Minijob vs. Teilzeit

  • Ich nochmal, ein Minijob ist eigentilch nur dann interessant, wenn man schon einen normalen Job hat und die 450 Euro brutto für netto dazu verdienen kann. Leute mit "nur" Minijob sind immer die Verlierer in dieser Sache.

    Und wie gesagt, man muss darauf achten, dass eben TV/Gesetze auch für Minijobber gelten. Wenn ich meinen Minihjob immer Di und Do mache, dann ist der Do als Feiertag auch zu bezahlen und mir stehen 4 Wochen bezahlter Urlaub zu (oder mehr je nach TV) und ich bekomme Lohn, wenn ich zum Arbeiten dran gewesen wäre, aber krank bin. Das "vergessen" viele Arbeitgeber einfach mal so und die AN lassen es sich gefallen. Auch zahlen viele nur Mindestlohn, obwohl es im Betrieb einen geltenden TV gibt. Und wenn ich als Minijobber eine qualifizierte gut eingruppierte Tätigkeit mache, dann steht mir auch dieser Stundenlohn dazu zu. Auch so eine Mär, die sich hartnäckig hält, dass man dann weniger bezahlen kann, ist aber nicht so.


    Ein Teilzeitjob wirkt sich auf KV, RV, AV aus und man ist diesbezüglich besser versorgt, ab gesehen davon, dass man mit mehr Stunden auch mehr Geld verdient, die Rente höher wird etc.

  • Ist schon wieder ok. Ich bin Meister im verdrängen.

    Ich vermute, es versickert viel Geld auf Seiten meines Mannes. Nicht geringes Einkommen + kann nicht mit Geld umgehen. Ich muss da irgendwie Abstand bewahren.

  • Wurschtel, das Grundproblem ist der geringe Stundenlohn. Und vielleicht kann jemand kompetentes was dazu sagen, wie Deine Steuerklasse aussieht, wenn Du getrennt bist. Ich hätte spontan vermutet, Du bist dann viel besser raus, weil Du dann nicht mehr die 5 hast.

    Vielleicht kannst Du dann nochmal rumrechnen und Dich entweder woanders bewerben oder der AG müßte mit dem Lohn hoch - wenn er für das Geld keine Mitarbeiter findet, wäre das eigentlich eine logische Schlußfolgerung.

    LG H. mit J. (17,5) und S. (bald 12)

  • Wenn eine Trennung im Raum steht, dann ist die Stkl 5 doch eh hinfällig oder? Dann kriegst du doch die 2?

    Dazu Unterhalt.


    Und auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, ich würde verhandeln wenn die dich so dringend brauchen. Ich finde ehrlich gesagt, deine finanzielle Gesamtsituation liest sich nicht schlecht.


    Ich habe übrigens seit meiner Trennung mehr Geld zur Verfügung als vorher, denn bei meinem Ex ist auch viel Geld versickert. Der kann auch nicht mit Geld umgehen und lebt gerne über seinen Verhältnissen. Seit ich (etwas) Unterhalt bekomme und mein Einkommen wieder komplett selber verwalte bin ich besser dran.

  • Im Falle einer Trennung (ich möchte ebenfalls niemandem zu nahe treten, aber es scheint ja im Raum zu stehen) könntest du vermutlich auch noch mit Wohngeld, Zuschuss zu Kindergartenbeiträgen, Unterhalt etc. rechnen. Ich fände als -alleinige- Einnahmequelle nur den Minijob auch zu unsicher, gerade wegen der Krankenversicherung. Ich habe auch einen Hauptjob, damit ich und das Kind zuverlässig versichert sind, und alles andere über zwei Minijobs laufen.


    Zu den Steuern: Mir erscheint es auch tatsächlich sehr viel, über 10.000 Euro Steuern im Jahr zu bezahlen. Dann muss ja das verfügbare Monatseinkommen utopisch hoch sein! Ich habe letztes Jahr 3 Euro Steuern gezahlt #angst . Der einzige, den ich kenne, der so +4000 Euro im Monat verdient, ist ein Arzt. (Was der an Steuern zahlt, keine Ahnung) Da sitz ich immer da und denke, ich wüsste nicht mal, wie ich jeden Monat so viel Geld ausgeben soll.

    When you’re a kid, they tell you it’s all… Grow up, get a job, get
    married, get a house, have a kid, and that’s it. But the truth is, the
    world is so much stranger than that. It’s so much darker. And so much
    madder. And so much better.

  • Diese so genannte Gleitzone zwischen 451€ und 850€(?) ist einfach fies.

    Ich hatte damals, bei anständigem Stundenlohn, satte 50€ netto mehr als ich meine Arbeitszeit verdoppelt hatte. Vorher 450€, dann Gleitzone (Midijob heißt das).

    Aber das ist eine Investition in die Zukunft: eigene soziale Absicherung, evtl. beim Arbeitgeber etwas mehr Bewusstsein dafür, dass man eine „echte“ Arbeitnehmerin mit den üblichen Rechten ist, Fuß in der Tür...


    Was mir geholfen hat: aufs brutto schauen. Und das Wissen, dass es nur ein vorübergehender Zustand ist und ich in absehbarer Zeit mehr arbeiten wollte.