Vogelfedern - stelle ich mich an?

  • Aber nur, wenn sich Geld und Vogelfedern zwischen den Tasten finden.

    Nee, das Problem ist wohl die Kombi aus Keimen die man an den Fingetn hat (Niesen, Toilettengang, Türklinken, ...)und Näheboden (Brotkrümel, Hautschuppen, ...)

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...


    Die besten Freunde sind nicht die, die Dir schmeicheln sondern die, die Dir die Wahrheit sagen. #blume

  • Interessant.. bin auch ein 70-er Jahre Kind. Desinfiziert wurde bei mir nichts, ich durfte alles anfassen und war sehr viel draussen (Landei quasi)...


    Meine Kids dürfen Federn einsammeln soviel so wollen (Land, Taubenfedern haben wir hier eher selten).

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • "Ängste wegen möglicher Infektionen muss man nicht haben. Weder Vogel- noch Schweinerippe-Erreger haften an den Federn und sie würden sich dort zudem nicht halten. (...) Jedoch sollte man, wenn man mit gefundenen Federn oder mit sonstigen Vogelresten umgeht, nicht gleichzeitig sein Frühstücksbrot essen. Wenn man mit der Untersuchung fertig ist, kann es außerdem nicht schaden, sich die Hände zu waschen." (H-H. Bergmann, Die Federn der Vögel Mitteleuropas - Ein Handbuch zur Bestimmung der wichtigsten Arten)


    Ein Zitat von jemandem, der Feder-Profi ist. Und der vermittelt, dass Federn ein total faszinierendes Thema sind! Wer sich gut damit auskennt, kann oft anhand einer einzigen Feder sagen, von welchem Vogel sie ist, an welcher Position sie sich im Flügel befindet, ob sie von einem Männchen oder Weibchen stammt, Jung- oder Altvogel, und was er/sie im Leben schon so hinter sich hatte. Außerdem sind viele Federn einfach wunderschön!


    Zurückhaltend bin ich nur dann, wenn noch ein Vogel an den Federn dranhängt (das ist mein erzieherisches Relikt aus Kindertagen: Niemalsnie Tierleichen anfassen, weil man sonst sofort selbst tot umfallen wird, mindestens!!!) und bei leeren Vogelnestern oder der Nistkastenreinigung (weil darin tatsächlich viel Kleingetier hockt, was ich nicht unbedingt in meinem eigenen Bett haben will). Da wasche ich mir anschließend bewusst die Hände.

  • Ich würde aber mal davon ausgehen, dass der alle anderen Vogelarten meint aber keine Stadttauben. ;) Kann mir nicht vostellen, dass der Tauben so wahnsinnig spannend findet. Bei VOgelfedern im Wald hab ich auch keine Bedenken.

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  • Ich frage mich, wie man Kindern wirkungsvoll und nachhaltig verbieten könnte, irgendwas aufzusammeln? Das meine ich ganz ernst! Das passiert doch einfach so beim Spielen, das was angefasst wird (mal ganz abgesehen von dem, was sie anfassen wenn wir in öffentlichen Verkehrsmitteln so anfassen oder anderswo draußen/unterwegs)


    Wir haben hier sehr schöne Sammlungen von Stöcken, Federn, Muscheln, Resten von schnüren, Steinen etc.


    Meine Kinder waschen sich nur sehr selten die Hände, wahrscheinlich nicht mal regelmäßig nachdem sie auf dem Klo waren (nein, ich kontrolliere das nicht ständig). Beigebracht habe ich es ihnen mal, aber ich glaube sie finden es nicht so wichtig. Sie sind recht gesund und robust.

    k. (*1979) mit p. (*02/2006), k. (*09/2008), h. (*12/2010) und f. (*09/2015)

  • Ich meine, ich hatte das hier im Forum mal aufgeschnappt, dass rumliegende Vogelfedern mindestens tödlich sind.

    Schön, dass ich mich jetzt entspannen kann. Wie braten schon schrieb, ich konnte das Kind nicht wirksam davon abhalten irgendwas aufzusammeln.

    Wer nicht zuweilen zu viel und zu weich empfindet, der empfindet gewiss immer zu wenig.
    Jean Paul


  • braten : na ja, so wie ich halt andere Verbote und Gebote versuche durchzusetzen, die jetzt kein unmittelbares Eingreifen wegen Lebensgefahr erfordern (auf die Straße laufen o.ä. ): Ich erkläre, erinnere, ermahne ggf. und hoffe, dass meine Tochter sich daran hält. Wenn ich direkt daneben stehe, dann erinnere ich daran: „Oh, die Feder bitte nicht anfassen“ o.ä. Natürlich stehe ich nicht immer daneben, aber grundsätzlich versteht meine Tochter schon, dass ich das nicht möchte und sagt z.B. von sich aus beim Anblick einer Feder, dass sie sie nicht anfasst. So wie sie auch weiß, dass sie nicht in den Hundehaufen fassen soll.

  • Danke für diesen Thread. Ich durfte als kind (der späten 70er) mit Vogelfedern spielen und habe das auch oft und gern getan. bei meinen kindern reagiere ich aber seit der Vogelgrippe tatsächlich ziemlcih hysterisch. Und wenn ich sehe, wie mein Sohn sich mit der Feder genüsslich durchs gesicht fährt, weil es sich so toll anfühlt, bekomme ich Würgereiz. Ich schwör, ich bin sonst gar nicht so....

    Aber dank dieses Threads werde ich in Zukunft mal versuchen, das ganze etwas entspannter zu sehen #yoga

  • Nun bin ich in den 70ern Kind gewesen und damals wurde ja echt alles desinfiziert, was nicht bei 3 auf dem Baum war.

    Hier ein 70er/80er Jahre Kind, das Federn aufsammeln durfte.

  • Ich durfte bei Oma am Land - aber bei meiner Mutter nicht. Oma hat aber auch nix desinfiziert, Mutter alles.

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  • Lustig, ich hab mich da auch angestellt, als das Kind klein war, obwohl meine Mutter uns in den 70ern aber wirklich alles hat anfassen lassen. Irgendwann kam sie mit meinem Kind aus dem Wald, beide glücklich, mit gefundenen Federn und sogar einem ollen Knöchelchen bestückt... und erstaunlicherweise leben sie beide noch. Seitdem bin ich da auch entspannt. Es sei denn, der tote Vogel hängt noch an der Feder.

  • Ich fände ja eine Umfrage gut zu Stadt vs. Land was das Thema angeht.

    Ich bin ein Landei und habe als Kind munter Federn und Kleintierskelette gesammelt.


    Wenn mein Kind jetzt aus dem Wald mit einer Bushardfeder wiederkäme wäre das kein Problem für mich.

    Auch ein Mauseskellet aus dem Wald fänd ich nicht tragisch.


    Aber eine Taubenfeder aus der Fußgängerzone? Ihhhh bäääh.

    Das ekelt mich schon beim dran denken.


    Unser Umgang ist folgender: der 3jährige darf sie sammeln und mit nach Hause nehmen. Dort darf er sie zu den anderen Federn dekorativ in den Blumenkasten stecken und danach muss er Händewachen. Klappt hier gut.

    Lg

    Annanita


    "...baaald seid iiihr groooß, und könnt aaa-lles a-llein,

    aaaber biiis daaann schlaaaft ihr hiiier bei miiiir eiiiin."

    *träller*


  • ebenfalls ein Kind der 70er.

    Gespielt in Stall und Scheune, auf Kühen geritten, im Dreck gespielt und jeden Tag dreckig und stinkend heim gekommen.

    Desinfiziert wurde hier nichts.


    Aber vogelfedern waren ein absolutes no go#freu#rolleyes

  • Ich habe damit auch echte Probleme. Wir haben es so gelöst, dass das Kind sie sammeln darf und einzelne dürfen auch in die Wohnung (genauso wie Stöcke und Steine nur einzeln dürfen. Die bilden hier sonst Absperrungen und das Kind spielt wieder "Lagerfeuer" mit Holz nachlegen).

    Aber ich möchte sie nicht in der Nähe von mir haben (Kind hält einem jeden Fund 10 cm vor die Nase). D.h. Bewunderung gibt es dafür nur vom Papa (und ich werde angegrinst und als Spinnerin angesehen ;) )

  • Ich sammel selbst Federn, bastel sogar damit.

    Ich achte halt drauf, dass sie nicht schmutzig ist und wasche sie ggf zuhause kurz ab. Hier sind überall Federn, Steine, Holz, Zapfen, Samen, Gräser usw. mehr oder minder dekorativ verteilt.

    Aber auch ich bestätige, dass ich einen großen Unterschied zu Stadtvögeln sehe. Die Natur ist viel sauberer.

  • Mein Vater hatte Brieftauben und ich bin sozusagen im Taubenschlag großgeworden... Von daher wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass Federn etwas anders als schön sein könnten....


    Ich habe als Kind natürlich auch Federn gesammelt und saubergemacht und viel Kontakt mit den Tieren gehabt, es gab sogar welche, die aus meinem Mund Erdnüsse geholt haben :)

    Ich liebe Tauben schon immer, auch Stadttauben finde ich toll, es sind doch immer noch Vögel.. Und es gibt so wunderschöne Farbschläge...


    Wir hatten letztes Jahr eine Ringeltaube auf der Straße aufgelesen, die nicht mehr fliegen konnte, und zu einer Wildvogelhilfe gebracht, die vor allem Tauben aufnimmt.

    Die Frau hat die Taube untersucht, während ich dabei war und das Fundprotokoll aufgenommen, und dann auch erzählt, dass es Leute gibt, die Angst haben, sich mit Krankheiten bei den Tauben anzustecken, sie fand das sehr abwegig...


    Wenn man auf etwas Hygiene achtet und sich regelmässig die Hände wäscht, ist das alles halb so schlimm.


    Ich habe ja Kaninchen in der Wohnung, die E. Cuniculi-Träger sind, das ist eine Zoonose, bei Kanichen weit verbreitet, und theoretisch auch auf Menschen übertragbar. Nachgewiesen wurde ein Ansteckung aber nur bei Einzelpersonen, die aufgrund von Erkrankungen kein bzw. ein sehr schwaches Immunsystem hatten, z.B. durch HIV.

    Wenn mich Gastkinder fragen, ob sie sich anstecken können (weil unser Sohn manchmal von der Krankheit erzählt), sage ich "ja, aber nur wenn ihr das Kaninchenpipi trinkt" :)


    Und vor kurzem im Supermarkt hat neben mir ein Vater seinem älteren Sohn erzählt, dass die meisten Keime auf dem Display vom Smartphone zu finden sind, das hatte ich auch schon gelesen, lt. diesem Artikel sind auf dem Smartphone mehr Keime als auf einer üblichen Klobrille:


    https://www.sueddeutsche.de/pa…n-wisch-und-weg-1.3309777


    Geld ist auch verkeimt, und Türklinken erst, besonders auf öffentlichen Toiletten ;)


    Mein Sohn hat übrigens schonmal Wasser aus einer Regenrinne getrunken als Kleinkind und auch schon aus einer Pfütze und in der U-Bahn den Türöffner abgeleckt... Federn hat er noch nie abgeleckt...


    Hier hatte mal jemand geschrieben,dass Feder sammeln in Kigas verboten ist, weil dort Milben dran sein können. Ich vermute aber mal, dass die Milben die Feder recht bald verlassen, sobald keine Taube mehr dran ist.. Und vermutlich sind diese Milben auch eher weniger an Menschen interessiert...


    Edit, ich bin auch ein Kind der 70er, bei uns gab es keinen Hygienewahn, aber jede Menge Tiere, auch im Kinderzimmer, und ich habe immer draußen im Dreck gespielt...

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