Heute im Freibad... (SLP)

  • Wir gehen bei einer Mama mit drei Kindern vorbei. Die Mutter fängt an zu brüllen. Jetzt reichts, so redest du nicht mit mir.


    Söhnchen (so 8/9 Jahre) murmelt etwas. Sie schreit noch lauter. Du sollst die Klappe halten, so spricht man nicht mit seiner Mutter. Bub sieht zu Boden.


    Sie macht weiter--> Du benimmst dich wie ein richtiger Depp, woher hast du dass nur!



    EHM ja woher nur??



    Zweite Situation:


    Mein Mann und ich sitzen am Beckenrand. Ein Kind (so 8/9) Jahre alt, beginnt zu weinen. Der Vater nähert sich grimmig.


    Was ist los??


    Der Bub: Die xy hat mich untergetaucht.


    Vater: NA UND?


    Bub: Aber ich hab keine Luft mehr bekommen, heul.


    Vater: Ja na und was heulst du da rum. Hör auf zu heulen jetzt, sonst waren wir das letzte Mal da.



    Ehm Tja, #stirn

  • Normal halte ich mich ja bei solchen SLP raus.


    Deshalb nur ein paar Denkanstöße:
    - Wie alt sind deine Kind(er)?
    - Hast du solche Situationen durch dein/e Kind(er) schon erlebt?
    - Kennst du die "Vorgeschichten" warum die Eltern jeweils so reagiert haben? Ich nicht, deshalb kann ich das auch nicht kommentieren.


    Damit möchte ich deren Reaktion nicht für gut befinden. Mein 7-jähriger Sohn bringt auch schon mal im Wutmodus ein beherztes "du unfaire A****-Mama" hervor. Cool und gelassen zu regieren fällt mir da auch nicht immer leicht.

    Ein Sohn aus 04


    Wichtig ist nur die Veränderung das man nie im Stillstand verharrt und das man sich auch in harten Zeiten seine Träume und Wünsche bewahrt.

    Still wird das Echo sein - Element of Crime

  • Meine Kinder sind 6 & 3, das dritte schlüpft in den nächsten Wochen.


    Es geht nicht darum dass man die Nerven verliert sondern um dass WIE! Um die Art wie man mit Kinder spricht. Klar es kann immer mal passieren dass man die Kinder anschreit und nicht cool und gelassen reagiert sondern schlichtweg falsch.


    ABER es erschreckt mich schon immer wieder mit welcher _Derbheit_ reagiert wird.

  • @ ginger: ich kann dich verstehen. Auch wenn man nicht weiß , was vorher war, kann man doch sagen, ob dass man diese Art des Umgangs nicht mag. Finde so etwas auch traurig. Und mir tun die Kinder leid. Ich bin ja sogar so, dass ich dann manchmal nen Kommentar fallen lass im Vorbei gehen. So wie etwa bei der Mutter: Ja ja immer schön Vorbild sein. Oder bei dem Vater: Nicht zu liebevoll, dat verwöhnt se nur die Gören. Die meisten verstehen die Ironie eh nicht #haare


    Liebe Grüße
    Sunny

    Scheint die Sonne auch für Nazis? Wenn's nach mir geht tut sie es nicht!!! ( DBBDW)


    Es gruesst die Sunny mit der Hummel an der Hand, dem Möpsken im Arm und dem Sternchen im Herzen! #love

  • Beim ersten Fall kann ich nichts schlimmes daran finden.
    Mütter sind nur Menschen. Was ich mit manchmal so anhören darf... ähm ... ja.
    Ich kann also sehr gut verstehen, wenn eine Mama sich derart abgrenzen muß. Gewisse Situationen machen mich auch nur rasend und das was ich dann von mir gebe, ist manchmal auch derb. Aber - um Himmels willen - was ist daran schlimm? Meine Kinder erleben schlimmeres auf dem Schulhof.
    Und die Kinder dort im Freibad vielleicht auch. Diese Situationen beschreiben Momentaufnahmen. Da denke ich nicht darüber nach, wie unangemessen die Leute reagieren, solange das in seinem Rahmen bleibt.


    Im zweiten Fall finde ich es schon krass, dass der Vater keinen Trost geben kann. Aber wer weiß, was vorher war. #weissnicht Insofern würde ich dem ganzen wenig Bedeutung beimessen.


    Schlimm fand ich mal, wo ein Kind vom Vater vom 10 m Brett geworfen wurde, obwohl es ganz laut jammerte "Ich trau mich nicht mehr. Papa ich will ruuuunter!" Da habe ich den Kerl zusammengeschimpft und die Schwimmaufsicht hat die Polizei gerufen. #sauer *Da* kochts in mir.

    The way we talk to our children becomes their inner voice. ~ Peggy O'Mara ~

  • Ich finde so etwas auch erschreckend. Und ich verliere auch mal die Nerven, aber dann mache ich mein Kind nicht so nieder, sondern mache deutlich klar, dass das Benehmen unmöglich ist. Und das sicher auch mal gebrüllt, aber mein Kind einen Deppen nennen?
    Ehrlich, und wenn der ganze Tag schon ätzend war, das entschuldigt doch nicht alles!


    Der zweite Vorfall ist ohne Worte.


    Und meine Kinder sind sechs und drei.

    Liebe Grüße
    Silke mit dem Großen 06/2006 und der Kleinen 06/2009

  • Jeder verliert mal ein paar Worte, die nicht so toll sind. Aber Sein Kind als "Depp" zu bezeichnen - das ist schon traurig.

  • Jeder verliert mal ein paar Worte, die nicht so toll sind. Aber Sein Kind als "Depp" zu bezeichnen - das ist schon traurig.



    Das hat sie doch gar nicht gesagt. Sie sagte: "Du benimmst Dich *wie* ein Depp."
    Die Aussage finde ich weniger schlimm, da sie einen Vergleich zu seinem Verhalten aber nicht seiner Person zieht. das ist etwas ganz anderes.

    The way we talk to our children becomes their inner voice. ~ Peggy O'Mara ~

  • Du benimmst dich wie ein Depp oder du benimmst dich deppert finde ich jetzt auch nicht soooo schlimm...könnte mir auch rausrutschen, wenn mein Kind nicht hört und deswegen in eine richtig gefährliche Situation kommt (was im Bad ja schnell passieren kann).
    Der zweite Fall ist einfach nur fies.

    Je kaputter die Welt draußen, desto heiler muss sie zu Hause sein. Rheinhard Mey

  • Je größer die Kinder, je eher kann ich vieles nachvollziehen.


    "Du bist doch zu doof" oder so, würde ich nie sagen.
    Ein "Stell dich doch nicht so blöd an", ist mir aber auch schon rausgerutscht. #schäm


    Ist natürlich keine Glanzleistung, aber ich bin auch nur ein Mensch und manche Tage sind einfach #haare


    Ich habe mir abgewöhnt, mich wegen Kleinigkeiten selbst zu kasteien und schlecht zu machen.


    Die Grundeinstellung stimmt, ich sehe meine Fehler, ich arbeite dran, und ich bin ein ganzes Stück weiter als meine Mutter bei mir war, die wiederum ein ganzes Stück weiter war als ihre Eltern. :)

  • liebe ginger!


    als ich neulich im Freibad war (mit allen 7 Kindern, übermüdet und ziemlich stinkig auf die grosskinder weil sie sich nicht an die abmachungen gehalten haben -a ber das ist eine andere geschichte) da bin ich dann aufgrund der hitze, müdigkeit und der menschenmenge auch etwas lauter geworden und habe meine beiden grossen ziemlich beflegelt.


    sicher ist das nicht nett ABER ich bin auch nur ein mensch und als die nette alte schweizer dame mich dann angesprochen hat das man zu seinen kindern nicht soo böse sein darf habe ich ihr gesagt das man sehr wohl ab und an austicken kann wenn die kids soooo einen terror machen (vor allem es waren die beiden alten mädels nicht die kleinen) denn ich kenne niemanden der 24h/am Tag 7Tage in der Woche 52 Wochen lang die sonne aus dem popo scheinen hat...


    deshalb kann man niemals nicht sagen was die leutchen geritten hat und perfekt ist niemand


    mittlerweile bin ich auch eher so das ich max frage bzw bemerke das kinder sehr sehr wohl schön anstrengend sein können und 2, 3 mal habe ich eine genervte Kindsmutter sogar schon auf eine cola/kaffee eingeladen damit sie mir ihr leid klagen kann,...


    also ich habe für jede laune verständnis und niemand ist perfekt und jeder kommt an seine grenzen


    ich nenne meine kinder im zorn übrigens ihr kleinen mutanten, ihr bösen stinknasen, ihr vampire udrgl


    und wegen des fehlenden trostes: wenn man ein kind hat was wegen jedem furzgackel zu plärren anfängt, selbst aber austeilt wie die sau dann kann einem auch schon mal passieren das einem tröstende worte ausbleiben...

    Einmal editiert, zuletzt von odette () aus folgendem Grund: trost vergessen

  • Darf ich mich hier mit etwas Miterlebten anhängen? Heute im Freibad - weinendes und schreiendes zweijähriges Kind (hatte sichtlich Angst vor dem Wasser) hängt im tiefen Becken ohne Körperkontakt im Schwimmreifen. Die Mutter daneben zu ihm: "Wenn Du jetzt nicht sofort damit aufhörst, gehen wir raus". Kind schluchzt "Ja". Mutter:"Kommt nicht in Frage, wir bleiben drin!". :stupid:


    Das hat in dem Fall meiner Meinung nach weniger mit Gestreßtsein zu tun als mit - ja was eigentlich? Ganz abgesehen davon, ich hasse leere Drohungen.

  • Ich versuche mich nicht mehr zu wundern (und am besten gar nicht erst hinzuhören).


    Aber wenn ich dann sehe, dass ein Kleinkind geklapst wird, weil es im Flugzeug müde ist und ihm langweilig ist und es eigentlich nur mit der Mutter kuscheln und sich unterhalten möchte, diese aber vorzieht in ihrem Buch weiterzulesen, dann macht mich die Situation schon traurig.


    Was ich aber noch schlimmer fand war folgende Unterhaltung ( andere FAmilie) am Strand:


    Die Mutter musste kurz weg und wollte nicht, dass die Tochter alleine ins Meer geht. Der Mann (ich weiß nicht, ob es der Vater war) sollte bei ihr bleiben.


    Mann: Deine Mutter ist so ängstlich, du kannst auch alleine ins Meer. DA sind ja noch andere Leute im Wasser und ich rauche nur noch meine Zigarette und dann bin ich gleich bei dir.


    Bis dahin dachte ich auch: Was hat die Mutter. Und machte mir keine Kopf darum.


    Später hörte ich den Mann wieder reden: ...und vielleicht kannst du hier schwimmen lernen. Deine Mutter schwimmt ja nur so (zeigt ihr, wie ein Hund paddelt).


    Und plötzlich wurde mir ganz anders zumute: Da hat der Mann doch tatsächlich ein Nichtschwimmerkind alleine ins Meer gelassen. Mit Luftmatratze. Die Wellen waren an dem Tag sehr stark und selbst ich fand es schwer im Meer zu schwimmen.


    Aber ist klar: Andere Leute werden 100 % mitbekommen, wenn das Kind lautlos ertrinkt #heul .

    Liebe Grüße von junis



    "Bitte hör`nicht auf zu träumen, von einer besseren Welt!" Xavier Naidoo

  • Ein "Stell dich doch nicht so blöd an", ist mir aber auch schon rausgerutscht. #schäm


    Ist natürlich keine Glanzleistung, aber ich bin auch nur ein Mensch und manche Tage sind einfach #haare

    Auch schuldig.

    ich dann sehe, dass ein Kleinkind geklapst wird, weil es im Flugzeug müde ist und ihm langweilig ist und es eigentlich nur mit der Mutter kuscheln und sich unterhalten möchte, diese aber vorzieht in ihrem Buch weiterzulesen, dann macht mich die Situation schon traurig.

    Hm, also wenn wir den Klaps außen vor lassen: So Situationen, wo ich gern mal ein Buch lesen möchte oder eine Zeitung, und wo es mich dann ärgert, wenn das Kind sich nicht auch mal allein beschäftigen kann... die kenne ich auch. Gerade reise finde ich selbst schon immer so stressig, dann nebenher die Kinder bei Laune zu halten, ist auch anstrengend - und wenn dann die kurze Erholungspause für mich selbst nicht drin ist, schlaucht mich das auch extrem.


    Aber wie gesagt, das rechtfertigt natürlich keinen Klaps (in meinen Augen).



    Ich finds aber generell auch sehr anstrengend, als Mutter immer richtig reagieren zu müssen - weil das einfach nicht geht. Es wird immer Leute geben, die das was man tut als falsch empfinden, seien es andere Eltern oder Kinderlose (die meiner Erfahrung nach ja all zu gern Erziehungstipps zu geben scheinen).


    Wir hatten neulich so eine Situation, wo unsere 2jährige im Supermarkt mit seitlich ausgestreckter Hand am Wurst- und Käseregal vorbeigelaufen ist. Ihre Hände haben die Packungen natürlich gestreift, ich hatte sie auch schon aufgefordert, das doch bitte zu lassen.


    Kommt also eine ältere Frau vorbei und ermahnt unser Kind "Nicht anfassen!"


    Ich sehe zu ihr herüber, und bekomme gesagt: "Und die Mutter schaut da einfach so zu, unglaublich!"


    In solchen Situationen kann ich nur schwer gelassen bleiben. Was hätte ich denn tun sollen? Aufspringen und das Kind vom Wurstregal wegreißen? Und was ist an einer Kinderhand die eine Wurstverpackung streift, jetzt so viel unhygienischer als wenn ein Erwachsener etwas anfasst und es dann zurücklegt? Da weiß man schließlich auch nicht, wo die Hand vorher war.... #pfeif

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    There is no foot too small, that it cannot leave an imprint on this world.

  • Da hab ich schonmal drauf hingewiesen, dass wir manchmal die Packungen auch aufmachen und reinspucken.



    Ich finde es schwer, solche Momentaufnahmen zu werten und gehe eher davon aus, dass die entsprechenden Eltern eben gerade keinen guten Tag haben. Bei der Mama, mit der ich immer von KiGa zurücklaufe, kann ich mir meist aber kein Kommentar verkneifen, denn die ist ständig am meckern. "Warum bist du nicht artig? Wenn du nicht artig bist, dann... . Schau Emi an, wie artig die ist. Du bist nicht artig. Nein, du warst nicht artig, also... .Sei doch mal artig. Nie bist du artig. Weil du nicht artig bist, xy... ." #augen

    Ich hänge mich erst auf, wenn alle Stricke reißen!

  • Ich bin ja sogar so, dass ich dann manchmal nen Kommentar fallen lass im Vorbei gehen.

    #sauer


    Ehrlich sowas kann ich nicht ab. Dieses hinterfotzige vorbeilaufende Nörgelpack. Man fühlt sich nach Kontakt mit solchen Leuten IMMER schlecht (is ja nicht so das man sich nicht vorher schon mies fühlte, sonst hätte man ja nicht so "unangebracht" reagiert) und dann kann man sich nichtmal rechtfertigen, weil die Person ja schon in ihrer unglaublichen Arroganz an einem vorbeigerauscht ist.


    Ne ehrlich, haltet euch gefälligst raus wenn ihr nicht wisst was passiert ist. BITTE! Es hilft nicht.


    Allerdings sind auch Diskussionen manchmal zum scheitern verurteilt, ich bin ja mal in eine Situation geraten, da wollte jemand die Polizei rufen, bzw. hat die Polizei gerufen weil meinem Baby eventuell zu kalt war. Ne das ist kein Witz. :stupid:

    "The absence of evidence is not the evidence of absence"


  • @ Hobbes: jetzt mal langsam. Kann es sein, dass du grad sehr gereizt bist? Ich finde es interessant, dass es hier viel um beduerfnissoeientierte Erziehung geht, darum auf das Kind einzugehen, aber gleichzeitig immer noch der Kanon herrscht, ach die hatte nur einen schlechten Tag, die Mutter. Ich gebe so Kommentare ab, wenn ich die Eltern schon etwas beobachtet habe. Und ja ich finde man sieht, geht es sonst nett und liebevoll zu oder wird das Kind seit zwei Stunden angemotzt und verhaelt sich einfach nur kindgerecht. Und dann sag ich was, weil mir das Kind leid tut. Wahrscheinlich wäre es besser, auf die Mutter zu zu gehen. Sie auf nen Kaffee einzuladen etc. Da hab ich aber auch keine Lust zu, weil ich mich nerve ab ihrem Verhalten. Und grad bei so "was uns nicht umbringt,macht uns stark"-Vätern, kann ich nur ruhig bleiben indem ich mit Ironie rangehe.
    Und wenn ich im Schwimmbad die ganze Zeit mein Kind genervt anpflaume, weil ich nen stressigen Tag hab, find ich es gut, wenn mich jemand anspricht und ich so zum innehalten und reflektieren komme. Vielleicht liegts ja nicht am Kind, sondern an meiner gestressten Art.
    Liebe Grüße
    Sunny
    Edit: @ Hobbes nochmal genau gelesen. Ich lasse Zeit zum reagieren. Und unterhalte mich dann auch gern mit der Mutter. Aber wie gesagt, ich glaube man merkt den Unterschied zwischen Kind=Störfaktor und nur mal schlechten Moment.

    Scheint die Sonne auch für Nazis? Wenn's nach mir geht tut sie es nicht!!! ( DBBDW)


    Es gruesst die Sunny mit der Hummel an der Hand, dem Möpsken im Arm und dem Sternchen im Herzen! #love

    Einmal editiert, zuletzt von Sunny Day ()

  • Ich hab eher den Eindruck, die "Im-Vorbeilauf-Meckerer" machen das um sich selbst ein Stück weit besser zu fühlen.
    Weil SIE es natürlich besser können und besser wissen.


    Ich versteh sowas auch nicht.
    Was soll das bringen, ausser das die Mutter sich noch mieser fühlt als ohnehin schon?



    Ich habe mich auch schonmal mit einem Vater aufs Heftigste angelegt, aber der hat seiner ca. 7-jährigen Tochter so eine geknallt das sie auf dem Hintern landete, ich stand mit Baby im Tuch nen Meter daneben und hab mich tierisch erschrocken.
    Ja, da bin ich dann auch ausgeflippt.