Liegengebliebene Kleidung im Kindergarten

  • Naja, aber wenn man nach langer Zeit und vielen Ankündigungen die Sachen „entsorgt“, dann haben die ursprünglichen Besitzer halt auch irgendwann Pech.

    Es ist ja nicht so, dass es von einem Tag auf den anderen einfach weggebracht wird, es gab genug Gelegenheit. Und wenn ich mich dann nicht kümmere, dann ist das eben meine Sache. Sollen die Sachen bis in alle Ewigkeit aufbewahrt werden?

    Da sehe ich die Verantwortung schon auch bei den Besitzern.


    Und wenn sich niemand kümmern will und eine Person erklärt sich bereit (sortieren, ordnen, evtl nochmal was waschen), warum soll sie nicht was nehmen? Kommt doch sowieso weg.

    The darkest nights mean you see the stars the most #mond

  • Ja, das sehe ich auch so.

    Wenn im Kindergarten angekündigt wird, dass die Kiste mit den liegen gebliebenen Sachen bald entsorgt wird, schau ich doch mal rein, ob da was von meinem Kind drin liegt.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)

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  • Ich habe das neulich für den Kindergarten-Flohmarkt gemacht. Da habe ich drei Wochen vorher eine E-Mail an alle Eltern geschrieben mit der Bitte, die Kiste durchzusehen, zwei Wochen vorher auf dem Elternabend darauf hingewiesen und einige Tage vorher nochmal per WhatsApp daran erinnert. Dann hat sich das Team, die Dinge herausgesucht, die sie als Wechselklamotten brauchen können und alles andere habe ich nach Namen durchsucht und dann verkauft wenn ich keinen Besitzer zuordnen konnte. Da gehe ich dann tatsächlich davon aus, dass die Dinge niemand mehr vermisst und wenn doch, finde ich, hätten sie mehrere Chancen gehabt, sich zu kümmern.

  • Ich bekomme z.B. viel gebrauchte Kleidung aus der Familie geschenkt - ich weiß nicht, was meine Tante damit machen würde wenn ich sie nicht nehmen würde. Wahrscheinlich würde sie sie spenden. Darf ich dann die Kleidung nehmen?

    Da sehe ich einen deutlichen Unterschied, so wie Elektra es sagt:

    Ich finde, es ist eine andere Situation, wenn jemand mir einen Stapel Sachen bringt und ausdrücklich sagt, ich solle mir nehmen, was ich möchte.


    Und wenn sich niemand kümmern will und eine Person erklärt sich bereit (sortieren, ordnen, evtl nochmal was waschen), warum soll sie nicht was nehmen? Kommt doch sowieso weg.

    Das ist halt die Frage. Hat die Mutter gesagt: "Ich entsorge die Kleidung" oder hat sie gesagt/wurde abgesprochen, dass die Kleidung zur Kleiderkammer oder sowas kommt? Ich habe die Kleidung mitgenommen und mitgeteilt, dass ich sie einkommensschwachen Familien zu Verfügung stellen würde. Das war mal über das Forum und mal über die Kleiderkammer und einmal an eine Kurbekanntschaft, aber immer unter demm Kriterium des geringen Einkommens.


    Wenn aber gesagt wurde: Nimm mit, ist uns egal was Du damit machst, dann kann die Frau tatsächlich damit tun, was sie will, wegschmeißen, verbrennen, selbst nutzen, verkaufen oder spenden.


    Kommt doch sowieso weg, klingt für mich ein wenig abschätzig, ist vermutlich aber nicht so gemeint.


    Zu der anderen Frage, dass manchmal erst nach Wochen auffällt, dass etwas weg ist: Ich habe immer sehr früh angekündigt (abgesprochen war eine Woche vorher, ich hab nochmal nachgedacht, ich hab immer so drei Wochen vorher was ausgehängt), sodass jedes Kind und alle Eltern möglichst noch am Leerungstag morgens die Kiste durchschauen konnten. Was mit Namen versehen war oder sonst zugeordnet werden konnte, habe ich an den Haken gehängt oder mittags beim Abholen den Eltern in die Hand geddrückt. Tatsächlich kam es aber immer mal wieder vor, dass jemand eine Weile nach Leerung nach Kleidung gefragt hat und sich auch geärgert hat, dass ich eine Jacke mitgenommen habe, da müsste man sich doch denken, dass die fehle. Nunja, den anderen fünf Eltern hat die Jacke offentsichtlich nicht gefehlt. Dennoch habe ich die Kleidung nie sofort weitergegeben, sie musste ja auch noch gesichtet und gewaschen werden. Also habe ich durchaus nochmal geschaut, ob das vermisste Kleidungsstück dabei war. Es war nicht ein einziges Mal so, dass ich ein solches gefunden hätte. Trotzdem habe ich z.B. auch über die Sommerferien die Kleidung im Keller stehen lassen.

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Wer Extremitäten hat, kann keine Kugel sein.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

  • ich Fände es völlig in Ordnung, wenn die Person, die sich um wegbringen von Sachen kümmert, sich abgesprochen! etwas davon Aussucht. In verschiedenen Kitas, in denen unsere Jungs waren u in der Grundschule standen solche Fundkisten Monate lang rum . Angekündigt war die Entsorgung immer mehr als früh genug

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    Ernst Ferstl

  • Ich habe diese Aufgabe schon erledigt und mir da auch etwas rausgenommen. Bislang wurde noch nie etwas wieder zurück gefordert. Ich mache, wenn ich was rausnehme, immer vorher nochmal eine extra Ankündigung und frage nach, ob es jemandem gehört und ob es okay ist, wenn ich dies oder jenes nehme. Bislang hatte nie jemand was dagegen. Ich finde es immer wieder total merkwürdig, was da alles scheinbar nicht vermisst wird.

  • Ich finde es immer wieder total merkwürdig, was da alles scheinbar nicht vermisst wird.

    Ja, krass, oder? Ein einzelner Winterstiefel. Ist das Kind im Winter barfuß nach Hause gegangen? Vermutlich in Sprortschuhen.

    Eine Jack-Wolfskin-Winterjacke. (Mit dem Auto abgeholt? Aber was dann?)

    Eine Jeans im Winter. Ich tröste mich mit dem Gedanken an eine lange Sporthose.

    Diverse Jungensunterhosen.

    usw.

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  • Unterhose versteh ich noch. Vielleicht einfach beim kramen in der Ersatzklamotten-Tasche rausgefallen.

    Aber beim einzelnen Stiefel oder - bei uns der Klassiker: Matschkleidung - versteh ichs nicht mehr.

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...

  • Ich sehe auch einen Unterschied darin, ob bewusst eine Spendenaktion zugunsten einkommensschwacher Menschen vereinbart war oder ob es primär darum ging, liegen gebliebene Kleidung, die auch nach vielfacher Erinnerung nicht abgeholt wurde, loszuwerden. Grundsätzlich sinnvoll finde ich, wenn tragbare Kleidung weiter genutzt wird. Deshalb fände ich es für den Fall, dass nicht primär den Spendengedanke im Vordergrund stand, legitm, wenn die Person, die sich der unliebsamen Aufgabe annimmt, sich um die nicht abgeholte Kleidung zu kümmern, etwas davon für ihre eigenen Kinder nimmt.


    In unserem Kiga steht täglich ein Korb mit auf dem Gelände aufgesammelter Kleidung. 2-3 Mal jährlich hängt für längere Zeit ein Zettel aus mit der Bitte, nochmal genau zu schauen, ob davon etwas dem eigenen Kind gehört. Bei uns sind es sehr wenige Sachen, die letztlich nicht abgeholt werden, und die landen dann im Wechselkleidungsfundus des Kiga. Gelegentlich fragt der Kiga auch nach, ob noch eine Familie Kleidungsstücke bestimmter Art übrig hätte für den Fundus. (Gefragt sind gewöhnlich Unterhosen, Socken, Handschuhe und Regenjacken, da Waldkindergarten.)

  • Unterhose versteh ich noch. Vielleicht einfach beim kramen in der Ersatzklamotten-Tasche rausgefallen.

    Nicht mehr in der Grundschule.

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  • Doch, warum nicht. Da gibts auch Kinder die zwischendurch noch Unfälle haben. Oder falls sie nach dem Sport/Radfahren verschwitzz sind. Oder an dem Tag beim Freund/Vater/Oma übernachten. Dann ists halt nicht aus der Ersatztasche sondern ausm Schulranzen gefallen. Oder aus dem Turnbeutel

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...

  • Och, das könnte meinem auxh passieren. Also wenn er nach dem Sport duschen würde zB.

    Danach nicht wiedergefunden und halt ohne gegangen.

    Und da ich den nicht mehr immer ins Bad begleite würde mir das nicht auffallen.

    (Meist haben wir allerdings eher den anderen Fall, dass ich abends feststelle, dass er unter der Jeans noch die schlafanzughose anhat.)


    Hier gehen allerdings eher Sachen verloren, die nicht wieder auftauchen. Dass Eltern nicht mehr in die Schule dürfen macht die Sache nicht einfacher.