Die Zeitumstellung kommt offenbar weg - und es bleibt die Sommerzeit...

  • Trin Das Konzept "unserer" GT-Schule sah vor, dass mittags 90 Minuten für Essen und draußen spielen Zeit ist. Tja, und dann wurden 2 Stunden mehr ins Kontingent geplant und dann nochmal 2 und nun hat mein Sohn nur noch 2mal pro Woche eine lange Mittagspause, und 3mal nur 45 Minuten (und einmal schon ab 745 Unterricht statt ab 835). Da bleibt dann nach dem Essen nur noch wenig bis keine Zeit mehr. Nachmittags ist 2x Unterricht, 3x AG-Zeit. Bei letzterem kommt es halt drauf an was es ist, ob es drinnen oder draußen stattfindet. Verlässlich draußen sind sie 20 Minuten am Vormittag und 2x pro Woche ca 45 Minuten in der Mittagspause. (Ich freu mich immer wenn Unterricht ausfällt und sie stattdessen draußen spielen).

  • Hallo,


    Trin Das Konzept "unserer" GT-Schule sah vor, dass mittags 90 Minuten für Essen und draußen spielen Zeit ist. Tja, und dann wurden 2 Stunden mehr ins Kontingent geplant und dann nochmal 2 und nun hat mein Sohn nur noch 2mal pro Woche eine lange Mittagspause, und 3mal nur 45 Minuten (und einmal schon ab 745 Unterricht statt ab 835). Da bleibt dann nach dem Essen nur noch wenig bis keine Zeit mehr. Nachmittags ist 2x Unterricht, 3x AG-Zeit. Bei letzterem kommt es halt drauf an was es ist, ob es drinnen oder draußen stattfindet. Verlässlich draußen sind sie 20 Minuten am Vormittag und 2x pro Woche ca 45 Minuten in der Mittagspause. (Ich freu mich immer wenn Unterricht ausfällt und sie stattdessen draußen spielen).


    Aber es kann doch nicht die Lösung sein, alle Menschen zu zwingen, eine Stunde früher aufzustehen, nur weil die/einige Schulen keine vernünftige Taktung von Anspannung und Entspannung hinbekommen.


    Denn das ist ja e i g e n t l i c h doch genau das, womit für Ganztagsschulen Werbung gemacht wird. Keine Hausaufgaben und genügend Zeit, zwischendurch zu spielen und raus zu gehen, um aufzutanken.


    So wie es ist, ist es für die Kinder Stress pur - und daran würde sich auch nichts ändern, wenn sie noch eine Stunde früher antreten müssten. #weissnicht Dadurch hätten sie immer noch keine effektive Erhohlungspause am Mittag und die finde ich speziell im Ganztagsbereich unabhängig von der Beleuchtung am Morgen und Nachmittag wichtig. Aus meiner Sicht wäre es ein falscher Ansatz, darauf freiwillig zu verzichten, nur weil die Kinder bei einer Zeitverschiebung am Nachmittag vielleicht ein paar Minuten mehr Licht hätten.


    Denn ob sie die Stunde Helligkeit am Nachmittag dann überhaupt wirklich zum spielen hätten ( oder nach so einem Tag oft auch einfach zu knülle sind) bzw. ob für ein paar Wochen spielen in der Dämmerung tatsächlich viel so schlimmer ist als das morgendliche noch frühere Aufstehen oder eine echte Spielzeit am Mittag/Nachmittag ) finde ich fraglich.

  • Meine Kinder haben sonst nach der Schule immer noch draussen gespielt. Jetzt fängt es an duster zu werden kurz nachdem sie nach Hause kommen und sie kommen nicht mehr dazu im Freien zu toben. Das fehlt einfach und ich würde es auch als Morgenmuffel begrüßen wenn wir nachmittags länger Licht hätten.

    Noch schöner fände ich es ohne verflichtenden Ganztag. Ganz klar. :(

  • Trin So war das auch nicht gemeint. Ich bin absoluter Sommerzeitgegner. Ich hasse die Sommerzeit schon im Sommer, aber Winter würde sie mich verzweifeln lassen.


    Es ging nur um die Frage, wie es dazu kommen kann, dass SuS an einer Ganztagsschule so wenig draußen sind. In unserem Fall weil das KM sukzessive mehr Unterricht draufgepackt hat.


    Es ist ein Beispiel dafür, warum nicht die Zeit sondern die Bedingungen geändert werden sollten.

  • Ich habe hier tatsächlich noch kein Argument von Sommerzeitbefürwortern gesehen, welches über persönliche Befindlichkeiten hinausgeht. Natürlich kommen solche auch von den Sommerzeitgegnern, aber eben nicht nur. Ich wäre wirklich dankbar für Argumente pro Dauersommerzeit, die von irgendwelchen Studien oder wissenschaftlichen Theorien gestützt werden.

    Kein wissenschaftliches Argument, aber sollte sich der Sonnenhöchststand nicht in etwa in der Mitte des Tagesablaufs befinden, um möglichst viel Helligkeit zu Wachzeiten abzuschöpfen?

  • haha, mir gehts genau so. schon witzig - jetzt war ich echt erleichtert, dass nicht ewige Sommerzeit kommt sondern es wenigstens beim alten bleibt #hammer

  • Hallo,


    Kein wissenschaftliches Argument, aber sollte sich der Sonnenhöchststand nicht in etwa in der Mitte des Tagesablaufs befinden, um möglichst viel Helligkeit zu Wachzeiten abzuschöpfen?


    Dann müssten wir bei einer Wachzeit von sagen wir mal 16 Stunden aktuell gegen 4 Uhr aufstehen und gegen 8 Uhr zu Bett gehen... Ob das sinnvoll wäre? Und ändert sich etwas daran, wenn 4 Uhr dann 5 Uhr heißt?


    Wem das liegt, der kann das doch sowieso machen. Zeitig aufstehen, einen Teil des Tagesgeschehens schon am morgen erledigen und dann beizeiten ins Bett gehen.


    Mir geht es besser, wenn ich am Abend eine längere Phase habe, die meinem Körper signalisiert, "Es ist dunkel draußen, es ist Abend, kommt zur Ruhe". Das fehlt mir im Sommer z.B. komplett und sorgt u.a. dafür, daß ich nur schwer abschalten und zur Ruhe kommen kann. Und das Schlafzimmer zu verdunkeln ist da auch keine ausreichende Alternative, denn ich halte mich ja nicht stundenlang vor dem zu Bett gehen im Schlafzimmer auf.


    zosa , Dann hatte ich das falsch verstanden. Ja ich finde auch, man sollte die konkreten Bedingungen menschen- bzw. kindgerechter gestalten - im Idealfalle flexibel, so daß jeder nach seinen Bedürfnissen mitgestalten kann - statt für alle "an der zeit zu drehen".

  • Und da drehen wir uns wieder im Kreis. Selbst wenn ich zeitig aufstehe, ist mein gesamter Zeitplan von außen vorgegeben: Angesetzte Meetings, Kantinenöffnungszeiten etc. "schubsen" mich immer in den aktuellen Zeitrhythmus. Und dadurch werde ich immer um 23h müde. Egal ob es hell oder dunkel ist, ob Sommer- oder Winterzeit. Und dann brauche ich meine 8,5 h Schlaf und komme morgens nicht früher aus dem Bett. Im Sommer hingegen kriege ich Schlafstörungen wenn um 4 die Sonne aufgeht. Das wäre bei Normalzeit um 3 Uhr.

  • Und da drehen wir uns wieder im Kreis. Selbst wenn ich zeitig aufstehe, ist mein gesamter Zeitplan von außen vorgegeben: Angesetzte Meetings, Kantinenöffnungszeiten etc. "schubsen" mich immer in den aktuellen Zeitrhythmus. Und dadurch werde ich immer um 23h müde. Egal ob es hell oder dunkel ist, ob Sommer- oder Winterzeit. Und dann brauche ich meine 8,5 h Schlaf und komme morgens nicht früher aus dem Bett. Im Sommer hingegen kriege ich Schlafstörungen wenn um 4 die Sonne aufgeht. Das wäre bei Normalzeit um 3 Uhr.


    Wobei man mMn , wenn es tatsächlich eine frage der Helligkeit im Schlafzimmer ist, wenn man einmal im Bett liegt und schläft mit einer Verdunkelung im Schlafzimmer leichter "Es ist (noch) Nacht, ich möchte nicht schon 4 Uhr aufwachen" simulieren kann als am Abend, wenn man das gesamte Haus und den Garten verhängen oder sich im wachen Zustand auf ein Zimmer beschränken müsste, um einen ähnlichen Effekt zu haben.


    An der Zeit zu der die Sonne aufgeht, ändert sich ja nichts, sie heißt nur anders. Und es müssten dann gezwungenermaßen alle 5 Uhr aufstehen, für die ihre reguläre Aufstehzeit um 6 Uhr schon sehr/zu zeitig ist. Einfach nur, weil 5 Uhr nun 6 Uhr heißt - sich aber ansonsten nichts ändert.


    Und während ein "Ich bin halt ein Frühaufsteher, ich stehe gerne 4 oder 5 Uhr auf, mache schon am Morgen einen Teil meiner Hausarbeit (und brauche dann die Stunde am Nachmittag dafür nicht, kann sie also für anderes nutzen oder einfach eher ins Bett gehen) einzurichten geht, ist es bei einem Schule/Arbeit geht 7 Uhr los, auch wenn es nach Sommerzeit 8 Uhr genannt wird, also muss ich 5 Ihr aufstehen, auch wenn es für ein halbes Jahr 6 Uhr genannt wird, dabei bräuchte ich noch eine Stunde Schlaf mindestens" in der Regel nicht möglich, wirklich etwas zu ändern.


    Aber ja, da drehen wir uns im Kreis.

  • Ich bin Mal doof: meine Kinder haben halt im Dunkeln draussen gespielt, ich auch. Oder im Dustern Schlitten fahren gehen, ziemlich cool.

    Und auch der Hund kann dann raus.

    Liebe Grüße,


    Ich, mit Tochter (2/06) und tochter (12/07).

  • Ich bin Mal doof: meine Kinder haben halt im Dunkeln draussen gespielt, ich auch. Oder im Dustern Schlitten fahren gehen, ziemlich cool.

    Und auch der Hund kann dann raus.


    Wir wohnen nicht in einer Ecke in der ich meine Kinder gerne alleine draußen im Dunkeln spielen lassen würde. Mag sein, dass ich in der Hinsicht überbehütend bin. Wobei, unter anderen Umständen hätte ich da vermutlich weniger Bedenken. Von daher liegt es nicht am Dunkel sein an sich.

  • Was mich bei den Sommerzeitbefürwortern interessieren würde ist, ob ihr tatsächlich ab 16:30 nicht mehr nach draußen geht, weil es ja anfängt dunkel zu werden.


    Much wundert das grad ehrlich.


    Wir gehen auch im Winter auf den Spielplatz. Ja, dann vielleicht nur bis 17:30 statt bis 19:30.

    Spazieren gehen wir aber auch später. Mit Taschenlampe zum Beispiel.

    Auch beleuchtete Hunde sehe ich da oft.


    Auch der Fußballverein trainiert hier abends noch draußen (solange es nicht stark regnet, da spielt es aber keine Rolle ob hell oder dunkel).


    Also hell ist es nicht, aber raus kann man doch immer.

  • Und da drehen wir uns wieder im Kreis. Selbst wenn ich zeitig aufstehe, ist mein gesamter Zeitplan von außen vorgegeben: Angesetzte Meetings, Kantinenöffnungszeiten etc. "schubsen" mich immer in den aktuellen Zeitrhythmus. Und dadurch werde ich immer um 23h müde. Egal ob es hell oder dunkel ist, ob Sommer- oder Winterzeit. Und dann brauche ich meine 8,5 h Schlaf und komme morgens nicht früher aus dem Bett. Im Sommer hingegen kriege ich Schlafstörungen wenn um 4 die Sonne aufgeht. Das wäre bei Normalzeit um 3 Uhr.

    Deutlich weniger. Spielplatzbesuche oder Ballspiele extremst minimiert ab Dämmerung.

  • Nein, ich gehe im Winter kaum noch raus, wenn es dunkel ist. Also einkaufen oder Verein etc. natürlich schon. Aber mir macht spazieren gehen im dunkeln, kalten, nassen Wetter, wie es im Münsterland im Winter nunmal normal ist, wirklich kaum Spaß. Die Parks sind hier auch nicht beleuchtet, was soll mir das bringen im Winter durch den stockdusteren Wald zu maschieren, man sieht doch nichts? Vielleicht ist das in anderen Regionen Deutschlands anders, wenn Schnee liegt o.ä., das weiß ich nicht. Hier ist es in der Regel nieselig, matschig und unattraktiv im Winter. Wenn dann noch das Tageslicht fehlt, macht es keinen Spaß mehr. Aber der Winter geht ja vorbei.

    Ich habe keine Angst in der Dunkelheit, fahre auch ohne Straßenbeleuchtung noch Fahrrad, wenn mein Arbeitsweg das verlangt. Aber Spaß macht es mir überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Mir wäre es lieber, wenn es noch hell wäre auf dem Rückweg von der Arbeit und man auch was sehen könnte. Natürlich wäre es auch schön, wenn es morgens hell wäre! Aber das kann ich halt weder mit Sommer- noch mit Winterzeit haben.


    Und ich bin halt auch absolut kein Frühaufsteher. Ich stehe überhaupt nicht gerne auf morgens um 6 Uhr. Ich bin auch gar nicht sicher, ob ich wirklich für die Sommerzeit voten würde, wenn ich jetzt wählen müsste. Aber grundsätzlich fühlt sich das für mich nicht so unattraktiv an. Weil ich diese ewige Dunkelheit als Vollzeitunterwegsseiende echt ätzend finde.

    LG Miriam mit 2 Jungs (2004 und 2006)

  • Hallo,


    Drahtesel, du wiederholst dich.


    Ist das ein Versehen (Ist mir auch schon passiert, als ich nicht gemerkt habe, daß das Forum einen schon abgeschickten Text gespeichert hatte) oder ein Versuch mich bzw. meine Meinung lächerlich zu machen?


    Ersteres kann mal passieren, zweiteres würde ich als massiv unhöfliche und rüde Form der Gesprächskultur empfinden.


    Ich geh zuerst mal von einem Versehen aus und antworte daher nicht so, wie ich sonst antworten würde...


    Miriam An nass und kalt würde ja aber auch keine Dauer-Sommerzeit etwas ändern...? Und ob man bei nass kalt und zeitweise etwas heller tatsächlich nach der Arbeit so viel mehr rausgehen würde?


    Ich gebe zu, nach einem Arbeitstag ist mir selten danach mal eben noch eine Stunde im Wald herumzulaufen, auch rein organisatorisch wäre das selten drin. Klar sitze ich da mal im Garten, aber das würde ich bei den Temperaturen ja unabhängig von den Lichtverhältnissen nicht tun bzw. schrieb ich ja weiter vorne schon, daß ich sofar die dämmigen Sommerabende vermisse, an denen es sich lohnte, ein schönes Windlicht anzuzünden o.ä.. . Im Winterhalbjahr würde es sich das Licht anzünden lohnen. Aber um gemütlich draußen zu sitzen ist es hier zumindest in der Regel selbst am hellichten Mittag zu kalt.

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  • Mondschein Seitdem die Kinder größer sind gehen wir nicht mehr gemeinsam auf Spielplätze. Sie spielen um die Häuser herum. Ich schicke sie alleine raus während ich Essen mache. Ich koche abends, weil ein Teil der Kinder mittags nicht zu Hause ist.

    Aber auch vorher sind wir im Dunkeln nie auf Spielplätzen gewesen. Wir sind am Nachmittag deutlich früher draussen gewesen als es jetzt mittlerweile möglich ist.

  • Vielleicht sollte man sich einfach mal ausführlich mit wissenschaftlichen Publikationen zu dem Thema beschäftigen, statt auf den eigenen Befindlichkeiten zu beharren.

    Ich kann mich erinnern, dass in den News mal davon berichtet wurde, dass Wissenschaftler die Winterzeit für gesünder halten (unter der Voraussetzung, dass man nicht sämtliche Zeitpläne an die Sommerzeit anpasst).

    Ob das Hand und Fuss hat, mag ich nicht zu beurteilen. Aber bevor man sich in Endlosdiskussionen über persönliche Vor- und Nachteile verliert...

    Und sollte es doch wurscht sein für den Organismus und die Psyche (wissenschaftlich betrachtet), so kann man immer noch nach der Mehrheit entscheiden.

    Yeza


    ... Ein Strom der sich alles einverleibt,

    taumeln, stürzen, in der Leere schweben...

  • Ich habe nur mal einen Artikel in einer Fachzeutschrift gelesen, dass es überhaupt keine vernünftigen Forschungsergebnisse auf dem Gebiet gibt. Und man daher medizinisch gesehen keine Empfehlung geben kann.


    Ansonsten würde ich dir da klar zustimmen. Nur Pseudowissenschaft bringt uns da auch nicht weiter, wenn das keine vernünftigen Studien sind, sondern eher auch nur Meinungen.


    Edit: hier ist nur ein Kurzartikel dazu: http://news.doccheck.com/de/bl…iel-meinung-wenig-ahnung/

    LG Miriam mit 2 Jungs (2004 und 2006)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Miriam ()

  • Hallo,


    Na ja, da aber eine derartige Entscheidung direkt ins Leben eingreift, dürfte die Meinungäußerung derer, die davon gegebenenfalls betroffen sind, durchaus eine gewisse Berechtigung haben. #weissnicht

    Selbst dann, wenn sie am Ende niemanden interessieren weil es mit großer Wahrscheinlchkeit doch eher um wirtschaftliche Interessen gehen wird.


    "Halt die Klappe, wenn du kein Wissenschaftler bist und keine fundierten Beweise für XY vorlegen kannst" funktioniert an dieser Stelle - wie an vielen anderen, wo es nun mal um Menschen und nicht Theorien geht - nicht.