Weltreise - Familien - Youtube/Blogs

  • Huhu,


    ich bin grade durch den Medienthread auf Blogs/Instagram/Youtube Kanäle von Familien gestoßen die eine Weltreise mit ihren Kindern machen. Die zwei die ich bisschen angeschaut habe, haben keine klassische Reise gemacht sondern schon so: "keine feste Wohnung und mal schauen wo es hingeht"


    Ich find das ja total fasznierend und keineswegs doof. Auch wenns für mich nix wäre (auf Dauer) .... aber kennt ihr Blogs oder so? Kennt ihr Familien? Wie findet ihr das? Beneidet ihr sie ein Stück um ihr Leben? So ganz allgemein? Und was hat euch überrascht beim Anschauen?


    Mich hat bspw. überrascht, dass sie alle beide noch eine Basis haben, wo sie viele ihrer Sachen bunkern. Das fand ich spannend und hatte total verquere Vorstellungen davon.


    Achso ich habe sandyundbenni gesehen und DieHorlachers bisschen angeschaut.


    lg

  • Ich habe eine Zeit lang "sechs Paar Schuhe" geschaut, daher kenne ich auch sandyundbenny. Ja, es ist mal schön anzuschauen, tolle Bilder und Videos. Besonders überraschend fand ich jetzt nichts. Bei sechspaarschuhe ist das finanzielle möglich, da der Vater überall auf der Welt arbeiten kann - von daher nicht so die vergleichbare Grundlage zu den meisten anderen Familien die ich jetzt so kenne #zwinker.

  • Vor 2 oder 3 Jahren bin ich beim zappen bei RTL 2 hängen geblieben, was ich sonst nie geschaut habe, da kamen gerade in einer Babysendung sandyundbenni und ich war total fasziniert. Ein bischen Fernweh, ein bischen Neid-will-auch und vor allem Bewunderung. Seitdem verfolge ich sie auf YT und Instagram.


    Ja ich beneide sie, um die Freiheit wie sie ihr Leben so gestalten können wie sie wollen ohne den vorgegebenen Rahmen von Arbeit usw., um die viele freie Zeit miteinander, um das was sie von der Welt sehen. Ich könnte so ein Leben trotz aller Faszination aber nicht führen, ich brauche ein Zuhause.


    Sonste schaue ich keine anderen Weltreise-Familien.

    Liebe Grüße, Lillian

    "Okay Hazel Grace?"

  • Ich hab mich vor einiger Zeit mal durch so ziemlich alle YouTube Kanäle der Familien, die immer zusammen in Koh Phangan überwintern, geguckt.

    Ich mochte das sehr gerne, weil es einfach so ein Gefühl von Harmonie und selbstbestimmten Leben ausstrahlt. Aber über kurz oder lang ging es bei jedem irgendwie ums Geld verdienen (Online-Buisness, Webinare wurden angeboten, Bücher oder kostenpflichtige Blogs beworben). Das hat mich dann wieder sehr ernüchtert, weil es mir klar gemacht hat, dass das, was dort gezeigt wird, eben nicht nur das schöne Leben im Paradies ist, sondern alles Teil einer Vermarktungsstrategie. Ich will jetzt nicht sagen, dass das verwerflich ist, auch diese Familien wollen leben, aber danach konnte ich die Videos eben nicht mehr so unbeschwert gucken...

  • Och das sie von was leben müssen, war mir schon klar ;) ... das hat mich am meisten Interessiert: Wie finanzieren sie das.

    Spannend fand ich nämlich, dass die Familie wo jetzt wohl das 4te Kind kommt, das sehr breit erklärt hat. Das es grad nicht so läuft und wie es weiter geht, aber wegen Schulpflicht und so sie eine Rückkehr für zu doof halten.


    Seestern ich war überrascht wie mhm organisiert sie dann doch waren. Daraus schließe ich, das diese Menschen irgendwo doch viel Selbstdisziplin brauchen. Bei sandy und benni hat der Mann ja 10 Jahre gearbeitet ..


    Ich finde die Bilder auch faszinierend, Lillian der ständige Wechsel von Menschen um mich herum in meinem Wohnumfeld wäre für mich katastrophal *gg* ich würd vor die Hunde gehen. Da sitz ich etwas staunend da ;)

  • Ich kannte eine Familie, die eine Weltumsegelung gemacht haben. Ich hatte den Eindruck, dass sie danach unglaublich tief in sich geruht haben, jede(r) für sich und alle miteinander. Es war sehr spannend, was sie erzählt haben. Die Kinder kamen unterwegs, allein das war ein Abenteuer, fern ab von dem, was wir hier kennen an Geburt etc. Asien und Afrika sind da offenbar anders. Gekobbt wurde teilweise zwischendurch, damals war aber auch online keine Geld damit zu verdienen, dafür gab es hinterher ein Buch.

    Liebe Grüße,


    Ich, mit Tochter (2/06) und tochter (12/07).

  • Aber - was mir noch einfällt - mir eröffnet sich auch bisschen eine "andere" Welt. Menschen, die ihre "Träume" verwirklichen. Oder Träume/Gedanken vom Leben. Bspw. der Artgerecht Hof in Portugal ... oder auch andere Projekte in anderen Ländern. Das ist schon spannend.

  • Über das Finanzielle haben sandyundbenni ab und zu gesprochen. Bei sechspaarschuhe weiß ich es nicht, die kenne ich nur aus ein paar Ausschnitten bei den sandyundbenni Videos. Bei den anderen Familien weiß ich es nicht. Sie haben 1. alles verkauft, was sie bessessen haben und Wohnung usw. alles komplett aufgelöst und daher keine laufenden Kosten in D mehr, keine Versicherungen usw. mehr, Sandhya hat noch Elterngeld bekommen von ihrer früheren Arbeitsstelle, sie haben oft in günstigen Unterkünften gewohnt mit Gemeinschaftsdusche usw., später dann auch bei Bekannten, sie leben sehr minimalistisch, Geld kommt inzwischen rein über YouTube, Seminare, den gemeinsamen Film mit sechspaarschuhe.

    Liebe Grüße, Lillian

    "Okay Hazel Grace?"

  • Wir haben mal im Urlaub eine Familie getroffen aus GB die eine mehrmonatige Europatour gemacht haben.

    Das was die so erzählt haben war interessant. Die Kinder waren wohl von der Schule beurlaubt, aber mit Skype verbunden mit der Klasse und mußten da auch mit bzw nacharbeiten.

    Gebloggt haben die auch.

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    Liebe Grüße von Michaela


    Jungsklamotten, selbstgenähtes, Bücher, Spielzeug und noch mehr im
    ♥ Rabenflohmarkt ♥

  • Ich gucke auch eine ganz nette Familie:

    Raised on the road, sind allerdings Franzosen/Belgier?

    Die reisen allerdings nicht für immer sondern haben sich vorgenommen in zwei Jahren von Chili nach Kanada zu fahren mit ihrem Landrover und Dachzelt.

    Sie haben dafür 70000EUR gespart aus Hausverkauf und sonstigem, und haben ein Budget von ca 3000 EUR pro Monat.

    Deren Kinder sind allerdings noch kleiner, nicht ganz Schulpflichtig, also naja für Frankreich schon aber sie machen so ein bisschen on the road schooling.

    Finde sie eher sympathisch und würde sie gerne mal in echt kennenlernen.

    Für mich erscheint es realistischer auf ein Ziel zu sparen, und dass dann auch zu machen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes als jetzt durch die Welt zu Gondeln und immer von der Hand in den Mund zu leben.

    Beim erklären ihres Budgets sagte die Mutter auch dass sie relativ viel ausgeben um eben Eintritte in Museen, Nationalparks, Weltkulturerbe bezahlen zu können weil es quasi ihr „Adventure of a lifetime“ ist.

  • Beneiden, nein. Jede kann doch die Entscheidung selbst treffen. Ich habe auch vor langer Zeit einen gut bezahlten, sicheren, tollen Scheissjob gekuendigt und bin gereist. Haette mein Partner Ende letzten Jahres seinen Job verloren, waeren wir heute sehr wahrscheinlich als Familie unterwegs.


    Ich gucke auch gerne mal hin und wieder auf youtube, und freue mich und traeume... Mein eigenes Leben so offen zu legen koennte/wollte ich aber nicht. Wenn sich die Gelegenheit ergeben sollte, einen Job zu haben, in dem man auch von Unterwegs Geld verdienen kann... #cool


    Ist hier auch nicht so ein grosses Problem mit der Schule, es gibt jede Menge Angebote fuer distant education.

  • Also, wir haben das zwei Jahre lang gemacht, bevor die Kinder schulpflichtig wurden. Wir waren aber "nur" in Süd-Europa und Nord-Afrika unterwegs. Wir haben damals beide erst eine Weile Geld gespart, dann die Wohnung gekündigt und viele Dinge (bis auf ein paar Fotos, wichtige Bücher, Schallplatten usw.) verkauft. Denn Rest haben wir bei einem Freund in der Scheune untergestellt.


    Gereist sind wir mit einem alten ausgebauten Postbus. Das hat natürlich den Vorteil, dass man sein Zuhause immer dabei hat. Das war gerade für die Kinder nicht unwichtig. Also egal, was "draußen" so los war oder wie es da aussah, drinnen war immer alles gleich.


    Ich hab die Zeit als sehr bereichernd und frei in Erinnerung. Aber auch durchaus mal nervig, weil man auf so engem Raum lebt und man nicht einfach die Zimmertür schließen kann. Das Wohnzimmer, wenn man so will, ist immer die Welt vor der Bustür.


    Und trotzdem entwickelt sich eine Art Routine im Herumreisen und beim länger irgendwo stehen, hält auch dort der Alltag Einzug. Auch wenn der sich natürlich von unserem vorherigen Alltag in der Stadt sehr unterschieden hat.

    Leia mit Sohn (08/04) und Tochter (02/07)