HPV Impfung nun auch für Jungen?

  • vielleicht habt Ihr es schon gelesen, anscheinend wird nun auch empfohlen Jungen gegen HPV zu impfen. Für mich hört sich das alles so an, als wäre es vor allem zwecks der Herdenimmunität wichtig. Es würde aber auch helfen Krebs bei Männer zu verhindern. Ich bin eher skeptisch....obwohl ich sonst alles impfe.

    Es würde da jetzt auch einen neuen Impfstoff geben...

    Mein Kind wird nächstes Jahr 17. Danach wird es wahrscheinlich nicht mehr gezahlt. Aber ich würde jetzt lieber noch abwarten.

    Wie macht Ihr das mit euren Jungen? Impfen ja oder nein?

  • NEuer Impfstoff ist ja für mich grundsätzlich schon immer suspekt. Da hat man noch keine Erfahrungen dazu.


    Ärztezeitung zu den Gründen


    Für mich klingt das eher nach "Bitte Herdenimmunität" nachdem der Hauptgrund die miserablie Durchimpfungsrate der Mädchen zu sein scheint. Mund-Rachen-Krebs ist doch überwiegend vom Rauchen ausgelöst und nicht von HPV . Wer von ner HPV-Impfung als Mann tatsächlich profitiert, sind homo- oder bisexuelle Männer. Klar, man weiß halt nicht welche Kontakte der eigene Sohn mal haben wird. Trotzdem .... da gabs halt auch schon (mit dem alten Impfstoff dann aber vermutlich) heftigste Nebenwirkungen die überwiegend Jungen betrafen.


    Ich glaub, ich werde meinen nur dann impfen lassen wenn er schon im Impfalter deutliche Präferenzen zum eigenen Geschlecht zeigen würde. Ansonsten - klar, wenn er die Freundin ansteckt und die kriegt dann dadurch Krebs ist es für ihn natürlich ganz schrecklich. Trotzdem ist mir das Risiko zumindest im Moment noch zu hoch dafür.

    Und ich impf normal fast alles.

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...

  • Du schreibt hier, das es heftigste Nebenwirkungen bei Jungen gab. Das habe ich auch schon mal woanders gelesen. Kannst Du mir da mehr dazu schreiben? Das würde mich sehr interessieren.

  • Ich finde es das einzig sinnvolle und logische Vorgehen. Wird in Australien ja auch so gehandhabt und ich habe erst kürzlich mit dem Arzt philosophiert, warum das hier anders gehandhabt wird.

    Mit einer durchimpfungsrate von unter 50% wird man nicht weit kommen

    The darkest nights mean you see the stars the most #mond

  • Hier in Australien ist die HPV Impfung Pflicht fuer Jungen. Mein Grosser hat sie letztes Jahr bekommen und gut vertragen, die Miss hat dieses Jahr bisher einmal den neuen Impfstoff bekommen und auch gut vertragen.

    Regina (9/75) mit L. (3/03) und K. (12/04) und einem Sternchen das ueber uns wacht.


    The only thing worth stealing is the kiss of a sleeping child.


      .png 

  • Pflicht? Also wir wurden noch zu keiner Impfung gezwungen. Was wir geimpft haben, war alles freiwillig

    Viele Gruesse vom andern Ende der Welt, Sarah




  • Ich bin gegenüber neuen Impfungen auch sehr skeptisch. Noch dazu, weil sich Gebärmutterhalskrebs durch regelmässige Vorsorge beim FA sehr früh erkennen und gut behandeln lässt.

  • Sahne in Victoria verliert man gewisse Ansprueche (kein Family Tax unter no jab no pay), wenn nicht geimpft wird, aber HPV scheint bisher nicht unter die Regelung zu fallen. Ich dachte das das bei Euch auch so waere. Hier werden fast alle Kinder in der Highschool HPV geimpft.


    Anima das hat man in Australien ganz schlau gemacht, denn bis letztes Jahr wurde noch aller 2 Jahre die Vorsorge gemacht, jetzt nur noch alle 5 (es sei denn man bezahlt selbst). Ist natuerlich doof fuer die Frauen, die die HPV Impfung nicht bekommen haben.

    Regina (9/75) mit L. (3/03) und K. (12/04) und einem Sternchen das ueber uns wacht.


    The only thing worth stealing is the kiss of a sleeping child.


      .png 

  • Du schreibt hier, das es heftigste Nebenwirkungen bei Jungen gab. Das habe ich auch schon mal woanders gelesen. Kannst Du mir da mehr dazu schreiben? Das würde mich sehr interessieren.

    Ich hab mich da letztes Jahr als es schonmal sehr in den Medien war mal damit intensiver beschäftigt und hab da von einigen unerklärlichen Todesfällen die vor allem bei Jungen auftraten gelesen. Und von unerklärlichen Ohnmachtsanfällen bei Mädchen, weshalb viele Ärzte die Mädchen nach der Impfung noch ne halbe Stunde in der Praxis behalten (wobei der Zusammenhang da bisher noch unklar ist weil Mädels in dem Alter nach ner Spritze oder zu schnellem Aufstehen ja insgesamt schon häufiger mal umkippen, selbst wenn die Spritze nur zum Blutabnehmen war).


    Ich hab vorhin mal auf die Schnelle gegoogelt und hab da (außer immer wieder den Hinweis auf zwei Todesfälle bei Mädchen) nur Seiten zu den Jungs gefunden, die eher nicht als neutral einzustufen sind (impfkritik oder Zentrum der Gesundheit z.B.). Ich bin mir sicher, da ne glaubwürdigere QUelle letztes Jahr gelesen zu haben, aber ich weiß nicht mehr welche und wo. Und ob die wirklich glaubwürdiger war oder ob es einfach keine war von der ich vorher schon wusste dass sie nicht neutral ist. Ich erinnere mich nur noch, dass das Risiko fürs Jungs deutlich höher war dafür.

    Vorhin hab ich gelesen dass es bei Blutern zu massiven Komplikationen kommen kann. Bluter sind ja überwiegend Jungen . Kann natürlihc sein dass das der Hintergrund war. #gruebel

    .

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...

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  • ja, Doch, das ist hier auch so, reggie.


    Wegen dem Abstrich must du dir keine sorgen machen. Der alte Test, der alle 2 Jahre gemacht wurde, hat auf bereits krankhaft veränderte Zellen getestet. Der neue testet nach dem HPV. Bis daraus Krebs entstehen kann dauert es wohl mindestens 5 Jahre. Dh, wenn du dich kurz nach dem Test ansteckst, ist es immer noch OK, wenn der Virus in weiteren 5 Jahren festgestellt wird.

    Viele Gruesse vom andern Ende der Welt, Sarah




  • Ich hatte im Frühjahr mal gehört dass das angedacht ist und habe unseren Kinderarzt gefragt, als ich ohnehin dort war. Er sagte er würde seine Söhne impfen lassen.

    Ich bin mir noch unsicher. Es macht schon Sinn, aber ich habe auch ein bisschen Angst. Hatte ich tatsächlich sonst kaum bei den Impfungen.

  • Anima dass ist bei euch ja nicht so das Problem, da durch die Beschneidung der HPV-Virus nicht so leicht übertragen wird.

    holly mit großer Tochter (07/03) und kleinem Sohn (06/06)

  • Ich denke ich warte bis zur nächsten Vorsorge und spreche das mal an (obwohl ich eigentlich jetzt schon weiss, wie die Ärztin reagieren wird, eher immer fürs impfen). Vielleicht sollte ich auch mal meine Frauenärztin fragen, sie ist mehr naturkundlich eingestellt. Ich bin noch nicht so recht überzeugt. Für mich hört sich das nach Werbung an und nach: So, jetzt impfen wir mal die Jungs, da die Impfquote bei den Mädchen ja nicht so toll ist. Ja, und ich sehe auch ein, dass die Impfung vor Peniskrebs etc. schützen soll, aber wie lange denn? 10 bis 15 Jahre? Und dann? Ich kann nicht alle Krebsrisiken oder Arten vermeiden, das funktioniert in der heutigen Umwelt nicht mehr. Mir ist das Risiko für Nebenwirkungen momentan noch nicht überschaubar. Ich finde auch, das einem die Impfung vielleicht eine trügerische Sicherheit vorgaukelt, so nach dem Motto: jetzt bin ich geimpft, den jährlichen Abstrich kann ich mir sparen.

    Meine Kinder sind durchgeimpft, aber ein fader Beigeschmack bleibt bei jeder Spritze.

  • Das ist auch einer der Kritikpunkte selbst von impfbefürwortenden Fachleuten, dass Safer S ... dadurch für junge Menschen verzichtbar erscheinen könnte.

    Wobei das bei ner sicheren, wirksamen, verträglichen Impfung für mich kein Argument gegens Impfen sondern eher für mehr Aufklärung wäre. Aber ich seh momentan die Nutzen-Risiko-Abwägung noch als sehr unklar.

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...

  • Ich werde das nicht impfen lassen.


    Ich hab bisher immer nur von Risiken gelesen mit dieser Impfung.


    Finde es etwas komisch, dass jetzt wo die Impfung bei Mädchen kaum angenommen wird plötzlich auch Jungs geimpft werden sollen.

  • Ansonsten - klar, wenn er die Freundin ansteckt und die kriegt dann dadurch Krebs ist es für ihn natürlich ganz schrecklich. Trotzdem ist mir das Risiko zumindest im Moment noch zu hoch dafür.

    #finger

    (Zumal du selbst schreibst, keine belastbaren Quellen zu haben).


    Meine Tochter sollte nach der Impfung den Sportunterricht an dem Tag nicht besuchen. Sie hat die Impfung bestens vertragen und sobald es Kassenleistung wird (ich glaube in Sachsen oder so bezahlen es auch schon einige GKV), werden meine Söhne natürlich auch geimpft.

    Eine durchaus mit Risiken behaftete OP am Gebärmutterhals möchte ich ihren zukünftigen Freundinnen gerne ersparen.

    Ich finde es das einzig sinnvolle und logische Vorgehen. Wird in Australien ja auch so gehandhabt und ich habe erst kürzlich mit dem Arzt philosophiert, warum das hier anders gehandhabt wird.

    Mit einer durchimpfungsrate von unter 50% wird man nicht weit kommen

    *unterschreib*

  • Ich bin gegenüber neuen Impfungen auch sehr skeptisch. Noch dazu, weil sich Gebärmutterhalskrebs durch regelmässige Vorsorge beim FA sehr früh erkennen und gut behandeln lässt.

    Die Behandlung besteht in einer OP, ist also nicht gerade eine sanfte Methode, die mit verschiedenen Risiken behaftet ist.

  • Als selbst Betroffene kann ich dir sagen, dass es bis zur OP ewig lange dauert und dass es auch noch andere Methoden gibt. Es kommt auch vor, dass die Zellveränderungen (Krebsvorstufe) sich zurückbilden und verschwinden.

    Falls sich was verändert, wird das bei der jährlichen Vorsorgeuntersuchung entdeckt. Zuerst einmal wird dann alle 6 Monate kontrolliert. Erst, wenn sich der PAP nochmals verschlechtert, werden die Intervalle zur Kontrolle auf alle 3 Monate verkürzt. Und erst, wenn sich da das Resultat verschlechtert, wird eine OP in Betracht gezogen.