Die Zeitumstellung kommt offenbar weg - und es bleibt die Sommerzeit...

  • , elena mir scheint es ist für einige nicht akzeptierbar, dass auch manche Eulen mit der Sommerzeit besser zurechtkommen.

    Wir irgendwo schonmal geschrieben, ich gehe nach meinem von außen vorgegebenen Tagesablauf. Da leide ich jeden Vormittag, egal wie dunkel oder hell. Nach der Arbeit brauche ich noch X Stunden und blühe so langsam auf. Mein hoch ist so gegen 20h. - da freue ich mich also über jedes bisschen Helligkeit. Auch wenn es dunkel ist gehe ich nicht eher ins Bett, fühle mich halt nur unwohler.


    Und ich weiß auch nicht, was es mit egoismus zu tun hat, wenn jemand nach seiner Meinung gefragt wird und dieser dann ehrlich antwortet

    Hier unterschreibe ich mal als bekennende Eule. Winterzeit im Sommer wäre eine Katastrophe, da ich vom Licht morgens noch früher zwangsgeweckt würde.

  • was ich nicht verstehe: Was ist denn so “natürlich“ an der Normalzeit?

    Die wurde doch auch irgendwann einfach so beschlossen. Also, dass Sonnenhöchststand um 12 ist. Warum eigentlich 12? Weil nachts um 12 das Datum wechselt?

    ... mit He (12) und Jo (10) und Ni (6)

  • Es ist aber nicht überall un 12h Sonnenhöchststand, dann gäbe es keine einheitliche Zeit

    There is a crack in everything. That's how the light gets in.
    - Leonard Cohen

  • Es gibt diverse Länder oder zumindest Landesteile auf unserer Weltkugel, da steht die Sonne nie um 12 am höchsten. Das ist dann halt so. #weissnicht Tageslichtmitte um 13h - so habe ich viele Jahre wunderbar gelebt. Im Urlaub hatte ich mal hell von 5-17h. Das war seltsam, aber dort war es m. E. auch kein Thema.

    kleiner Chinesischkurs: grosse Schwester - jie jie; kleine Schwester - mei mei

  • ich sags ja nochmal, das ist ein unendlich deutsches Thema... alle anderen scheint das alles irgendwie nicht weiter zu kümmern.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Ich muss echt sagen, dass ich dieses „das ist ja mal wieder typisch deutsch“ total herablassend finde und davon auch wirklich angepiekt bin.

    Ich leide tatsächlich und ernsthaft unter der Scheiß-Zeitumstellung, jedes verfluchte Frühjahr von Neuem, und ich mache drei Kreuze, wenn das abgeschafft wird.

    Jemand, ich glaube es war Ebura , hatte im anderen Thread auch geschrieben, genauso typisch deutsch sei es, „Zug“ zu haben. Ich kann Zugluft nicht ausstehen, egal ob warm oder kalt. Ich kriege Bindehautentzündung und Ohrenschmerzen davon, und am allermeisten hasse, hasse, hasse ich die inzwischen allgegenwärtigen Klimaanlagen! Ich hasse es, bei 36 Grad eine Strickjacke mitnehmen zu müssen, weil manche Busfahrer meinen, den Bus auf 16 Grad kühlen zu müssen, und ich nun mal täglich über eine Stunde im Bus sitzen muss.

    Und ich möchte mir einfach nicht unterstellen lassen, ich stelle mich nur an und bilde mir das womöglich nur ein, weil ich Deutsche bin. Oder geht’s nur darum, dass man bitte nicht darüber reden sollte? Aber warum denn nicht? Ich verstehe es echt nicht #weissnicht

  • Naja, es fällt zumindest auf, dass es in anderen Gegenden scheinbar nicht so ein Thema ist, weder die Zeit noch der Zug. Das kann man ja zumindest mal feststellen und dann evtl. sogar erörtern, warum das so ist

    Remember stars still shine in the darkest nights. Even when you can't see them, they're always there

  • Aber es ist so ein Totschlagargument. Ich komme mir total bescheuert vor, wenn ich schreibe, dass ich ganz echt und wirklich körperliche Probleme (Kopfschmerzen) von der verflixten Zeitumstellung bekomme, und dann lese ich viermal „also das ist jetzt aber wieder typisch deutsch, darüber zu sprechen.“


    Typisch deutsch wäre für mich, wenn sich jemand aufregt, dass die Nachbarin sonntags ihre Wäsche im Garten aufhängt. Aber doh nicht etwas, was bei vielen Leuten körperliche Probleme verursacht.


    Vielleicht ist es ja das: andernorts spricht man nicht über Zipperlein?

  • Du bekommst körperliche Probleme, wenn die Zeit umgestellt wird. Aber die Zeit wird dann nicht mehr umgestellt. Dein Körper wird sich an die Zeitumstellung gewöhnen bzw. Du kannst dann Deinen Rhythmus auf die neue Zeit umstellen, ohne alle halbe Jahre wieder umstellen zu müssen.

    Das typisch deutsche daran ist, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, was denn nun die "richtige" Zeit ist. Die gibt es nämlich nicht.

  • Dummerweise habe ich einen sehr leichten Schlaf und sobald es draußen hell wird kann ich trotz Rolläden viel schlechter weiterschlafen. Dabei bräuchte ich den Schlaf dringend. Wenn ich mir jetzt vorstelle, es würde noch eine Stunde eher hell würde sich das Problem doch verschärfen. Wo ist da die kognitive Dissonanz?

    Also erstens nennt man typischerweise Leute, die vom Sonnenaufgang wach werden nicht „Eulen“ sondern „Lerchen“.


    Und zweitens wäre die Lösung deines Problems, einfach unabhängig von dem was auf der Uhr steht, etwas früher ins Bett zu gehen.

    Dass es im Sommer in unseren Breiten lästig lange Tag ist, lässt sich nicht per Zeitumstellung ändern. Und was sollen da erst die Norwegerinnen sagen.


    Edit: Ups, da war noch eine weitere Seite. Nicht gesehen.

    Xenia mit Te (Herbst 04) und Ka (Herbst 07) und Ha (Feb 12)

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  • Bei meiner Tochter ist es so, dass sie spät einschläft, egal wann sie ins Bett geht und egal wie lange sie schon wach ist.

    Wenn sie vor 21 Uhr einschläft ist sie krank, wenn sie vor 22 Uhr einschläft ist das Glück.

    "Einfach früher ins Bett gehen" funktioniert nicht bei allen.

  • Hier unterschreibe ich mal als bekennende Eule. Winterzeit im Sommer wäre eine Katastrophe, da ich vom Licht morgens noch früher zwangsgeweckt würde.

    Das verstehe ich nicht. Meine Freundin, absoluter Nachtmensch, kann vormittags beim herrlichsten Sonnenschein schlafen wie ein Stein.

    Ich hingegen wache mit der Sonne auf, egal wie spät ich zu Bett gegangen bin (also eher früh in der Regel, ich bringe es auch fertig bei Veranstaltungen abends fast einzupennen).

  • ich will jetzt gar nicht elaborieren über den Zusammenhang zwischen Kultur und Zipperlein.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • also "mal eben früher ins bett" ... jo... haha mal eben vor allem...

    Ich jedenfalls penne dann nicht, abgesehen davon arbeite ich öfter bis halb 11... Abends wohlgemerkt.


    Ich penne morgens dafür länger und das ganz egal wie hell es ist.


    Für mich ist es nicjt lebensnotwendig was jetzt die endzeit wird. Aber wenn ich wünschen dürfte, Sommerzeit.

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • Untersuchungen haben schon vor vielen Jahren gezeigt dass ein Schulstart um 9 Uhr für die allermeisten Kinder viel besser wäre als 8 Uhr ;)

    An was liegt das denn, dass 9 Uhr besser wäre für die meisten Kinder? Daran, dass eine 9 ein schönere Form hat als eine 8? Oder am Abstand zur abendlichen Hauptnachrichtensendung?


    Nein.


    Es liegt am Verhältnis zum individuellen Biorhythmus. Und der wird im Prinzip von der Sonne gesteuert. „Im Prinzip“ deshalb, weil man ihn natürlich mit künstlichem Licht oder künstlicher Dunkelheit völlig aus dem Konzept bringen kann.


    Aber unter halbwegs artgerechten Bedingungen koppelt sich der Biorhythmus von Schüler/innen an die Sonne und dann ist ein Schulstart um „4 Stunden vor Zenit“ besser als einer um „5 Stunden vor Zenit“.


    Wenn man Freda s Beispielstädte nimmt, hat man (sofern ich mich nicht verrechnet habe) den Zenit (gemessen in MESZ) in Görlitz um 12:55 Uhr und in Saarbrücken um 13:27 UHr. Wenn man statt dessen bei Normalzeit bleibt, dann sind beide sehr viel näher an ihrer natürlichen Mittagszeit, Görlitz dann um 11:55 und Saarbrücken um 12:27.


    Man kann natürlich auf Sommerzeit wechseln und dann als Anpassung alles so nach und nach eine Stunde später anfangen lassen.

    Aber sinnvoller wäre es, wenn man sich das spart und gleich auf Normalzeit bleibt. Und einfacher zur Orientierung ist es auch, wenn die Sonne wieder mittags im Süden steht.

    Xenia mit Te (Herbst 04) und Ka (Herbst 07) und Ha (Feb 12)

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  • Naja, aber während ihrer wachen Zeit scheint sie abends doch wirklich 1 Stunde länger, nämlich bis 22.00 und nicht nur bis 21.00. Das muss man doch nicht zerpflücken? Der Anteil derer, die wirklich glauben, die Sonne scheint durch die Zeitumstellung effektiv eine Stunde mehr pro Tag, dürfte verschwindend gering sein. Da geht es doch nur um die Genauigkeit des sprachlichen Ausdrucks.

    Sorry, das habe ich jetzt erst gesehen. Hier wo ich wohne geht auch im Hochsommer um 7 die Sonne unter. Da waere 8 richtig gut. Und doch: der Anteil der Leute, die wirklich meinen, die Sonne schiene laenger, ist deutlich groesser als verschwindend gering. Am Anfang konnte ich das nicht glauben und dachte, das waere ein Scherz. Das ist kein Zerpfluecken, sondern leider eine Tatsache. QLD steht in Sachen Schulbildung nicht ganz oben.#angst

  • Also erstens nennt man typischerweise Leute, die vom Sonnenaufgang wach werden nicht „Eulen“ sondern „Lerchen“.


    Und zweitens wäre die Lösung deines Problems, einfach unabhängig von dem was auf der Uhr steht, etwas früher ins Bett zu gehen.

    Dass es im Sommer in unseren Breiten lästig lange Tag ist, lässt sich nicht per Zeitumstellung ändern. Und was sollen da erst die Norwegerinnen sagen.


    Edit: Ups, da war noch eine weitere Seite. Nicht gesehen.

    Als ob ich nicht auch auf die naheliegende Idee gekommen wäre eher ins Bett zu gehen. Funktioniert aber noch schlechter, dann lieg ich auch noch ewig beim einschlafen wach.

  • Zum Thema Kultur und Zipperlein und Zeitumstellung... Ich habe auch sehr große Probleme, wenn die Uhr eine Stunde vorgestellt wird. Und das hat wenig mit der Helligkeit zu tun, die draußen herrscht, sondern damit, dass mein Wecker zu einer bestimmten Zeit klingelt. Ich schlafe ohnehin nicht so viel, wie ich bräuchte, weil meine Tochter weniger schläft als ich. Wenn mir dann morgens eine Stunde fehlt, geht es mir nicht gut.Bzw. es geht mir noch schlechter. Ich kann dem entgegenwirken, indem ich vorher jeden Morgen über ein Woche 10 Minuten früher aufstehe, allerdings hab ich dann morgens das Problem, dass ich durch die Wohnung schleichen muss und mich langweile, weil ich ewig noch nichts machen kann, weil sonst alles um mich herum verfrüht aufwacht, und dann sitzen wir hier, und wir sind alle keine Morgenmenschen, denn wenn ich dann lese, werde ich wieder müde.

    Mit der Zeit gewöhne ich mich dann an die Umstellung und dann ist es gut. Wenn ich eine Stunde länger schlafen kann, hab ich das Problem mit der Zeitumstellung nicht.

    Das ist kein Zipperlein, es ist nicht kulturell bedingt, und bislang bin ich auch nicht dran verstorben. Da die Zeitumtellung aber wenig nützlich ist, was ihre ursprünglichen Ziele angeht, mich persönlich aber jedes Mal ungefähr eine Woche sehr belastet, habe ich ganz unempathisch gegenüber denjenigen, denen es egal ist oder die die Zeitumstellung wollen, nach meinen Bedürfnissen abgestimmt.

    Mit Kultur, Sozialisierung oder nationaler Zugehörigkeit hat das gar nichts zu tun.


    Aber selbst wenn das so wäre, ja und? Dann hieße das doch nur, dass jede Kultur ihre spezifischen Besonderheiten hat, was mich jetzt nicht so verwundert, da es trotz Globalisierung doch noch unterschiedliche Kulturkreise zu geben scheint, und das zu würdigen und einfach so stehen zu lassen, das nennt man im Allgemeinen Toleranz.

    Fiawin mit d9be2134.gif
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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Wer Extremitäten hat, kann keine Kugel sein.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

  • Hier unterschreibe ich mal als bekennende Eule. Winterzeit im Sommer wäre eine Katastrophe, da ich vom Licht morgens noch früher zwangsgeweckt würde.

    Das verstehe ich nicht. Meine Freundin, absoluter Nachtmensch, kann vormittags beim herrlichsten Sonnenschein schlafen wie ein Stein.

    Ich hingegen wache mit der Sonne auf, egal wie spät ich zu Bett gegangen bin (also eher früh in der Regel, ich bringe es auch fertig bei Veranstaltungen abends fast einzupennen).

    Das ist halt alles so individuell, dass es keine für alle gültigen Regeln gibt. Ich wache z,B obwohl ich noch müde bin bei den ersten Sonnentrahlen auf, kann aber auch im Hochsommer Mittags schlafen. Was aber leider nur selten machbar ist.

  • Also erstens nennt man typischerweise Leute, die vom Sonnenaufgang wach werden nicht „Eulen“ sondern „Lerchen“.


    Und zweitens wäre die Lösung deines Problems, einfach unabhängig von dem was auf der Uhr steht, etwas früher ins Bett zu gehen.

    Dass es im Sommer in unseren Breiten lästig lange Tag ist, lässt sich nicht per Zeitumstellung ändern. Und was sollen da erst die Norwegerinnen sagen.


    Edit: Ups, da war noch eine weitere Seite. Nicht gesehen.

    Als ob ich nicht auch auf die naheliegende Idee gekommen wäre eher ins Bett zu gehen. Funktioniert aber noch schlechter, dann lieg ich auch noch ewig beim einschlafen wach.

    Und du bist für die ewige Sommerzeit, weil dann alle gemeinsam mit dir eine Stunde früher ins Bett gehen und es dir dann nicht so schwer fällt? Oder was ist dein persönlicher Vorteil von einer um-eine-Stunde-nach-Osten verschobenen Zeit?


    Weil: Es ist nicht länger Tag und nicht später hell. Es steht nur eine andere Zahl auf dem Sonnenuntergang drauf.

    Xenia mit Te (Herbst 04) und Ka (Herbst 07) und Ha (Feb 12)