Ab wann Kinder alleine mit dem Rad fahren lassen?

  • weil wenn deine Tochter schon 14 gewesen wäre hätte der Fahrer gebremst?

    Oder weil 14 jährige Krücken plötzlich nicht mehr schlimm finden?

    ...versteh ich nich...

    Nein, das nicht, aber sie hat mit 14 hoffentlich eine andere (defensivere) Fahrweise und rechnet mehr mit dem Fehlverhalten der Autofahrer.


    Hier kann ich voll unterschreiben:

    Hier in der Stadt gibt es regelmäßig Verkehrsunfälle, bei denen Autofahrer beim Rechtsabbiegen (erwachsene) Fahrradfahrer umfahren. Deshalb ist passives Fahren in meinen Augen oberstes Gebot für Fahrradfahrer. Auch auf dem Radweg immer Schulterblick bzw. vorsichtiges Heranfahren bei jeder Einmündung/Ausfahrt ggf. Stehenbleiben und Blickkontakt zum Autofahrer suchen. (...) Aber klar, sicher sind sie letztlich nie vor Fehlern (eigenen und denen Anderer). Egal ob mit 12, 14, 21 oder 37 #weissnicht.

  • Danke für die Antworten bisher.

    Bei denen die ihre Kinder schon ganz früh haben fahren lassen, hattet ihr da wirklich immer ein gute Gefühl bei? Und hätten sich eure Kinder schon zuverlässig in Notsituationen (Platten, Kette springt ab) helfen können?


    Hier geht es um die 6 jährige meines Partners. Sie ist ein kleiner "Hans guck in die Luft" und fährt nicht soooo sicher, erzählte aber gestern das sie schon alleine zur Schule fährt mit dem Rad. Dem Papa ist das nicht wirklich geheuer und recht und bat mich hier zu fragen wie die Rabeneltern das handhaben.

    Kette springt ab: konnte er schon alleine wieder raufmachen; Platten: Fahrrad nach Hause schieben - hatten wir beides ;)

  • Einen sechsjährigen "Hans-guck-in-die-Luft" hätte ich auf keinen Fall in den Straßenverkehr geschickt, das war aber auch nie ein Thema bei meinen Kindern. Dass das durchaus mit zehn Jahren noch ein Problem sein kann, durfte ich letzten Winter am eigenen Leib erfahren. Wir hatten eine zeitlang eine Fahrgemeinschaft mit einem anderen Kind und da war ich, obwohl das Kind Radfahren im Straßenverkehr gewohnt war, sehr erschrocken, wie man durhc die Gegend gondeln kann. Den Eltern war es sehr wichtig, dass das Kind nicht ohne erwachsene Begleitung fährt, während ich meine Tochter, nachdem sie die Strecke kannte, locker alleine losgeschickt hätte.

  • Nach einem Telefonat mit der Rektorin kann ich berichten, dass die Schule keine Vorgaben macht oder Empfehlungen gibt. Die Rektorin selbst würde es nicht machen, hat ja aber keine Handhabe.

    Mein Freund hat einen Elternbrief angeregt mit Auszügen der Empfehlungen der Straßenwacht.


    Da die Mutter keine Gesprächsbereitschaft zeigt muss man wohl hoffen das nichts passiert.

  • Hier in Bayern gibt es ja die "Fahrradprüfung" (in Klasse 4), und ab da kann man sicher sein, dass die Kinder gut allein mit dem Fahrrad unterwegs sein können (meistens natürlich auch schon vorher).


    Je nach Weg würde ich ein paar Mal mitfahren, um dann sicher zu sein, dass das Kind ihn auch allein bewältigen kann. Und wie immer hängt es natürlich sehr vom Kind und vom Fahrtweg ab...


    Bei uns wäre das mit 5 z.B. ganz und gar nicht in Frage gekommen; jetzt (mit 11) besprechen wir den Fahrtweg immer noch vorher genau, manchmal fahren wir ihn auch mal gemeinsam - dann klappt es eigentlich ganz gut.


    Und Themen wie Licht, Helm (!), nicht freihändig fahren, rechtsabbiegende LKWs usw. besprechen wir immer mal wieder.

  • Coccinella wie meinst du das, man könne sicher sein dass die Kinder nach der Radprüfung sicher fahren?


    Ich halte diese Sicherheit für trügerisch, zumindest hier. Sicher sind in meiner Wahrnehmung die Kinder, die 1. Fahrrad fahren gewohnt sind, 2. Straßenverkehr gewohnt sind, 3. sichere Wege kennen und 4. Regeln kennen UND diese auch einhalten (zb nicht mit voller Geschwindigkeit bergab ohne anhalten über den Zebrastreifen fahren...)

    k. (*1979) mit p. (*02/2006), k. (*09/2008), h. (*12/2010) und f. (*09/2015)

  • Die Fahrradprüfung in der vierten Klasse umfasst hier sechs (mittlerweile nur noch fünf) Einheiten incl. Pfrüfung. Da wäre ich mitnichten sicher, ob das Kind auch straßenverkehrstauglich ist. Entscheidender ist meiner Meinung nach, wie häufig und wo im Alltag in echten Straßensituationen radgefahren wird.

  • Ich fand das bei uns eigentlich schon eine gute Vorbereitung. Zum Abschluss gab es gab es eine Einheit "Fahren im echten Straßenverkehr". Und dann die Prüfung...


    Allerdings waren meine Kinder auch vorher schon Fahrradfahren gewöhnt und die Straßenverkehrsverhältnisse hier auch.

    Und selbst jetzt (Kind ist 11) fahren wir neue Wege im Zweifelsfall erst mal gemeinsam, siehe oben.

    Also, ohne Blick auf's Kind würde ich allein der Fahrradprüfung auch nicht trauen, aber ich fand sie tatsächlich eine gute Vorbereitung und einen "Meilenstein", ab dem wir bestimmte Unternehmungen erlaubt haben, die wir vorher wahrscheinlich nicht erlaubt hätten.

    Und die Kinder haben auch mit der bestandenen Fahrradprüfung argumentiert...

  • Hallo,


    Fahrprüfung war hier: 1x üben, 1x Test auf dem Schulhof.

    Wie schon geschrieben, eins meiner sicher fahrenden Kinder ist durchgefallen, weil es mit dem gestellten Rad nicht klar kam, eins fast weil es vor Aufregung manche Fragen nicht beantworten konnte.


    Dafür sind Kinder durchgekommen, die fast noch nie Rad gefahren waren und mit Sicherheit auch nach der einen Einheit nicht viel sicherer waren.


    Ich musste heute an den Strang denken, als mir eins der aktuellen Erstklässler mit dem Rad auf dem Weg zum Training entgegen kam. Fußweg, eine kleine Straßenüberquerung (die es zu Fuß auch hätte). Ich denke, der Weg wäre weder zu Fuß (ziemlich weit) noch mit hinterher fahrendem Elternteil sicherer für das Kind.


    Ich bleib dabei, das kommt immer auf Kind und Strecke an.


    Frau_Schröder ich wünsche dem Kind daß ihm, egal auf welchem Wege und womit es unterwegs ist, nichts zustößt.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Trin ()

  • Trin fahrradprüfung ist hier für ca. ein halbes Jahr Thema im sachunterricht, Theorie und Praxis (auf verkehrsübungsplätzen)! Die Lehrerin sagte allerdings letztes Jahr, dass viele Kinder nicht mehr gut radfahren können.

    k. (*1979) mit p. (*02/2006), k. (*09/2008), h. (*12/2010) und f. (*09/2015)

  • Hallo,


    Das finde ich prima.#top

    Hier (wo ich arbeite) wäre das schon rein von den Gegebenheiten her kaum möglich. In direkter Schulnähe gibt es keinen geeigneten Platz, also gehen sie auf das Gelände einer anderen Schule. Mehr als 2x wäre problematisch, weil es ja doch auch Lärm und Unruhe mit sich bringt und auch, weil einen ganzen Vormittag lang aller anderer Unterricht dafür ausfällt.


    Ich denke auch, daß es schön wäre, könnte die Schule mehr tun, auch in anderen Bereichen. Ich kenne Grundschüler, die noch nie auf Schlittschuhen gestanden haben #blink Das eine dreiviertel Jahr 1x wöchentlich Schwimmen ist mMn auch zu wenig und könnte mehr sein.

    Aber die Kapazitäten sind nun mal begrenzt. Im anderen Strang geht es darum, daß mehr Rechtschreibung geübt werden soll, ich persönlich finde, daß Kunst, gemeinsames singen, Theaterbesuche... deutlich eine größere Rolle spielen könnten. Die Sportlehrer wünschen sich mehr Zeit, weil viele Kdienr sich zu wenig bewegen, die Mathelehrer möchten mehr Stunden...


    Gut, daß wie bei euch da, wo es Möglichkeiten gibt, diese Möglichkeiten auch genutzt werden. Und das ist für mich auch ein Grund, warum da, wo es die Strecke her gibt und Eltern ihr Kind für fit genug halten diese Möglichkeiten eben nicht durch staatliche Regelungen wie z.B. jemand von Österreich schrieb, eingeschränkt werden.