Immer wieder aufwachen

Registrierungsanfragen bitte an kontakt[at]rabeneltern.org
  • Bei uns stimmt etwas nicht, wurde in der Pekip-Gruppe festgestellt. Alle auch die Kursleiterin waren sich einig. Dabei wusste ich noch nicht einmal, dass wir ein Problem haben. Thema war Schlaf und alle erzählten und sie empfanden, dass bei uns etwas nicht stimmt: Unser Baby ist jetzt fast 8 Monate. Ich stille abends und dabei schläft sie ein. Sie wacht dann nach ca. 1 Stunde auf, ich gehe hin, streichel sie und sage etwas und in ca.10 Prozent der Fälle hilft das, falls nicht stille ich. Sie wacht manchmal alle 20min auf, manchmal erst nach 45min oder schläft manchmal 1,5 Stunden. Ich gehe jedes Mal hin streichel sie und stille, wenn es nicht hilft. Es wurde gesagt, ich mache es mir zu leicht, sie habe kein Hunger. Ich dachte, stillen gibt auch Nähe und Babys saugen unheimlich gerne. Das könnte ich vielleicht auch mit einem Schnuller befriedigen, wobei ich darin auch Nachteile sehe. Wenn ich ins Bett gehe, schläft sie, glaube ich, sehr viel besser. Vielleicht sogar mehrere Stunden am Stück. Jetzt meine Frage: Meine Pekip-Gruppe hat noch nie davon gehört, dass so große Babys so häufig wach werden und dass ich darauf mit Stillen reagiere fanden sie bei so geringen Abständen äußerst befremdlich. Wie ist das bei euch?

  • Ich hatte immer ein gut Schläfer Kind und trotzdem kommt er, außer er ist wirklich extrem müde, bis ich ins Bett gehe ca alle 1,5 Std und ohne stillen hätte ich dann ein waches und weinendes Kind. (18 Monate)

    “Stelle Dich an den Abgrund der Hölle
    Und tanze zur Musik der Sterne!”
    (Walter Moers)


    Du darfst sein, wer du bist, du darfst dich äußern und wir nehmen das ernst. Da ist immer beides: Wurzeln und Flügel, Bindung und Freiheit.

    (Herbert Renz-Polster)


    #NazisRaus #BOohneRechts

  • Hö? Komische Pekip-Gruppe. Meine große Tochter ist auch oft wieder aufgewacht und dann habe ich sie auch oft gestillt. Finde ich relativ normal und ich kenne viele Babys, die so im Krabbelalter erstmal wieder schlechter geschlafen haben und viel Nähe gebraucht haben. Für das Kind ist bestimmt super so und wenn es dir damit auch gut geht, ist alles gut. Wenn du total am Stock gehst oder schon total genervt bist, kann man darüber nachdenken, was zu ändern. Aber so aus Prinzip weil das "zu einfach" ist - Nö. ist doch schön wenn es einfach ist, man muss es sich doch nicht komplizierter machen als nötig.

  • Ich hatte immer ein gut Schläfer Kind und trotzdem kommt er, außer er ist wirklich extrem müde, bis ich ins Bett gehe ca alle 1,5 Std und ohne stillen hätte ich dann ein waches und weinendes Kind. (18 Monate)

    Genau - oder anders gesagt, Quatsch, was die in der Pekip-Gruppe erzählen, alle Menschen wachen in der Nacht immer wieder auf.

    Und klar schläft sie viel schneller wieder ein, wenn sie Dich im Bett spürt - weil sie wahrscheinlich gar nicht erst richtig wach wird. Hörst Du sie, ist sie schon etwas wacher und findet Stillen natürlich toll, um wieder Sicherheit und Nähe zu tanken.


    Ich bin recht überzeugt, dass meine Kinder nicht annähernd so gute Schläfer gewesen wären, wenn sie nicht bei uns geschlafen hätten.

    Von der Warte einer Teenie-Mutter: Du machst das wunderbar - vor allem, wenn Du mit dieser Schlafsituation zufrieden bist. Wenn es Dich anfängt zu stören, änder was dran - aber sicher nicht, wenn es die Pekip-Tanten stört...


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Das hatte ich in den Abendstunden bei allen Dreien. Bei der Großen haben wir damals angefangen, Serien auf DVD zu schauen, da ich immer nur Bruchstücke von den 20:15 Uhr Filmen im normalen Fernsehen mitbekommen habe. Ich meine auch es wurde Richtung ein Jahr eher nochmal schlimmer. Irgendwann war es bei allen Dreien von alleine so, dass sie abends fester einschliefen und nicht mehr aufwachen.

  • Was du beschreibst kenn ich meinen beiden. Bei wico wurde es mit zweieinhalb besser. Bei Ludi warten wir noch. #warteAber sie ist auch noch nicht zweieinhalb :D Es gibt Tage, vor allem wenn sie ordentlich zu Abend gegessen hat, da schläft sie mal 2 oder 3 Std. Diese Tagen werden tatsächlich immer mehr. Aber es gibt auch Tage, da wacht sie nach 30 min wieder auf und will stillen. Schnuller ist keine gute Idee. Papa auch nicht. Dann schreit sie sich in Rage und schläft gar nicht weiter.


    Natürlich machst du es dir einfach, wenn du stillst. Was spricht denn dagegen es sich einfach zu machen? #weissnichtIch mach es mir auch einfach indem ich sie nicht schreien lasse. Dann schläft sie wieder und ich kann wieder aufstehen und 20 min was machen bis sie wieder aufwacht :D bleib ich liegen, wacht sie nicht auf. Ich denke im Halbschlaf sagt das Gehirn : Hilfe, ich bin alleine. Und wacht dann auf. Wenn Mama da ist, ist keine Gefahr, also sagt das Gehirn,: Schlaf, ist alles sicher.


    In meiner Umgebung schlafen ALLE Kinder ganz brav und ordentlich. Nicht so wie meine. Was natürlich daran liegt, das meine bei mir schlafen müssen (!) Nicht im eigenen Bett#ja, sagt die Umgebung :D

    Mit einem Osterhäschen reich beschenkt ❤️

  • Bei uns (13 Monate!) ist das so:


    Baby schläft abends beim Stillen ein (oder auch nicht, dann heißt es Tragen, Ball hüpfen oder Wiegen). Wacht meist ziemlich genau stündlich auf und stillt größere Mengen. Wechselt gegen 23.00 Uhr in längere Schlafphasen (von meistens 2 bis selten 4 Stunden), wobei es bei so ziemlich jedem Aufwachen meist ordentlich trinkt. Selten protestiere ich, wenn das letzte Stillen erst eine halbe Stunde her ist, dann kommt Baby beim Mann auf den Bauch und schläft dort entweder ein oder krabbelt direkt zurück zu mir und zur Brust, dann ergebe ich mich.


    Ist ganz normal bei euch! :D Und: ich mache es mir nachts absichtlich leicht! :)


    Werden die anderen Babys denn noch gestillt? Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Brust und Flasche, denn letztere verführt dazu, sich den Bauch schnell vollzuschlagen. Manche Babys sind dann so im Fresskoma, dass sie tatsächlich lange schlafen. Ob das so gesund ist? Andere wollen trotzdem mehrmals in der Nacht die Flasche.


    Ich behaupte, als Mutter merkt man, ob das Kind gierig saugt - dann braucht es gerade dringend die Brust, alles gut! - oder ob es nur nuckeln mag - dann wäre es vielleicht auch mit etwas anderem zufrieden, aber Brust ist super, wenn ihr beide mögt, alles gut!

  • Ist normal, oder kann normal sein. Meine Kinder schlafen besser, wenn ich da bin, und manchmal nervt mit das ständige wieder hingehen und ich mache es mir mit nem Schmoecker im Bett gemütlich. Ich hab die tollsten Romane gelesen in den ersten Jahren und durchwachten Nächten meiner Kinder. Es gibt uebrigens auch ungestillte Kinder, die das machen, und Abstillen hilft nicht unbedingt, dass das Kind besser schläft (so meine Erfahrung).


    So lange du selbst genug Schlaf bekommst, ist alles ok - ich habe immer gesagt, ich muss nur die Stunden zusammen addieren und einmal ein 3-4h Stück haben, dann geht es mir gut.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Ich würde ja sagen, es ist normal.

    Es wächst sich aber in den nächsten Jahren raus. :)

    Ich konnte ein stundenlang schlafendes Baby haben, wenn ich brav daneben lag.

    Stand ich auf, war die Kontrollfunktion aktiviert.

  • Ich finde es ebenfalls normal. Ganz manchmal schläft er nach dem Einschlafstillen 3 Stunden oder länger. Ansonsten nehm ich ihn gerne mit ins Wohnzimmer, wo ich ihn in seine Wippe setze und ihn ab und zu schaukel. Sonst käme ich abends zu genau gar nichts. Oft wacht er nach einer halben Stunde auf, dann schläft er eine Stunde, und danach kann es sein, daß er eine längere Schlafphase hat.

    Julia und Tochter (11/04), Tochter (04/08), Sohn (06/17) und Tochter (12/20)

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.


  • Zum Thema Schlaf haben viele schon Vieles geschrieben.


    Was mich hier echt (stellvertretend für dich) wütend macht, ist die Tatsache, dass dir hier ein Problem angedichtet wird. Dass es nicht "normal" sei, und du damit verunsichert wirst. Das ist doch unfassbar! Nur weil man etwas nicht kennt, ist es doch nicht gleich ein Problem... Da könnt ich mich wieder drüber aufregen...


    Und der zweite Punkt: Natürlich, aber ganz klar, ist das Stillen Schuld. Denn das ist überhaupt immer an allen Problemen Schuld, die es im Babyalter so gibt.

    Sorry, dass ich hier so schreibe. Ich habs zu oft gelesen. Da könnt ich #motz#motz
    #motz


    Zum Stillen: Stillen ist nicht nur Nahrung sondern auch Nähe. Das Baby kann alleine entscheiden, ob es durstig / hungrig ist, oder nicht. Da hat doch niemand anderes etwas dazu zu sagen. MuMi ist nach ca 60 Minuten verdaut. Da kann ein kleiner Schlummerschluck doch nicht schaden.


    Und zum Thema "Einfach machen": Das hab ich im Zusammenhang mit Stillen noch selten gehört. Oft heißt es doch, das Abstillen würde alles so vereinfachen... #hammer

    Mach es dir so einfach wie möglich. Alles was zu mehr Schlaf führt ist erlaubt, solange du damit klar kommst.

    Und überleg mal: Von Natur aus ist Stillen der Standard. Das ist in den Augen der anderen also "Einfach". Dann sind die anderen Methoden (Schnuller, Fläschchen, etc.) also "neue Erfindungen", um alles komplizierter zu machen :D. Stell es dir einfach vor #top


    Was ich sagen will: Lass dich nicht verunsichern. Wenn es sich für euch gut anfühlt, mach es. Ich mache es selbst mit knapp 2 Jahren noch so: Wacht die Kleine irgendwann abends auf, still ich sie, wenn sie sich nicht selbst beruhigt, obwohl sie auch mal 8 Stunden am Stück schlafen kann. Was solls!


    Ich hoffe, die Rückmeldungen hier geben dir Rückendeckung für die Zukunft #knuddel

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Mit acht Monaten hatte ich das Baby abends ganz oft noch im Wohnzimmer einschlafen lassen - damit ich nicht ständig ins Schlafzimmer musste. Das hab ich so lange wie es ging gemacht (irgendwann sind wir Eltern bzw. was wir reden, sehen, hören zu spannend). Heute musste ich extrem häufig ins Schlafzimmer laufen, obwohl das Kind schon 13 Monate alt ist und eigentlich inzwischen etwas besser schläft, wenn es nicht zu spät einen Tagschlaf hatte (und das war heute nicht so).


    Ich frage mich bei solchen Erzählungen inzwischen immer, ob da die anderen das eigene Erleben schön reden. Alle meine und fast alle der Kinder, von denen ich sehr viel mitbekommen habe, hatten solche Phasen (bei meinen waren die Phasen immer nur von wenigen „normalen“ Tagen getrennt).

  • Ich kann mich an eine Frau in der Mutter-Kind-Gruppe erinnern, die ich mit meiner Zweiten oft besuchte. Es ergab sich zufällig, daß alle Frauen mit ihrem Baby im Familienbett schliefen und alle stillten. Die Kinder waren alle älter als 7 oder 8 Monate. Nur die letzte Frau in der Runde war jedesmal entsetzt, wenn sich schon wieder eine Mutter mit Co-sleeping vorstellte. ("Das darf man doch nicht!")


    Als sie an der Reihe war, fing sie an, daß sie so froh wäre, daß ihr Baby im Kinderzimmer schlafen würde, und sie Flasche geben würde. Bis sie anfing zu weinen, es wäre aber so anstrengend, ständig nachts aufzustehen und daß ihr Kind anscheinend nicht wüßte, daß sie es lieben würde, weil es immer nachts schreien würde... Verzerrte Wahrnehmung irgendwie. Der Rest Frauen in der Runde hatte ebenso Babys, die nicht durchschliefen. Aber wir haben uns es nicht schöngeredet. Warum auch, ist doch normal. Diese Frau wird mir immer in Erinnerung bleiben.

    Julia und Tochter (11/04), Tochter (04/08), Sohn (06/17) und Tochter (12/20)

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.