Rettungstechniken für Kinder im Wasser?

  • Auf gar keinen Fall würde ich mit einem Nichtschwimmer Kind und einem Kind das zwar Seepferdchen hat, aber auch nicht sicher schwimmt in einem See im Schwimmerbereich schwimmen. Im Schwimmbad sehe ich das entspannter, da der Weg zum Rand nich so weit ist aber mehrere Meter überwinden durch schleppen oder ziehen und dabei noch einen Nichtschwimmer mit Schwimmhilfe ist Lebensgefährlich.


    Mein Erfahrung zum Seepferdchenabzeichen ist allerdings auch sehr negativ geprägt, leider bekommen viel das Seepferdchen, wenn sie es schaffen die 25m mit Mühe und Not zu schwimmen. Wirklich sicher schwimmen können Kinder erst ab Bronze, wer 200m am Stück schafft hat die Kondition im Notfall auch eine kurze Strecke nur mit Arm- oder Beinschlag zu überwinden.

    Rettungsgriffe sind ab Gold teil der Schwimmausbildung, meine Große hat im Frühjahr der Bronze Rettungsschwimmer gemacht und selbst sie als wirklich sehr gute Schwimmerin muss, regelmässig trainieren und beherrscht die Technik noch nicht so gut, dass ich keine Sorge um sie habe wenn sie es im Ernstfall anwenden muss.

  • Vor allem sehe ich im Schwimmbad ein Kind dass untergeht. Also ich sehe es unter Wasser und kann es hochholen.


    Wie gesagt, ich würde es nicht schaffen meine 3,5 jährige inkl schwimmhilfe am Kind in Panik abzuschleppen. Das wäre für mich der Hauptgrund das nicht im See zu machen. Mit schwimmhilfe ist ja der Kopf über Wasser, und ja, so gehe ich mit den Kindern auch an den See, aber niemand der kein brinzeabzeichen hat schwimmt raus.

    Nur eines nimm von dem, was ich erfahren:
    Wer du auch seist, nur eines – sei es ganz!
    (mascha kaleko)

  • Also, damit mich niemand falsch versteht: das Nichtschwimmerkind bleibt definitiv im Bereich, wo es stehen kann! Auch mit Schwimmhilfe. Allerhöchsten im Schwimmbad (wo man es auch sieht wenn es taucht) und mit direkter 1zu1-Betreuung darf es mal durchs Kinderbecken paddeln. Dieses Kind hat nämlich so gar keine Scheu vorm Wasser und wirft auch mal ihre Schwimmnudel weit von sich um zu sehen, ob sie die paar Meter bis zum Rand nicht auch so schafft...Find ich eigentlich total toll und unterstützenswert und so lernt sie ja auch gerade von alleine sich über Wasser zu halten - aber eben - die kann man nicht aus den Augen lassen!


    Aber allgemein finde ich hier bei uns Schwimmbad so viel unübersichtlicher und damit kritischer als See. Das ist aber auch ein extra Badesee, mit abgezäuntem Nichtschwimmerbereich. Und den wollte bis jetzt noch kein Kind verlassen. Man hat alle übersichtlich im Blick, weil es eh nur die eine Stelle zum Wasser gibt und nicht an jeder Ecke ne andere spannende "Attraktion"...


    Na ja, wie auch immer, ihr habt mich zumindest von dem Gedanken abgebracht, das das Kind nun auf-Teufel-komm-raus Schwimmpraxis haben muss und wir werden wohl eher noch ein paar Jährchen mit unserem gewohntem geplansche weitermachen und immer mal ein paar Schwimmzüge einbauen. Ob es dann im Winter weitergeht mit Schwimmkursen, werden wir dann halt mal sehen.

    "Konzentrier dich auf die kleinen Dinge und mache die gut!"

  • Aber allgemein finde ich hier bei uns Schwimmbad so viel unübersichtlicher und damit kritischer als See.

    Für den Winter: habt Ihr ein klassisches Hallenbad? Wenn man sich da eine Zeit raussucht, wo nicht zuviel los ist, kann man auch mit einem Seepferdchenkind gut Bahnen schwimmen. Ich würde eine Randbahn nehmen.

    Keine Toleranz gegenüber Intoleranz!

  • Ich finde ja auch die Schwimmnudeln sehr praktisch....die sind zum einen chillig und können gleichzeitig ne gute Hilfe sein, wenn plötzlich mal jemand schlapp macht.


    Das war auch meine Lösung, beim Schwimmen im See hatte ich die noch sehr lange dabei.

    Viele Grüße
    Elena mit Mini1 (*2004) und Mini2 (*2006)