Einschlafstillen über Tragen ausschleichen

  • Hallo zusammen,

    Hat das schonmal jemand von euch versucht?


    Grundsätzlich möchte ich meine Tochter noch nicht komplett abstillen - gerade am frühen Abend braucht sie es häufig auch nochmal zum runterkommen, auch nachts und morgens ist es für mich okay (seit kurzem schläft sie etwa 50% der Nächte durch, seitdem ist es eh angenehmer).


    Das Einschlafstillen empfinde ich aber als extrem anstrengend, sie wechselt mehrfach von einer Seite zur anderen, macht mehrere Pausen um Wasser zu trinken, dockt ständig an und ab um mir irgendwas zu erzählen (das ist der unangenehme Teil daran).


    Sie schläft bei mir aber ausschließlich ein wenn ich sie Stille oder beim Tragen (alternativ noch Autofahren, jedoch fände ich es blöd "zum Spaß" Benzin zu verschleudern). Alle anderen Versuche sind bisher in Schreikrämpfen geendet (wortwörtlich bis zum Erbrechen).


    Ich würde jetzt gerne versuchen sie einfach ein paar Wochen lang abends in das Tuch oder die Trage zu setzen und dabei ein paar Arbeiten zu erledigen, damit ich die Assoziation des Einschlafens mit der Brust aufweiche.

    Längerfristig wäre meine Idealvorstellung sie "einfach" im Bett beim Einschlafen zu begleiten.


    Gibt es zu so einem Vorgehen bereits Erfahrungsberichte und vielleicht noch Vorschläge?

  • Ich habe das bei meiner Großen so gemacht. Mir ging das Gehampel am Abend so dermaßen auf den Zeiger, dass ich sie mir auf den Rücken geschnallt und Staub gesaugt habe. Bei den momentanen Temperaturen wäre ja sogar spazieren gehen eine Option, weil man dem Kind nicht so viel überziehen muss.

    Es hat insoweit funktioniert, dass ich nicht mehr genervt war. Das eigentliche Abstillen (bei uns war es das) ging aber trotzdem nur mit Protest.

    Also einfach ausprobieren und schauen ob es die Situation entspannt.

    LG
    blue


    "Manche Menschen haben einen Gesichtskreis vom Radius Null und nennen ihn ihren Standpunkt." (David Hilbert)

  • Ich hab es auch so gemacht. Allerdings haben meine Arbeiten meinen Sohn wach gehalten. Also bin ich ins Schlafzimmer auf den Hoppseball gewechselt. Ging super.

  • Das ermutigt mich :)


    Gestern hat es nicht so recht geklappt - da bin ich aber auch "nur" im Wohnzimmer auf- und abgegangen. Spazieren wäre tatsächlich eine schöne Option (wobei sie derzeit so spät erst einschläft dass es dann vielleicht doch schon kühler ist ...)


    sie schläft nachts nur 9 Stunden (+1-2h -jedoch eher eine Stunde - am Tage), dann ist dir Nacht vorbei daher ist 21 Uhr das früheste was wir versuchen beim Einschlafen - gerade ist es tendenziell eher 22 oder 23 Uhr wenn sie einschläft.


    Genau dieses gehampel dann abends für tw. 2 Stunden bis sie einschläft #rolleyes lasse ich sie bis 0 Uhr wach bleiben, dann schläft sie zuverlässig innerhalb von ein paar Minuten ein - das ist aber im Alltag nicht mit unseren Aufstehzeiten kompatibel #rolleyes. Wenn ich dazu berücksichtige dass ich sie vorher noch Bettfertig mache und wir dann noch ein paar Bücher anschauen, dann bin ich häufig vom Abendessen bis ich selbst schlafengehe beschäftigt um sie zum schlafen zu bringen.

  • Hast du mal probiert den Mittagschlaf wegzulassen oder nach nur einer halben Stunde wieder zu wecken? Wenn das nicht zum totalen Drama führt, könnte es eine Option sein. Sie ist zwar erst zwei, aber bei Wenigschläfern kann es ja schonmal sein, dass der Mittagschlaf nicht mehr wirklich benötigt wird.

    LG
    blue


    "Manche Menschen haben einen Gesichtskreis vom Radius Null und nennen ihn ihren Standpunkt." (David Hilbert)

  • Danke für den Hinweis blue  :)


    Ja, an einigen Tagen (insbesondere wenn viel los ist) klappt das ganz hervorragend, dann kommt sie schnell über den müden Punkt hinaus und schläft dann auch abends früher und sehr unproblematisch ein.


    Häufig ist es jedoch so, dass ich sie mittags bei meinen Schwiegereltern abhole und sie dann recht fix im Auto einschläft. Damit sie zu wecken haben wir eher schlechte Erfahrungen gemacht, sie ist dann sehr nörgelig und man kann ihr nichts recht machen #tuppern


    Allerdings ist sie nach dem Aufwachen vom Mittagsschlaf häufig ähnlich drauf (nur nicht ganz so extrem. Ich habe mir auch schon Gedanken darüber gemacht ob diese schlechte Laune evtl. ein Hinweis darauf sein könnte dass sie das Nickerchen vielleicht nicht mehr lange braucht.

  • Das mit dem nörgelig nach dem Mittagsschlaf kenn ich noch von unserem Großen. Letztendlich war er fast besser drauf über den Tag verteilt, wenn er keinen Mittagsschlaf gemacht hat als mit.

  • Ich habe ihr jetzt nochmals 2 Wochen Aufschub gegeben, da wir im Urlaub sind ;)


    Sie schläft mir hier zu häufig bei den zwischendurch doch recht langen Autofahrten ein.


    Zu Hause in unserem normalen Tagesablauf gelingt es dann hoffentlich!

  • Nachtrag, weil die Hälfte vergessen #rolleyes


    Das Streichen des Mittagsschlafs bzw. Wecken falls sie doch einschläft versuchen wir dann auch nochmal, hier klappt es seltsamerweise ganz gut wenn wir sie zwischendurch wecken müssen #weissnicht

  • Wir haben noch nicht wieder angefangen #tuppern


    Unser Urlaub war sehr anstrengend (meine Eltern...) und hat bei ihr viel durcheinander gebracht.


    Zudem haben ich in den letzten Tagen ganz oft Rückenschmerzen gehabt (vermutlich die Umstellung durch die unterschiedlichen Matratzen? ) so dass ich geplant habe erst Anfang der kommenden Woche (also morgen) wieder zu starten.


    Im Urlaub habe ich sie wieder deutlich mehr getragen als gewöhnlich zu Hause, da hat es ihr sehr gut geholfen runterkommen, ich bin daher optimistisch ;)