Mein kleiner Bub (22 Monate) will nichts essen :(

  • Hi ihr lieben Raben,


    mein Sohn wird im Oktober zwei und will nichts recht essen.

    Er mag gerne Chips, Cracker, schokolade, eis, Wiener, no name fruchtzwerge und zwieback.

    Warmes essen geht gar nicht.

    keine nudeln, keine kartoffen, kein gemüse. auch kein obst.

    phasenweise hat er mal pfirsiche gelutscht (letzten sommer allerdings) oder bananen stückchen weise gegessen (vor drei monaten).

    aber ich kann mit seinem ernährungsplan nicht leben.

    das sind alles dinge, vom zwieback mal abgesehen, wo ich sage, mal ist das ok. aber davon kann keiner leben.


    ansonsten will er die brust. brust geht fast immer.


    und ich will nicht mehr.


    ich will irgendwie gerne mal mich abends hinsetzen und einen glühwein trinken. ich möchte gerne wieder gefühl in der brust haben (das dauerte bei den anderen fast ein jahr nach dem abstillen). irgendwie hätte ich meinen körper gerne wieder für mich. davon abgesehen, dass fast zwei jahre voll stillen einfach schlaucht - zwischenzeitlich war ich dauerkrank und auch wenn das besser geworden ist, bin ich zunehmend anfälliger für allerlei pilze, die ich nicht haben will, meine nährstoffe hätte ich gern für mich!

    aber ich kann ihn doch nicht abstillen, wenn er nix isst. von würstchen kann doch keiner leben?!


    ich weiß auch nicht mehr recht, wen ich fragen soll. meine kinderärztin meinte das letzte mal, ich solle ihn mit einem handtuch knebeln und zwangsfüttern. ich frage besser nicht noch mal.

    es fällt mir gerade schwer zu glauben, dass sich das von allein irgendwann ändert und er interesse am essen bekommt.


    neulich wollte die große schwestern ihn füttern und hat ihm unerlaubter weise ein stück melone in den mund gesteckt, daraufhin hat er umgehend den zuvor verspeisten keks wieder hochgewürgt. ich weiß nicht, ob er vielleicht körperlich ein problem haben könnte? die reaktion hatte er schon vom ersten breilöffel an - bei JEDEM löffel im mund, den er nicht selbst und freiwillig reingesteckt hat, fing er fürchterlich an zu würgen...


    generell um seine versorgung scheine ich mir keine sorgen machen zu müssen, er ist propper,recht groß und sieht gut genährt aus.

    nur ich mag langsam nicht mehr. ich will, dass er was isst, bevor ich beim stillen anfange, aggressionen zu bekommen.

    Carpe Diem. Das Leben ist zu kurz, um es zu verschwenden.

  • Wie häufig stillst du denn? Es hört sich so an, als würde er alles aus der Milch aufnehmen. Hast du schon mal tagsüber reduziert? Ich denke auf jeden Fall, dass du die Milch langsam reduzieren kannst und er sein Essverhalten dann anpasst.

  • Was für eine (Kinder)Ärztin habt ihr denn??? #blink Ist sie verrückt?


    Doch er wird sich davon ernähren u überleben können. Du wirst sehen, es werden sich hier viele melden, die ähnliche Erfahrungen mach(t)en.


    Unser kleiner hat sich Monate lang vom Toastbrot mit Mandelmus u Äpfeln ernährt plus stillen. Als ich hörte, dass er Paprika gegessen hat, hab ich fast geweint.


    Und zum stillen gehören immer zwei. Wenn du es nicht mehr magst, würd ich das stillen erst ein mal deutlich reduzieren. Nur morgens, nur abends (gut Gerad vielleicht nicht so gut die Idee :D) nur zuhause, nur im Bett usw.


    Trau dich! Alles gute euch beiden

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • ui, da muss ich rechnen...

    zum einschlafen fast immer. ganz grob vormittags 3-5 mal und nachmittags um die drei mal und nachts in guten nächten 2 mal, in schlechten nach oben offen...


    wenn es heiß ist, trinkt er nachmittags vor allem wasser und da reichen ihm dann irgendwie zwei kekse. am sonntag hat er von 11 bis 19 uhr nicht getrunken - aber eben auch nichts als ausgleich gegessen... mit dem wetter kommt das so ähnlich öfter vor...

    Carpe Diem. Das Leben ist zu kurz, um es zu verschwenden.

  • Mein weigessendes und viel lieber stillendes Kind ist ja knapp 18 Monate alt gerade.


    Hier klappt gut:

    - Wenn ich regelmäßig ganze Tage weg bin. Beim Papa isst er viel mehr

    - Nicht aufgeben. Er mochte lange Zeit garkein Obst. Und nachdem wir es ihm zum 220. Mal angeboten hatten (also ihm was davon auf seinen Teller gelegt) hat er auf einmal angefangen es zu Essen.

    - Er isst Obst am Liebsten Gefroren und Gemüse gerne roh. Am liebsten Möhren.

    - Und bei uns ist es so rum: je weniger ich stille, je mehr isst er. Er wird nämlich vom Stillen ziemlich satt. Also sage ich ihm immer öfter, dass die Milch "alle alle" ist und tröste ihn dann. Und dann isst er mehr.


    #knuddel ich kann dich gut verstehen. Ich bin hier auch schon verzweifelt.

    Lg

    Annanita


    "...baaald seid iiihr groooß, und könnt aaa-lles a-llein,

    aaaber biiis daaann schlaaaft ihr hiiier bei miiiir eiiiin."

    *träller*


  • Oh je Du Arme, das klingt körperlich und psychisch echt anstrengend...

    Ich habe das Glück, eine Allesesserin zu haben. Aber vielleicht darf ich trotzdem eine Idee da lassen: Neben dem weniger Stillen würde ich mal ein paar Wochen auf “Buffet“ umsteigen. Also zu den Mahlzeiten alle möglichen (und unmöglichen! Kinder mögen nicht unbedingt kindertaugliches Essen, meins liebt Oliven und Harzer Käse...) Dinge in Fingerfood-Form auf den Tisch bringen. Obst, Gemüse, Käse, Antipasti, Dips, Obst, Grissini, alles was Dir einfällt und akzeptabel wäre. Grade die Grillsaison ist dafür ja ideal. Und dann nix groß anpreisen oder aufdrängen, sondern einfach mit allen anderen Familienmitgliedern genießen, als tolles Festmahl.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass das in dem Alter zieht.

    ~~ Luxa


    Sometimes something will change and that change

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    Stronger people stand up for others.


  • Mein Kind wird demnächst 4, ist seit dem Frühjahr abgestillt und isst in etwa die gleiche Auswahl wie deins. Warm wird komplett verschmäht, Obst geht nur Banane und püriert ein bisschen mehr.

    Abstillen hat keine Erweiterung im Speiseplan gebracht, Mundmotorik - Training bzw. Logopädie brachte bisher auch nicht mehr Variation auf den Speiseplan.

    Er würgt und kotzt immer noch, sollte man versuchen ihm etwas Neues schmackhaft zu machen. Oder er selbst aus Versehen etwas ''Falsches'' erwischen. Dafür war es auch als Baby nie gefährlich, dass er Dinge in den Mund nimmt.
    Meine Erklärung: Sehr große Mandeln - HNO wartet noch etwas ab, denkt aber über OP nach, Rachenmandel auch vergrößert. Sobald er mal wieder erkältet ist, stört ihn beim Essen noch viel mehr ... und die Speisekarte reduziert sich auf Weißbrot und Joghurt.

    Ansonsten bin ich einfach ratlos, Kind 1 war immer schon Allesesser und ich habe bei Nummer 2 nichts anders gemacht, auch bzgl. Stillen.


    Also ich lese hier auch mal mit :)


    Stillen fand ich zum Schluss einfach nur noch Mega anstrengend, an Erkältungs- und Kranktagen hat er auch mit 3 noch versucht vollzustillen und mir einen erneuten Milcheinschuss durchs Clustern beschert. Jetzt vermisse ich an diesen "Garnichts Essen will Tagen" die Stillmöglichkeit schon ein bisschen.

    Signatur macht Urlaub

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von verdandiswort ()

  • Mein Sohn (8 Jahre) isst auch nur ungesunde Sachen und reagiert schnell mit Würgen, solange ich ihn noch gestillt habe (bis 5 1/2 ) habe ich mir keine Sorgen gemacht, aber ich war auch so durch mit dem Stillen (weil er beim Stillen genau so fordernd war, wie überall) und er hat nach dem Abstillen nicht mehr Auswahl gegessen sondern eher weniger (allerdings große Mengen).


    Mit knapp 2 kann sich aber noch viel ändern.


    Glühwein trinken kannst du allerdings trotzdem, die Mengen, die in die Milch über gehen sind so gering, dass sie nicht schändlich sind.

  • Glühwein trinken kannst du allerdings trotzdem, die Mengen, die in die Milch über gehen sind so gering, dass sie nicht schändlich sind.

    DAS wär mir jetzt allerdings wirklich neu #confused

    ~~ Luxa


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  • Hast du Sorge dass er zu wenig Nährstoffe/Vitamine usw bekommt?


    Da er ja Eis mag, vielleicht versuchst du es mit püriertem gefrorenen Obst als Eis? Bananen in Scheiben eingefroren als Basis, etwas Nussmus und gefrorene Beeren/ Mango/Kakao ergibt ein leckeres cremiges gesundes Eis. Jetzt im Sommer perfekt. Und du hast jede Menge Obst im Kind. Nussmus hat viele Kalorien. Dass er gerade wenig isst ist bei den Temperaturen irgendwie verständlich.

    Cracker, Kekse, Chips usw. und auch das Stillen usw würde ich versuchen successive weniger anzubieten und mal schauen ob da nicht der Hunger irgendwann kommt und auch andere Sachen gegessen werden.


    Gute Nerven und das Vertrauen ins Kind, dass es tatsächlich irgendwann ganz "normal" mit isst.

  • Glühwein trinken kannst du allerdings trotzdem, die Mengen, die in die Milch über gehen sind so gering, dass sie nicht schändlich sind.

    DAS wär mir jetzt allerdings wirklich neu #confused

    Muttermilch hat denselben Alkoholgehalt wie das Blut der Mutter. Eine Stillmahlzeit nach einem Glas Glühwein ist daher wohl etwa mit einer reifen Banane gleich zu setzen.


    In der Schwangerschaft sieht es natürlich anders aus: der Fötus hat den selben Blutalkoholgehalt wie die Mutter. Und da ist 0,5 Promille nicht wirklich erstrebenswert.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ja, ok, wenn wir von einem Glas reden, mag das tolerabel sein. Für mich klang das nach "Glühwein kannste trinken [egal wie viel]", und da war ich doch irritiert, denn Glühwein unterscheidet sich ja nicht von anderen Alkoholika... (Klugscheissmodus Ende)

    ~~ Luxa


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  • Den Umkehrschluss mit dem Obst verstehe ich nicht. Für mich heisst das dann nicht, dass man dann ruhig Alkohol trinken könne, weil Obst ja auch welchen hat und sooo gesund ist, sondern ich stelle dann in Frage, ob man dann das Obst nicht auch besser weglässt, weil Obst mit Alkoholgehalt schon beim Schreiben Würgreflex bei mir auslöst. Als Konsequenz gibt es Zuhause keinen Apfelsaft mehr, als Beispiel.

  • Dennoch bleibt es bei der Tatsache: Alkohol in der Schwangerschaft ist nicht dasselbe wie Alkohol während der (Lang)Stillzeit.


    Dieses extrem rigorose "Stillen heisst vor allem Verzicht" finde ich nicht gerade besonders förderlich...


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • ich liege nach einem glas Glühwein unterm Tisch, ich kann nicht viel trinken, aber es ist lecker...


    Ich recherchiere noch mal;)


    Eis ist ne idee. Probier ich!


    Später mehr ;)

    Carpe Diem. Das Leben ist zu kurz, um es zu verschwenden.

  • Das stimmt natürlich, Talpa - ich würde dann allerdings eher auf eine gute App hinweisen, die einem die Kombination aus Trinken und Stillen ermöglicht, ohne die berühmten vergorenen Bananen auspacken zu müssen #freu (damit hab ich fast ein Jahr lang sehr entspannt gestillt)

    ~~ Luxa


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  • Wurden bei deinem Kind mal alle Eisenwerte bestimmt? Also nicht nur Hb?


    Eisenmangel kann sich durch mangelnden Appetit äußern.

    Grüße von Trüffel mit großem J (*06/2010) und kleinem J (*10/2013) und einem sehr großen J (*xx/197x #cool)

  • Das stimmt natürlich, Talpa - ich würde dann allerdings eher auf eine gute App hinweisen, die einem die Kombination aus Trinken und Stillen ermöglicht, ohne die berühmten vergorenen Bananen auspacken zu müssen #freu (damit hab ich fast ein Jahr lang sehr entspannt gestillt)

    Warum tust Du das dann nicht einfach? #weissnicht


    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sehr viele Menschen keine Ahnung haben, worin überall natürlicherweise Alkohol drin ist und dementsprechend tatsächlich mit dem Vergleich: "Bananen lässt Du das Kind ja auch essen" etwas anfangen können.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich habe gerade meine Werte in den Promille Rechner eingegeben. Nach 3 Gläsern Wein (für mich wäre das viel zu viel) wäre bei maximal 1,5 Promille. Das vorgeschlagene Bananeneis hat mehr (auch wenn es nicht aus überreifen Bananen gemacht worden ist).

  • Ich habe gerade meine Werte in den Promille Rechner eingegeben. Nach 3 Gläsern Wein (für mich wäre das viel zu viel) wäre bei maximal 1,5 Promille. Das vorgeschlagene Bananeneis hat mehr (auch wenn es nicht aus überreifen Bananen gemacht worden ist).

    ;)

    Das versteht sich ja irgendwie auch von selbst, dass 1,5 Promille nicht wirklich ideal sind, um noch auf Kinder aufzupassen.


    Aber eben, das Prinzip meinte ich. Wir geben unseren Kindern eine Menge mehr alkoholhaltiges Essen, als sie bei einer Stillmahlzeit zu sich nehmen, wenn die Mutter ein kleines Glas Glühwein getrunken hatte.


    Liebe Grüsse


    Talpa