• Ich habe seit ca einer Woche einen akuten Tinnitus. Es ist ein tiefer Ton. Der HNO verschrieb mir Cortison und eine Mittel um die Durchblutung zu fördern. Leider hat das Mittel zur Durchblutung eine heftige Migräne hervorgerufen. Ich musste gestern damit zum Notdienst. Der HNO sagt ich soll das Mittel weiter nehmen. Meine Hausärztin rät mir ab, wegen der Nebenwirkung und weil es keinen Beweis gibt, das es hilft. Das Cortison soll ich weiter nehmen.

    Ich bin jetzt auf der Suche nach Alternativen Tipps, die mir noch helfen könnten. Erfahrungsberichte etc

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  • Ich hatte das auch mal, und ich habe Infusionen bekommen, und zwar zunächst mit Cortison - worauf ich die fürchterlichsten Kopfschmerzen meines Lebens bekommen habe - und danach dann ohne, aber frag nicht, ob das dann überhaupt noch mehr als Kochsalzlösung war ...

    Ich habe damals dann gelesen, dass Tinnitus sehr oft auch ohne medikamentöse Behandlung wieder weggeht und man sich daher inzwischen gar nicht mehr so sicher ist, ob diese Infusionen und Medikamente wirklich was bringen.

    (Btw. bin ich absolute Schulmedizin-Anhängerin und generell NICHT skeptisch ggü. Medikamenten.)

    Ich habe brav meine Infusionen abgesessen, obwohl ich das Gefühl hatte, diese vielen Termine stressen mich eigentlich mehr als sie mir helfen (und Stress ist bei Tinnitus ja eigentlich Gift).

    Und irgendwann war‘s wieder weg.


    Würde ich das wieder bekommen, würde ich vermutlich eher nicht mehr zu meinem ansonsten sehr guten Feld- und Wiesen-HNO, sondern in eine Spezialpraxis gehen. Gibt es denn sowas in Deiner Nähe? Das würde ich wohl versuchen.


    Und gute Besserung natürlich!!

  • Nein, hatte ich nicht.

    Ich hatte vor vier Wochen eine Operation und war sogar bis letzte Woche krank geschrieben. Deswegen schließe ich Stress eigentlich auch aus.

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  • Die Halswirbelsäule ist ok? Wenn da etwas nicht ok ist, sind die daneben liegenden Nervenzellen des sympathischen Nervensystems gereizt und könne Probleme im Kopfbereich machen. Tinnitus, Sehprobleme, Schwindel, Migräne etc.


    Das würde ich abklären lassen.

    Wer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen

  • Eventuell kann auch der Zahn/ Kieferbereich eine Rolle spielen. Nicht unbedingt als Auslöser, aber doch als verstärkender Faktor. Bei mir verstärkt sich der Tinnitus wenn ich Nachts meine Knirschschiene nicht trage.

  • Ist der Ton pulsierend? Das spricht dann für eine Schwellung, so dass dadurch tatsächlich etwas anliegt und man den Blutrausch als dumpfen, pulsierenden Ton hört. In dem Fall hat Kortison bei mir gut und schnell geholfen, da es zum Abschwellen geführt hat.

    Bei Pfeiftönen und Paukenschlägen soll es anders sein, kenne ich aber nicht.

  • Mir hat Cortison sehr geholfen. Allerdings war der Tinnitus da schon ein paar Monate alt, und kommt bis heute (seit zehn Jahren) immer mal wieder, vor allem in stressigen Situationen.

    Viel trinken, sagte meine Ohrenspezialistin. Von Gingkotabletten dagegen hält sie nichts, die ja immer mal bei Tinnitus empfohlen werden.

    Ich habe eine wabernde und leider gar nicht saubere kleine Terz im Ohr, zum Glück hält sie sich wenigstens in tieferer Lage auf...

  • Ich habe das Gefühl, dass das Cortison hilft.

    Zusätzlich höre ich immer wieder Tinnitus Therapie über Kopfhörer.

    Der Ton ist tief und pulsierend.

    Danke für eure Tipps.

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  • Ich habe jetzt seit 29 Jahren einen hohen kreischenden Ton links (viergestrichenes fis) und seit 18 Jahren einen tieferen kreissägenartigen Ton rechts (an- und abschwellend zwischen dreigestrichenem D und E). Geholfen hat nichts.


    Es hilft die Zeit. Ich habe irgendwann gelernt, damit zu schlafen und im Alltag darüber wegzuhören. Das erste halbe Jahr wollte ich nur aus dem Fenster springen. Als der 2. Ton dazukam, war das nicht gar so schlimm. Jetzt, wo ich dran denke, ist es zum Mit-dem-Messer-nachstochern.


    Ich trage seit 12 Jahren digitale Hörgeräte, sodass ich mich nicht mehr so anstrengen muss, neben den Eigengeräuschen irgendwas wahrzunehmen. Es gibt HG mit Tinnitus-Masker, die aber nur bei geschlossenen Systemen (=Gummistöpsel im Ohr) gehen. Dafür höre ich aber noch "viel zu gut". Die HG helfen gegen die Nackenverspannungen und Kopfschmerzen. Die Dinger mit Masker sind meine Hoffnung für die Zukunft, wenn die Altersschwerhörigkeit dazukommt.


    Es ist, wie es ist.

  • Ich komme auch seit *rechne* 25 Jahren nach anfänglichem Therapiewahnsinn und Hadern sehr gut klar.


    Ich habe irgendwann gelernt, damit zu schlafen und im Alltag darüber wegzuhören. Das erste halbe Jahr wollte ich nur aus dem Fenster springen.


    Genau so.


    Bei mir: hohes Pfeifen beidseitig, links stärker. Ursache war ein Knalltrauma (Fabrik-Party #rolleyes) begünstigt noch durch Stress und Verspannungen in der Examensvorbereitung.


    Ich wünsche natürlich jeder, dass sie es wieder weg bekommt ABER: es ist kontraproduktiv, sich mit der Therapie zusätzlich zu stressen.


    Wie das tatsächlich "heilen" soll ist mir eh unklar, da sind ja dieses Härchen im Ohr beschädigt und dadurch wird die falsche Reizleitung bewirkt. Kann der Körper denn diese Härchen wieder reparieren? #gruebel


    Ich hatte als "Therapie":


    - Halskrause

    - Physiotherapie und Fangopackungen

    - Iontoporese (Betäubungsmittel ins Ohr und dann Strom mit ansteigender Spannung)
    - tägliche Infusionen inkl. 1 Woche stationär/ Bettruhe (dabei ist mein Blutdruck so abgerauscht, dass eh nur noch alles gepfiffen hat)


    bis endlich die Vertetungsärztin gesagt hat, ich soll bitte einfach nicht wieder kommen (ihr Chef war ein elender Geldscheffler ohne Skrupel, ich durfte ihn später besser kennen lernen und ich war über meinen Vater privat versichert), ich hätte schon viel zu viele Infusionen bekommen, sie könne das nicht mehr verantworten.


    Geplant war noch eine Gehirnstrommessung, dazu kam es dann nicht mehr.


    Die Ärztin hatte mir noch auf den Weg gegeben, mir eine Entspannungstechnik zu suchen, z.B. Yoga und den Tinnitus als "Stresswarner" auch irgendwie anzunehmen.


    ich wünsche dir alles Gute!

    Viele Grüße
    Elena mit Mini1 (*2004) und Mini2 (*2006)

  • Ich habe auch einen tiefen Tinnitus und schon viele Behandlungen hinter mir. Ursachen gibt es viele:

    Stress

    Irgendwas mit den Blutgefäßen, das wurde bei mir durch einen Ultraschall beim Neurologen und einem mrt abgeklärt

    Halswirbelsäule, da soll manuelle Therapie helfen

    Kiefer Muskulatur

    Bei mir wurde keine Ursache gefunden, ich bekam auch Kortison, auch diese sauteuren Spritzen direkt ins Ohr, Ginkgo sowieso, Massage, MRT, Ultraschall... Geholfen hat irgendwie alles zusammen. Ich würde dir raten eventuell eine zweite Meinung einzuholen, einen Neurologen aufzusuchen. Es gibt auch noch eine Tinnitus Ambulanz in größeren Städten.

  • Genau darüber schrieb ich ja oben. Das geht aber erst mit einem geschlossenen System, d.h., wenn die Schwerhörigkeit sehr weit fortgeschritten ist. Bei mir jedenfalls ist das gottseidank noch nicht der Fall.