Waldkindergarten - Austausch?

  • Danke an alle, die ihre Einschätzungen bzgl des Aufwands geteilt haben.


    Anfahrt und Elternmitarbeit ist ja sehr individuell, auch bei anderen Kindergärten. Bei wäre beides kein aufwändiger Faktor, der Weg ist kurz und Elternmitarbeit nicht erforderlich soweit ich weiß (ist auch keine Elterninitiative sondern ein großer Träger, der sehr viele verschiedene Einrichtungen betreibt).


    Wovor ich tatsächlich Bammel habe ist das Anziehen morgens, da ist mein Jüngstes sehr speziell und wir könnten weniger individuell darauf eingehen als bisher. Aber vielleicht gibt sich das bis dahin.


    Ach ich hoffe sehr, dass es uns gut gefällt im Wald und wir dann auch wirklich einen Platz bekommen.

    mit '8, '9 und '16 unterwegs #rabe

    und '11 und '14 im Herzen #herz

  • Hallo,


    Hier die Gegenstimme.... Lagerfeuer finde ich total cool.

    #angst


    Natürlich muss es gut beaufsichtigt sein, aber ich liebe es... Wenn meine Kinder früher von den Pfadfindern kamen, hatte ich immer gar keine Lust, die Waldklamotten zu waschen, weil Lagerfeuerrauch für mich extrem gut riecht (ich hab immer mal heimlich eine Nase voll Lagerfeuergeruch genommen, ehe ich die Sachen irgendwann doch waschen musste).


    Aber für mich ist Lagerfeuer auch nur mit total schönen Erinnerungen verbunden, Urlaub, klettern gehen, mit Freunden sitzen und suchen,mit dem Feuer herum experimentieren als Kind...


    OK, man kann mit dem Umweltaspekt argumentieren, aber ich denke, da ist bei vielen Familien die Fahrt zum Waldkindergarten (die ja oft weiter ist als zum Kiga ums Eck) sicher nicht unbedenklicher.


    Wenn ein Kind Husten bekommt, würde ich das natürlich auch sagen. Für meinen kleinen Asthmatiker war es auch nicht so dolle, wenn er längere Zeit direkt im Rauch stand (allerdings wurde auch darauf geachtet, daß kein Kind das machte).

    Vielleicht kann man sich ja auf "klein und "raucharm + die Feuer-Aufsichts-Person schickt den Möpp ggf. weg" als Kompromiss einigen?

  • wobei ich den Personal-Aufwand echt auch wahnsinnig groß finde. Wenn von effektiv zwei anwesenden ErzieherInnen eineR mit dem Feuer beschäftigt ist, sind ja nicht mehr viele Kapazitäten für die Kinder übrig...

    was ist denn der angebliche Sinn.von dem Feuer? Stimmung? Wärme?

  • es ist so,dass möppi morgens nicht gut ankommt.

    Auf der Lichtung wird feuer gemacht. Die GruppenLeitung kann keine Kinder annehmen, die hilfe beim ankommen brauchen. Der Praktikant ist mit allen anderen Kindern gut beschäftigt, es gibt in der Gruppe "ein gewaltproblem"

    Die Kinder gehen zur feuerfrau, "der blöde arschloch xy hat mir was weggenommen" und die Reaktion ist "dann wechselt euch halt ab"

    Möpp kommt regelmäßig ungewickelt und wund heim

    Möpp kommt oft hoch aggressiv heim und wirklich alles ist"blöd scheiß arsch"

    Möpp will nicht hingehen

    Seine brotzeit wird von anderen Kindern als "ekelig" bezeichnet. Zwei mal konnte er quasi nix essen, weil sie von anderen

    Kindern umgetreten und alles auf den waldboden fiel. Er hat dann was "nich so lecker" abbekommen

    Er bekommt von anderen Kindern gesagt, dass seine matschhose hässlich ist

    Er kommt heim und weint,weil erals "dumm" "schwach" und "blöd" beschimpft wird.

    Statt jeden Tag einen Spaziergang im wald zu machen, fahren sie mit sbahn zu irgendwelchen Orten, mein möppi ist danach immer 2 tage völlig daneben.


    Ich glaube, das Feuer ist nur ein punkt , der mich wahnsinnig macht.

    Und ich fände es toll, wäre es alle 2-3 Wochen als besonderes.

    Möpp lässt sich nicht wegschicken, wenn er etwas toll findet.


    Was mach ich denn mit der Situation?am liebsten würd ich ihn direkt abmelden und in einen kuschligen ort geben. ... kein wunder, dass er so mies drauf ist..

  • Oh je, das klingt so, als wäre das Feuer eins der geringeren Probleme.


    Hast du etwas davon schon angesprochen?

    mit '8, '9 und '16 unterwegs #rabe

    und '11 und '14 im Herzen #herz

  • Hallo,



    Zitat

    Ich glaube, das Feuer ist nur ein punkt , der mich wahnsinnig macht.


    Das war auch mein Gedanke bei deiner Beschreibung. Ob das, was dich stört (und mich sicher auch stören würde), tatsächlich ohne Feuer tatsächlich alles ganz anders wäre?


    Ich finde, du solltest es ansprechen. Also alles, was dir Sorgen macht und dabei auch deine Vermutung äußern, daß eventuell die Feueraufsicht und die damit fehlende Kraft eine (Mit)Ursache sein könnte.


    Von der Reaktion kannst du ja dann abhängig machen, wie es für euch weitergehen könnte. Sehen sie die Probleme? Was sehen sie als Ursachen dafür? Was könnten sie/könntet ihr gemeinsam tun, damit es deinem Kind besser geht?

    Oder wiegeln sie alles ab und finden, es gäbe gar keine Probleme?

    Oder sind generell der Meinung, daß sie ihre Probleme selber regeln sollen? Dann würde sich daran vermutlich auch ohne Feuer nicht so viel ändern....


    Ist das Feuer oder die S-Bahn-Fahrten nur eine vorübergehende Sache, ein Feuer-Projekt bzw. Fahrten zu anderen Orten, um der großen Kälte zu entgehen oder soll es ein Dauerzustand sein?


    Und so weiter.

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  • Ich spreche das mit dem wickeln immer am nächsten tag an. Mal eher indirekt "ich hab die Windeln aufgefüllt" mal "er ist schon wieder wund. Bitte wickelt ihn wenn die hose voll ist"


    Alle anderen sachen "ja, wir sprechen da nochmal im morgenkreis drüber" und .... nix passiert ... ach, ich geh jetzt schlafen, bevor ich mich so ärgere, dass ich nicht mehr runter komm.


    Wie würdet ihr das machen?

  • Hallo,


    Zitat

    Wie würdet ihr das machen?


    Ich würde um ein Elterngespräch bitten. In Ruhe, ohne Kind dabei, also nicht zwischen (der im Wald ja sowieso nicht vorhandenen) Tür und Angel.


    Dort dann alles der Reihe nach mit Liste in der Hand ansprechen. Das Schöne, aber natürlich auch das, was Bauchweh macht. Erfahrungsgemäß (ich kenne ja beide Seiten) kann man letzteres besser annehmen, wenn man auch positives zu hören bekommt (natürlich nur, wenn derjenige auch wirklich authentisch etwas positives sagen kann, herbeigeredet nützt das nix).


    "Bei sich" bzw. beim eigenen Kind bleiben, wenig verallgemeinern. Zuerst mal davon ausgehen, daß die Betreuer auch eine gute Lösung für das Kind finden wollen....

    "Mein Kind ist überfordert mit der Frühstückssituation, Ich weiß nicht, ob es Absicht der anderen war, aber sein Essen ist schon mehrmals im Dreck gelandet. Wie könnten wir ihm da helfen, einen Platz zu finden, an dem er in Ruhe essen kann?"

    "Der Möpp hat erzählt, daß es Streit mit... gab, aber keiner ihm helfen konnte, weil alle Erzieher beschäftigt waren. Frau... hat wohl nur gesagt, "Wechselt euch ab.", weil sie nicht vom Feuer weggehen konnte. Ich weiß, daß Kinder sich auch mal um Spielzeug streiten , aber ich denke, er ist noch überfordert damit, es selber zu klären und habe Sorge, daß es dann eskaliert. Wie können wir das denn lösen?"


    Wenn man dann merkt, daß Problem wird gar nicht gesehen oder bewusst klein geredet, kann man immer noch auf klare Ansage umschwenken. "Ich will, daß so etwas nicht noch mal passiert." "Ich erwarte, daß mein Kind in so einer Situation Hilfe bekommt, zu lernen, wie man Konflikte auf gute Weise klären kann."


    Kommt darauf keine Reaktion oder gar eine blöde, wäre tatsächlich der Moment gekommen,m wo man überlegt, ob dieser Kindergarten für dieses Kind passt. und zwar unabhängig von Wald oder Haus, Feuer oder kein Feuer... sondern wegen der Grundeinstellung zum Kind.


    Andere Sachen (Ausfahrten, Feuer) interessiert hinterfragen (Warum? Dauerhaft oder vorübergehend?) und sagen, wie es dem eigenen Kind damit geht (Husten, verwirrt...) und gemeinsam Lösungen suchen.


    Wenn z.B. alle anderen das Feuer toll finden und es gut pädagogisch begründet werden kann - was nicht unbedingt heißt, daß ich/du diese Gründe auch so sehen - muss der Möpp eben tatsächlich beiseite gehen, wenn er es nicht verträgt, ob er möchte oder nicht. Mein Allergiekind konnte auch nicht verlangen, daß die ganze Gruppe auf etwas verzichtet, was er nicht verträgt. Das gehört zum Lernen dazu.

    Wenn das Feuer aber tatsächlich dazu führt, daß die Gruppe im Alltagsgeschehen nicht ausreichend begleitet werden kann und es sowieso "einfach nur da ist", ist der Wert des Feuers fraglich. Darüber kann man ja reden.


    Das aufgezwiebelte nach dem Kindergarten und die "wilden Worte" würde ich dabei erst mal außen vor lassen. Kindergarten ist für viele, vor allem für reizoffene Kinder einfach enorm anstrengend, selbst ein kleiner ruhiger netter.... und das äußert sich dann eben nicht unbedingt in ruhig und müde sein, sondern auch so.


    Und daß sie all die Worte ausprobieren, die sie im Laufe des Tages hören, ist in dem Alter auch nichts wirklich ungewöhnliches, nicht einmal für nicht-Kindergartenkinder (die schnappen so was dann auf dem Spielplatz auf).


    Da würde ich eher einen "innerfamiliären Umgang damit" suchen und mich auf das konzentrieren, was im Kiga aktiv und sofort änderbar ist und was man mMn auch als "Grundvoraussetzung einer guten Betreuung" einfordern kann, wie eben regelmäßig wickeln, in Ruhe essen können und bei Streit/Gewalt aktive Hilfe bekommen.

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  • Da ist ja leider einiges in Schieflage, verständlich, dass der Möpp nicht hin mag. Gab es schon einen Elternabend, hat das Team vielleicht berichtet von aktuellen Schwierigkeiten und Veränderungsbemühungen? Für mich klingt es so, als wäre das Personal, aus welchen Gründen auch immer, zur Zeit überfodert. In jedem Fall würde ich um ein Elterngespräch bitten, schildern, womit der Möpp nicht klar kommt und um Vorschläge bitten, was getan werden könnte, damit er besser zurecht kommt. Evtl. würde ich auch das Gespräch mit dem Elternbeirat suchen.


    Zum Feuer: Brennt das Feuer den ganzen Tag, sodass immer eine ErzieherIn damit beschäftigt ist? Wenn täglich die personellen Ressourcen so gebunden würden, würde mich das sehr stören. Ich würde mal fragen, ob es möglich wäre, erst nach der Bringphase Feuer zu machen. Gerade in der Ankommphase sollte sich aus meiner Sicht das Personal voll den ankommenden Kindern widmen können. Vielleicht könntest Du auch darum bitten, dass der Möpp nicht als "Feuerwache" eingesetzt wird? (In unserem Kiga wird gelegentlich ein Lagerfeuer gemacht, bei extrem kalten Temperaturen auch öfters. Das Feuermachen beginnt nach dem Morgenkreis, wenn die Kinder schon richtig angekommen sind. Es wird nicht ewig nachgelegt. Es gelten recht strenge Feuerregeln (keine Fackeln mit Stöcken machen, kein nasses Laub ins Feuer etc.) Überhaupt ist der Tagesablauf so strukturiert, dass kein Kind sich viele Stunden am Stück am Feuer aufhält.

  • Eventuell könntest du auch mit der Ergotherapeutin darüber reden? Vielleicht kann sie Möpp für manche Situationen wappnen und dir Hilfestellung geben, welche Situationen du als erstes bzw am vehement Esten ansprechen solltest.

  • Noch ein Gedanke: Bemerkt der Möpp, wenn die Windel voll ist? In dem Fall könntest Du ihn briefen, dann sofort zu den ErzieherInnen zu gehen und darum zu bitten, gewickelt zu werden. Da eine volle Windel im Wald geruchstechnisch nicht so schnell auffällt wie in geschlossenen Räumen, müssen die ErzieherInnen ja erstmal darauf aufmerksam werden. Unser Kleiner hat es damals eher vorgezogen, mit voller Windel weiterzuspielen, weil er Wickeln doof fand. Wunden Po aber auch, deshalb hat es nach einer Weile recht zuverlässig geklappt, dass er selbst auf die volle Windel aufmerksam machte.

  • tägliches Feuer:

    gibt es bei uns nicht, fände ich auch absolut nicht gut.

    Bei uns gibt es an St. Martin ein Lagerfeuer (da sind die Eltern dabei) und ansonsten ganz ganz selten mal als highlight. So 1 - 2 mal im Jahr vielleicht. Das Feuer ist in einer offenen Feuerschale.

    Ich fände es für täglich viel zu gefährlich. Klar müssen die Kinder lernen sich an Regeln zu halten, im Waldkiga nochmal viel mehr als im Hauskiga (weglaufen im Waldkiga hat andere Konsequenzen als im Hauskiga wo es nicht ausm Grundstück raus kommt), aber gerade wenn die Gruppe unruhig ist und so ist das manchmal auch echt schwierig. Dass da permanent eine Erzieherin dabei stehen muss finde ich auch sehr sehr schwierig, und Kinder als zusätzliche "Feuerwächter" ist zwar nett, aber was wenn wirklich mal was passiert? Ein Kind das doof stolpert? und dann macht sich das Feuerwächterkind vorwürfe dass es nicht "gut aufgepasst" hat oder so? #kreischen#kreischen#kreischen

    Wenn die Erzieher bei euch das Feuer so sehr lieben oder wichtige Gründe dafür sehen dann würde ich versuchen einen Deal zu machen. Einmal die Woche jeden Freitag ist Feuertag oder so.

    Ich würde es definitiv ansprechen und erstmal fragen warum Feuer und dann eben sagen wie gefährlich und unnötig ich das finde:wacko: (das können die anderen hier sicher besser ausdrücken).

    Hast du Kontakt zu anderen Waldeltern? Dann frag die doch mal wie sie das Feuer finden.

    Mir fällt es leichter etwas anzusprechen wenn ich weiß dass ich nicht ganz alleine mit meiner Meinung bin.

  • Generell klingt es ja recht schwierig bei euch #knuddel

    Ich würde auch um ein Elterngespräch bitten und die Punkte ansprechen. Gleich wechseln würde ich nicht. Es gibt immer mal wieder schwierigere Phasen und bessere.

    Und darum bitten dass der möpp bei der Brotzeit in der Nähe der Erzieher sitzen kann damit sie ein Auge darauf haben und notfalls eingreifen können.


    Noch ein Gedanke: Bemerkt der Möpp, wenn die Windel voll ist? In dem Fall könntest Du ihn briefen, dann sofort zu den ErzieherInnen zu gehen und darum zu bitten, gewickelt zu werden. Da eine volle Windel im Wald geruchstechnisch nicht so schnell auffällt wie in geschlossenen Räumen, müssen die ErzieherInnen ja erstmal darauf aufmerksam werden.

    das hier kann ich nur unterschreiben.

  • Wir hatten Elternabend und sobald der Januar Dienstplan vom mann steht bitte ich um ein Gespräch.


    Wie lange wäre es für euch vom Gefühl ok,dass eine Person mit der (halben), Gruppe Allein ist? Randzeiten...


    Heute hat ein Kind ein anderes geschubst. Zum Glück landete es 15 cm neben der Feuerstelle.

    Was wäre für euch an Sicherheit wichtig? Feuerlöscher? Löschdecke? Das ist irgendwo in der letzten Ecke der Hütte.

    Oder ist das übertrieben?

  • Feuerlöscher und Löschdecke sollten greifbar sein. Natürlich nicht unbedingt direkt an der Feuerstelle, aber schon in unmittelbarer Nähe.

    Bei uns sind von 13-15 Uhr meist noch sieben Kinder mit nur einer Erzieherin da. Vorher sind es 16 mit zwei Leuten. Vom Gefühl her reicht das auch, da die Kinder gut miteinander spielen und klare Regeln, die der Sicherheit dienen, konsequent durchgesetzt werden.

  • Ohne Löschdecke usw. geht gar nicht. Die Feuersituation ist absolut unverantwortlich und im Wald allein als Erzieherin geht genauso wenig. Wenn da irgendwas passiert kann die ja gar nicht reagieren.


    Sorry, aber da würd ich das Jugendamt informieren und drum bitten dass die mal ne Kontrolle machen.

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...


    Die besten Freunde sind nicht die, die Dir schmeicheln sondern die, die Dir die Wahrheit sagen. #blume

  • Aber es gibt doch ganz viele fremdbetreuungssettings mit nur einer Erzieherin? Du bist als Tagesmutter mit den Kindern doch auch alleine.


    Ich finde es ziemlich heftig, auf der Basis eines kleinen Ausschnitts einer Geschichte, die vielleicht wirklich nicht gut lief, einer Einrichtung das Jugendamt auf den Hals zu hetzen.

  • Ja und Tagespflegekräfte werden regelmäßig kontrolliert.


    Offenes Feuer ist verboten bei "uns" - finde es im Kiga Kontext ziemlich krass und hätte aus vielen Dingen heraus sehr was dagegen.

    Die Kleidung ist wiederlich, kannste nicht mehr anziehen. Also eigt. brauchst du teure Kleidung die dann immer nach Rauch stinkt, ja super..