf seine Weise –
    der eine laut, der andere leise.
    (Joachim Ringelnatz)

  • Bis ich meinen Mann kennengelernt habe, wollte ich nie Kinder. Die stinken, sind laut und kosten Geld - nö!

    Dann sind wir ins Haus gezogen, dort fand ich es dann so groß und leer, die vier Katzen habens auch nicht besser gemacht. Außerdem hatte ich eine schwierige Phase im Job, wollte raus da.

    Also - Kind.

    Ein verwöhntes Einzelkind wollte ich nie, also mindestens zwei.

    Die Schwangerschaft war problemlos, die Geburt (Sectio) auch. Aber dann... ich konnte nicht stillen, bin in eine üble PPD abgerutscht, war heilfroh, dass Jule mit einem Jahr schon in die Krippe ging, und das richtig gern, so dass ich wieder arbeiten konnte. Ab da gings mir deutlich besser.

    Dann hab ich gesagt, nie wieder. Das pack ich nicht nochmal.

    Nach dem Unfall kam nochmal der Kinderwunsch auf, ich glaub aber das war eine Folge der Traumatisierung. So in der Art, es kann so schnell vorbei sein, das wollte ich mit noch einem Kind irgendwie auffangen.

    Die Ärzte haben mir geraten, bis nach der Metallentfernung zu warten, mit der Zeit ist der KiWu wieder abgeflacht.


    Sind wir komplett? Weiß ich nicht. Neulich hab ich meine Tochter angeschaut und gefühlt, dass ihr ein Geschwister echt gut tun würde - mir aber nicht. Ich pack das nicht nochmal.

    Ich bin jetzt 36, mein Mann 47 - das ist MIR zu alt für noch ein Kleinkind. Kürzlich bin ich auf facebook über so ein Scherzbildchen gestoplert: Wie alt wirst Du sein, wenn Dein Kind 18 wird? Ich bin dann 50, werde 51, mein Mann 62. Das ist echt mal ne Hausnummer.

    Also bleibts bei einem.

    Wer nicht zuweilen zu viel und zu weich empfindet, der empfindet gewiss immer zu wenig.
    Jean Paul

  • Mein Wunsch war auch das 2 + 2 Modell, alternativ drei Kinder nah beieinander. Leider hat die Partnerschaft nicht so lang gehalten.

    Der Krümel kam dann völlig unerwartet und ungeplant ohne feste Partnerschaft.

    Mit den Dreien fühlt es sich rund an, es ist schön, aber neben fast Vollzeit arbeiten wäre ohne Partner an der Seite kein Platz für ein viertes Kind. Und wie gesagt: ohne festen Partner. Das ist wohl der Hauptgrund gegen ein weiteres Kind.


    Ganz vielleicht eventuell, wenn, ja wenn mir doch noch einmal ein ganz wunderbarer Mensch über den Weg laufen würde, der dann auch gern noch ein Kind mit mir hätte, dann könnte ich mir schon noch ein Kind vorstellen. Hätte Hätte Fahrradkette, bei meinen Umständen ist das schon eher weniger wahrscheinlich.#crying Die Mädchen sind nur gel. mal bei ihrem Papa, zu dem Krümel wünscht der KV keinen Kontakt.


    Ein bißchen schwach werde ich schon bei Neugeborenen oder so schönen kugeligen Bäuchen. Aber ohne Mann ist mein Maß an Belastbarkeit wohl erreicht.

  • Keins mehr, mit teils blutendem Herzen, weil das zweite Kind eine ganz beschissene Krankheit hat und ich mit meinen Kräften haushalten muss. Da ist kein Funken übrig für ein drittes.

  • Huhu.

    Das ist schon ein sehr sensibles Thema für den öffentlichen Bereich *find*.


    Wichtigster Grund: ich überstehe nicht nochmal eine Schwangerschaft.

    Ich habe zwei Schwangerschaften durchgehend gelitten. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ich wieder über Monate komplett ausfallen würde.


    Dann kamen mit der 2. Geburt bei mir physische und psychische Probleme hinzu.


    Ich bin so froh wenn ich endlich mal wieder eine Nacht durchschlafen kann (darauf warte ich noch...)

    Und mal wieder Zeit für mich habe werde.


    Ich bin nicht bereit mich jemals wieder so aufzuopfern.

    Mich jemals wieder so einschränken zu lassen.


    Ich habe so viele Pläne noch für mein Leben.

    Wenn ich die Möglichkeit hätte mich komplikationslos und unproblematisch sterilisieren zu lassen, ich würde es sofort tun. Damit ich bloß nicht irgendwann in einer frischverliebten Gefühlsduselei auf die Idee komme mir das Leben zu versauen.

    Aber da ich zur Zeit in einer glücklichen Beziehung mit einem Sterilisierten Partner lebe, steht das alles in weiter Ferne.


    Womit ich oft zu kämpfen habe: mir glaubt das niemand.

    Ich bin ja erst Mitte 20 und alle sagen "mal gucken wie du das in 10 Jahren siehst"

    Lg

    Annanita



    "...baaald seid iiihr groooß, und könnt aaa-lles a-llein,

    aaaber biiis daaann schlaaaft ihr hiiier bei miiiir eiiiin."

    *träller*


    Einmal editiert, zuletzt von Annanita ()

  • Wir sind durch. Das hat aber diverse Gründe, da weiß ich gar nicht, was ich anklicken soll.


    Mein Partner will keine weiteren Kinder,

    es wäre uns bestimmt auch zu anstrengend,

    wir sind beide nicht mehr die Jüngsten (das ginge aber noch),

    das Auto ist voll mit 2 Eltern und 2 Kindern,

    weitere äußere Umstände (Job/Geld) kämen hinzu, wären aber kein Ausschlusskriterium,

    zwei Kinder finde ich ne schöne Zahl,

    nochmal ICSI mit ungewissem Ausgang möchten wir vermeiden

    und irgendwie sind wir auch komplett.

  • Also bei mir hat es durchaus lange gedauert, bis das Gefühl, dass es mit dem Kinderkriegen zu Ende ist, bei mir ankam.

    Sogar nach dem 3., 4. und 5. Kind auf einen Schlag blieb noch eine ganze Weile das Gefühl, ich könnte nochmal.....


    Aber wir waren sowohl, was mein Alter anging, als auch, was die schon vorhandene Kinderzahl anging und somit auch die Finanzen an der Kapaziätsgrenze und ließen es sein.

    Schlussendlich hat sich dieses Gefühl dann von allein eingestellt. Und irgendwann kam ein ganz deutlicher Zeitpunkt, wo ich mit mir damit im Reinen war.

    Gruß von Guinan
    mit 5 Kindern, jetzt alle erwachsen
    ---------------------------------------
    Meine Nationalität: Mensch!

    Die reinste Form des Wahnsinns ist, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.

  • Puh. Wenn ich es mir backen könnte, würde ich gerne 3+ (lebende) Kinder haben. Aktuell habe ich drei Schwangerschaften hinter mir und wir arbeiten an der vierten, in der Hoffnung, dass es diesmal wieder gut endet. Aber ich bin 37, die Schwangerschaften sind wirklich die Hölle für mich und ich merke jetzt, wo das Kleinchen gute zwei Jahre alt ist, dass meine Kräfte allmählich wiederkehren - deshalb ist es nicht richtig realistisch, dass da noch ein drittes kommt.


    Ich beneide die Rabinnen ein bisschen, die viele Kinder haben. Und schiele immer auf den (leider entfernt lebenden) Teil meiner Familie, wo alle zwei und mehr Kinder haben, sich sehr nah sind, sich gegenseitig helfen und an den Feiertagen immer ein totales Kindergewusel herrscht. Also so wirklich im Reinen bin ich mit dem Thema momentan nicht.

    ~~ Luxa


    Sometimes something will change and that change

    Will change you


    Strong people stand up for themselves.
    Stronger people stand up for others.


  • Bei mir war das Kinderkriegen genauso geradlinig wie der Rest meines Lebens.

    Mein Mann, als auch ich, hatten je ein (andersgeschlechtliches) Geschwisterkind und fanden das gut.

    Ich war nie besonders kinderbegeistert, aber meine Zukunft hab ich mir immer mit Mann und zwei Kindern (Junge + Maedchen) vorgestellt. Nun sind die beiden schon nicht mehr so klein und ich spuere, dass ich die groesser werdenden Kinder mehr geniessen kann, als wie die Babys und Kleinkinder. Insofern hab ich kein bisschen Wunsch nach Nachschub. Die beiden sind ein tolles Gespann und es ist wunderbar ihnen beim Heranwachsen zuzuschauen. Fuehlt sich komplett und richtig an :-)

    Yeza


    My life falling apart

    Over and Done!

  • Weil die Wechseljahre von mir völlig unbemerkt in der über 3-jährigen Stillzeit meiner Tochter erfolgten. Da ich während des Stillens nie meine Periode hatte, war ich auch gar nicht darauf vorbereitet. Mit 42 dann die Diagnose vorzeitige Wechseljahre! Ich hätte schon gern ein drittes Kind bekommen, aber mein Körper hat anders für mich entschieden.


    Im Rückblick bin ich daher aber sehr froh und dankbar, mit 39 Jahren noch so unproblematisch beim ersten Anlauf mit meiner Tochter schwanger geworden zu sein. War knapp. Das meine biologische Uhr so schnell tickt, hätte ich nicht gedacht!

  • Wir haben vier Kinder. Das sind schon mindestens zwei mehr,als ich je angenommen habe sie zu bekommen ?Nummer vier war nochmal ein ganz grosser Wunsch und der ging mit einem ganz grossartigen Kind in Erfüllung.

    Tja und jetzt ist irgendwie gut. Ich/wir haben kein Bedürfnis mehr nach einem weiteren Menschen in der Familie.

    Ich mag nicht mehr schwanger sein,ich will keine Geburt mehr erleben und vorallem kann ich die krassen Nächte,die ich jahrelang hatte, nicht mehr ertragen.Mein Schlaf ist mir jetzt heilig.

    Zudem sehe ich gerade auch Alles nicht mehr so blumig. Kinderhaben ist oft sehr anstrengend und herausfordernd. Wenn man mehrere Kinder hat und wenig Hilfe,dann stehen die eigenen Bedürfnisse die meiste Zeit ganz hinten an.

    Nichtsdestotrotz werde ich wehmütig wenn ich überlege, dass hier bald kein Kleinkind mehr sein wird. Seufz! Das eine wichtige Lebensphase damit bald endet, damit muss ich mich abfinden.

    Susanne mit Kasperle 08/04 , Seppel 01/07 und Gretel 10/10 :) und Überraschungsstar April/2014


    Pippi Langstrumpf:" Es ist unbedingt wichtig für kleine Kinder ein
    geordnetes Leben zu haben. Besonders, wenn sie es selbst ordnen dürfen." :D

  • Ich hätte mehrere Punkte ankreuzen können.


    Wir haben zwei Kinder, eigentlich war mein Gedanke/Wunsch immer 3 oder 4 Kinder zu bekommen.

    Nach der Geburt von meinem Sohn war ich regelrecht getrieben und hatte den extremen Wunsch nach einem weiteren Kind.

    Nach einer Fehlgeburt war ich sehr deprimiert und fühlte mich noch getriebener. Mit der Geburt meiner Tochter hat dieses Gefühl nachgelassen. Es fühlte sich und fühlt sich immer noch perfekt an.


    Ein drittes Kind könnte ich mir vorstellen, aber nicht so unbedingt "haben wollen", wie ein zweites Kind.


    Aber...


    ...finanziell kann ich mir nicht vorstellen, wie wir das leisten sollen.

    ...ich habe oft das Gefühl, dass ich ein drittes Kind von der Anstrengung her nicht schaffen könnten.

    ...ich denke, dass ich es niemals leisten könnte, wenn ich evtl.nun ein Kind bekommen würde, dass nicht gesund wäre. Bei den bisherigen Schwangerschaften war ich mir immer sicher, das Kind annehmen zu können, egal, ob es eine Behinderung oder eine schwere Erkrankung hätte. Diese Sicherheit habe ich nicht mehr.

    ... organisatorisch stelle ich es mir unglaublich anstrengend vor ggf.3 Kinder unterzubringen, wenn z.b. kitafrei ist und ich arbeiten muss.

    ... irgendwie fühlt es sich, so wie es gerade ist, auch total richtig und stimmig an.


    Und trotzdem gibt es ja noch dir Möglichkeit, irgendwann doch noch umzuentscheiden.

    #herz Kind an der Hand, Kind im Herz, Kind im Arm #herz

  • Edit

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

    Einmal editiert, zuletzt von Mondschein ()

  • Uns reichen zwei. Die Konstellation funktioniert gut. Nochmal ein Kind kann ich mir nicht vorstellen. Sollte ein Unfall passieren, sei es drum, abtreiben würde ich nicht, aber ich verhüte sehr gewissenhaft, weil ich mit unseren beiden lange Zeit wirklich am Limit lief.

    LG H. mit J. (17,5) und S. (bald 12)

  • Ich habe nicht aufgehört, Kinder zu bekommen. Das war kein natürlicher Prozess, den es zu beenden galt. Im Gegenteil, das Gebären meiner Kinder waren nur ganz kurze Momente in meinem Leben, die quasi stattfinden mussten, um nun mit diesen drei Menschen zu leben. Ich hatte also jeweils kurz aufgehört, keine Kinder zu bekommen, denn das ist doch eher der Normalszustand, ne.


    Wobei ich unabhängig davon es die beste Anzahl finde überhaupt, also drei Kinder.

  • ich habe weder das Gefühl, wir wären komplett, noch das Gefühl es fehlt noch jemand. Ich kriege kein Kind mehr, weil ich mit zweien und allem was das Leben so bringt, schon an meiner Belastungsgrenze bin. Ich wollte immer vier oder fünf Kinder, aber jetzt bin ich glücklich mit den beiden und habe das Gefühl, ihnen und mir selbst halbwegs gerecht werden zu können. In einem anderen Leben hätte ich aber gern mehr Kraft - und ganz viele Kinder :)

  • anders, nämlich:


    Ich kann mir nicht vorstellen, noch eine Schwangerschaft durchzustehen. Mein Partner kann sich nicht vorstellen, noch mal eine Geburt mitzumachen (ich nur als geplanten KS, glücklich macht mich diese Vorstellung aber auch nicht).


    Und dazu haben wir inzwischen zuviel von krassen Komplikationen bei Müttern und Kindern mitbekommen, als das wir das noch mal mit gutem Gewissen "herausfordern" (so würde es sich für uns anfühlen) könnten.


    Bevor wir mehr darüber wussten, wollten wir noch ein Kind mehr...

  • Der Finanzielle Punkt ist bei uns der springende Punkt. Wir haetten beide eigentlich gerne noch mehr Kinder - und ich weiss auch nicht ganz, wie ich da mein Herz und meinen Verstand in Einklang bringen kann...

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.