Lasertag-wie findet ihr das?

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  • Ich fand deinen Kommentar halt auch doof, als ob Kinder, die sowas gerne spielen unmenschlich und nicht pazifistisch sind, oder man nicht auf sie stolz sein kann. Hat bei mir halt einen doofen Nachgeschmack hinterlassen.

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    Einmal editiert, zuletzt von Nachtkerze ()

  • dass gefühl eine waffe auf jeman zu richten sei nicht gut gewesen

    Beim Ballspielen (Fussball, Handball, Völkerball, Basketball) zielt man auch auf andere.

    ein ball ist keine waffe.


    fibula, deine argumentation kann ich in teilen nachvollziehen, dennoch bleibe ich dabei, daß ich es nicht erstrebenswert finde, die hemmschwellen (die z.b. wegwartes sohn bei sich gut erspürt hat) durch solche "spiele" zu übergehen.


    ich kapiere auch nicht, wie man boxen, wrestling u.ä. unterhaltsam finden kann.


    und zur unterscheidung spiel versus wirklichkeit: mir fällt es selbst zuweilen schwer, das zu unterscheiden. und ich meine, die gefühle sind da fließend.

    ich denke z.b. immer, fußball sei ein spiel, aber stelle dann auch wieder fest, daß die grenze zu echter aggression sehr fließend ist.

    und bei unseren kindern beobachte ich ebenfalls, daß aus einem spielerischen albern, rumärgern und frotzeln plötzlich ein richtiger streit entbrennt - oder umgekehrt, ein böser streit in gelächter kippt.


    und komischerweise finde ich bogenschießen z.b. faszinierend (habe es selbst aber nie ernsthaft geübt), obwohl das eigentlich kein spiel ist, sondern jagdsport. aber da ist klar, es ist eine waffe. und es wird nicht so unkontrolliert rumgeschossen, sondern konzentriert und bewußt. damit kann ich irgendwie besser.


  • danach meinte er, er würde nicht nochmal hingehen, dass gefühl eine waffe auf jeman zu richten sei nicht gut gewesen.

    Dann sollte er das tatsächlich nicht spielen, weil er da verschiedene Dinge vermischt, die eigentlich ja nichts miteinander zu tun haben. Beim Ballspielen (Fussball, Handball, Völkerball, Basketball) zielt man auch auf andere. Ich bin stolz, dass meine Kinder Spiel und Wirklichkeit auseinanderhalten koennen (sorry, den Seitenhieb konnte ich mir nicht verkneifen).

    Bei den Ballspielen (außer bei Völkerball und das fand ich auch als Kind schon doof), zielt man doch nicht auf Menschen, sondern aufTore.....


    Wegwarte, ich finde toll, dass dein Sohn das so formuliert und es nicht normal findet mit einer Waffe auf Menschen zu zielen.

    Ich finde den Umgang mit echt aussehenden Waffen und direktem Zielen auf Menschen auch bedenklich, weil meiner Meinung nach eine Hemmschwelle gesenkt wird.

    Natürlich wird dadurch ein normales Kind nicht gleich zum Mörder in seiner Zukunft.


    Und rumbalgen, mit Stöcken kämpfen etc. ist in meinen Augen was anderes. Aber auch da habe ich schon gesagt, dass ich zielen auf Menschen und abdrücken nicht toll finde.

    LG lucky

    Einmal editiert, zuletzt von lucky ()

  • Wir haben uns überschnitten, hätte ich dich vorher gelesen, hätte ich einfach bei dir unterschreiben können.

  • Lasertagpistolen sind auch keine Waffen, ebenso sind Holzschwerter keine Waffen, das sind Spielzeuge. Aber gut, das ist wohl auch Einstellungssache.



    Und wie wollt ihr Ballspiele spielen, wenn ihr keine Pässe macht?

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  • Beim Ballspiel brauche ich das Gegenüber für das gemeinsame Spiel. Beim Paintball etc. brauche ich ein Opfer, das könnten auch sich bewegende Dinge sein.

    Ar scáth a chéile amhaireann na daoinne

  • Ich finde das nicht per se problematisch. Ich finde aber auch nicht, dass es deine Aufgabe ist, das mit den Kindern zu machen. Also wenn du Lust drauf hast, mach es, falls du dich damit nicht wohlfühlst, sag Ihnen, sie sollen das privat organisieren.

  • Ja, das ist eben ein ganz fundamentaler Unterschied im Welt- und Wertebild.
    Ich finde Konkurrenz und Kampf ganz grundsätzlich blöd. Deshalb finde ich es auch blöd, mit Waffen zu spielen.
    Aber als Kind habe ich das anders empfunden, da wollte ich Selbstwirksamkeit fühlen, und Stärkersein und Kompetenz und sowas.

    Und mein ausgiebiges Rollenspiel mit Kampf, Konkurrenz und Waffen und Messern etc. hat mich nicht daran gehindert, heute total pazifistisch und kooperativ zu sein

    the nature of this flower is to bloom

    (alice walker)

  • Ja, das ist eben ein ganz fundamentaler Unterschied im Welt- und Wertebild.
    Ich finde Konkurrenz und Kampf ganz grundsätzlich blöd. Deshalb finde ich es auch blöd, mit Waffen zu spielen.
    Aber als Kind habe ich das anders empfunden, da wollte ich Selbstwirksamkeit fühlen, und Stärkersein und Kompetenz und sowas.

    Und mein ausgiebiges Rollenspiel mit Kampf, Konkurrenz und Waffen und Messern etc. hat mich nicht daran gehindert, heute total pazifistisch und kooperativ zu sein

    Ich weiß gar nicht... Das klingt, als wäre das eine Entwicklung - und eine Gleichzeitigkeit von "Krieg spielen" und "Krieg schlimm finden" könnte nicht sein. Ich finde, ein Mensch ist so vielschichtig, da hat alles mögliche Platz. Ich kenne kaum einen friedlicheren, ausgeglicheneren Menschen als meinen Mann. Der kann keiner Fliege was zuleide tun (wortwörtlich; hier wird von echten Schädlingen wie Ameisen im Haus oder Zecken abgesehen alles gefangen und an die frische Luft gesetzt, selbst Mücken), hat aber lange Kampfsport betrieben (von Boxen bis Jaido alles dabei) und geht auch mal Paintball oder LaserTag spielen, auch wenn er Feuerwaffen eher doof findet. An Schwertern und dergleichen steht hier eine Menge rum, zum Teil meine Sammlung (die europäischen), zum Teil seine (die asiatischen). Vom selbstgebauten englischen Langbogen über westliche Ein- und Zweihandschwerter, Hellebarden, Dolche, ein Katana, eine Naginata (meine Lieblingswaffe hier im Haus), diverse Bokken, bis zum Nodachi (das mein Mann sehr liebt) steht hier alles mögliche. Wenn er die Zweistockform mit den beiden Macheten übt, könnt ich stundenlang zugucken. #love

    Trotzdem hat er den Wehrdienst verweigert und mit behinderten Menschen gearbeitet und ist absolut kein Konkurrenz-Typ, so gar nicht. Eher das total kooperative Harmoniebärchen. Ich bin Veganerin und halte Gewaltlosigkeit für eine der wichtigsten Tugenden überhaupt. Trotzdem spielen wir beide gerne mit Waffen, spielen im Tischrollenspiel (und er auch im LARP) auch schon mal Kämpfer oder erzählen da Horrorgeschichten, gucken Actionfime und Comicverfilmungen, zocken auf dem Computer auch "Ballerspiele" und haben ganz und gar nichts gegen LaserTag und Co.

    Ohne dass sich das groß widerspräche. #weissnicht


    Dass unsere Werte eher gegen Pazifismus und Gewaltlosigkeit neigen, hat ja wenig mit dem Ausleben des Spieltriebs zu tun. Da geht vieles, was "in echt" ganz furchtbar wäre.

    Kids don't drive you crazy, you were crazy already. That's why you had them.


    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


    giphy.gif


    In meinem Waldland geht ein Monster um...

    3 Mal editiert, zuletzt von Rattenkind ()

  • Ich mag Kampf nicht und dennoch kann ich gut verstehen, warum "Krieg" und Kampf gespielt wird. Ein möglicher Grund insbes. bei jüngeren Kindern ist: Gehörtes/Gesehenes mittels Rollenspiel zu verarbeiten.

  • Ja, da hast du total recht. Es ist sowieso selten etwas schwarz-weiss.

    Ich mag auch Kampfkunst anschauen und weiss eine scharfe Klinge zu schätzen. Aber das Gefühl dazu ist ein ganz anderes als früher, wo ich leidenschaftlich mit Waffen gespielt habe.

    the nature of this flower is to bloom

    (alice walker)

  • rattenkind, danke für deinen beitrag.

    faszinierend.

    das erweitert echt meinen horizont, ich kann mir das nur ganz schwer vorstellen. mich würde das als innerer widerspruch komplett zerreissen.

  • rattenkind bringt auf den Punkt wie das hier auch gefühlt und gelebt wird.

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • rattenkind, danke für deinen beitrag.

    faszinierend.

    das erweitert echt meinen horizont, ich kann mir das nur ganz schwer vorstellen. mich würde das als innerer widerspruch komplett zerreissen.

    Echt? Ich seh da gar keinen Widerspruch. #schäm

    Selbst der größte Pazifist "schlägt" doch z.B. beim Schach seine Gegner.


    Und ich glaube auch, dass da etwas im Menschen ist (also zumindest in mir), das irgendwie abgründig ist, aber auch seinen Platz haben will. Meine Freunde sind ab und zu ganz fasziniert davon, welch düstere, beklemmende und grausige Szenarien ich ihnen im Rollenspiel so vorsetze - im Wesentlichen weil ich ein bisschen Angst im Dunklen hab und im Leben keinen Horrorfilm fertig gucken könnte. Einen schreiben aber bestimmt . ;)


    ...ok, das klingt jetzt wirklich schräg, oder? #hammer

    Aber so ist es nunmal.

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    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


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    In meinem Waldland geht ein Monster um...

  • Wir fahren jetzt schon fast eine Woche die LaserTagger spazieren, die Q in seiner Tech-Camp-Woche selbst gebastelt hat, so dass wohl klar ist, dass wir nichts dagegen haben. Wir alle mögen LaserTag und planen auch demnächst noch ein Paintball-Wochenende, aber von den blauen Flecken haben wir auch schon gehört - mal sehen, wie gut wir das finden.


    Der Wermutstropfen hinsichtlich LaserTag ist bei uns, dass in Bayern (?) seit einer Weile die untere Altersgrenze auf 14 Jahre angehoben wurde. melone, keine Ahnung, wie das bei euch ist.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • hmm auch wenn ich mit games nichts anfangen kann und hier oft stress mit unserem 13 jährigen habe, der weder fortnite noch andere ballerspiele spielen darf....

    wieso nicht? geht er nicht zu kollegen und spielt es dort? oder auf dem handy? bei uns ist es immer noch total inn, ich führe jeden tag diskussionen wie lange und wann gespielt werden darf. anstrengend.

    sonja mit Eisprincess (03) + kleinronaldo (06)

  • Wir mögen Lasertag und haben Spaß daran, ebenso die Kinder, somit erlauben wir es also. Meine beiden Großen sind Messdiener, wir als Familie absolut gegen Krieg und Gewalt. Trotzdem sehen wir es nicht als Widerspruch, es ist ein Spiel.

  • es ist doch viel wichtiger, daß kinder und jugendliche ihr mitgefühl und ihre solidarität entwickeln und kultivieren.

    also mein 11-jähriger, der jeden tag fortnite spielt ist sehr mitfühlend. man kann das nicht so ableiten.

    ich habe eher das gefühl, dass die sozialen medien (instagram, snapchat, etc.) mehr abstumpfen wie fortnite.

    sonja mit Eisprincess (03) + kleinronaldo (06)

  • Lasertag gab es schon vor über 25 Jahren. Damals musste man 18 Jahre alt sein damit man es spielen durfte. Aber es wurde dann nach relativ kurzer Zeit verboten. Ich fand es früher total toll, das heutige Lasertag hab ich noch nicht getestet.

    Ich war allerdings überrascht dass man dafür nicht mehr volljährig sein muss sondern das Kinder es spielen dürfen. Aber das ist ja bei alten FSK 18 Filmen auch oft so. Die wären heutzutage nicht m3hr Fsk18

  • Das mit den Altersgrenzen find ich auch komisch. Vor einigen Wochen noch bin ich mir sicher, dass die Altersgrenze bei 12 Jahren lag. Da hatte ich nämlich auch schon mal deswegen geguckt und hatte den Kids gesagt, es ginge nicht, weil wir 10jährige dabei haben. Und jetzt liegt sie bei 10. Vielleicht war das auch eine andere Arena. Das weiß ich jetzt nicht mehr genau.

    Wie werden diese Grenzen festgelegt? Gibt es so eine Art TÜV? Liegt es an der Größe der Westen?