Einschlafstillen so schwierig geworden...

  • huhuu! Ist das bei euch ähnlich?

    Mein Sohn, fast 11 Monate, schläft nur mit Einschlafstillen ein und manchmal im Tragetuch. Bisher war das kein Problem für mich, aber seit er krabbelt und steht, ist es sooo anstrengend geworden. Er kommt gar nicht zur Ruhe. Er ist hundemüde, wir legen uns hin, er trinkt an beiden Brüsten. Danb steht er wieder auf und will weiterspielen. Das ganze machen wir mehrmals, bis er ca beim 3.Mal dann tatsächlich einschläft.

    Ich stille gerne aber so schlaucht es mich grad total... Dieses ständige Stillen.... Ich hab immer das Gefühl, ich kann nicht schon wieder!!


    Kennt ihr das? Habt ihr einen Tipp? Ist das eine Phase die besser wird?


    Schlafen im Tragetuch strengt mich auch an, weil er ca ne Stunde braucht bis er eingeschlafen ist. Stehenbleiben, irgendwo reingehen oder in der Wohnung geht nicht. Daher ist mir das Einschlafstillen irgendwie doch lieber...

  • ach so. Noch ne Ergänzung. Es geht mir um tagsüber und abends. Nachts ist es ok, da wacht er kurz auf, trinkt im Halbschlaf und schläft weiter. Das ist gut soweit. Meine Frage bezieht sich auf tags und abends.

  • Helfen kann ich nicht, aber kennen tue ich das auf jeden Fall. Bei meinem Krümel war es genau so, Einschlafbegleitung dauerte bis er endlich mit 2,5 keinen Mittagsschlaf mehr machte, immer ewig, selten unter einer Stunde. Tagsüber nur im Tuch und nur im flotten Schritt... Es war super anstrengend und ich habe oft geflucht, geheult und geschimpft. Geholfen hat das alles nichts, erst seit er keinen MIttagsschlaf mehr macht, kann dieses Kind schnell einschlafen. Bei der Mittleren war es erst ganz entspannt, mittags schlief sie immer im KiWa, das ging super, und abends war es auch etwas mühsam mit einem Jahr oder so, aber nie so schlimm wie beim Krümel. Die Kleine schläft auch mittags meist im KiWa, oder an der Brust ein - aber das nur, wenn die Geschwister nicht hier sind, sonst ist es zu spannend. Abends wuselt sie jetzt manchmal auch noch ne Weile rum, aber ich lege sie halt immer wieder hin, dann dauert es meist nicht lange bis sie richtig stillt und dann auch einschläft.

    Ist also einfach eine Frage des Temperaments, denke ich.

    Ach so, ich hatte auch immer den Eindruck, dass sich in diesem ALter viel ändert, mit gut einem Jahr konnte der Krümel plötzlich im Fahrradanhänger schlafen, was vorher nie ging. Es lohnt sich also, auch schon abgehakte Ideen noch mal zu probieren,

    Viel Kraft und gute Nerven...

  • ja, ich kenne das.

    Wir hatten und haben hier immer wieder solche Phasen. Und meine Kleine ist mittlerweile 2. Ich kann dir nicht sagen, ob es an den Entwicklungsschritten, Zähnen, Launen, etc. liegt, aber auch ich finde es sehr anstrengend.


    Bei uns war es bisher tatsächlich immer so, dass dann, wenn ich mir Gedanken über ein anderes Einschlafritual (ohne Stillen, kürzer Stillen, mehr tragen, hinlegen,...) gemacht habe, wurde die Situation auf wundersame Weise wieder besser und wir sind immer noch beim Einschlafstillen geblieben.


    Ich finde auch, dass es unendlich viel anstrengender ist, ein waches hampeliges Kind zu stillen und dabei Ruhe auszustrahlen, als ein schlafendes Kind ein paar Minuten weiter zu stillen und die Ruhe zu geniessen.


    Meine Tipps wären also:

    auf Rabenmagie hoffen, auf dass es von alleine besser wird #rabe#rabe und durchhalten

    evtl. deinen Mann ins Einschlafritual einbinden, so dass du vielleicht erst zum Stillen kommst und vorher noch etwas entspannendes machen kannst.

    Genug trinken. Klingt banal, aber ich fühle mich beim Stillen doppelt ausgelaugt, wenn ich nicht genug getrunken habe.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Julchen86 ()

  • ok, das ist ein guter Hinweis. Ich werd mal neues/altes ausprobieren! 😊

    Und dank für deinen Bericht. Ich habs mir schon fast gedacht aber bei meinen Bekannten kann ich nicht fragen, weil ich die einzige bin, die noch stillt und die einschlafstillt...

    Dann weiß ich zumindest, dass es am Temperament liegt, danke! 😊

  • tagsüber würde ich vielleicht wirklich eine Alternative ausprobieren. Kinderwagen? Zu den Grosseltern bringen, damit die eine Runde mit den Kinderwagen laufen? #zwinker

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Wir haben leider keine Familie in der Nähe. Kinderwagen haben wir irgendwann abgeschafft, weil es gar nicht klappte. Nur Tragen geht.


    Ich hatte irgendwie auf eine Änderung des Schlafens mit dem Kitastart mit 1 Jahr gehofft aber wir haben keinen Platz bekommen und jetzt bin ich mind. noch 1 Jahr mit dem Kleinen zu Hause und muss die Änderung wenn dann selbst herbei führen. Ist bestimmt schwieriger als einfach "neue Umgebung - anderes Schlafverhalten"

  • Hier! Ich kenne das auch. L. ist 14 Monate und einschlafen tagsüber ist immer wieder eine Herausforderung. Am besten geht es bei uns, wenn der Vormittag so spannend ist, dass er vergisst, dass er müde ist, und erst dann zum Stillen kommt, wenn er wirklich kurz vorm Umfallen ist. Dieses immer wieder Arbeit unterbrechen, Hinlegen, Stillen, es mir gemütlich machen, Kind geht wieder spielen finde ich auch so anstrengend, vor allem wenn das Kind offensichtlich müde und total knatschig ist. Wenn ich genug Energie habe, habe ich mir vorgenommen, ihn dann auf den Rücken ins Tragetuch zu packen und Wäsche zu verräumen. (Und wenn es heiß ist, sind nachher beide durchgeschwitzt und Kind ist immer noch wach #motz). Was bei uns noch funktioniert: fremde Umgebung. Da muss so viel angeschaut werden und irgendwann kippt man beim Stillen/Fahrrdfahren/Auto fahren einfach um. Wir haben einen tollen kinderfreundlichen Bäcker, da kann ich mich dann bei einem Kaffee vom Vormittag erholen, L. spielt und mit Glück schläft er noch dort, auf dem Rückweg oder wenigstens bald danach ein.

  • Solche Phasen hatte ich bei unserem Großen auch. Immer wenn er eine neue Fähigkeit (Drehen, Krabbeln, Laufen..) gewonnen hatte, wurde jedes Einschlafstillen für eine Weile mühsam, weil er immer noch schnell eine Runde sich drehen/krabbeln/laufen wollte. Im Nachhinein klingt das auch ganz lustig ;) aber während der jeweiligen Zeit fand ich es überhaupt nicht lustig. Es wurde aber jeweils wieder besser. Gerade als er nur noch ein Schläfchen gemacht hat (vielleicht so mit 1,5 Jahren) war das prima mit dem Einschlafstillen mittags. Ich finde also, es klingt ganz normal was Du schreibst. Unsere kleine Tochter schläft tagsüber schon ganz lange gar nicht beim stillen ein und daran musste ich mich erst mal gewöhnen - wie, sie will nicht einschlafstillen #confused Sie schläft sehr gut auf meinem Rücken (Manduca), insbesonder wenn ich etwas im Haushalt mache...oder leichte Kniebeugen mache. Vielleicht klappt das ja bei Euch, uns es kann auch sein, dass das Einschlafstillen in ein paar Wochen wieder leichter geht, wenn die neue Fähigkeit nicht mehr so super-super-aufregend ist, dass sie immer geübt werden muss :).

  • Wir haben in so einer Phase bei der Großen das Einschlafstillen abgeschafft, das war auch so mit knapp einem Jahr. Dh. dann wurde erst gestillt, dannach die Zähne geputzt und dannnach folgte ein ewig langes irgendwie anderes Einschlafbegleiten ohne Stillen. Manchmal ging Singen, meist eher ruhig daneben liegen und beim durchs Bett Rollen/Toben beobachten. Der Nachteil war, dass dann das Einschlafen doch deutlich länger gedauert hat als mit Stillen. Die Vorteile waren, dass der Papa das dann auch mal übernehmen konnte :) , das sie direkt nach dem Zähneputzen eine Weile keine Milch mehr getrunken hat und das es für mich weniger nervig war als vorher ständig an der Brust an- und abdocken (und bei neune Zähnen im Zweifel auch mal zu testen ob die Brust nicht auch ein guter Beissring ist #sauer). Beim Aufwachen nachts hab ich sie aber doch wieder gestillt.

    "Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen." - Niels Bohr