Die Zeitumstellung kommt offenbar weg - und es bleibt die Sommerzeit...

  • Beleuchtung an Spielplätzen gibt es hier auch nicht. Gehwege sind auch Mangelware, die Kinder sind dann auf spärlich beleuchteten Strassen unterwegs. Ich erlaube echt viel, aber das geht gar nicht.

    Wenn man Glück hat findet man einen Fußballverein mit Flutlichtplatz fürs Training, aber auch das haben nur die Großen.


    Zu Öffnungszeiten: mein Schulkind (Fußweg, kein Bus) DARF erst um 7 Uhr 45 an der Schule auftauchen, nicht vorher. Kindergarten öffnet frühestens um 7 Uhr 30. Für die verlängerte Mittagsbetreuung (16 Uhr) habe ich 2 Jahre gekämpft, eingeführt wurde sie mit Schulstart meines Sohnes 2013. Ferienbetreuung gibt es nicht. Weiterführende Schulen beginnen übrigens gerade erst damit, einen offenen Ganztag einzuführen (Montag - Freitag).

    Mir bleibt gar nichts anderes übrig als Teilzeit zu arbeiten, und auch das nur mit sehr flexiblen Arbeitszeiten danke Homeoffice.

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Hallo,


    Na ja, aber ich finde es schwierig, daß dann als "Norm" anzusetzen.

    So nach dem Motto: Auch wenn wir es anders wollen würden, können wir hier nun mal aus organisatorischen gründen erst nach dem Schulbeginn anfangen. Von daher spielt es doch keine Rolle, ob es anderswo anders ist und darum kann uns auch die Zeitumstellung egal sein. (Nicht, daß ich das hier jemandem so unterstellen würde).


    Es gibt eben viele, für die es ganz real doch eine Rolle spielt und da ist es dann eben nicht nur "sich wegen einer Lappalie so aufführen" wie einem gerne mal suggeriert wird, wenn man meint, daß diese eine Stunde morgens tatsächlich Auswirkungen auf die Familie hat.

  • Anders herum ist es aber auch schwierig, die Situation bei Dir vor Ort als Norm anzusetzen. Denn für uns hier hat die Stunde früher dunkel abends eben auch eine Auswirkung ;). Und das anzuerkennen fehlt mir bei Dir ein wenig. Deine Situation gilt für Dich, unsere aber wird mehr oder weniger abgetan ;)


    Das meinte ich damit.. wir können diskutieren, einen gemeinsamen Nenner werden wir nicht finden. Dazu ist sogar schon Deutschland regional zu unterschiedlich. Sowohl von den Arbeitsgewohnheiten her als auch als auch von den regionalen Gegebenheiten wie Dämmerung, Tageslichtdauer etc..

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • der vorschlag an die „normalzeitbefüworter“, sich dafür stark zu machen, dass alles eine stunde später beginnt (und damit natürlich auch endet) ist wirklich kurios.


    was würde das in bezug auf dunkelheit nach kita- oder schulschluss nochmal bringen?

    „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt und wir gewinnen“ (Warren Buffett)

  • Meine Schulkinder gehen von 830 bis 1600 zur Schule (Betreuung bzw offener Anfang ab 730 bzw 745), das Kita-Kind kann maximal von 730 bis 1530 betreut werden (in anderen Einrichtungen wäre aber auch 700 bis 1700 oder 730 bis 1800 möglich), meine Arbeitszeit ist flexibel.


    Trotzdem ist die Stunde morgens hier soooo wichtig für alle. Im Sommer, mit mehr Tageslicht insgesamt ist es gerade so auszuhalten, aber im Winter würden wir alle sehr unter der Sommerzeit leiden. Jetzt ist es schon so, dass wir den ganzen Oktober auf die Zeitumstellung hinfiebern, damit die Tage endlich wieder erträglicher werden und die Morgende ohne Tränen zu machen sind.


    Klar ist es im November blöd, dass es so früh dunkel ist, aber ohne Sommerzeit wäre der Übergang graduell und man würde sich langsam dran gewöhnen. Und spätestens im Dezember muss man dann ja eh andere Lösungen parat haben.

  • Wahrscheinlich ist im Osten der Schulbeginn eher, weil die Sonne eher aufgeht :). Dafür ist es abends halt noch früher dunkel.

    Hier beginnt der Unterricht zwischen 7:00 Uhr und 7:45 Uhr für meine Kinder.

  • Im hohen Norden spielen die Kinder auch im Dunkeln draussen, mit Stirnlampen halt; das geht schon, wenn man will. Vielleicht halt aber anders, als im Sommer.

    Das wollte ich auch schon vorschlagen. Machen meine Kinder (und viele andere Kinder hier) so.

    Beleuchtung an Spielplätzen gibt es hier auch nicht. Gehwege sind auch Mangelware, die Kinder sind dann auf spärlich beleuchteten Strassen unterwegs. Ich erlaube echt viel, aber das geht gar nicht.

    Wenn man Glück hat findet man einen Fußballverein mit Flutlichtplatz fürs Training, aber auch das haben nur die Großen.

    Das finde ich ungewohnt, hier hat eigentlich jeder Fussballplatz eine ordentliche Beleuchtung.


    Und dann finde ich die Diskussion über "abends zu hell um ins Bett zu gehen" von meiner Warte aus ziemlich amüsant (ich entschuldige mich hiermit sogleich bei denen, die damit wirklich Probleme haben, aber hier ist es halt drei Monate am Stück hell...).

    Das heisst aber, dass es viele Menschen geben muss, die hier nicht leben könnten.

    Spannend, ich finde gerade die Unterschiede zwischen den Jahreszeiten (und da gehören auch die unterschiedlich langen Tage dazu) so schön. Dabei bin ich in den Tropen aufgewachsen, wo die Unterschiede in der Tageslänge relativ gering sind...

  • diese vielen, die dort nicht leben wollten, gibt es doch, dachte ich immer.

    „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt und wir gewinnen“ (Warren Buffett)

  • Und noch eine Kuriosität - in Bergen (also ziemlich weit westlich in Norwegen) geht die Sonne momentan um 8:15 auf und um 16:31 unter, die Sonne steht also um 12:23 am höchsten.

    In Vardø (Norwegens östlichstem Punkt) geht die Sonne um 7:56 auf und um 13:26 unter, die Sonne steht um 10:26 am höchsten. Was ist nun die "richtige" Normalzeit für das Land? Die gibt es wahrscheinlich nicht...

  • der vorschlag an die „normalzeitbefüworter“, sich dafür stark zu machen, dass alles eine stunde später beginnt (und damit natürlich auch endet) ist wirklich kurios.


    was würde das in bezug auf dunkelheit nach kita- oder schulschluss nochmal bringen?

    Mal für und zu sprechen: Das würde zumindest bedeuten, dass wir nicht zwangsweise den Tag so früh starten müssten. Denn bei uns ist die Arbeit und somit unser Zeitplan nach äußeren Gegebenheiten getaktet. Etwa Terminen für Besprechungen oder Konferenzen. Abholzeit aus Kita / Hort wäre die gleiche. 1 h weniger Betreuung fürs Kind benötigt. Also nicht zwangsweise wegen der Lichtverhältnisse, aber doch in anderer Hinsicht von Vorteil.

  • Und dann finde ich die Diskussion über "abends zu hell um ins Bett zu gehen" von meiner Warte aus ziemlich amüsant (ich entschuldige mich hiermit sogleich bei denen, die damit wirklich Probleme haben, aber hier ist es halt drei Monate am Stück hell...).

    Hier, am westlichen Ende der Zeitzone, geht die Sonne oft erst nach 22h unter, und es ist zT bis Mitternacht daemmrig hell. Ist halt so. Da die Kinder dennoch Schule haben, machen wir (und viele andere Familien) die Rollläden ab 19.00 runter, damit die Kinder um 20.00-2100 dann schlafen koennen.

  • Mir scheint, dass mehr Flexibilität die Lösung wäre.

    Wenn alle freier darin wären, wann sie aufstehen und zur Schule/zur Arbeit gehen, und wann sie wieder nach hause kommen.


    Wenn ich mir die Konzepte in der Schule meiner Tochter so ansehe, wäre Gleitzeit da durchaus drin.


    Dann können die mit dem spätere Rhytmus später aufstehen und die mit dem frühen Rhytmus früher nach hause gehen.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)

  • Hat bestimmt schon wer geschrieben, ich finde bei ewiger Sommerzeit nicht gut, dass dann die Schulkinder viel länger im Dunkeln zur Schule gehen müssen.

    Was ist mit den Hortkindern? Die gehen und kommen im Extremfall im Dunkeln. Bei ewiger Sommerzeit hätten sie im Winter zumindest einen sicheren Heimweg.

    Mich stört derzeit z.B. tierisch dass wir nach der Kita nicht mehr auf den Spielplatz können, weil stockdunkel.

    An die habe ich tatsächlich nicht gedacht, dabei haben meine Kinder auch teilweise bis 16.00 Ganztag, und kommen dann im Winter in der Dämmerung nach Hause, aber immerhin nicht in der Rush Hour, so fern wir das hier in der (Kleinst-) Stadt haben.



    Spielplätze waren noch nie mein natürlicher Lebensraum, daher vermisse ich die auch nie. Wir haben einen Hund, da war ich immer andere Draußenaktivitäten mit den Kindern gewöhnt, und auch unabhängig vom Tageslicht. Als die Jungs noch kleiner waren hatten sie Stirnlampen mit denen sie im Garten gespielt haben.

    Aus dem tieferen Sinn des Labenz:


    Eisenzicken, die (Pl.)

    Die hartgekochten, widerwärtigen Stücke, die man vom Geschirr kratzen muss, nachdem man es aus der Spülmaschine gezogen hat.

  • #pro#laola

  • Wie ich oben schon mal erwähnt hatte, sind in den ostdeutschen Bundesländern bis heute deutlich früherer Arbeits und Schulbeginn üblich (wie zu DDR Zeiten). Als meine Schwester vor 4 jahren anch Jahren im Ausland wieder in die Heimat zog, wurde sie von Kollegen blöd angemacht, dass sie wohl ein Wessi wäre, weil sie es wagte erst um 8 zu kommen. Wie man ja auch hier sieht, macht allein das für das Zeitempfnden natürlich auch gewaltig was aus.


    Hier bei uns in Kleinstadt-Bayern ist Betreuungsbeginn vor 7:30 nicht möglich, die Schule beginnt um 8, ab 7:30 können die Schulkinder in die Schule rein. KiGas schliessen nachmittag zwischen 15:30 und 17 Uhr (Ausnahme), freitags teils noch deutlich früher. Inzwischen arbeiten viele Mütter, aber meist eher 20-30h/Woche.

  • Ja, interessant. Ich kenne hier (Hessen) in meinem Umfeld fast keine Leute, die deutlich vor 9 mit arbeiten anfangen (trotz Vollzeit).

    In England und Singapur ging es bei mir auch jeweils um 9 los.


    Ich wäre ja bei den Schulen eh einfach für zwei Klassen- die einen beginnen um 8, die anderen um neun...

    Remember stars still shine in the darkest nights. Even when you can't see them, they're always there

  • Ich (tief im Westen) muss um 6:30 Uhr anfangen zu arbeiten - bin aber trotzdem tendenziell eher Team Sommerzeit, obwohl ich JEDEN verdammten Arbeitstag die Kollegen volljammere, dass ich noch nicht wach bin (Kommentar eines Kindes neulich: "Was ist los? Sie sehen heute gar nicht so verpeilt aus wie sonst" #lol ). Aber ich hasse es noch viel mehr, wenn es im Winter so früh dunkel wird, dann kann ich mich gar nicht mehr aufraffen, irgendwas Produktives zu tun. Andererseits stört mich die Umstellung auch nur, wenn ich darüber nachdenke, ich bin jedesmal nach irgendeiner Umstellung - in welche Richtung auch immer - müder als vorher. Ich brauche einfach mehr Schlaf als die Gesellschaft es für angemessen hält. Letztlich ist es mir vergleichsweise egal. Mir würden vielleicht nur die allhalbjährlichen Diskussionen fehlen.


    PS: Mein Mann fängt auch um kurz nach 7 an - liegt vielleicht auch an der Branche?

  • Ich kenne fast nur Leute, die spätestens um 8 Uhr anfangen, abgesehen von denen, wo es eben nicht anders geht. Ich selbst starte um 7:30 Uhr - so passt es für uns gut, denn dann bin ich auch früher fertig und habe am Nachmittag Zeit für die Kinder und den Haushalt.


    Die Kinder können entsprechend früh auch schon in der Schule sein (OGS beginnt um 7 Uhr und die Große hat noch 20 Minuten mit ihren Freundinnen vor dem Unterricht).