Ich glaube ich habe ADS....

  • Hallo an Alle,


    ich hoffe ich schreibe im richtigen Forum.


    Ich denke ich habe ADS. Mein Sohn (gibt es auch einen Thread dazu), meine Schwester (und ihre Tochter) haben ein diagnostiziertes ADS. Mein Vater hat es wahrscheinlich auch (fast 70). Gibt es unter euch auch jemand der es hat?


    Ich bin nur darauf gekommen, weil ich immer so erschöpft bin vom Tag, mir ständig Listen machen muss, 3 Terminkalender habe und immer das Gefühl habe, ich bin ein Weichei, andere schaffen viel mehr. Außerdem habe ich eine Depression und eine Angststörung. Ich bin auch irgendwie leicht zwanghaft (auf Arbeit, bin Buchhalterin), habe ständig Angst Flüchtigkeitsfehler zu machen.


    Wo wende ich mich denn jetzt hin? An meine Psychaterin?


    Liebe Grüsse


    wuschel

  • Hallo,


    mit dem Knödel war ich nun bei der KJP, also denke ich, dass für dich als Erwachsene eine Psychiatrische Praxis richtig wäre. Alles Gute :)

    Liebe Grüße
    #herz Ebun (F84.5G) mit Mausi (*04), Hasi (*06, F84.5G) und Knödel (*08, F90.0G)



    Kinder wollen nicht wie Fässer gefüllt, sondern wie Lichter entzündet werden.

  • Keine Werbung, deshalb ohne Link, aber eine warme Empfehlung: Mir hat ein Buch von Sari Solden sehr weitergeholfen, mich einerseits (endlich!) besser zu verstehen und mit meinem ADHS leben zu können. Anders als die meiste Literatur zum Thema konzentriert sie sich in ihren Beschreibungen ganz auf erwachsene Frauen und deren spezielle Probleme. (Ich hab es auf Englisch gelesen, aber vermutlich gibt es mittlerweile längst auch eine Übersetzung.) Ich glaube allerdings, von der Autorin gibt es einiges zum Thema - bei Interesse kann ich gerne nachschauen, welches Buch ich habe.


    Ansonsten ist ein Psychiater generell der richtige Ansprechpartner um eine Diagnose zu bekommen. (Wobei man leider dazu sagen muss, dass nach meiner Erfahrung im deutschsprachigen Raum die Erkenntnis, dass Frauen genauso häufig, wenn auch mit teilweise anderen Symptomen, ebenfalls an AD(H)S leiden können, noch relativ neu ist.)


    Ich schreibe übrigens seit meiner Diagnose definitiv nicht weniger Listen als vorher, sondern eher mehr ;) Mir hat es aber enorm geholfen, endlich zu verstehen, warum ich diese Listen so brauche und wie genau ich sie für mich nutzen kann. (Ich führe mittlerweile eine abgewandelte Version eines Bullet Journals.)

    Mein größtes Problem ist mein negativer Umgang mit mir selbst - das zu ändern, finde ich am schwierigsten, weil es so eine festgefahrene Reaktion in meinem Kopf ist: Ich vergesse/verschussele irgendwas oder scheitere an meinen eigenen Ansprüchen --> Unproduktive Vorwürfe an mich selbst.

    Seit ich weiß, dass - mal ganz simpel ausgedrückt - mein Hirn einfach anders, aber nicht unbedingt schlechter funktioniert, kann ich definitiv besser mit mir selbst umgehen. Empfehlen kann ich für praktische Alltagstipps auch den YouTube-Kanal "How to ADHD" und einige Ted-Talks zum Thema.

  • Du kannst zu einem Psychiater gehen oder auch zu einem Psychotherapeuten, möglicherweise sogar zum Hausarzt.

    Dann bekommst du vielleicht eine Überweisung zur entsprechenden Stelle. Hier war es eine psychiatrische Abteilung in der Uniklinik, die alle Tests durchführte.

    Da es aber so viele Menschen in deinem Umfeld haben, wird es wohl keiner infrage stellen.

    Es macht auch jeden Fall Sinn, es herauszufinden. (Also für mich war es sinnvoll)


    Blöd ist definitiv die Kombi Ads, Depressionen, Angststörung. Da weiß zumindest ich selten sofort, wo ich ansetzen soll, wenn es mir nicht gut geht. #hmpf

    Nehmt die Stöcke aus dem Arsch - wir machen Lagerfeuer!

  • Du bist hier im öffentlichen Bereich...nur für den Fall, dass Du ins Detail gehen möchtest

    Denken ist wie googeln - nur krasser.

  • Das Problem ist noch: ich wohne mitten im Niemandsland!!! Aber die Psychaterin ist auch die Ärztin meiner Schwester, von daher hoffe ich, dass Sie mich testet.


    Danke für euere Antworten, ich fühle eigentlich nur im Stress und erschöpft.

  • Ich wäre für eine Verschiebung ebenfalls dankbar.


    Meines Wissens sind übrigens Psychotherapeuten (abhängig von ihrem Spezialgebiet) nicht unbedingt die richtigen Ansprechpartner, weil ADHS keine psychologische, sondern eine neurologische Störung ist. (Die allerdings psychologische Störungen als Begleit-/Folgeerscheinungen nach sich ziehen kann.) Aber du kannst deinen Therapeuten ja einfach fragen, wie gut er sich in diesem Bereich auskennt und ob sie dich ggf. an jemanden weiterleiten kann.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Katielee () aus folgendem Grund: Gender-Irrtum ;)

  • Meine Schwester sagt sie hat ADS und ihr hat ein Buch geholfen das zu erkennen. Das Buch heißt "Chaosqueen und Traumtänzer". Ich selbst kenne es nicht, aber sie hat sehr davon geschwärmt, vielleicht hilft es dir weiter.

  • Hallo,


    mein Psychotherapeut hat heute gesagt, er denkt ich habe ADS, kann mich aber nicht testen (er meinte noch es wäre bei mir nicht leicht zu erkennen, da ich hochfunktional wäre). Am 02.07.18 habe ich einen Termin bei meiner Psychaterin, da spreche ich die Testung einmal an.


    Liebe Grüsse

    wuschel