Impfberatung erbeten - gebärmutterhalskrebs

  • Das Duracellmädchen hat mich gestern gefragt, wann sie denn gegen gebärmutterhalskrebs geimpft wird.sie will keinen Krebs bekommen!


    Sie hat wohl mit ner Freundin gesprochen, die jetzt geimpft wurde.


    Ich weiß nicht, ob das sinnvoll ist. Ich habe eher hier gelesen, dass damit mehr die Interessen der Pharmaindustrie unterstützt werden und die Wirksamkeit nicht wirklich erwiesen ist.


    Wo bekomme ich denn seriöse Informationen her. Ich muss das ja mit dem Duracellmädchen besprechen und mit ihr gemeinsam ne Entscheidung treffen. Nützt ja nix, wenn sie das Gefühl hat "meine Mama nimmt in Kauf, dass ich Krebs kriege"



    Bei der Gelegenheit müssen wir jetzt auch zu den Varizellen mal endlich ne Entscheidung finden.... Obwohl sie nicht geimpft wurde, hat sie jetzt mit zehn Jahren noch immer keine Windpocken gehabt.

    Irgendwann wird Alles gut, weiß der Teufel
    wann, aber es wird Alles gut!"
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  • ein Punkt ist ja, dass auf dem Übertragungsweg, auf dem die HP Viren zum Duracellmädchen kämen, auch andere Erreger, gegen die es (noch) keine Impfung gibt, auch kommen könnten.

  • Kannst du das genauer erläutern Aviva

    Meinst du damit die anderen Geschlechtserkrankungen wie Hepatitis, Syphilis, Tripper und Konsorten oder meinst du andere Viren, die auch den gebärmutterhalskrebs begünstigen?


    Also ich habe so verstanden, dass die HP-Viren den Krebs begünstigen können.... Frau kann also nach einer Infektion den Krebs bekommen, muss aber nicht.... Und den Krebs kann man aber auch anders bekommen, richtig?

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  • Ich finde ja, die beste Vorsorge gegen GMH Krebs ist der halbjährliche Abstrich. Die Impfung ist nur gegen einen geringeren Teil der PapillomaViren und nicht alle PapillomaViren machen Krebs bzw. fördern ihn. Ich für mein Kind würde immer ausschließen wollen, dass es zum Zeitpunkt der Impfung Träger des HPV ist. Pauschal zusagen alle Kinder vor 12 Jahren sind davon frei, stimmt leider nicht. Meine Kinder haben sich über den Geburtsweg angesteckt und sind somit potentielle Träger. Für diese Personenbruppe wird die Impfung der. Nicht empfohlen. Ich kenne die Virengruppen, deren Träger ich bin. Da kann i h die Gefahr abschätzen und der Gab auch

  • buntgrün Beim Abstrich wird auf veränderte Zellen untersucht, so weit ich weiß. Da ist also erst was sichtbar, wenn der Krebs schon da ist (oder eine Vorstufe).

    Es wird nicht auf HP-Virenbefall untersucht.


    Meine Kasse zahlt den Abstrich nur 1x jährlich und in 1 Jahr kann da schon enorm viel passieren.


    Zahlt deine Kasse 2x jährlich? Oder zahlst du selbst?

    One day, I would like to turn on the News and hear "There's peace on earth".


    C. mit #female 06/2010, #male 06/2014 & #female 02/2017

  • Hier 2x jährlich, wenn ich den wollte. Ist aber begründet und nein, zahle ich nicht extra.


    HPV ist nur einer von möglichen Ursachen für Veränderungen am GMH. Der Abstrich blejbt dir deshalb nicht erspart und lt. Studien aus dem Nordeuropäischen Raum (die hier auch schon mal verlinkt wurden bzw.besprochen wurden, ist die Letalität des GMH Krebses nicht signifikant höher, wenn man den sogar nur alle 2 oder 5 jahre macht.


    Alle, mit denen ich in meinem Umfeld gesprochen haben und die sich haben impfen lassen, wiegen sich jetzt in völlig falscher Sicherheit und die Aufklärungsgespräche, die ich darüber schon mit Ärzten hatte, waren grauselig. Die einzigen Ärztinnen, die wirklich kompetent war, war meine Hausärztin und Die Hautärtzin meiner Tochter. Die HÄ nimmt sich für so was aber grundsätzlich Zeit und informiert sich umfassend. die hautärztin war, nach langer suche, die erste, die sofort genau erfasst hat, warum meine tochter kommt und konnte ihr damit adäquat helfen.Findet man nicht oft

  • Ich hab meine Gynäkologin dazu neulich auch befragt, meine Große kommt jetzt in die Pubertät. Sie befürwortet die Impfung nicht. Sie sagte, in ihrer lebenslangen Berufspraxis hätte sie nur dann Fälle von Gebärmutterhalskrebs gehabt, wenn Frauen jahrelang nicht zur Vorsorge gegangen sind und daher lange kein Abstrich gemacht wurde. Durch den Abstrich werden ja entartete Zellen regelmäßig schon im Vorkrebsstadium zuverlässig festgestellt, dann wird engmaschig kontrolliert, ggf. eine Konisation des Gebärmutterhalses gemacht. Die Impfung bezieht sich nur auf eine wenige High-Risk- Virengruppen, nicht auf alle. Die Viren selbst sind im Grunde eh nicht behandelbar, daher ist es in der Regel nicht notwendig zu wissen, ob man den Virus hat, die Durchseuchungsrate in der Bevölkerung ist sowieso hoch, oft bekommt das Immunsystem die Viren allein wieder in den Griff. Die Ärztin sagte auch, sie halte es nicht für gut, zu einem so sensiblen Zeitpunkt in der Entwicklung ( beginnende Pubertät) eine solche Menge Aluminium, wie in den Impfstoffen enthalten ist, ins Körpersystem zu bringen. Ihre abschließende Empfehlung war, die Mädchen aufzuklären im Hinblick auf die Notwendigkeit von Kondomen als Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten und als Frau wirklich regelmäßig zur Vorsorge zu gehen.

    Ich lebe übrigens schon sehr lange mit mehreren HPV- High-Risk- Viren und da immer alles okay ist, bin ich recht entspannt. Ich habe mit meiner 11-jährigen Tochter gesprochen und wir impfen nicht .

  • Kennst du den sehr langen thread dazu schon: hpv-impfung ? Da steht eine Menge Informatives drin.

    Zusätzlich zum anderen Thread noch diese Link:

    Individuelle Impfentscheidung


    Wir haben noch immer nicht geimpft, Juniorette ist jetzt 14, aber nicht im geringsten in Liebesdingen aktiv.


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Annie ()

  • Wenn du auch an Argumenten für die Impfung interessiert bist, ist das RKI eine gute Adresse. https://www.rki.de/DE/Content/…H/HPV/Papillomaviren.html

    Das ist leider immer etwas Arbeit sich durch solche sachlichen Texte zu quälen, aber dann bekommst du ein Gefühl dafür wie die Stiko zu ihrer Impfempfehlung gekommen ist.

    Genug Zeit habt ihr ja noch für eine Entscheidung.


    Ich selber würde die Impfung an mir vornehmen lassen, was aber in meinem Alter zu spät ist.

    LG Miriam mit 2 Jungs (2004 und 2006)

  • Danke fÜr die Antworten und Links zu HPV


    Und zu den Varizellen habe ich noch uNsicherheiten...


    Duracellmädchen ist ja nun zehn Jahre alt. Der Zeitpunkt, die Windpocken reLativ leicht zu überstehen ist verpasst. Dennoch bin ich mir unsicher, ob sie geimpft werden sollte.


    Ich habe im Kopf, dass der aktuelle Impfstoff nicht vor Gürtelrose schützt, also dass die Viren (egal ob wild oder lebendimpfstoff) im Körper bleiben und es zu einer Gürtelrose kommen kann.


    Nun ist Es so, dass ich seit dem auch Kinder geimpft werden ich ganze 3 Fälle von Windpocken mitbekommen habe.... Vorher hatte ich in jeder Kindergruppe die windpockendurchseuchung live mitbekommen

    Ich gehe also davon auS, dass meine Tochter hier in unserem Umfeld an Windpocken nicht rankommt, weil alle anderen geimpft sind.


    Helft mir mal sortieren....


    Also wer an diejenigen, die ihre Kinder im kleinkindalter nicht gegen Windpocken geimpft haben, habt ihr die Impfung später nachgeholt?


    Eigentlich wollte ich, dass sie die Windpocken als Kind durchmacht, um einen lebenslangen Schutz zu haben und nicht immer nachimpfen muss? Dann greift mein Argument mit der Gürtelrose ja gar nicht🤔


    Jetzt wo ich merke, dass sie die Varizellen in wildfOrm nicht bekommt, finde ich es verlocken, ganz auf Varizellen in ihrem Körper zu verzichten..



    Ist ganz schön wirr.... Fragt Ruhig nach, wenn ihr was nicht versteht

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  • Eigentlich wollte ich, dass sie die Windpocken als Kind durchmacht, um einen lebenslangen Schutz zu haben und nicht immer nachimpfen muss? Dann greift mein Argument mit der Gürtelrose ja gar nicht🤔

    Das stimmt, Gürtelrose können von der durchgemachten Krankheit eben so kommen, wie von der Impfung.

    Mein Grund, nicht gegen Varizellen impfen zu lassen, ist der später vorhandene Nestschutz bei der Juniorette.


    Sie bekam die WiPo mit 8,5 J und ich freue mich, dass wir damit durch sind.

    Sind hat einige Narben zurück behalten, obwohl es bei ihr mit dem Juckreiz ging und sie auch nicht gekratzt hat.

    Ich hatte die WiPo mit 14, war doch schon auch richtig krank (schlapp und fiebrig) und hab auch einige Narben zurück behalten, die auch heute noch sichtbar sind.

    Mein Mann hatte die WiPo auch durchgemacht, aber keine sichtbaren Narben heute.


    LG,

    Anne

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  • HPV impfen wir erstmal nicht. Habe letztes Jahr bei meiner Krebsvorsorge mit meiner Gyn darüber geredet und sie war nicht so wirklich überzeugt von der Impfung. Und da ich mich ebenfalls nicht entscheiden kann ob oder nicht bleibt es eher bei nicht.


    Windpocken habe ich beide impfen lassen, als die Große in die 4. oder 5. Klasse kam. Mit dem Gedanke dass eine Windpockenerkrankung ein längerer Ausfall in der Schule bedeuten kann. Auch waren mind 2-3 mal Windpocken im Kiga/in der Schule unterwegs ohne dass sie sich angesteckt hätten.

  • Meine Mutter hatte die Windpocken mit 26 Jahren. Sie hatte sich bei mir angesteckt, als die Windpocken in meinem Kindergarten rumgingen, da war ich 5. Ich selber fand die Windpocken durch den quälenden Juckreiz schon sehr unangenehm, obwohl ich noch nicht mal Narben behalten habe. Aber meine Mama ist fast dran gestorben. Sie hatte schwere Komplikationen: Eine Herzmuskelentzündung und dann auch noch eine Thrombose.


    Deshalb würde ich persönlich Himmel und Hölle in Bewegung setzen, damit die Kinder auf jeden Fall noch vor dem Erwachsenenalter geimpft werden.


    Aber ich bin nicht unbedingt ein Maßstab, da ich ohnehin Impfungen gut finde. Meine eigenen Kinder sind nach Stiko geimpft.

    "Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."

  • Bei HPV bin ich ebenso unsicher.

    Varizellen würde ich impfen lassen, aber erst den Titer bestimmen. Ich hatte Kontakt zu einem.Kind mit WiPo in der Schwangerschaft und gehörte zu den wenigen Menschen, die nicht immun sind. Das ist nicht weniger riskant als Röteln, zum Ende der Schwangerschaft ggf auch rötlich für das Baby. Da würde ich kein Risiko eingehen.

    Liebe Grüße,


    Ich, mit Tochter (2/06) und tochter (12/07).

  • Das mit dem stiko-plan ist für mich bei varizellen kein Argument....


    Die Impfung gab es vor 30 Jahren schon... Nur hat man früher Kinder nicht geimpft.

    Die Krankheit an sich hat sich ja nicht geändert.

    Ich hatte die Windpocken als Kind und hatte das letzte Mal vor sieben Jahren ein Windpockenkind betreut.

    Herr Winkle hat die wipo auch schon als Kind durch

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  • Ich habe doch gar nicht mit dem Stikoplan argumentiert, sondern das nur geschrieben, damit du meinen Background kennst? Mein Argument lautete: Meine Mutter ist an den Windpocken mit 26 Jahren fast gestorben, weil sie davon eine Herzmuskelentzündung und eine Thrombose bekommen hat, und deshalb finde ich das Risiko einer Wipo- Infektion im Erwachsenenalter alles andere als harmlos.

    "Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Schlehe ()

  • Spannend. Unsere kids sind ja gleich alt und hier gab es zu Kindergartenzeiten ständig Windpocken. Eine stille Feigung ist aber auch gar nicht so selten.

    Liebe Grüße,


    Ich, mit Tochter (2/06) und tochter (12/07).

  • Meine Mutter ist an den Windpocken mit 26 Jahren fast gestorben, weil sie davon eine Herzmuskelentzündung und eine Thrombose bekommen hat, und deshalb finde ich das Risiko einer Wipo- Infektion im Erwachsenenalter alles andere als harmlos.

    Ich hätte meine Kinder so mit 10-11 Jahren gegen Windpocken geimpft, um genau einem solchen Szenario vorzubeugen. Sie haben aber die Krankheit vorher durchgemacht, deshalb erübrigte es sich.