18 Monate, Nächtliche Wutanfälle und schreien, schreien, schreien

  • Liebe Raben,


    Ich brauche ganz akut Hilfestellungen / Vorschläge / Erklärungsversuche zum momentanen Schlafverhalten unserer Jüngsten. Wir gehen hier nämlich langsam die Wände hoch.


    Sie hat von Anfang an normal schlecht geschlafen. Als sie 15/16 Monate alt war, haben wir abgestillt. Sie hat weiterhin sehr unruhig geschlafen und teilweise 3-4 Flaschen Pulvermilch getrunken Nachts.

    Dann war es ja so heiß im Sommer und sie war plötzlich mit Wasser zufrieden. Seit ca 4 Wochen schläft sie sogar durch in unserem Bett, wird nur 1x Abends wach, wenn sie von ihrem Bett in unseres will, ansonsten braucht sie nix zu Trinken mehr.


    Aber jetzt ist plötzlich der Wurm drin, und es wird immer krasser von Nacht zu Nacht:


    1. Nacht: schläft wie immer in ihrem Bett ein, wacht nach ca 1 Stundeauf und wird zu uns ins Bett geholt. Gegen 1:00 Uhr krasser Wutanfall, sitzt plötzlich aufrecht im Bett, schreit „Mama“, aber wenn ich ihr zu nahe komme, schreit sie „Nein“. Irgendwann schläft sie wieder. Gegen 4:00 erneuter Wutanfall. Haben irgendwann eine Banane gegessen, Milch getrunken, dann geschlafen.


    2. Nacht: Schläft nicht in ihrem Bett ein, trotz Einschlafbegleitung wie immer. Trage sie rüber in unser Bett. In der Nacht wieder ca. 2 Wutanfälle.


    3. Nacht: Will wieder nicht im eigenen Bett einschlafen. Wutanfälle alle 2 Stunden.


    4. Nacht: wie oben, gebe nun 2 Flaschen Milch die Nacht.


    5. Nacht: Erster Wutanfall schon beim Rübertragen ins große Bett, noch bevor sie überhaupt geschlafen hat. Was die Nacht bringt, wird sich zeigen...


    Das Seltsame ist: Mittags leg ich sie wach in ihr Bett, sie trinkt ihre Milch und schläft ein, ohne dass ich im Zimmer bin. Und Abends und Nachts so ein Zirkus. Ich achte darauf, dass sie Mittags nicht zu viel schläft, dass sie Abends nicht zu früh ins Bett geht. Sie ist auch wirklich müde Abends. Warum sie nur Abends so eine krasse Abneigung gegen ihr Bett hat, ist mir ein Rätsel.


    Und die Wutanfälle... Sie schreit so laut:( Sie ist aber auch immer schon laut und willensstark gewesen. Es ist schwer, Nachts verschiedene Lösungen auszuprobieren, weil sie zwei große Geschwister hat und die fast jede Nacht mit aufwachen...

    Ich möchte ungern jeden Wutanfall mit Milch beantworten. Ich fürchte, so viel Kuhmilch ist nicht gut und kann mir auch nicht vorstellen, dass es Hunger ist, wenn sie alle 2h aufwacht#weissnicht

    Zähne sind übrigens auch keine in Sicht und so mega wütend, wie sie ist, bekomme ich in der Nacht auch weder Zäpfchen noch Schmerzsaft in das Kind#hmpf Nachtschreck schließe ich auch aus, so von der Häufigkeit her. Sie ist auch ansprechbar, wenn ich mit ihr aus dem Zimmer gehe. Zurück Richtung Bett geht das Gebrüll wieder los.


    Hat vielleicht jemand Ideen?

    One day, I would like to turn on the News and hear "There's peace on earth".


    C. mit #female 06/2010, #male 06/2014 & #female 02/2017

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Calypso1981 ()

  • Ohrenschützer für Dich, Ohropax für den Rest der Familie...


    Was ist tagsüber los? Könnte das Kind tags so viel erleben, dass das nachts wieder raus muss?

    Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.

  • Nicht wirklich eine Idee, aber ich lasse dir mal ein #knuddelhier.

    Bei 18 Monate klingelt es vom Alter her irgendwie bei mir. Da hatte unser Großer auch so ne Phase, in der er Nachts einfach mal mehrere Stunden wach war und bespaßt werden wollte und/oder dauerstillen. Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass ich bei Oje, ich wachse genau dieses Zeitfenster nachgelesen hab und da was von Schub der 6 Wochen dauert stand. Und mein Gedanke war, wie soll ich das sechs Wochen aushalten. Es ging dann aber nicht ganz so lange und war dann einfach vorbei. Danach hat er zum ersten Mal richtig durchgeschlafen, ohne zwischendrin stillen zu wollen oder Pipi zu müssen.

  • Und weil ich grad mit der Kleinen auch schlechte Nächte hab hier noch ein Gedanke. Sie kann seit einer Woche laufen und seitdem schläft sie schlecht. Einschlafen ist ein Glücksspiel ob mit Gebrüll oder ohne und dann wird sie häufig wach und sucht Kontakt, obwohl sie eigentlich nicht so die kuschelige ist. Ich vermute, dass das neu gelernte sie erschreckt und sie deswegen nachts so anhänglich ist. Hat eure jüngste vielleicht grad was neues dazu gelernt oder hat sich tagsüber irgendwas verändert (z.B. Fremdbetreuung, etc.)?

  • habt ihr mal Schmerzmittel ausprobiert? Zu der Zeit hatten wir Horrornächte weil die letzten backenzähne raus kamen

    Seit du da bist sind alle Lichter an
    Marc Forster

  • Silbermöwe Tagsüber ist schon was los, durch größere Geschwister und Nachbarskinder. Das ist ja aber seit dem ersten Tag so...


    Poldibaer 6 Wochen #eek Hoffentlich nicht!! Leider hab ich das Buch weggegeben. Es hatte bei uns irgendwie nie übereingestimmt.

    Aber ja, sie hat definitiv einen Sprung gemacht. Ist irgendwie verständiger geworden. Auch ruhiger, sie sitzt jetzt auch öfter mal da und guckt, vorher war sie eigentlich immer in Bewegung. Fremdbetreuung kommt erst noch, wir sind noch in Elternzeit.


    lilu Ich werd es wohl mal probieren. Blöd ist halt, dass ich ihr im akuten Wutanfall weder Saft noch Zäpfchen verabreichen kann. Den Saft mag sie nicht und Zäpfchen hasst sie total. Und Abends, wenn die Laune noch gut ist, dasgimge zwar, aber hält die Wirkung dann länger als ein paar Stunden an?


    Letzte Nacht war um 1:00 der erste Anfall. Bin mit ihr ins Wohnzimmer, haben Buch angeguckt und nach ca 1h mit einer kleinen Milch wieder ins Bett. Halb 5 gab es noch mal Wut und Milch, aber da hat sie recht schnell wieder geschlafen.

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    C. mit #female 06/2010, #male 06/2014 & #female 02/2017

  • Zur eigentlichen Frage kann ich leider nichts beitragen.


    Beim gewünschtestem Wunschkind-Blog gibt es aber zu den Entwicklungsschüben ganz gute Artikel, da ist Oje ich wachse ganz gut aufs wesentliche zusammengekürzt, falls du nochmal nachschauen möchtest, ob das gerade bei euch passt.

  • ah und richtig wach machen. Ich hatte oft das Gefühl sie war nicht ganz bei Sinnen. Ich habe sie dann richtig wach gemacht. War halt krass über Monate jede Nacht 2h wach zu sein #hmpf

    Seit du da bist sind alle Lichter an
    Marc Forster

  • Ist sie denn richtig wach und "da"?


    Ich musste an Nachtschreck denken, der brachte uns auch so heftige Wutanfälle und surreale Diskussionen.

    Eigentlich soll man die Kinder dann je eher nicht wecken.

  • Nachtschreck dachte ich erst auch, aber 3-4x pro Nacht?

    Außerdem hört sie auf zu schreien, sobald wir aus dem Zimmer gehen und in den hellen Flur.

    Ich werd heut mal IBU versuchen.


    lilu Das klingt schlimm. Ich weiß nicht, ob ich das durchstehen würde#hmpf In ein paar Wochen endet meine Elternzeit. Dann ist nix mehr mit Hinlegen tagsüber #haare

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    C. mit #female 06/2010, #male 06/2014 & #female 02/2017

  • Doch, Nachtschreck geht mehrmals pro Nacht - und das Ortswechsel den Schreck unterbricht, finde ich auch nicht ungewöhnlich. Vielleicht erwacht sie dann jeweils?

    Bei meinen Kindern waren die Episoden umso kürzer, je weniger wir taten (möglichst nicht mal berühren und ansprechen) - dann kriegten sie die Kurve und rutschten in den Tiefschlaf.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Dass der Nachtschreck auch mehrfach Nachts auftreten kann, hat mir am WE auch eine Freundin bestätigt, die sich aufgrund ihres Berufs ganz gut damit auskennt. Wieder was gelernt.


    Samstag zu Sonntag lief gut, da ist sie in ihrem Bett eingeschlafen und hatte Nachts nur leichte Wutausbrüche, halb 5 die erste Milch, das war OK. Wir sind aber an dem Tag ganz lange aufgeblieben und sie war absolut müde, als sie ins Bett ist.

    Letzte Nacht dann wieder totale Abneigung gegen ihr eigenes Bett, also gleich bei uns im Bett eingeschlafen. 1x ziemliches Wüten Nachts (da war mein Mann zum Glück schon ausgezogen - dadurch konnte ich es ohne schlechtes Gewissen aushalten, auch ohne eine Milch machen zu müssen), dann noch ein paar Mal "Mama!" und "Nein!" im Halbschlaf, aber alles im Rahmen.


    Ich hoffe sehr, dass die nächsten Nächste sich ähnlich angenehm gestalten.#ja

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    C. mit #female 06/2010, #male 06/2014 & #female 02/2017

  • Bei meinen Kindern waren die Episoden umso kürzer, je weniger wir taten (möglichst nicht mal berühren und ansprechen) - dann kriegten sie die Kurve und rutschten in den Tiefschlaf.

    Ja, so kenn ich es von meiner großen Tochter auch und ein bisschen ist hier auch die Tendenz zu erkennen.

    Es ist nur wirklich so schwer für mich auszuhalten, wenn sie ganz doll wütet und ich weiß, es hört nicht nur mein Mann mit, der in wenigen Stunden raus muss, und meine größeren Kinder, sondern auch die direkten Nachbarn und wahrscheinlich die halbe Straße #hammer Und sie scheint auch so verzweifelt, aber es gibt einfach nix, was man tun kann in dem Moment#haare

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    C. mit #female 06/2010, #male 06/2014 & #female 02/2017

  • Ist es denn besser geworden?


    Wir kämpfen seit Ende August mit nächtlichem Schreien und Wüten des Jüngsten. Und ich bin berufstätig und geh dast auf dem Zahnfleisch.

    Er wacht nachts einmal bis stündlich auf. Weint und schreit nach Mama und tritt umsich wie wild. Egal ob in seinem Bett oder bei mir. Stillen tu ich ihn dann nur noch ab und an "trocken". Da kommt nicht mehr viel, da er sonst nicht mehr stillt.

    Manchmal hilft eine Milchflasche. Aber wirklich was tun kann ich nicht.


    Ich bemühe mich nur, nicht zu wütend zu werden. Fällt aber mittlerweile schwer, da ich arbeiten muss und das häufige Gewecktwerden mich sehr sehr sehr schlaucht.

    Mein Mann kann mir da leider nichts abnehmen. Bei ihm schläft der kleine nicht mal tagsüber ein.


    Ich hoffe ich höre hier positive Beispiele und evtl. Gründe für das arge Schreien.

    "Die Natur schafft immer von dem, was möglich ist, das Beste."

    Aristoteles



  • Habt ihr medizinische Ursachen, Zähne etc., ausgeschlossen? Ggf. einfach mal auf Verdacht ein Zäpfchen gegeben?

    Erlebt er tagsüber Dinge, die er nachts verarbeitet? Bei uns ist das fast immer die Ursache, inzwischen passiert es aber nur noch sehr selten (ein Jahr älter als Deiner). Kann er schon ein bisschen verbalisieren?

    Wir haben in dem Alter angefangen, beim Einschlafen anfangs über den vergangenen Tag zu reden - anfangs natürlich hauptsächlich wir ("Heute ist ja ganz schön was los gewesen, was? Der Ausflug zu Oma war ja aufregend! Da denkst Du sicher noch eine ganze Weile drüber nach. Blablabla"), inzwischen erzählt die Kleine ganz viel selbst, was sie bewegt. Das hat deutlich geholfen.

    Ansonsten habe ich auch in dem Alter sehr klar gemacht, dass Treten nicht ok ist, und dass ich dann aus dem Bett rausgehe, denn das macht mich auch wahnsinnig aggressiv, wenn ich trösten soll und dafür auch noch Tritte kassiere. Das ging ganz gut über erklären und sehr klare Ansagen, bzw. öfter mal auch wirklich machen (nicht aus dem Raum, aber aus dem Bett raus). Bei uns konnten wir es dann umbiegen - von Toben zu "Ok, mir geht es grade schrecklich und ich will Trost, und den bekomme ich bei Mama auf dem Arm". Dann nehme ich die Kleine (immernoch, seufz) wie ein Baby auf den Arm, wiege sie und singe ein Lied, bis sie wieder runterkommt, und dann meistens schnell einschläft.

    Aber Du hast mein volles Mitgefühl, nach einer solchen Nacht braucht man eigentlich eine Woche Pause zur Erholung...

    ~~ Luxa


    Sometimes something will change and that change

    Will change you


  • Zähne bekommt er gerade keine, das hatte ich auch als erstes im Hinterkopf.

    Er spricht schon recht gut. Zweiwortsätze und kann auch, was ich erstaunlich finde, schon sagen, dass er traurig ist. Das macht er manchmal tagsüber in Konfliktsituationen, dass er sich dann auf den Boden setzt und sagt "N... traurig."

    Und ja, er bekommt hier schon viel Aufregung und so mit. Hat ja die zwei großen Geschwister, mit denen er am Nachmittag noch draußen spielt und tobt und rummrennt. Aber das kennt er ja schon von Anfang an so.


    Ich kann mir so bisschen dran erinnern, dass es mit dem Trockenwerden anfing. Er ging ja, als es warm war allein Pipi und Kaka auf den Topf machen. Seit er wieder Sachen trägt, musste die Windel wieder her. Da ging gar nichts mehr in den Topf und er hat sich komplett verweigert.

    "Ich" sagt er noch nicht. Weiß aber sehr gut, was er will und was nicht.


    Wenn ich aus dem Bett gehe, schreit und tritt er noch mehr. Hört auch nicht auf meine Ansage hin, dass ich nur komme, wenn er damit aufhört.

    Ich bin grad echt ratlos....

    "Die Natur schafft immer von dem, was möglich ist, das Beste."

    Aristoteles



  • Liebe waldfrau , es hat sich sehr gebessert bei uns. Inzwischen haben wir pro Woche nur noch ca 1 nächtlichen Wutanfall. Aktuell hilft: Licht anmachen und mit ihr vor den Spiegel gehen. Da sieht sie sich und mich und das scheint den Nachtschreck zu verjagen.


    Ich hoffe, eure Nächte werden auch bald besser. Wenn man noch arbeiten muss, ist das Horror. Mich hat dieses Gewüte Nachts auch echt aggressiv gemacht.

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    C. mit #female 06/2010, #male 06/2014 & #female 02/2017

  • meine große hatte das sehr intensiv und in allen Altersstufen mal wieder (auch jetzt noch ganz selten mal und sie ist 9). immer dann, wenn sie eigentlich aufs Klo muss, und nicht wach genug wird das zu realisieren.

    hat echt lange gebraucht bei uns, bis wir das gecheckt haben - weil sie auf Fragen reagiert hat - meist eben mit einem NNNEEIINNN!!!

    wenn man sie ganz wach bekommen hat, war der Spuk vorbei und sie ging aufs Klo. Ab und zu hab ich auch "einfach" das protestierende Kind auf die Toilette gesetzt (wo sie dann vor Entspannung runtergefallen wäre) weil ich sie nicht wach bekommen hab.

    mittlerweile höre sie so alle 1-2 Monate mal nächtens rumschimpfen und stampfen, wenn sie am Weg ins Bad Lärm macht wie eine Herde Elefanten und stör sie besser nicht dabei.


    der Zwerg ist der selbe "Giftzwerg" wenn ihn die Blase drückt. - unausstehlich unter Tags genauso wie Nachts.