Vogelfedern - stelle ich mich an?

  • Hallo Ihr Lieben,


    wie handhabt Ihr das Anfassen von Vogelfedern? Ich versuche zu verhindern, dass meine Dreijährige sie anfasst, aufhebt oder sammelt. Irgendwie ist Vogelfedern = Krankheitsrisiko bei mir fest verankert. Das stößt bei meiner Tochter natürlich nicht gerade auf Verständnis. Stelle ich mich vielleicht an? Weiß jemand vielleicht, wie groß das Hygieneproblem tatsächlich ist? Meine Tochter steckt gern mal ihre Finger in den Mund, und sofortiges Händewaschen ist unterwegs natürlich nicht drin. Wie seht Ihr das?

  • Ich lasse problemlos anfassen, mit nach Hause nehmen usw. Allerdings halten wir ohnehin selber Geflügel was überall rumläuft, Kind geht mit in Stall usw. Wüsste aber auch gar nicht was da passieren soll?

  • genau das wollte ich auch neulich fragen.

    Als ich kind war, durfte ich nie federn anfassen weil *ahhhh. Du wirst krank. Oder sterben. Oder schlimmeres

    Und möpp hatte neulich eine Feder gefunden und mir mitgebracht...

  • Ich sammele auch gerne Vogelfedern #schäm

    Also hier darf jeder sie anfassen und bespielen. Wir waschen halt nach dem Draußensein die Hände. Aber weil wir im Sommer praktisch draußen wohnen und sich die Kinder auch nach Herzenslust direkt im Garten satt essen sehe ich da keine Gefahr. Meine Kinder sind sehr selten krank und bis jetzt hätten wir auch noch keine Würmer oder sonstige Parasiten.

  • wir sammeln auch und fassen an. Mein Mann hatte da anfangs allerdings erzoehungsbedingt echte Probleme mit. Krank wurde hier noch nie jemand davon.


    Unsere Kinderärztin meinte das wäre kein Problem, man solle sie halt nur nicht unbedingt anfassen wenn sie offensichtlich total dreckig und verkelbt sind.

  • Aus meiner Kindheit kenne ich einen reichhaltigen Schatz an Handlungsvorschriften (auf deren Einhaltung aber nicht wirklich bestanden wurde), wie z.B. nach Eis nicht trinken, nach Apfel/Kirschen nichts trinken, das gibt nämlich beides Bauchweh, nicht auf der kalten Mauer sitzen, das gibt nämlich Blasenentzündung usw. Dennoch ist mir das mit den Federn noch nie untergekommen.


    Meine Kinder (und ich selbst) haben nach Herzenslust Federn gesammelt, mit nach Hause genommen usw. Ausnahme war, wenn der tote Vogel noch dranhing. Und auch das nicht so sehr streng - ich habe mal einem von einem Auto relativ frisch erlegten Bussard ein paar Federn stibitzt. Das ist nämlich mein Krafttier, und ich hätte nicht gewusst, wie ich sonst an Bussardfedern hätte rankommen sollen. Die Federn habe ich seitdem immer in meinem Geldbeutel.


    Beste Grüße

    Sabine

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Tatsächlich ist das hier auch immer für MICH ein Problem gewesen. Meine Töchter haben das mittlerweile verinnerlicht, obwohl ich mir ebenfalls nicht sicher bin, ob das tatsächlich, auch außerhalb meiner wirren gedanken und empfindungen aus eigener Kindheit, wirklich ein Problem darstellt.


    Aber selbst ich denke halt, die Feder auf def Straße.... an sich vllt kein Problem. Aber weiß ich, wie lange sie dort liegt? Hundepipi daran ist für mich auch nicht schön, eben weil man sich nichtdirekt due Hände waschen kann...

  • in unserem Wald-Kiga war damals während der Vogelgrippe-Hochsaison mal Federn anfassen verboten. Da hatte ich schon mal recherchiert dass es inhaltlich nicht wirklich zu halten ist. Also hier keine Einschränkungen bzgl. Federn und drei sehr gesunde Kinder.

  • Bei uns hier in der Stadt sind es halt zu 99 % Taubenfedern, und in mir steckt echt tief drin, dass Tauben drölfzigmillionen Krankheiten, Parasiten etc. übertragen. Was sich sonst noch so darauf von „außen“ befinden könnte (Hundepipi etc.) blende ich eher aus, sonst müsste ich ja auch bei jedem Stock einschreiten... und dann könnten wir echt nicht mehr das Haus verlassen...

  • Aus meiner Kindheit kenne ich einen reichhaltigen Schatz an Handlungsvorschriften (auf deren Einhaltung aber nicht wirklich bestanden wurde), wie z.B. nach Eis nicht trinken, nach Apfel/Kirschen nichts trinken, das gibt nämlich beides Bauchweh, nicht auf der kalten Mauer sitzen, das gibt nämlich Blasenentzündung usw. Dennoch ist mir das mit den Federn noch nie untergekommen.

    Hier genauso, jedoch inklusive Vogel-bloss-nicht-anfassen-sonst-was-weiss-ich. Das bezog sich aber soweit ich mich erinnern kann auf Taubenfedern. Es hiess immer, dass Tauben so viele Krankheiten uebertragen und du sterbenskrank wirst, wenn du eine Feder anfasst.

  • Hach! Das hab ich mich auch schon lange gefragt. Nun bin ich in den 70ern Kind gewesen und damals wurde ja echt alles desinfiziert, was nicht bei 3 auf dem Baum war. (Warum wohl hat gerade meine Generation erstmals so furchtbar viele Allergien?)


    Werde also künftig fröhlich Federn sammeln. (Meine Kinder hab ich mit etwas Bauchweh meist gelassen, aber danach gut die Hände waschen geschickt - ich find ja, ab und zu gründlich Hände Waschen kann nicht so verkehrt sein...), werde da künftig entspannter sein.


    Was die Taubenfedern angeht ( sophiek ), Tauben können Taubenzecken haben und die übertragen, heißt es, Krankheiten der fieseren Art. Deshalb soll man nicht dulden, wenn Tauben z.B. auf dem Balkon nisten wollen, die Zecken kämen ins Haus. Ob das übertrieben ist? Aber die Zecken sitzen doch vermutlich, wie andere Zecken auch, eher in der Haut und nicht auf den Federn rum oder?


    Edit sagt nach kurzem Googeln: Nachgewiesen wurde bisher nur, dass Taubenzeckenbisse wie etwa Insektenstiche allergische Reaktionen auslösen können, es gibt Verdachtsfälle für eine andere Erkrankung. Insgesamt seien Taubenzeckenbisse beim Menschen aber superselten und diese Viecher übertrügen im Gegensatz zu anderen Zecken nix an pathogenen Keimen.


    Scheint wohl auch ein übertriebener Hype zu sein.


    Hinterherrufen möchte ich noch, dass an der Küste, wo ich letzte Woche war, ausdrücklich vor den Füttern von Möwen gewarnt wurde, nicht, weil die Krankheiten übertrügen, sondern weil die eh schon zu sehr die Scheu vor Menschen verloren haben. Habe selber gesehen, wie eine riesengroße Silbermöwe im Kamikazeanflug einer Touristin das angebissene Crepe aus der Hand gerissen hat und damit getürmt ist. Wow! (Vielleicht hatte die Touristin einen Infekt, mit dem sich jetzt die Möwe infiziert hat? Sorry, OT).

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    (#maleSchnupp ist 17, #maleSchnüppchen 11)



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  • Wir haben immer Federn gesammelt und angefasst. Ich als Kind und meine Kinder heute. Es gab nie Probleme. Allerdings wohnen Wir auf dem Land und die Kinder sind eh viel draussen, dreckig, fassen Alles an. Ich kann nur sagen, dass ich als Kind sehr selten krank war und auch meine Kinder sehr gesund sind. Daher halte ich nicht viel von überzogener Vorsicht.

  • V.a. Tauben können schon böse Krankheiten übertragen. Salmonellen oder v.a. Papageienkrankheit (die echt kein Spass ist). Und durch die Dichte wo sie zusammenleben stecken die sichvauch gegenseitig ständig an.


    Ich wurde erzogen, dass man keinerlei Federn anfassen durfte (auch Kind der 70er). Inzwischen bin ich nicht besonders scharf drauf aber wenn Sohni Federn von anderen Vögeln als Tauben bringt, werden die Hände daheim gut gewaschen, die Feder unter Wasser abgespült und mit Desinfektionsspray eingesprüht (eines der wenigen Zwecke ausser MD-Virus wo ich das verwende)

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...


    Die besten Freunde sind nicht die, die Dir schmeicheln sondern die, die Dir die Wahrheit sagen. ;)



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  • Hinterherrufen möchte ich noch, dass an der Küste, wo ich letzte Woche war, ausdrücklich vor den Füttern von Möwen gewarnt wurde, nicht, weil die Krankheiten übertrügen, sondern weil die eh schon zu sehr die Scheu vor Menschen verloren haben. Habe selber gesehen, wie eine riesengroße Silbermöwe im Kamikazeanflug einer Touristin das angebissene Crepe aus der Hand gerissen hat und damit getürmt ist.

    Das hatte ich schon vor 25 Jahren meinem Freund beibringen wollen. Der in Schottland die Möwen munter mit Pommes fütterte #flop. Ich hatte eeeeeendlich mal etwas Vegetarisches ergattert, eine Frühlingsrolle, und aß die genüsslich aus der Hand, da kam tatsächlich so ein dreistes Vieh und klaute sie mir #sauer. Boah, war ich sauer auf meinen Freund, dass er das mit dem Füttern trotz meiner Warnung nicht gelassen hatte, und dass die Möwe dann nicht fairerweise ihm was geklaut hat, sondern mir.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Ich erinnere mich auch noch bestens an die Warnungen meiner Oma, was alles passiert, wenn man Federn anfasst ... Ist aber alles nie eingetreten, ich habe in der Hinsicht nie auf sie gehört.

    Tante Google sagte mir dann mal, dass das Risiko, sich an einer Feder etwas zu holen, sehr gering bis allein rein theoretisch möglich sein soll.


    Das Bedenklichste im täglichen Leben soll angeblich Geld sein.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Das Bedenklichste im täglichen Leben soll angeblich Geld sein.

    Marx gelesen:)?


    Ich glaube, daß Idealismus nicht nur schöner, sondern im Ergebnis auch realistischer als jeder schlaue, zynische »Realismus« ist. Indem die sogenannten Realisten solche einfachen Ideen wie gut und böse, Anstand und Verbrechen ignorieren, sind sie bereit, mit dem Teufel Geschäfte zu machen, der sie natürlich erst recht überlisten und betrügen wird.


    Erika Mann

  • Und Computertastaturen angeblich

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...


    Die besten Freunde sind nicht die, die Dir schmeicheln sondern die, die Dir die Wahrheit sagen. ;)



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  • Aber nur, wenn sich Geld und Vogelfedern zwischen den Tasten finden.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Das ist ja interessant, dass das so uneinheitlich ist. Ich glaube, dass ist auch das Problem meiner Tochter, sie sieht nämlich genug Menschen, die das anders handhaben, und in der Kita wird das, habe ich den Eindruck, auch lockerer gehandhabt als bei uns. Ich glaube, ich wäre bei einer Feder, die im Eald gefunden wird, auch irgendwie entspannter als bei diesen Taubenfedern in der Fußgängerzone...