Hausgeburt mit großem Geschwisterchen (5 Jahre) - mögt Ihr mir mal denken helfen?

  • Hallo, noch eine Stimme für " entspanntes" Miteinbeziehen: die große Schwester ( damals 4) ist erst zu Pressphase aufgewacht und hat vom Papa vorgelesen bekommen. Zur eigentlichen Geburt war sie dann aufmerksam und andächtig dabei. Wir hatten überlegt, sie evtl. zur Oma zu bringen, wollten uns und den anderen das zu Beginn der Geburt um 2:00 Uhr aber doch nicht zumuten.

    Im Nachhinein war das für sie völlig selbstverständlich, dass sie das mitbekommen hat. Also in der Kategorie " felsenfest unumstößlich wie könnte es überhaupt anders sein keine Rede wert".


    Käme ein drittes Kind und würde ich das ohne ernstliche Begründung im KKH gebären wollen , wäre sie vermutlich entsetzt ^^#love.

  • Hier war es sehr ähnlich wie bei Nelli

    Nur dass unser Sohn schon fast 5 war.

    Ich wusste aber auch, dass ich den Papa zur Geburt nicht zwingend brauche.

    Hebamme reichte mir.

  • Ich hatte keine Hausgeburt, war aber zwei Stunden, bevor das Köpfchen kam, noch zuhause, ich wollte so lange wie möglich zuhause bleiben. Ich bin dann zu einem Zeitpunkt los ins Krankenhaus, als die Anwesenheit meiner groesseren Tochter (sie war damals 2,5) mich extrem gestört hatte, das ging sehr plötzlich, sie wollte frühstücken und war sehr laut, ich konnte mich nicht mehr auf die Wehen konzentrieren etc. Meine Tochter wurde von meiner Mutter betreut. Soll heißen: Meine Tochter hätte die Anwesenheit bei der Geburt wohl nicht gestört, aber mich ganz klar. Das wusste ich so vorher auch nicht. Solltest Du berücksichtigen, dass Ihr eine Möglichkeit habt, dass Du sie nicht hörst wenn Du das nicht willst.

  • Ich glaub, man kann schlecht planen, wie es läuft. Bei unserer HG war der Große 20 Monate und war noch nie allein von zu Hause weg gewesen. Also dachte ich auch, er wird bei der Geburt irgendwie da sein. Wir hatten aber auch Back up Leute, die ihn betreut hätten. Letztendlich hat es sich so ergeben, dass Mann und Sohn bei Freunden zum Spielen/ Kaffee trinken waren, als die Geburt so richtig losging (hatte vorher schon lange so rumgeweht) Da ist er dann einfach noch 4 Stunden geblieben, während mein Mann heimkam um bei der Geburt dabei zu sein. Ich weiß im Nachhinein, dass ich mich erst auf die Geburt einlassen konnte, als der Kleine außer Haus war. Aber da tickt eben jede anders.

    Sohnemann wurde dann von unseren Freunden heim gebracht um die Schwester zu begrüßen #love

    Übrigens war die zweite Geburt hier auch komplett anders als die erste. Die erste ewig lang und mit PDA, weil ich sooo etschöpft war, die zweite problemlos ohne Schmerzmittel und insgesamt nur 2,5 Stunden wirkliche "Geburtsarbeit".

  • Wegen nachts würde ich mir auch nicht so große Sorgen machen. Hier haben beide Kinder die Geburt von Nr.3 verschlafen. Und die lagen im Zimmer nebenan ;)

    Ich denke das fügt sich alles irgendwie.

  • Es kann so oder so gehen mit Kindern bei der Geburt. Wichtig fuer mich war, dass es eine vorher bestimmte Ansprechperson gibt, die sich im Fall der Fälle ums Kind kümmern kann. Das kann auch der eigene Mann sein, wenn sonst niemand in Frage kommt.

  • Bei uns gab es in dem Zeitraum, in dem das Baby kommen durfte (die 5 Wochen um den ET) genau einen Tag, an dem der Kindergarten zu hatte und der Babysitter nicht konnte, ET+13. Rate mal, an welchem Tag das Baby kam... Genau. Es ging alles so schnell, schneller als bei der ersten Geburt. Papa war ganz viel mit dem damals 3jährigen großen Töchterchen beschäftigt, ich hatte deutlich weniger "Komfort" (Rosenduft, Musik, Wasser anreichen... ) als bei der ersten Geburt, aber dafür war ich zuhause und ich würde um nichts in der Welt woanders gebären wollen, wenn es nicht handfeste medizinische Gründe gäbe. Es war OK, dass meine Tochter da war. So laut, wie ich subjektiv dachte, war ich gar nicht und sind Frauen ja meistens nicht und natürlich haben wir vorher erklärt, dass die Mama bei der Geburt laut tönt, weil es das einfacher macht, das Baby zu bekommen. Irgendwie dachte mein Mann in dem Moment nicht daran, dass er unsere Tochter auch vor einen Film hätte setzen können - so hat sie mit ihrem Puppenhaus gespielt, und er ist immer mal wieder zu ihr gegangen. Die Geburt selbst hätte er fast verpasst, weil sie da gerade die Windel voll hatte und er wickeln musste - aber das wird bei Euch ja nicht passieren.

    Ich würde es jederzeit wieder so machen. Mit genug Erklärungen zur Geburt und mit Filmen, Hörspielen und Kopfhörern, so dass Dein Kind sich dahin zurückziehen kann.

    Ich fand es stellenweise doof, dass mein Mann nicht bei mir war, aber auch nicht so schlimm. Die Hebamme war ja da.

    Was sehr, sehr schön war, das war, dass meine Tochter nach der Geburt gleich ihr Schwesterchen begrüßen und mit mir zusammen im Bett liegen und es bewundern konnte. Auch glaube ich, dass es die Bindung der beiden sehr gefördert hat, dass die Große die Geburt der Kleinen so nah miterlebt hat und nicht plötzlich ein Baby zuhause "angeliefert" bekam.

    Alles Gute Euch!

  • Bei mir war es bei meiner ersten Hausgeburt so, daß die große Schwester (damals 3,5) bei einer Freundin von mir war. Ich habe sie abholen lassen, weil meine Hebamme mich zur Kontrolle ins KKH geschickt hat und es hätte sein können, daß ich da bleiben sollte. Auf dem Weg ins KKH bekam ich Wehen. Die Große blieb über Nacht bei meiner Freundin. Aber ich habe im Vorfeld Nachbarn gefragt, für den Fall, daß es nachts losgehen würde und ich verlegt werden müsste.


    Beim Kleinen bekam ich Wehen, als die Großen in der Schule waren. Danach wollten sie sowieso zu ihrem Vater gehen. Ich habe ihn angerufen und ihn gebeten, daß sie bei ihm übernachten. Das war auch gut so, weil ich verlegt werden mußte (Herztöne gingen in den Keller wegen Nabelschnurumschlingung). Meine große Tochter, damals 12, hatte sich sehr gewünscht, bei der Geburt dabei zu sein, ich wollte aber nicht. Es hätte mich gestört in meiner Konzentration.

    Julia und Tochter (11/04) und Tochter (04/08) und Sohn (06/17)

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.



  • ich finde ja nan kann kh geburten nicht mit hg vergleichen

    wir hatten bei den letzten 6 immer familiengeburten

    als vorbereitung habe ich mit den kids schöne geburtsvideos angesehen

    geburtsvirbereitung zu hause gemacht

    erklört das es auch sein kann dass wir ins kh verlegt werden

    und so waren sie immer mitten dabei und haben das geschwisterkind liebevoll willkommen geheissen.


    mir war wichtig immer jemanden zu hause zu haben der ein auge auf die kids hat - doch niemand (auch meine supersensible) fand geburt schrecklich oder verstörend


    geburt gehört zum kreislauf der natur und so sehen das auch meine leute

  • So, ich hatte jetzt leider ein paar Tage kein Internet, habe Euch aber alle gelesen, und bin jetzt schon ein bisschen gelassener :)


    Wir haben ejtzt "Runas Geburt" und "Klopft da wer" besorgt und mit der Kleinen gelesen, sie fand es super spannend und wollte danach gleich Geburt spielen und hat sehr viele Fragen gestellt. Dass man da blutet und es auch mal lauter werden kann fand sie gar nicht komisch bei der Erzählung.

    Tagsüber kann immer meine Mutter oder die Tante nach ihr schauen, nachts wäre das komplizierter, die Tante würde es sicher machen, aber ich glaube, die Kleine würde das nicht akzeptieren, daher muss sich falls sie nachts aufwacht einfach mein Mann kümmern. Natürlich ist es schön, wenn er bei der Geburt dabei ist voll und ganz, aber wenn nicht, dann nicht, ich habe ja auch zwei Hebammen an meiner Seite.



    Meine Tochter hätte die Anwesenheit bei der Geburt wohl nicht gestört, aber mich ganz klar. Das wusste ich so vorher auch nicht. Solltest Du berücksichtigen, dass Ihr eine Möglichkeit habt, dass Du sie nicht hörst wenn Du das nicht willst.

    Danke für den Hinweis. Zur Not kann ich sie ja immer noch mit dem Papa rausschicken, und er kann sie sich auch schnappen und zu meiner Mutter fahren, die nur zehn Minute weg wohnt.

    Wegen nachts würde ich mir auch nicht so große Sorgen machen. Hier haben beide Kinder die Geburt von Nr.3 verschlafen. Und die lagen im Zimmer nebenan

    Das hoffe ich auch, seit fünf Nächsten schläft sie auch plötzlich komplett durch, ich hoffe, das bleibt eine Weile so ;)



    Was sehr, sehr schön war, das war, dass meine Tochter nach der Geburt gleich ihr Schwesterchen begrüßen und mit mir zusammen im Bett liegen und es bewundern konnte. Auch glaube ich, dass es die Bindung der beiden sehr gefördert hat, dass die Große die Geburt der Kleinen so nah miterlebt hat und nicht plötzlich ein Baby zuhause "angeliefert" bekam.

    Ja, das kann ich mir vorstellen! Abgesehen von allen Gründen, die ich für mich selbst und das Baby habe, zu Hause gebären zu wollen, finde ich auch, dass es auch für die große Schwester schön ist - es ist ja auch ein neuer kleiner Mensch in ihrem Leben, und ich finde es schön, wenn sie ihn mitbegrüßen und alles hautnah miterleben kann von Anfang an. Die meisten die ich kenne wollen bei der zweiten Geburt mindestens eine Woche im KH bleiben, damit sie Ruhe haben und das Baby in Ruhe kennenlernen können etc. - das hat sicher auch Vorteile, aber ich könnte mir nicht vorstellen, meine Kleine da so auszuschließen.

  • Bei uns haben die älteren Geschwister uebrigens die Nabelschnur beim neuen Geschwisterchen durchtrennen duerfen und darauf sind sie immer noch megastolz.