Vererbbarer Brustkrebs - Gentest?

  • #knuddelund #kerze


    Danke ❤️

    Ich finde es sehr gut, dass Du den Test machen lassen willst. Habne sie heute schon gleich Blutabgenommen? Oder war es erst das Vorgespräch?


    LG,

    Anne

    Annie


    Nein, da ich gesund bin hab ich ein Set von der

    Ärztin mitbekommen und muss die Tage zum Haus oder Frauenarzt. Wegen diesem Genetikgesetz muss ich eine Bedenkzeit einhalten. Das war quasi das Aufnahmegespräch. Erst ging es allgemein um das Thema, dann hat sie anhand meines Stammbaumes mein statistisches Risiko (29%, also hoch) berechnet und gesagt das ich den Test bekomme. :) Das dauert jetzt 2-4 Monate bis das Ergebnis da ist und dann muss ich zur Auswertung hin.


    Ich bin ziemlich gut mit der Sache an sich, was passiert wenn ich eines der Gene (es wird auf gut 30 getestet) positiv bin, weiß ich noch nicht.


    Lg Utopia

    Wer bin ich - und wenn ja wieviele?

  • Ich drücke die Daumen für ein gutes Ergebnis 😘


    Meine Mama und ich waren letztes Jahr dort - meine Mutter hatte ein rechnerisches Risiko von 47% (alle Frauen aus der Linie meines Opas sind an Brustkrebs erkrankt, teils schon mit Anfang 30), es konnte bei ihr aber kein bekannter Gendefekt nachgewiesen werden.


    Daraufhin ist meine Krebsvorsorge zurückgefahren worden - aber irgendwie habe ich mich mit der jährlichen Mammographie sicherer gefühlt 🤔

    I feel like procrastinating... but I think I'll wait.

  • moose


    Komisch, ich würde auch wenn ich nix habe mehr Vorsorge bekommen. Jeweils einmal im Jahr MRT und Ultraschall und alle 6 Monate Pap Abstrich.


    Verstehe das man sich sicherer fühlt wenn man ne bessere Vorsorge bekommt. Gerade bei der Vorgeschichte.

    Wer bin ich - und wenn ja wieviele?

  • Mein rechnerisches Risiko ohne Gentest liegt unter 20%, damit unterhalb des Werts, bei dem mehr Vorsorge inklusive MRT etc angesagt wäre.

    Wenn ich mehr vorsorge wollte, würde ich sie als Privatpatientin wahrscheinlich auch kriegen. Mein Frauenarzt ist der Brustkrebs-Vorsorge-Spezialist vor Ort, wenn er, obwohl er ein eigenes Mammographie-Gerät hat, sagt, alle zwei Jahre reicht, dann vertraue ich ihm eigentlich. Die meisten Knoten entdecken Frauen ja selbst beim Abtasten und das mache ich regelmäßig.

    Problematischer finde ich das erhöhte Risiko für Eierstockkrebs. Den kann ja tatsächlich nur der Arzt im Ultraschall entdecken. Im Falle eines positiven Gentests hätte ich auf jeden Fall darüber nachgedacht mir die Eierstöcke entfernen zu lassen.

    I feel like procrastinating... but I think I'll wait.

  • Achso, gut wenn du untern den 20% bist ist das klar.

    Ich werde alles entfernen lassen was möglich ist, sollte ich positiv getestet werden.

    Wer bin ich - und wenn ja wieviele?

  • Ich drücke dir die Daumen.


    Ich denke momentan auch daran rum, testen zu lassen...

  • tannemarie


    Ja das ist es. Erst ewig seit August und jetzt nochmal. Bei meinem Glück hab ich dann eh quasi alle Gene 🤦🏻‍♀️


    Ebura


    Grundsätzlich finde ich es sinnvoll zu testen, aber man muss sich dann auch stark überlegen was man macht falls man eines der Gene hat. Es werden ja nicht nur BRCA1 und 2 sondern insgesamt um die 30 Gene getestet.


    Danke euch!

    Wer bin ich - und wenn ja wieviele?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Utopia ()

  • Ja, deswegen überlege ich ja auch noch so, bzw. mein Arzt riet auch dazu, sich erst über die Konsequenzen klar zu werden, bevor man den Test macht. Und das finde ich halt schwierig.

    Du liest dich da schon sehr sicher...

  • Ich wünsche dir, dass du die Wartezeit gut rumkriegst und keines der einschlägigen Gene gefunden wird.


    Aber du hast einen Plan in der Tasche, falls doch, habe ich das richtig verstanden?

    tt1c48ce.aspx
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  • Aber so viele Konsequenzen gibt es nicht.

    Entweder man operiert vorsorglich oder man nimmt an einem der vielen "Extremvorsorgeprogramme" teil oder man macht gar nichts damit.

  • Ja, deswegen überlege ich ja auch noch so, bzw. mein Arzt riet auch dazu, sich erst über die Konsequenzen klar zu werden, bevor man den Test macht. Und das finde ich halt schwierig.

    Du liest dich da schon sehr sicher...

    Ja bin ich auch. Allerdings, sollte man sich auch klar werden über die Konsequenz ihn nicht zu machen, Krebs zu bekommen und was das dann mit einem selber macht. Selbstvorwürfe etc.


    Ich wünsche dir, dass du die Wartezeit gut rumkriegst und keines der einschlägigen Gene gefunden wird.


    Aber du hast einen Plan in der Tasche, falls doch, habe ich das richtig verstanden?


    Ja das hast du :) wenn wäre ich sofort für eine Entfernung des Brustgewebes und wenn auch für die Eierstöcke. Danke dir :)

    Aber so viele Konsequenzen gibt es nicht.

    Entweder man operiert vorsorglich oder man nimmt an einem der vielen "Extremvorsorgeprogramme" teil oder man macht gar nichts damit.

    Ja aber das vorsorglich operieren is ein Riesen schritt. Brüste entfernen lassen, Aufbau, ja nein, wenn ja wie? Bei Entfernung der Eierstöcke vorzeitige Wechseljahre oder Hormone nehmen müssen.

    Die engmaschige Vorsorge ist auch mit Problemem behaftet, jedes Mal Angst haben das etwas gefunden wird. Das warten und bangen. Und macht man nix, Joa da muss man schon ein sehr harter Hund sein glaube ich 🙈

    Wer bin ich - und wenn ja wieviele?

  • Daumen sind gedrückt, ich finde es gut, dass Du das so angegangen bist und Dich auch mit den Konsequenzen der Erkenntnisse beschäftigst.


    Du klingst wohl überlegt und ich bin sicher, dass Dir das Ergebnis helfen wird: in welcher Form auch immer es ausfallen wird: Die Ungewissheit bist Du dann los.


    Alles Gute,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Liebe Utopia, ich war auch in dieser Situation. Ich hatte hier damals einen Alias-Thread dazu. Es war dieser hier: Klick.

    Es war eine furchtbare Wartezeit und ich wünsche das niemandem. Es tut mir leid, dass du auch davon betroffen bist.

    Ich fühle mit dir und denke ganz ganz fest an dich. Ich drücke alle Daumen.

    "Was ich übers Leben weiß, weiß ich aus Stand By Me." - Danke für die Angst, Thees Uhlmann

  • Liebe Utopia, ich drücke dir auch die Daumen für das Ergebnis!


    Ich würde deinen Thread gerne für eine Frage benutzen, weil du oder andere, die hier schreiben, vielleicht etwas mehr Ahnung haben. Wir haben in unserer Familie eine ziemliche Häufung an Brustkrebsfällen. Insbesondere hat mein Vater zeitgleich mit meiner Mutter vor einigen Jahren Brustkrebs entwickelt, mit Chemo und Bestrahlung bekämpft, beide gelten inzwischen aber als "geheilt". Meine Cousine väterlicherseits hat immer wieder mit Brustkrebs zu kämpfen. Daher war ich vor vielen Jahren in der Beratung zum Gentest. Mir wurde gesagt, dass meine Eltern sich zunächst selbst testen lassen sollten, was sie auch bereitwillig taten. Ergebnis: Beide negativ, was - v.a. bei meinem Vater - keiner so richtig glauben mochte. Damit war die Angelegenheit vom Tisch, die Uniklinik hielt einen Test für unnötig. Die Krankenkasse damit natürlich auch. Allerdings ging es damals auch nur um BRCA1 und 2. Ich kam ins Intensivvorsorgeprogramm und darf einmal im Jahr den Komplettcheck mit Mammo und MRT über mich ergehen lassen.

    Vor einigen Wochen bescheinigte mir nun eine fachlich sehr versierte Freundin eine komplette Macke. Erzählte von falschnegativen Tests und den vielen anderen Gendefekten, die mittlerweile gut abgetestet werden könnten. Und nun? Meine KK wollte damals nicht zahlen, da meine Eltern negativ sind. Zahl ich selbst? Ist das überhaupt machbar? Geh ich nochmal in Verhandlung mit der KK? Oder reicht mein Vorsorgeprogramm aus und man würde eh alles rechtzeitig entdecken? Gedanklich bin ich klar, ich bin mitten in den schlimmsten Wechseljahren und meine Brüste haben ihren Dienst erfüllt.


    Danke fürs Lesen


    roma

    Toleranz ist der Verdacht, dass der Andere Recht hat - Kurt Tucholsky