Neue, kratzbürstige Kollegin

  • Irgendwie gaaaaaanz komisch!

    Seit 1.4.18 isse da und alles ist schwierig!

    Das auffälligste ist, so bald wir alleine sind, kommt sie aus ihrem Zimmer, stellt sich vor mich, ihre ganze Mimik fällt zusammen, böser Blick und dann kommt: ich wünsche mir in zukunft, das du das so und so machst.....


    Das kam jetzt schon 4-5 mal. Heute wieder. Ein Anruf für sie ist bei mir gelandet, ich habe dann zu ihr verbunden, sagte hallo, da ist ein Anruf für Dich und Tschüss. Zwei Stunden später, alle waren weg: Ich wünsche mir in Zukunft, wenn Du das nächste mal einen Anruf für mich hast, sage mir bitte den Namen der Person, damit ich weiss wer es ist und überlegen kann, ob ich sie kenne.


    Und das in einem Tonfall......unfassbar.


    Mir hat es die Sprache genommen, ich sass nur da, völlig perplex.


    Wir haben ein Krisentelefon, in der Regel sind es immer neue Kontakte.


    Als es das erstemal passierte, hatte sie sich am nächsten Tag für den Ton entschuldigt. Sie bedankte sich dann für meine Rückmeldung, die zum Inhalt hatte, das sie agressiv rüberkommt.


    Bevor sie da war, haben wir in unserem Dreierteam vereinbart, das ich die Einarbeitung übernehme. Zu Beginn schon hat sie sich richtig gewehrt und nichts angenommen. Ich habe schon unendliche Einarbeitungen gehabt, viele SPraktikantInnen und Jahrespraktikanten.


    Sie ist 44, 8 Jahre jünger als ich und wir sind gleichberechtigt.


    Ich kann mich so schwer wehren gegen verbale Anmache, empfinde sie regelrecht bedrohlich.


    Ich wünsche mir......einen Zauberspruch für das nächste mal#yoga

  • Ich wünsche mir......einen Zauberspruch für das nächste mal

    Wie wär's mit dem: "STIRB, du mickrige Kreatur!"


    #knuddelDas klingt ja echt zum Weglaufen. Warum ist sie so? Kann man evtl. das Gespräch suchen?

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Wer Extremitäten hat, kann keine Kugel sein.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Die Krähen schrein
    Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
    Bald wird es schnein. –
    Weh dem, der keine Heimat hat


  • da hilft nur totargumentieren/fragen oder ignorieren.

    "Warum ist dir das so wichtig gleich den Namen zu wissen? Das finde ich interessant. Wenn es gleich bei dir klingelt kennst du den Namen doch auch nicht!" Mit großen Kulleraugen und interessiertem Lächeln.


    Saublöd ist das.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • Ich hatte einen ähnlich schweren Stand, als ich neu in einem Betrieb anfing. Die "Vorturnerin" in unserer Abteilung fühlte sich wohl irgendwie durch mich angegriffen und hat mich ständig spüren lassen, wie ätzend sie mich findet. Redete pampig mit mir auf Fragen usw. Eines schönen Tages ergab es sich, dass wir gemeinsam was im Lager einsortieren mussten. Da fasste ich mir ein Herz und fragte frei heraus, was sie für ein Problem mit mir hätte.


    Es kam heraus, dass sie sich von mir bedroht fühlte, sprich - ich hätte ihr aufgrund meiner Qualifikation locker die Vorreiterposition streitig machen können. Wollte ich aber ja gar nicht. Ich bin nicht so der Leithammel und als wir das geklärt hatten, dass ich ihr keinesfalls den Platz streitig machen werde, lief es prima. Wir wurden dann richtig gute Freundinnen auch im Privaten :D


    Also ich würde es wieder so machen und knallehrlich fragen, was das Verhalten soll, ob sie irgendeine Befürchtung hat. Womöglich hat sie im vorigen Betrieb schlechte Erfahrungen gemacht und reagiert aufgrund dessen so bärbeißig.

    Liebe Grüße
    #herz Ebun (F84.5G) mit Mausi (*04), Hasi (*06, F84.5G) und Knödel (*08 )



    Kinder wollen nicht wie Fässer gefüllt, sondern wie Lichter entzündet werden.

  • Sie: ich wünsche mir, dass...

    Du: das Leben ist kein Wunschkonzert.

    Oder

    Und ich wünsch mir, dass du in deinem Büro bleibst.

    Ich würde ihr am Telefon gar nichts mehr ankündigen, sondern ihr den Anruf einfach auf die Leitung werfen. Wenn es direkt bei ihr ankommt, muss sie es ja auch entgegennehmen, ohne den Namen des Anrufers zu kennen.

  • Ich würde sie meinem Gemüt entsprechend zurechtweisen. "So lasse ich nicht mit mir reden"! Meiner Erfahrung nach hilft das.


    Ebuns Vorschlag finde ich auch gut, aber wahrscheinlich hätte ich nicht den Nerv dafür. Ich mein, ja gehts noch...

  • Ich schließe mich Ebun an und würde sie zum einen ganz ehrlich, ohne Vorwurf, sondern mit echtem Interesse darauf ansprechen.

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass sie vielleicht einfach nur eine direkte Art hat und es gar nicht böse meint. Ich persönlich bin auch schon mal mit anderen Frauen aneinander geraten. Denen war ich zu „arrogant“. Dabei hatte ich persönlich gar nicht das Gefühl oder Absicht sie von oben herab zu behandeln. Ich war wie immer freundlich, sachlich aber auch direkt. Das ist meine Art, die mich super mit Männern zusammen arbeiten lässt. Frauen wollen oft noch mal extra „gestreichelt“ werden (Stichwort verschiedene Kommunikationsstile von Männern und Frauen). Seitdem ich mir dessen bewusst bin, klappt es auch mit Frauen besser, wenn auch für mich umständlicher, weil man nicht sachlich-direkt mit vielen Frauen reden kann, sondern immer die persönliche Komponenten berücksichtigen muss. Ich will jetzt nicht sagen, dass es in deinem Fall so ist, aber vielleicht ist deine Kollegin vom Kommunikationsstil eher „männlich“, oder es nicht anders gewohnt, wenn sie beispielsweise im vorherigen Job hauptsächlich mit Männern oder einem etwas ruppigerem Clientel zu tun hatte. Deswegen würde ich es erstmal nicht persönlich nehmen und sie unvoreingenommen darauf ansprechen.

  • Das ist gut, Anruf einfach weiterleiten. Obwohl.....muss ich nochmal drüber nachdenken.


    Mit ihr zu diskutieren ist grauenhaft, sie redet dann ganz schnell und total leise, so dass ich sie kaum verstehe.


    Sie direkt darauf ansprechen quittiert sie mit det Floskel: Danke für die Rückmeldung.


    Sozialarbeiterinnen untereinander.......wünsche mir manchmal, ich wäre Gärtnerin oder so....


    Es nervt so unendlich, sie soll mich einfach in Ruhe lassen. Der Job ist anstrengend genug.

    Liebe Grüße von Jaluplupia

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  • Sag ihr das. Wenn sie nächstes Mal mit ihrem Kram anfängt, sagst du einfach :"Schön. Und ich wünsche mir das du mich in Zukunft in Frieden lässt. Das Leben ist kein Wunschkonzert. Du verhälst dich unfassbar unhöflich und es ist schlicht anstrengend. Ich bitte dich das zu unterlassen."


    Merkt sie noch was? Das ist wirklich oberdreist.


    Midna2 ist Midna nur in schusselig #rolleyes

    Schon länger dabei

  • Das Leben ist kein Wunschkonzert, ich glaube das wäre dann eher meine rettende Haltung.


    In ihrer Art, wie sie sich bewegt, ihre Schrift kommt sie schon recht männlich rüber, das stimmt.


    Könnte auch eine Erklärung sein, aber das agressive ist irgendwie ziemlich unangenehm.


    Ich wünsche mir......das hat so was herablassendes, herrschaftliches.


    Das merkwürdige ist so dieser Maskenfall, wenn wir alleine sind.

    Vielleicht stimmt da auch irgendwie einfach was nicht...

  • öh, das liest sich sehr anstrengend.

    Wir hatten im Betrieb mal Teamcoaching. Da ging es am Rande auch darum, wie wir miteinander umgehen sollen, wenn was Spannungen verursacht.


    Ist schon ne Weile her. Ich gebe mal wieder, was ich noch davon weiss. Keine Ahnung, ob es sich anwenden lässt. Darf gerne korrigiert werden.

    Viel Glück jedenfalls!


    Grundannahme: eigentlich wollen alle, dass es klappt. Niemand sabotiert absichtlich oder ist extra böse.

    1. Knapp und sachlich schildern, was passiert ist.

    Bsp: Ich habe dir einen Telefonanruf durchgestellt. Nachher hast du mich gebeten, dir den Namen mitzuteilen


    2. Melden, wie das bei dir angekommen ist, persönlich und ich-Perspektive.

    Hier ist wichtig: persönliche Aussagen gelten. Diese nicht kleinreden. Wenn jemand sagt: das ärgert mich, nicht sagen: nein, das ist nicht wahr, denn ich hatte es anders gemeint. Wenn jemand seine Befindlichkeit mitteilt, ist das so und gilt für diese Person, egal wie es vom Gegenüber gemeint war. Also das eigene Handeln darf man schon erklären, aber ohne zu folgern ... und deshalb ist dein Gefühl nicht berechtigt und falsch. Es ist da.

    Bsp: der Gesprächston sagte mir nicht zu / ich empfand es als agressiv / in dieser Form stressen mich deine Forderungen (Anfragen) / ...??


    3. Nachfragen, Lösung suchen.

    Bsp: wie war das gemeint / wie stellst du dir das vor mit Namen durchgeben / wie können wir uns austauschen, dass es für beide passt / vielleicht geht es besser, wenn du so Sachen aufschreibst, was meinst du dazu?


    *edit*
    Es geht nicht mit allen Leuten. Ich kenne eine Person, wenn du der sagen würdest: "das stresst mich", würde sie einfach sagen: "dein Problem, selber schuld." Oder "du warst schon immer so empfindlich." Sackgasse, so wird es dann natürlich nichts...

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  • Bevor sie da war, haben wir in unserem Dreierteam vereinbart, das ich die Einarbeitung übernehme. Zu Beginn schon hat sie sich richtig gewehrt und nichts angenommen.

    Vielleicht hat sie ein Hierarchieproblem?

    Dann könnte es Dich weiter bringen, wenn Du ihr sagst, dass Du sie einarbeitest und nicht umgekehrt - und dass ihr untereinander einen freundlicheren Umgangston pflegen wollt, den möchte sie sich bitte noch angewöhnen.

    Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.

  • Ich würde sie auch fragen, warum sie sich Dir gegenüber verhält.


    In meiner Arbeitsstelle gab es auch eine Mitarbeiterin, die mich seit meinem ersten Tag nicht beachtete, und nachdem sie mit mir mal zusammen arbeiten musste, hat sie schlecht über mich geredet ( habe ich nur durch Zufall mitbekommen). Ich habe jahrelang gerätselt, warum sie so komisch zu mir ist.

    Nach einigen Jahren hat es mir gereicht und ich habe sie darauf angesprochen. Heraus kam, dass sie mich doof findet. Und in einer Situation hat sie mich missverstanden.

    Damit kann ich gut leben. Und jetzt ist sie ganz freundlich zu mir....


    Versuche es einfach! Notfalls kannst Du immer noch auf kontra gehen.

    Ich war auch echt überrascht, dass die Kollegin nicht einfach weggegangen ist. Dafür hätte ich Plan B und C und D gehabt:-)

  • Ich kenne das auch. Dürfte vor ein paar Monaten au h eine Kollegin einarbeiten

    Die macht von Anfang an ihr Ding, der Ton und die Art und Weise sind absolut unangemessen.

    Ansprechen funktioniert nicht, mehrfach versucht. Die Dame kenne ich schon von meinem anderen AG und auch dort unbelehrbar. Selbst meine Chefin war obergenervt.


    Jetzt hab ich sie als Teamleiterin unter mir und die Frau versucht ständig mir was zu beweisen. Keine Ahnung warum. Die ist zu allen so. Ich habe aber GsD meine jetzige Chefin und meine Kollegen hinter mir und wir versuchen es jetzt im Team (sie ist zu jedem so).


    Ganz leise trägt es erste Früchte aber es ist noch ein weiter Weg, den wir zu gehen haben.

    Ich bleibe freundlich, habe mir eine Teflonschicht zugelegt und lasse es abprallen.Fachliche Dinge, die mir auffallen spreche ich freundlich an, genau einmal, dann leite ich das neutral (schriftl.) an meine Chefin bzw. Vertretung weiter und aus die Maus. Sollen die sich damit rumschlagen. Ich hole mir dort au h Hilfe, wenn ich nicht weiß wie ansprechen. Das gilt nicht als Petzen, da ich klar Sagem, ich brauche Hilfe beim formulieren.


    In deinem Fall würde ich ihr ganz klar sagen, dass ICH erwarte, dass mit mir SO nicht gesprochen wird und wenn sie etwas mit mir besprechen möchte sie das gern freundlich tun kannansonst ignoriere ich es.

    Teflonschicht ist was feines.

  • Ich würde es nochmals ansprechen und mich dann ruhig und pragmatisch an eure Teamleiterin/Chefin wenden. Also nicht im Sinne von petzen, sondern lösungsorientiert. Du kannst sehr sachlich erzählen, dass du der Meinung bist, dass die Einführung so nicht zielbringend funktioniert. Dafür gibt es ja auch Vorgesetzte, die sind zuständig dafür, dass es im Team gut läuft. Dass du schon viele Einführungen gemacht hast, zeigt ja dass du super in deinem Job bist, da hast du bestimmt Rückhalt! Ich nehme an, die Dame ist noch in der Probezeit und hält sich eher zurück. Es kann also sein, dass es nachher noch viel schlimmer wird. Darum würde ich das schnell klären. Umgekehrt besteht aber auch die Hoffnung, dass sie jetzt einfach sehr gestresst ist und es dann doch noch besser wird.

  • Weiß die neue Kollegin dass du sie einarbeiten sollst?

    Das Verhalten klingt anstrengend, aber irgendwie auch „aufgesetzt“. Vielleicht denkt sie nur, sie müsste gleich klar stellen, dass ihr auf der gleichen Hierarchiestufe steht?!?


    Ich würde es auf jeden Fall bald ansprechen, wenn sie wirklich komisch ist, ist es besser du weißt es früh. Wenn sie sich nur wegen irgendwelcher Unsicherheiten oder Missverständnissen so verhält, wird es damit schnell besser.

  • So, wie regenbogenstraße schreibt. Und: Für mich klingt das Verhalten aufgesetzt im Sinne von: Sie hat das bei einem Lehrgang oder einem Coach so eingeübt. Auch die Formulierung "Ich wünsche mir, dass du in Zukunft", die verklausulierte Ich-Botschaft für "Du blöde Kuh". Insgesamt schätze ich sie als nicht sonderlich souverän ein, sie hat aber den Anspruch, super souverän rüberzukommen. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, den Leuten in solchen Situationen nicht zu "helfen", sondern sie reden zu lassen und selbst stumm zu bleiben. Lass sie sich doch um Kopf und Kragen reden und beobachte einfach. Meist verändert sich dann das Verhalten.

    Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt,

    der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt!

    Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn,

    der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.


    Paul Gerhardt







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  • wie nervig! hast du die anderen drauf angesprochen? erzählt, was vorgefallen ist? mich würde ihre reaktion auch interessieren. sonst sind ja hier einige sehr gut ratschläge genannt worden. ich wäre auch der typ frei heraus fragen, was genau das problem (mit mir) ist?

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • So, wie regenbogenstraße schreibt. Und: Für mich klingt das Verhalten aufgesetzt im Sinne von: Sie hat das bei einem Lehrgang oder einem Coach so eingeübt. Auch die Formulierung "Ich wünsche mir, dass du in Zukunft", die verklausulierte Ich-Botschaft für "Du blöde Kuh".


    Genau daran habe ich auch gedacht. Sie hat ein Coachig gehabt oder ein Buch gelesen und übt (etwas unbeholfen).
    Vielleicht hat sie in einem früheren Team blöde Erfahrungen gemacht und versucht jetzt eine Masche, die ihr nicht so recht steht.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.