Wenn lernen und Hausaufgaben erledigen schlechte Noten hervorbringen

  • Hallo ihr Raben,


    ich bin neu hier und habe natürlich auch gleich ein problem, welches ich euch gleich schildern werde. Nun aber erst ein mal zu mir.


    Wir sind 5, Frau, Sohn(9), 2 Töchter(5 u. 2,7) und natürlich gibt es mich auch. 34 und Vollzeitpapa.


    Hier soll es nun um meinen Sohn gehen, da ich leider weder ein noch aus weiß, habe ich mich dazu entschieden, mich bei den Raben anzumelden (lese von aussen schon länger das ein oder andere mit).


    Zum Thema:

    Sohnemann war noch nie besonders einfach. Egal wo, es gab schwierigkeiten, eine Erzieherin kategorisierte ihn in beratungsresistent ein.


    Schulstress gab es vor allem im sozialen bereich, beim Allgemeinen Verhalten und bei den hausaufgaben, Lernen gabs zuhause sowieso nur 2 mal im Jahr. Im sozialen Bereich und auch im Verahlten hat er sich deutlich verbessert und benimmt sich, ich weiß nicht wie ich anders schreiben soll, wie ein normaler Junge sich halt benimmt (meiner unqualifizierten Meinung nach).


    Bis zum Anfang der ersten hälfte des dritten Schuljahres war er ein ,Meister des chaos, ordnung gabs nicht, wirklich nicht. Dennoch hat er wiederwillig seine HA gemacht und ist gerne zur schule gegangen. Für mich selbst gabs da auch nie ein problem, da bis dahin die schlechteste Bewertung eine 1-2 war. Kritisiert wurde von der lehrkraft eigentlich nur sein verhalten im Untericht (gelegentlich und durch zusammenarbeit mit der Lehrkraft stark verbessert).


    Nach dem übergang in die dritte Klasse wird irgendwie alles zum problem, anfangs hat er noch ordentlich geschrieben, seine HA gemacht und 1er und 1er bis 2er in den Test, LK's usw. gehabt. Ordnung war immer eher egal. Dann fing er an, keine HA mehr zu machen, dann im Unterricht nicht mehr mit zu schreiben, ein neuses maß an unordnung zu setzen und noch weniger als nix für die schule zu tun. Noten lagen weiterhin im 1-2 bereich. Zum Halbjahresende hin, wurde dass dann auch von der Lehrkraft thematisiert, weil es sich schließlich auf die gestalterische und auf die Heftnote negativ auswirken würde. Auch solle er mehr lernen, da noch "luft nach oben" wäre. (Es wurden mit der dritten klasse auch strafarbeiten und Nachsitzen eingeführt.)


    Nun lernt er(mit mir), macht seine HA(gezwungenermaßen da sonst jede Woche nachsitzen, HA nacharbeiten und strafarbeit), gibt sich in sachen Ordnung mühe und schreibt im Unterricht wieder mit (auch wenn es so gar niemand lesen kann).



    Seine Noten aber werden schlechter, seine Handschrift wird krakeliger, er verlernt dinge die er konnte, ihm scheint alles egal und er hat keinen bock mehr auf Schule. Seine Lehrkraft wirkt kompromisslos, keine Anpassung von ihrer seite aus, dass geht dort in richtung 15-Sätze-abschreiben-müssen und dann wird das wieder.


    Kann mir bitte jemand von euch Raben sagen, wie ich damit umgehen soll? Meine gefühlswelt erlebt derzeit übertieben starke schwankungen zwischen Trauer und blankem Hass mit Selbstaufgabe, Verzweiflung und totaler Verunsicherung.


    Lg, danke fürs lesen und eure offenen Antworten.


    Evv

  • Hallo :),


    Darf ich Fragen in welchem Bundesland Ihr wohnt?


    Mit der 3 Klasse hat er eine neue Lehrerin bekommen richtig?


    Eine Lehrerin die keine Kompromisse macht, wäre für mich ein Problem. Bisher hatten wir da immer Glück und die Lehrer/ innen waren daran interessiert dem Kind zu helfen. Das würde ich auch so ganz stark mit der Lehrerin kommunizieren. Also stark machen für das Kind.


    Gegebenenfalls kann die Schulpsychologin helfen?

  • Hallo Bernstein,


    BW, ja er hat zur 3. Klasse eine neue Lehrkraft bekommen.



    Ja ob die lehrkraft kompromisslos ist kann ich noch nicht sicher sagen, mir scheint so, da durch die bisherige Kommunikation eben nur dieser Eindruck angeschlichen kam. Ich kenne sie ja eigentlich nicht, von dem her will ich da auch nur bedingt das Wort Problem verwenden.


    Zur Schulpsychologin: Ja hab ich auch schon überlegt, mir mangelt es da aber an vertrauen und ich würde da lieber erst mal eine weniger "angebundene" stelle anlaufen wollen. Ich hab da aber auch vor dem Ergebniss ein wenig angst.


    Lg und#danke

  • Hallo und Willkommen bei den Raben :)

    (Es wurden mit der dritten klasse auch strafarbeiten und Nachsitzen eingeführt.)

    Das empfinde ich als sehr übertrieben streng. Es gibt doch sicher andere Möglichkeiten die Schüler zu motivieren.

    Und ich finde seine Reaktion darauf...

    Seine Noten aber werden schlechter, seine Handschrift wird krakeliger, er verlernt dinge die er konnte, ihm scheint alles egal und er hat keinen bock mehr auf Schule. Seine Lehrkraft wirkt kompromisslos, keine Anpassung von ihrer seite aus, dass geht dort in richtung 15-Sätze-abschreiben-müssen und dann wird das wieder.

    ... total verständlich. Er fühlt sich überfordert und bestraft, kein Wunder das die Merkfähigkeit nachlässt und der eine schlechtere Handschrift hat.


    Kannst du mit der Lehrerin noch mal reden? Wenn Gespräche nichts nützen, würde ich wohl oder übel über einen Schulwechsel nachdenken. Ehrlich gesagt finde ich den Umgang der Lehrerin sehr hart und lieblos, aber vielleicht lässt sich mit einem Gespräch schon einiges bewirken.


    Ich hoffe du bekommst noch gute Tipps.

  • Ich hab da aber auch vor dem Ergebniss ein wenig angst.

    Hast Du denn einen Verdacht ;)? oder hast Du einfach Angst das Dein Kind einen Stempel aufgedrückt bekommt? Wir kommen übrigens aus Bayern. Die Schulpsychologin vermittelt wenn ein Zusammenarbeit mit der Lehrkraft schwierig scheint. Ich hab damit durchaus positive Erfahrungen gemacht und würde Dir diese Angst gerne nehmen. Ausserdem haben sie nochmal eine andere Sicht auf das Kind als die Lehrkraft. Euer Sohn zeigt ja schon deutliche Symptome. Er leidet und braucht Hilfe.

    Ja ob die lehrkraft kompromisslos ist kann ich noch nicht sicher sagen, mir scheint so, da durch die bisherige Kommunikation eben nur dieser Eindruck angeschlichen kam. Ich kenne sie ja eigentlich nicht, von dem her will ich da auch nur bedingt das Wort Problem verwenden.

    Seid Ihr aktuell im Gespräch? Ich denke ohne ein Zweiaugengespräch wird es nicht gehen. Und das würde ich ziemlich zügig einleiten. Ich denke Eure " Probleme" werden sich nicht in Luft auflösen.

  • Ehrlich gesagt finde ich den Umgang der Lehrerin sehr hart und lieblos, aber vielleicht lässt sich mit einem Gespräch schon einiges bewirken.

    Gerade sensible Kinder reagieren da sehr stark. Mein Sohn würde da auch ganz schnell aussteigen. Bei uns hat aber immer die Lehrkraft eingelenkt und wir haben immer eine Lösung gefunden die es für alle Beteiligten mindestens erträglich gemacht hat.

  • Lieber Evv,


    erstmal herzlich Willkommen hier!


    Ich finde es so bedauerlich, dass das Thema Schule so oft so furchtbar laufen muss. Ich mache drei Kreuze, wenn meine das endlich hinter sich haben... Gerade aktuell ist es mit Q mal wieder katastrophal - und ich sehe einen grooooßen Anteil bei der Schule. Von daher wünsche ich dir schon mal akut und vorsorglich für die nächsten Jahre gute Nerven #yoga


    Meine beiden fanden/finden HAs auch immer total Kacke. Q hat sie bis zu diesem Schuljahr trotzdem immer zuverlässig und ohne großes Meckern erledigt. Bei T war es hingegen bis zu diesem Jahr immer ein Kampf. Er hat vergessen, sie aufzuschreiben, seine zu Hause noch mal abzuschreibende Mitschrift #hammerauf dem Weg von der Schule nach Hause verschlampt, die HA komplett vergessen, und wenn er sie gemacht hat, waren sie schlampig... Und das, obwohl er sich sogar Mühe gegeben hat. Das eine erfolgbringende Superkonzept gab es nicht. Sein Lehrer hat immer mal geholfen, indem er z.B. bei seinen Notizen im HA-Heft geschaut hat, ob sie vollständig sind, ich habe dann zu Hause geschaut, ob er die HAs gemacht hat. Wir haben geschaut, dass er die Minimalanforderungen nach Möglichkeit erfüllt. Spaß an der Schule hat er nie gehabt. Den haben ihm seine beschissene Grundschul-Klassenlehrerin (1/2) und Klassenlehrer (3/4) gründlich ausgetrieben. Die Noten haben dann gereicht, nicht sitzenzubleiben. Da wir in Bayern wohnen, bedeutete das Mittelschule. Die war allerdings prima, mit einigen Lehrern, denen die Schüler wirklich am Herzen lagen (natürlich auch ein paar Totalausfällen...). Noten weiterhin so, dass er nicht sitzenblieb. Und seit diesem Jahr (9. Klasse, also Abschlussjahr) hat er das Ziel vor Augen, auf den M-Zweig zu wechseln, weil er sich einen Beruf ausgesucht hat, für den man die Mittlere Reife braucht - und auf einmal geht es. Sieht er einen Sinn im Lernen und macht es auch. Schreibt überwiegend 1en und 2en. Zumindest mit dem Zwischenzeugnis reicht es für den Wechsel auf den M-Zweig, und ich bin auch für das Abschlusszeugnis guter Dinge. Was ich damit sagen will: Auch mit jahrelangem Widerwillen und Schlendrian kann bei der richtigen Motivation das Ruder noch mal rumgerissen werden.


    Aber natürlich hätte ich ihm gerne die vielen frustreichen Jahre erspart. Habe ich auch versucht. Habe mehrmals mit seiner Lehrerin in der ersten Klasse gesprochen, dass sie nicht immer nur negativ kommentieren soll, sondern auch mal loben. Das hätte bei ihm Wunder gewirkt. Im zweiten Schuljahr, zweites Halbjahr wurde es dann etwas besser. Ich glaube, es hatten sich auch noch ein paar andere (Jungs-)Eltern beschwert (bei den klischeemäßig so schön in ihre Hefte pinselnden Mädchen hatte die Lehrerin mit Lob nicht gespart...). Das half aber nur so lange, bis er in der dritten einen cholerischen, überforderten Klassenlehrer bekam (der ein oder zwei Jahre nach T für einige Monate wegen Burnouts krankgeschrieben war - mE wäre das schon deutlich früher nötig gewesen). Auch mit ihm hatte ich gesprochen, aber das hat verständlicherweise nicht viel gebracht.


    Mein Tipp für dich wäre aber, zumindest zu versuchen, sowohl mit deinem Sohn zu sprechen, wie es ihm jetzt geht und was ihn stört. Mag er die neue Lehrerin nicht? Einen anderen Lehrer? Hat er Probleme mit den anderen Kindern? Hat er vielleicht (neuerdings?) ein Augenproblem und kann die Tafel oder das Heft nicht gut erkennen? Meinen Kindern hat es beim Hausaufgabenmachen, was sie verständlicherweise total Scheiße fanden, geholfen, immerhin zu einer fatalistisch-akzeptierenden Einstellung zu kommen, dass ich ihnen gesagt habe, dass ich Hausaufgaben auch total beknackt und sinnlos finde, auch als Kind schon immer fand. Ich kann auch absolut nicht nachvollziehen, weshalb Lehrer da so krampfhaft dran festhalten. Zumindest in der Form, in der es hier läuft. Dass man für eine Buchbesprechung in der 11. Klasse nicht gemeinsam das Buch im Unterricht lesen kann ist klar. Auch Vokabeln muss man vermutlich je nach Schüler mal etwas wiederholen. Aber stumpfsinnige die-ganze-Klasse-macht-Seite-8-Aufgaben-3-und-4 #haare. Das frustriert die Schüler, diesen Quark zu Hause noch machen zu müssen, und es gibt Studien, die besagen, dass das für den Wissenserwerb auch nichts bringt. Ich dachte, das wäre ein gut gehütetes Geheimnis. Aber eine befreundete Grundschullehrerin sagte mal "ja, stimmt, das erzählen sie uns bei jeder Fortbildung" #blink#confused#haare. Weshalb dann nicht mal mehr Lehrer dazu übergehen, das umzusetzen und eben keine Hausaufgaben zu geben, oder welche, die eher auf den Bedarf des einzelnen Kindes zugeschnitten sind, kapiere ich nicht.


    Je nachdem, was bei deinem Sohn herauskommt, womit er sich unwohl fühlt, würde ich dann hoffen, dass man in seiner jetzigen Klasse was ändern kann, oder, falls das bei euch geht, er die Schule wechseln kann. Und wenn alles nichts hilft (wie bei uns bei T) Augen zu und durch und dem Sohn den Rücken stärken, dass der Fehler nicht bei ihm liegt. Und auf bessere Zeiten auf der weiterführenden Schule hoffen, oder spätestens wenn er einen Berufswunsch vor Augen hat.


    Du schriebst allerdings etwas, dass du Sorge vor einer Diagnose hast - wenn du natürlich tatsächlich einen konkreten Verdacht haben solltest, dass dein Sohn ein gesundheitlichen/psychisches Problem hat, wäre das ggf. abzuklären. Aber dass er in 1/2 problemlos mitkommt, selbst ohne Arbeiten :D, und die Probleme jetzt mit dem Lehrerwechsel beginnen, klingt für mich halt so, als wäre das Problem eher da zu suchen.


    Ich wünsche euch jedenfalls viel Erfolg bei der Problemsuche (und natürlich -lösung).


    Beste Grüße

    Sabine

    Sabine '69 mit T. 10/02 und Q. 11/05


  • Hallo auch *seestern,


    Ja es gibt sicher auch andere wege Schüler zu Motivieren. Seine lehrkraft ist "Schulhofbekannt", mein sohn wusste zu klassenwechsel bereits ansatzweise, was auf ihn zukommt (und ich meinte noch zu ihm das er das nicht so ernst nehmen solle, weil ja immer viel geredet wird). Ob das nun übertieben streng ist, bei 25 sehr lebhaften Kindern, vermag ich nicht zu beurteilen. Wohl aber weiß ich, (man wächst ja mit seinen Aufgaben) dass Steinzeitliche Bestrafung wenig bis kaum eine Änderung bewirkt und Symptome nur unterdrückt, nicht aber beseitigt.


    Ja, die Lehrkraft wirkt doch sehr kalt und leistungsorientiert aber eben auch Professionell und interessiert. Ich hab immer das gefühl, dass ich nicht mit einer Grundschullehrkraft rede.


    LG und #danke


    Hier bitte ein Zitat von Bernstein hin denken.


    Hab ich einen verdacht? Naja die googleitis ist eine schlimme, sehr schlimme Krankheit, sie kommt vor allem dann zum ausbruch, wenn man von verschiedenen stellen unterschiedliche Einschätzungen erhällt. So kann man meinem Sohn wohl alles und nix attestieren, je nach Tagesform halt.


    Ja so ein Stempel ist etwas, vor dem er Angst hat, ich natürlich auch. Wer, außer Post Beamte(vermutlich gibt es da noch einige mehr), braucht sowas schon.


    Was ist wenn ich diese Probleme hervorrufe, wenn ich übereagiere, meine einschätzungen falsch sind? Ich habe angst vor dem Ergebnis, weil es ihm eben auch schaden kann(erfahrungswerte).


    Das gespräch mit der neuen lehrkraft ist eher sporadisch. Lernentwicklungsgespräch, 2 Telefonate, eine Klassenpflegschaftssitzung und 4 Elternhefteinträge. Ich fühle mich immer so ein bisschen als Störfaktor, wenn ich das gespräch zur lehrkraft suche. Man will ja nicht nerven.


    Ich werde, sobald ich das alles sehr rational beurteilen kann, dass gespräch mit der lehrkraft suchen und, sobald ich Alternativen anbieten kann, mit ihr den Kompromiss(wiederholt) anstreben. Sollte es scheitern, muss ich Wohl oder Übel eine schulpsychologische beratungsstelle aufsuchen.


    Bis dahin sind alle Meinungen der Raben, selbstverständlich auch danach, ausdrücklich erwünscht.


    Lg und#danke

  • Ugh. Liest sich sehr stressig für euch alle.

    Ich finde deine Strategie oben - Gespräch suchen, Plan B im Hinterkopf haben - sehr gut. Gibt es sonst noch eine Elternvertretung an der Schule, die sich auskennt? Oder eine Schulsozialarbeiterin, einen Schulsozialarbeiter? Das wär hier (anderes Schulsystem) die Stufe vor der schulpsychologischen Beratung. Letztere hab ich hier übrigens sehr aufgeschlossen und lösungsorientiert erlebt, also mehr wohl als übel.

  • Ja, die Lehrkraft wirkt doch sehr kalt und leistungsorientiert aber eben auch Professionell und interessiert. Ich hab immer das gefühl, dass ich nicht mit einer Grundschullehrkraft rede.

    Professionell und interessiert liest sich doch schon mal prima. Da würde ich den Kopf noch nicht in den Sand stecken.

    Seine Noten aber werden schlechter, seine Handschrift wird krakeliger, er verlernt dinge die er konnte, ihm scheint alles egal und er hat keinen bock mehr auf Schule

    Das macht mir Bauchschmerzen und da sehe ich dringendenHandlungsbedarf. Eine Schulpsychologin hat übrigens Schweigepflicht gegenüber der Lehrkraft.

    Meine gefühlswelt erlebt derzeit übertieben starke schwankungen zwischen Trauer und blankem Hass mit Selbstaufgabe, Verzweiflung und totaler Verunsicherung.

    Hier möchte ich Dich bitten einfach mal runterzukommen. Ich weiss das ist schwer. Gerade das Thema Schule ist wahnsinnig emotionslastig. Das solltest Du Dir einfach immer wieder bewusst machen. Schule hat für uns Erwachsene einfach einen so hohen Stellenwert. Ich muss mich diesbezüglich auch immer wieder in Gelassenheit üben. Denk doch auch mal an Deine eigene Schulzeit und die Gefühle, die Du damit verbindest.


    Die 3 Klasse habe ich bei uns auch als Umbruch erlebt. Vorbei war die Kuschelzeit. Und ja die Lehrkraft eine ganz andere Persönlichkeit. Aber die Kinder haben sich an sie gewöhnt und ich denke sie sind auch an Ihr gewachsen. Die Lehrerin war so ein Kaliber "Harte Schale , weicher Kern". Nach aussen sehr distanziert.


    Und mach Dir bewusst das Dein Kind ein Junge ist. Die fallen doch eher mal aus dem Rahmen. Deswegen stehen die bei mir unter besonderem Schutz#zwinker.

  • Hallo Einervonvielen,


    Du scheust die Diagnostik, magst Dein Kind in keine Schublade stecken lassen. Das kann ich gut verstehen!

    Eines würde ich aber bei diesem Kind an Deiner Stelle abklären lassen (und zwar weit weg von jeder Schulperson): ob das Kind vielleicht hochintelligent ist.

    Wenn ja, bräuchte er völlig andere pädagogische Maßnahmen als bei z.B. AD(H)S oder bei einer Depression.

    Das eine schließt das andere nicht aus, man kann auch mehreres davon haben. Aber ein Kind, welches trotz Verweigerung gute Noten heim bringt, ist wirklich ganz und gar nicht dumm!

    Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.

  • Mich erinnert das an meinen.
    Der war in den ersten 2 1/2 Jahren komplett unterfordert und gelangweilt von der Schule (worauf leider kein Stück eingegangen wurde, was dann zu Stören und Quatschen führte). Dann kam aber der Punkt, an dem er den anderen nicht mehr voraus war - da hätte er selbst wieder etwas offener und interessierter dem Unterricht folgen müssen. Das wiederum hatte er aber schon als "sinnlos, langweilig, öde, nervtötend" abgespeichert - und dementsprechend nie gelernt und mit etwas Positivem verknüpft. Na ja, und rasselte es halt schlechte Noten - richtig, richtig miese - was ihn nur mehr demotiviert hat. Auch die Krakelschrift ist mir vertraut - schönste, klarste Symbolik für den "Krampf", den das Kind fühlt.

    Wir hatten zu der Zeit auch einen Lehrerwechsel und eine Lehrerin, die einen regelrechten Hass auf alle Kinder versprüht hat, die ihrem Frontalunterricht nicht mit leuchtenden Augen gegenüber saßen und sich gegenseitig mit Schulbegeisterung übertrumpften.


    Rückblickend hätte ich dieses Kind rausnehmen und auf eine alternative Schule schicken müssen. Mehr Selbstbestimmung, mehr Lernen, um etwas zu erreichen, statt stupiden Kram abzuliefern, den irgendwer vorschreibt. Mehr Hintergrund "warum lern ich das - was nützt mir das - wozu brauch ich das".

    Leider gibt es hier im Umkreis keine alternativen Schulen, und die paar in den nachbarstädten sind überlaufen.


    Uns hat es gerettet, entspannt zu bleiben. So wichtig ist die Schule nicht; wer etwas lernen will, schafft das in einem Bruchteil der Zeit, wenn er es braucht - und das Schulsystem in NRW ist sehr durchlässig, da muss man nicht von klein auf die Spur halten.

    In der weiterführenden Schule hat sich bei uns alles entspannt. Die Klassenlehrer haben selbst erkannt, dass der Junge in der Grundschule traumatisiert wurde, haben ihm Zeit gegeben und die Möglichkeit, selbst wieder Motivation zu entwickeln.

    Jetzt ist er in der 9. und sein Plan lautet Abi. Packt der auch :)

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Ohnezahn ()

  • Hallo,



    Das Leistungen und Schrift in Klasse 3 deutlich absacken, ist nicht völlig ungewöhnlich, Ich erlebe es so, daß ziemlich alle Kinder in der 2. Klasse auch fast ausschließlich Noten im guten bis sehr guten Bereich bekommen, schon eine 3 ist selten und für noch schlechters muss man schon ein echtes Problem haben.


    Aber in Klasse 3 ziehen die Erwartungen deutlich an, da wird breiter gefächert benotet und der volle Rahmen ausgeschöpft. Und es kommen größere Erwartungen ans schreiben an sich, die Inhalte werden komplexer, die Texte länger....

    Da reicht die Zeit und die Gehirnkapazität manchmal dann nicht mehr, um viel Energie auf die Schrift an sich zu verwenden, weil der Inhalt im Fordergrund steht.


    Das passiert nun nicht in den ersten 3 Tagen der 3. Klasse, sondern nach und nach. Es ist erst mal normal und man muss schauen, wie das Kind selber damit klar kommt.


    Aber bleibt dann das Gefühl, da stecke mehr dahinter, das Kind leidet und "rennt sich schulisch selbst hinterher", würde ich dem nachgehen.


    Die Schulspsychologinnen, die ich kennen gelernt habe (beruflich und "familiär betroffen" waren sehr klar Kind-orientiert und nicht "schulsystem-orientiert".


    Ursachen kann es viele geben. Über- oder Unterforderung, eine Kombination aus beiden (inhaltliche Unterforderung, aber Überforderung durch Fülle und Zeitnot), körperliche Ursachen (Mängel, Hormonprobleme, die müde und antriebslos machen können), emotionale Ursachen, die erst jetzt zum Tragen kommen.


    Ich kenne ein Kind, daß einen schleichend schlechter werdenden Sehfehler hatte, den im Alltag keiner merkte, schon gar nicht das Kind selber, für dieses war es nun mal die Normalität, mit der es lebte, der aber dazu führte, daß die Schrift immer schlimmer wurde und auch die Leistungen (klar, wer eine Aufgabe oder einen Text nicht richtig lesen kann, kann auch nicht antworten, das Kind fühlt sich von den Anforderungen unter Druck, reagiert entsprechend usw. ) .


    Das kann die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen sein - oder ein ganz klares Ergebnis, so oder so.


    Ich hatte bei meinen eigene Kindern zwei, bei denen die Leistungen durch zu viel üben tatsächlich schlechter wurden, nicht nur im schulischen Bereich, auch beim Instrument z.B. . Zum Glück waren sie auf einer Schulform, die auf solche Sachen eingehen und Erwartungen und Wege entsprechend anpassen konnte.


    Von beruflicher Seite aus sehe ich aber auch, wie schwierig es für die Lehrer im Regelschulsystem sein kann.

    Da ist ein Kind, daß die geforderten Leistungen nicht (mehr) bringt, ja, dessen Leistungen schlechter werden - und dann erwarten die Eltern, daß sie ihm die vermutlich doch so nötige Übung auch noch erlassen... ?

    Und am Ende kommen die Eltern dann vielleicht und beschweren sich, weil das Übertrittszeugnis so schlecht ausfällt...?


    Da könnte eine fachliche Aussage, die Hintergründe beleuchtet und Wege vorschlägt, für alle Beteiligten sehr hilfreich sein.

  • Du kannst dich an die schulpsychologische Beratungsstelle wenden.

    Keine Angst, wenn du dich mit denen besprichst, muss die Schule das nicht zwingend erfahren. Aber es wäre natürlich toll, wenn jemand dein Kind in der Schule beobachten könnte.


    Wir haben das zwei Mal in Anspruch genommen und beide Male ist die Psychologin sehr stark pro Kind aufgetreten.

  • Hallo ihr Raben,


    zunächst ein mal danke für die vielen antworten. Auf ein paar Sachen will ich näher eingehen.

    Ugh. Liest sich sehr stressig für euch alle.

    Ja, es ist sehr Stressig, vor allem wohl aber für meinen Sohn.


    Und mach Dir bewusst das Dein Kind ein Junge ist. Die fallen doch eher mal aus dem Rahmen.

    Das ist mir bewusst, trotz teils sehr kontroverser Einschätzungen seiner nicht elterlichen Kontaktpersonen, er hatte mal einen AG Leiter, der meinte mein Sohn wäre der ruhigste seiner Schützlinge und er könne sich kaum an ihn erinnern(das war ein Schock).



    Hier möchte ich Dich bitten einfach mal runterzukommen...

    Ich arbeite dran :).

    Das macht mir Bauchschmerzen und da sehe ich dringendenHandlungsbedarf. Eine Schulpsychologin hat übrigens Schweigepflicht gegenüber der Lehrkraft.

    Da sind wir schon zwei.#stopjetzt und nicht erst wenn Hopfen und Malz gänzlich verloren sind.



    Eines würde ich aber bei diesem Kind an Deiner Stelle abklären lassen (und zwar weit weg von jeder Schulperson): ob das Kind vielleicht hochintelligent ist.

    Ja auch das kann man meinem Sohnemann gelegentlich unterstellen, leider aber auch das krasse Gegenteil. Zurzeit versuchen wir (also er und ich) uns Seelisch darauf vorzubereiten. Der kleine Mann hat nämlich ein massives Problem damit, wenn ihm jemand sagt, er sei "anders". Bein einem Telefonat mit der Lehrkraft kam es auch mal zur Sprache, dass man ihn vill. Testen lassen sollte(inklusive Schulwechsel uswusf.), was dann beim Lehrnendwicklungsgespräch so gar nicht zur Sprache kam und für weitere Unsicherheit(bei mir) gesorgt hat. Er wurde auch für die Hector-K-A ausgewählt, was ihm so gar nicht passte, da noch mehr Schule damit in Verbindung gebracht wurde(Er darf jetzt noch mehr Mathe bei seiner alten Klassenlehrkraft machen, was gut ist, um mehr eindrücke zu erhalten. Die Kurse die er lieber gemacht hätte, hat er nicht bekommen.).


    ...Über- oder Unterforderung, eine Kombination aus beiden (inhaltliche Unterforderung, aber Überforderung durch Fülle und Zeitnot)...


    Das ist so ziemlich genau das was er sagt, wenn man danach fragt bzw. was man so heraushören kann/könnte. Ihm wären schwerere Aufgaben, dafür weniger und mit mehr Zeit zum bearbeiten, lieber. Ich habe allerdings auch den Eindruck, dass er gänzlich auf Schule verzichten würde, wenn er könnte. Ich habe diesen Punkt schon auf die Lehrkraft-Gesprächsliste gesetzt.


    ...kenne ein Kind, daß einen schleichend schlechter werdenden Sehfehler hatte, den im Alltag...


    Augenarzt-Termine sind hier schwerer zu bekommen als Psychotherapie(für Erwachsene)-stunden. 2 Monate Wartezeit. Er selber sagt das er nicht richtig erkennen kann, was an der Tafel steht. #applausGestern wurde er nach ganz hinten gesetzt.#applaus - Steht auch schon auf der liste



    Von beruflicher Seite aus sehe ich aber auch, wie schwierig es für die Lehrer im Regelschulsystem sein kann.

    Da ist ein Kind, daß die geforderten Leistungen nicht (mehr) bringt, ja, dessen Leistungen schlechter werden - und dann erwarten die Eltern, daß sie ihm die vermutlich doch so nötige Übung auch noch erlassen... ?

    Und am Ende kommen die Eltern dann vielleicht und beschweren sich, weil das Übertrittszeugnis so schlecht ausfällt...?

    Wenn es für die Lehrkräfte schon ziemlich schwer sein kann, wie ergeht es dann unseren Kindern? Erstes Gebot sollte doch für alle beteiligten sein, eine WIN-WIN-WIN Situation zu schaffen. Ich glaube fest daran, dass dies möglich ist.


    @all

    Unsere Schulpsychologischeberatungstelle hat mich an die Beratungslehrkraft verwiesen und mir mitgeteilt das man sich meiner erst annimmt, wenn die Beratungslehrkraft keine Kapazitäten mehr Frei hat. Ich habe jetzt mal das Kontaktformular ausgefüllt und warte auf eine Antwort von ihr. - ich werde berichten.


    LG und wie immer #dankesind weiter Meinungen/Erfahrungen in Schriftform erwünscht.#pro


    Evv

  • Auch wenn dir das gerade am allerschwersten fällt (Ich weiß wovon ich rede. Mir ging es letztens erst sehr ähnlich und ganz darüber hinweg bin ich immer noch nicht...) - bemühe dich, optimistisch zu bleiben.

    Dein Sohn ist gut, dein Sohn ist schlau und wenn er es bisher ohne großen Aufwand so gut geschafft hat, dann hapert es ganz sicher nicht an seinen Fähigkeiten.


    Und genau das solltest du deinem Sohn vermitteln: Ich weiß, dass du das kannst, und wenn du jetzt auch mal keine so tolle Note bekommen hast, stehe ich trotzdem hinter dir.

    Versucht, ihm die Hausaufgaben so angenehm wie möglich zu machen. Diktiert ihm oder, wenn ihr euch das zutraut, schreibt für ihn. Wenn es einmal gar nicht geht, schreibt eine Entschuldigung und holt sie am Wochenende nach.


    Und dann gilt es noch, die Lehrerin zu überzeugen: Euer Sohn ist ein guter Schüler und er wird seinen Weg machen. Die paar schlechten Noten sind kein Problem. Ihr befolgt ihre Anweisungen und arbeitet regelmäßig mit ihm. Auch wenn das vielleicht nicht zu 100% stimmt, gebt ihr einfach das Gefühl, dass ihren Vorstellungen entsprochen wird. Dann müssen ihre Erwartungen sich verbessern und damit auch die Noten. Zeigt Eure Einsatzbereitschaft, indem ihr alle paar Wochen in die Sprechstunde kommt, bis das Problem gelöst ist.


    Hast du hier schon von den Kloeters-Briefen zum Thema Schulnoten gelesen? Die sind einfach Gold wert.


    Alles Gute!

    Sandra

    Sandra
    mit Spatzi #male ( 07/05 )
    und Krümel #male ( 04/08 )

  • Ich würde in deinem Fall tatsächlich eine Begabungsdiagnostik machen lassen.

    Das sieht schon sehr nach Langeweile aus (muss aber natürlich nicht sein).


    Bei meinem Sohn hat es zeitweise geholfen ihn für die Hausaufgaben zu bezahlen (Kloeters).

    Ich bestand auf folgendes:

    - Kein Gemecker

    - ordentlich

    - zügig arbeiten

    Hat das gut geklappt hat er für jedes erledigte Fach einen Geldbetrag erhalten.


    Unser Klassenlehrer ist ein super engagierter, junger Lehrer und erzieht seine Zöglinge mit der Ampelmethode, damit weniger „Geratscht“ wird und für 3x vergessene Hausi gibt es eine Zusatzaufgabe.

    Das funktioniert tatsächlich sehr gut bei den Kindern.

    Wenn du nach dem Menschen suchst, der dein Leben verändert,
    Dann schaue in den Spiegel.

  • Hallo,


    es ist so, dass mein Liebling gerade einen wunsch hat, für dessen Erfüllung er Geld benötigt. Er hat mir mitgeteilt, dass er sich durchaus für das Hausaufgaben (ohne Gemecker und Ordentlich) machen bestechen lassen würde. Für Schulnoten könnte er auch bezahlt werden, meint er.


    Ich bin mir jetzt aber nicht wirklich sicher, dass er sich weiter bestechen (seine Worte) lassen wird, wenn er hat was er sich wünscht.


    In wie weit eine Begabtendiagnostik notwendig sein wird, werde ich nach den Lehrkraftgesprächen und den Ergebnissen vom VERA-Test(wobei ich nicht weiß, ob mir da ein "er-im-vergleich-zu" oder ein "BW-im-vergleich-zu" Ergebnis übermittelt wird.) entscheiden.


    @alle die es weiterhin verfolgen. Ich habe am nächste Woche einen Termin bei der Beratungslehrkraft bekommen. Mal hören, was sie zu der Sache meint.


    Lg

  • Bei unserem Mittleren rückte die Lehrerin im Gespräch - als wir mit den Ergebnissen aus der Begabungsdiagnostik bei ihr saßen - dann eher zufällig damit heraus, dass unser Kind das einzige in seinem Jahrgang war, das die Aufgaben des höchsten Niveaus gelöst hat...das könnten wir den VERA-Ergebnissen nicht selbst ansehen.

  • Hallo,

    Hallo,


    es ist so, dass mein Liebling gerade einen wunsch hat, für dessen Erfüllung er Geld benötigt. Er hat mir mitgeteilt, dass er sich durchaus für das Hausaufgaben (ohne Gemecker und Ordentlich) machen bestechen lassen würde. Für Schulnoten könnte er auch bezahlt werden, meint er.


    Ich bin mir jetzt aber nicht wirklich sicher, dass er sich weiter bestechen (seine Worte) lassen wird, wenn er hat was er sich wünscht.


    Ist das "danach" wichtig?


    Ich bin generell eigentlich gar nicht nicht so für Belohnungssysteme, aber da er es selber vorschlägt, kann er es ja mal versuchen. Vielleicht einfach das Geld hinlegen und er kann ganz alleine entscheiden ob er es einpackt oder heute liegen lässt. Und wenn er es einpackt und trotzdem motzt/verweigert ... ? Dann ist es an dem Tag mal so. Am zweiten. dritten oder siebten Tag kann man ja mal fragen, ob er das Spiel noch spielen will oder inzwischen doch doof findet und lieber wieder lassen will. Das meine ich nicht ironisch oder fies, sondern nett. Es geht ja drum, daß er etwas finden sollen darf, was IHM hilft.


    Für mich wäre wichtig, daß er jederzeit abbrechen darf, ohne jede Diskussion. Kein Schimpfen, kein Streit, kein "Du hast aber selbst gewollt/versprochen...

    Und dann vielleicht zum Trost für diese blöde Geschichte mit den ätzenden HA trotzdem bekommt, was er möchte.


    Was danach ist? Das ist doch jetzt egal. Hat es geklappt, dann hat er vielleicht gemerkt, daß die HA nur halb so schlimm sind, wenn man zügig rangeht. Oder hat sie zumindest eine Weile gern gemacht. Und wenn nicht? Dann konnte er in Ruhe für sich testen, ob ihm so was hilft und wenn ja dauerhaft. Und wenn´s vorbei ist - erfüllt oder abgebrochen, kann man sagen: Ja passt, oder nein, passt nach der Erstbegeisterung dann doch nicht.

    Allein das ist doch schon ein "Gewinn" für alle Beteiligten.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Trin ()