Kind weigert sich zu helfen

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  • Das kommt auch immer auf das Kind an. Ich habe zwei Kinder - mit einem würde das so wunderbar, sehr harmonisch funktionieren und ich könnte auch alle anderen Beiträge hier nicht nachvollziehen. Aber ich habe noch ein zweites Kind....

  • Ja genau das ist das was ich meine. Mein Kleiner, dem war es schon immer das Größte mir zu helfen. Da brauche ich gar nicht bitten, ich stehe morgens (am Wochenende) auf und er ist angezogen, der Tisch ist gedeckt und sogar der heiße Kaffee dampft auf dem Tisch. Das verlange ich natürlich nicht, er macht es, weil es sich gut anfühlt. Und dann ist zum Kontrast dazu die Große. Sie war sich selbst schon immer an nächsten. Aber sie ist doch jetzt langsam alt genug nicht alles überall fallen zu lassen... #weissnicht

    Tine mit Perlchen *02.2010 und Junior *12.2013

  • Habe ich mich so missverständlich ausgedrückt?

    Ich nutze nicht elektronische Medien, um mein Kind zu erpressen, irgendwas zu tun und ich empfinde es auch nicht so, dass ich einen Zusammenhang künstlich konstruiere. Es geht dabei nicht darum, ein Druckmittel in der Hand zu haben.


    Kind geht am Wochenende und in den Ferien nach dem Aufstehen gerne als erstes an den Pc. Mir ist es wichtig, dass er sich vorher anzieht, und jetzt habe ich das Ritual etabliert, dass, bevor man sich in eine Einzelaktivität stürzt, man etwas schönes für die Familie macht, also etwas, wovon alle etwas haben.

    Das gilt auch für uns Eltern, ich setze mich auch nicht an den PC oder schnappe mir mein Buch, bevor ich nicht bewusst etwas getan habe, woran die anderen sich später freuen.


    Das heißt, es ist auch nicht an elektronische Medien gekoppelt (das war evtl. nicht so klar) , oder an "liebste Aktivität" oder "am leichtesten zu entziehende/kontrollierende", sondern es geht dabei darum, bevor wir uns Zeit für uns selbst nehmen, tun wir was für alle - kann auch klein sein.

    Wer sagt eigentlich, dass die Schildkröte unter dem Panzer keine Flügel versteckt?

  • Es soll doch jede Familie so machen, wie es für sie individuell gut passt und funktioniert. Ich glaub, da gibt es nicht viel zu rechtfertigen oder zu erklären.

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Ich glaube, wir haben ein Definitionsproblem. Für mich ist es nicht 'helfen', seinen eigenen Schlunz weg zu räumen. Da bestehe ich auch darauf. Meistens.

  • Okay das kann sein. Mir würde es schon helfen, wenn sie ihr eigenes Gedöns weg macht #ja

    Tine mit Perlchen *02.2010 und Junior *12.2013

  • Ich glaube, wir haben ein Definitionsproblem. Für mich ist es nicht 'helfen', seinen eigenen Schlunz weg zu räumen. Da bestehe ich auch darauf. Meistens.

    Und jetzt mal Butter bei die Fische.


    Wie bestehst du darauf? Und was tust du, wenn das Kind dich groß anschaut und sagt: das war ich aber nicht. Du kannst es " nachweisen" aber es besteht darauf, dass es nicht derjenige welcher war. Oder noch besser es sagt," gleich", setzt sich hin, zieht sich in seine eigene Wlet zurück und spielt mit seinen Fingern?

  • Es soll doch jede Familie so machen, wie es für sie individuell gut passt und funktioniert. Ich glaub, da gibt es nicht viel zu rechtfertigen oder zu erklären.

    Japp. :)


    Wenn ich übrigens aufräume, dann nehme ich mir eine Kiste/Tasche oder was auch immer und sammle darin den liegengelassenen Kram meines Kindes und wenn ich das nächste Mal hochgehe, nehme ich das mit hoch und stelle es ins Kinderzimmer. Dann ist es schon mal weg aus Wohnzimmer, Flur und Küche.

    Ich kann mich darüber nicht aufregen, weil ich meinen Kram auch überall verteile.

    Seid ihr Grundordnung verlangenden Mütter denn alle so ordentlich?

  • Nein, ich verlange aber auch keine Grundordnung - aber ich verlange Beteiligung am allgemeinen Kram... Hier wäscht niemand gerne ab und auch sonst fällt das ganze Haushaltszeug bei mir persönlich auch bei allerbester Einstellung nur unter "saulästig". Ich verwöhne meine Lieben gerne anderweitig, aber Mithilfe im Haushalt sorgt eindeutig für eine besser gelaunte Mutter.


    Die Rabenmagie scheint auch andersrum zu wirken, Töchterchen hat heute zum ersten Mal getobt, als wir sie baten beim Abräumen zu helfen.

    Vielleicht werde ich ja doch noch lernen müssen, duldsamer zu sein.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich kann mich Talpa nur anschließen. Wir alle machen das nicht gerne, aber viele Hände, schnelles Ende. Wenn sie es auch nicht gleich nach dem benutzen weg räumen, irgendwann muss es gemacht werden. Und da kann dann schon mal geholfen werden.

    Tine mit Perlchen *02.2010 und Junior *12.2013

  • Ich glaube, wir haben ein Definitionsproblem. Für mich ist es nicht 'helfen', seinen eigenen Schlunz weg zu räumen. Da bestehe ich auch darauf. Meistens.

    Und jetzt mal Butter bei die Fische.


    Wie bestehst du darauf? Und was tust du, wenn das Kind dich groß anschaut und sagt: das war ich aber nicht. Du kannst es " nachweisen" aber es besteht darauf, dass es nicht derjenige welcher war. Oder noch besser es sagt," gleich", setzt sich hin, zieht sich in seine eigene Wlet zurück und spielt mit seinen Fingern?

    Wenn das Kind es nicht war, können es wohl nur noch die Katzen oder der Hund gewesen sein. Das ist bei Einzelkindern wohl einfacher.

    ich habe NICHT gesagt, dass alles mit jedem Kind klappen muss. Muss ich mich jetzt dafür rechtfertigen, dass wir da keine Probleme haben? Ich bitte sie darum. Wenn sie sagt "gleich", dann sage ich, dass sie es bitte jetzt machen soll. Ich bleibe dabei, bis sie es gemacht hat. Es kommt aber auch immer mal vor (selten), dass ich halt mal was weg räume, weil sie gerade nicht da ist. Sie lässt aber auch generell recht selten Zeug liegen.

    Ihr Zimmer ist schon wieder ein ganz anderes Thema, aber es ist IHR Zimmer. Im gemeinsamen Bereich mag ich kein herumliegendes Zeug, aber ich habe auch z.B. keinen Partner, der meinem Kind das Sachen liegen lassen vormacht. Wir sind nur zu zweit und ich denke, da ist vieles einfacher.

  • Wie gelingt Euch denn eine Verständigung darauf, was "etwas Schönes für die Familie" ist? Bei uns würde dabei nämlich niemand an Haushaltstätigkeiten denken. Keines der Kinder würde wert darauf legen, beispielweise Schuhe aufzuräumen oder Jacken an die Garderobe zu hängen. Da die Kinder auch zur Familie gehören, könnten diese Dinge also schonmal nicht schön für die Familie sein, weil sie mindestens der Hälfte der Familie gleichgültig sind. So verhält es sich bei diversen anderen Dingen auch.

  • Genau so ist es hier auch.

  • Fräulein Wunderbar und Sandra, mir imponiert Eure Haltung.


    Ich mache hier auch das Meiste selbst. Feste Aufgaben gehen gar nicht. Aber klar definiertes auf Zuruf geht oft erstaunlich gut.

  • Zudem sind sie für gewisse Sachen selbst verantwortlich: ihr Zimmer, ihr Bad, ihre Wäsche, ihre Sport Sachen.

    ich habe hier 2 sehr unterschiedliche kinder, die 15-jährige machte schon ihren kram mit 5 selber. mein 11-jähriger, das ist so eine Sache. sportsachen zb. mache ich zu 90%. sonst kämen wir nirgendhin und die hälfte wäre nicht drin, oder so. er hilft dafür bei anderen sachen sehr viel.

    Tine88: liegen lassen tun sie beide alles und überall, räumen es aber wiederwillig weg wenn ich druck mache. aber von alleine was wegräumen...klappt gar nicht.

    sonja mit Eisprincess (03) + kleinronaldo (06)

  • habe noch ein gutes beispiel: mein sohn fährt mit dem scooter in die schule und auch sonst benützt er ihn viel. seit er scooter fährt halte ich ihn dazu an, ihn danach in den wintergarten zu stellen. klappt nicht. nie. er lässt ihn im gang stehen. wenn ich ihm sage, stelle ihn in den Wintergarten. tut er es, manchmal vergisst er es wieder, ich erinnere ihn daran, er macht es.

    oder ich mache es. ich bin da wohl zu wenig konsequent, keine ahnung.

    sonja mit Eisprincess (03) + kleinronaldo (06)

  • Ja - ich bin ordentlich - ich mag keinen Großputz, wir haben Haustiere, einen Garten, Kinder die viel draußen sind und ein kleines Haus! Das ist einfach Scheiße und kostet enorm viel Zeit wenn man da keinen Grund drin hat! Natürlich belibt auch mal ein Stapel Bücher liegen, klar stehen mal Schuhe im Flur - aber generell - nein - es kostet mich zu viel Zeit.


    Wenn ich allerdings merke, dass es einfach nix bringt, weil das Kind einfach dicht macht oder schlecht zurecht ist ... oder müde ist , lege ich mich auch nicht mit ihm an wegen eine Flasche Sprudel oder Kartoffeln aus dem Keller holen - dazu sind mir meine Nerven zu schade und in der Zeit wo dann lauthals rumdiskutiert wird - kann ich es au h selber machen und die Grundstimmung bleibt bei "ok"

  • Ist es bei euch auch so, dass das Kind beinahe alle Anweisungen bzw. Bitten mit einem NEIN kommentier? In 90-95% der Fälle gibt es diese Antihaltung. Bei der geringsten Anstrengung oder Unlust wird dicht gemacht.

    Das ist soo anstrengend. Besonders weil manches/weniges einfach gemacht werden muss. Mir kommt das immer so vor, wie ein permanentes, massives Grenzen testen.

  • Seid ihr Grundordnung verlangenden Mütter denn alle so ordentlich?

    wenn du meine mutter fragen würdest, nein gar nicht :D


    ich brauch für mein wohlgefühl eine gewisse ordnung in gemeinsamen bereichen. dafür bin ich großzügig bereit mich aus ihren bereichen rauszuhalten, willst du wissen, wie meine mutter reagiert, wenn sie die sieht??? :D dabei räumen sie meinstens auf, bevor sie kommt *gg*


    dazu kommt, dass ich ein großteil der grundordnung übernehmen kann. dann möchte ich auch, dass meine arbeit wertschätzung erfährt. die ist für mich nicht da, wenn sie achtlos damit umgehen. sprich, sie kommen nach hause, ist alles getan und gemacht, obst und süßes und zum trinken steht alles auf dem tisch, wir könnten uns kurz zusammensetzen und unterhalten. davor möchte ich, dass jacken, schuhe und rucksäcke nicht durch die gegen geschmissen werden und bitte die hände gewaschen. ist es so schwer? ja der schultag ist lang, quasi alles ist wichtiger als aufzuräumen, das versteh ich alles und es ist ok, wenn es nicht immer gut klappt. mir würde es reichen, wenn es öfters funktionieren würd.


    ich würde nicht sagen, dass unsere beiden unempathische und schlecht sozialisierte wesen sind aber es geht mir nicht in den kopf, wie sie einfach nein sagen können, wenn sie ihren kram ein- und wegräumen sollen, die sie für die zusätzliche mahlzeit rausgeholt haben, nach dem ich denen kurz davor auf wunsch zwei mal obstteller und auch tomaten-mozzarella-salat gemacht habe. das ist sicher nicht persönlich gemeint und zum teil auch pubertärem gehabe geschuldet aber ich empfinde es trotzdem als gemein.

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl