Frauenbild in Deutschland...warum nur so konservativ ?

  • Ich grad auch nicht

    Ich liebe meine Mutter, ich finde sie hat viele Dinge super gemacht...sie war immer und fast immer Vollzeit berufstätig... das hat mir als Kind garnicht gefallen... ich war viel zu viel alleine...noch schlimmer, dass sie meinen Vater nicht mehr in die Pflicht genommen hat bzw. Das garnicht recht zugelassen hat, dass er sich kümmert

    Mit 50 hatte sie dann Herzprobleme, Bluthochdruck, und drei Bandscheibenvorfälle und wurde verrentet... ich wünschte mir, sie hätte die Zeit , die jetzt seit 30 Jahren hat mehr für mich gehabt und mir nicht das Gefühl gegeben, ich müsse funktionieren, damit ihr System nicht zusammen bricht.

    Und ich war anfangs sogar eifersüchtig auf die Zeit die sie für meine Kinder hatte.

  • Ui, Patrick, das finde ich aber extrem kritisch.


    Alle Männer haben kein Bock auf Kindererziehung? Oder die Mehrheit? Das stimmt schlicht nicht. Möglicherweise wollen viele nicht die besagte mental load tragen, was aber nicht bedeutet, dass sie in existenziellen Lebenspunkten des Kindes nicht präsent sind.


    Und "Frauen wollen es richtig gemacht wissen" - haben nur Frauen Deutungshoheit bezüglich dessen, was richtig für Kinder ist und was falsch? Wieso?


    Alle Menschen können nicht gleiche Lebenschancen haben. Das ist aufgrund unserer angeborener unterschiedlicher körperlicher Beschaffenheit ( ganz geschlechtsunabhängig), Gesundheitszustandes, persönlicher Neigungen, Persönlichkeitsstruktur etc. pp. schlicht unmöglich.


    Alle Menschen sind niemals gleich. Aber: in ihrer Ungleichheit sind alle Menschen gleichwertig.


    Wohlstand für alle: kann (und soll, wenn es nach mir geht) auf ethische Art und Weise erlangt werden, indem Leistungsfähigere freiwillig weniger leistungsfähige mittragen. Im Grunde ist schon einiges davon im Solidaritätsprinzip umgesetzt.

  • Was meint ihr mit elterlicher Unterhaltspflicht?

    Dass Eltern, in der Praxis hauptsächlich Väter, an ihren leiblichen Nachwuchs Geld zahlen müssen.


    Ich halte es für den Kern des Problems, dass Männer für Kinder zahlen müssen, die sie gezeugt haben. Das macht absolut keinen Sinn - außer dem, das Patriarchat aufrecht zu halten.


    Eine Frau, die schwanger wird, kann entscheiden, ob sie das Kind haben will oder nicht. Gut so. Ein Mann kann das nicht. Finde ich auch richtig. Er muss damit ja auch nichts zu tun haben.


    Aber dann kommt der Staat und sagt: Doch, du hast was damit zu tun.


    Und dann soll der Erzeuger, der nie ein Kind haben wollte, für etwas zahlen, von dem er überhaupt nichts hat. Und was macht er? Ja, es gibt Fälle, wo das gut geht. Aber es gibt halt auch die anderen. Die dann gewalttätig werden oder arbeitslos oder fies manipulierend.


    Ein Erzeuger, der sich ernsthaft positiv um sein Kind kümmern will kann das auch ohne gesetzliche Rechte und Pflichten. Und ein Erzeuger, der sich nicht um sein Kind kümmern will, kann sich bekanntlich um die Pflichten rumdrücken - zwar machmal zu einem hohen Preis auch für ihn selber, aber immer mit Stress für die Mutter.


    Wenn man das abschaffen würde, hätten wir ganz neue Möglichkeiten.


    Ich finde es die zivilisiertere Lösung, wenn einfach das Kind finanzielle Ansprüche gegenüber Vater ;) Staat hat. Der zickt nämlich nicht rum, weil er was anderes vorhatte als Kinder zu kriegen.

    Im Übrigen müssen wir die fossilen Energieträger im Boden lassen.



    Xenia mit Te (Herbst 04) und Ka (Herbst 07) und Ha (Feb 12)

  • ich stell hier gerade - und nicht zum ersten Mal fest - dass hier Diskussionen nicht möglich sind. Was wirklich schade ist, da ich das Thema hochspannend finde und mich gerne daürber austauschen wollte. Deswegen habe ich mich auch verleiten lassen, wieder zu schreiben. Hätte es ja besser wissen sollen.


    1.) alle meine Fragen werden nicht beantwortet - gerade auch von ainu, die dann ja aber mit ihrem Kommentar reingrätschen konnte

    2.) ich werde vor allem von Iverna und janos mehrmals grundlos angepampt und lächerlich gemacht - ohne jeden Grund anstatt argumentativ auf meine Beiträge einzugehen.


    Finde ich von der Dynamik sehr spannend bzw sagt mir dann auch wieder alles was ich wissen muss.


    Ich setze mich jetzt lieber auf die Finger statt noch böse Kommentare loszuwerden.

    Aber jetzt seid ihr mich ja los dann dürft ihr euch wieder gegenseitig auf die Schulter klopfen... Mist ich wollte ja eigentlich nicht böse werden :-)... bin schon weg

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • 1.) alle meine Fragen werden nicht beantwortet - gerade auch von ainu, die dann ja aber mit ihrem Kommentar reingrätschen konnte

    danke. ich hab heute um 8h mein kind in die schule gebracht, war um 8h15 bei der Arbeit, hab den ganzen morgen damit zugebracht, zuerst einen historischen Kontext zu einem Thema zusammenzustellen, dann ein Seminar vorzubereiten, war kurz Mittagessen, hab danach das Seminar weiter vorbereitet, danach hab ich das Seminar geleitet, Hinterher wollten die Studis noch Dinge, dann hab ich aufgeräumt. Um 18h15 hab ich meinen Arbeitsplatz verlassen, mein kind aus der Krippe geholt, wir sind einkaufen gegangen. um 19h war ich zuhause, hab dem kind kurz essen gemacht, es vor den Fernseher geparkt, um das zweite kind abholen zu gehen von seiner Schulaktivität, weil schon am eindunkeln, das zweite kind nach hause gebracht, essen gemacht. Kinder ins Bett gebracht, vorgelesen, mir die Heulerei des grossen Kindes wegen Schulproblemen angehört, dann gesungen und gutnachtritual. Wegen der Schulaktivität von kind1 war alles verspätet. Die kinder waren kurz vor 21h im Bett. So. dann kam ich hierher und hab mal angefangen zu lesen,. Dazwischen musste ich aber abwaschen, weil Geschirrspüler kaputt, mir was zu essen machen, weil es vorher nicht gereicht hat und ich seit dem mittag nichts mehr hatte, und auch noch ein paar mails beantworten, zu denen heute bei der Arbeit wegen dem Seminar keine zeit war.

    Mal gucken ob ich jetzt noch lust auf Antwort habe.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • claraluna , Ich versuche ja zu verstehen, was du meinst. Aber etwas anderes als dass es nicht Aufgabe der Gesellschaft sein soll, für ihre Kinder zu sorgen lese ich nicht. Und das verstehe ich nicht.


    Alle hier leben und profitieren vom solidarprinzip - wie soll eine derart gestrickte Gesellschaft funktionieren, wenn die, die sich nicht selbst versorgen können nicht durch die Gesellschaft selbst getragen werden?


    Warum soll es "privatvergnügen" werden, für seine Kinder zu sorgen? Damit noch mehr von denen, die es nicht so gut erwischt haben hinten runter fallen?


    Ich verstehe wirklich überhaupt nicht, was du meinst - du kannst doch nicht ernsthaft fordern, dass all die Dinge, die gesetzlich verankert und durch die Steuergelder von allen hier bezahlt abgeschafft werden? Bezahlbare kitas, Schule für alle, kostenlose Krankenversicherung in der GKV - das kann niemand ohne querfinanzierung durch das allgemeinwesen leisten. Ich nehme mal an auch du nicht? Oder kannst du jeden Monat ein paar tausender für die Bildung deiner Kinder zahlen? Oder die Kosten für Arzt und Zahnarzt?

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  • Danke inverna, wie geschrieben ich liebe sie, und sie ist aufgrund anderen Dinge eine tolle Frau/Mutter/Oma... ihre Mutter war Alleinerziehende mit 4 Kindern...

    wie ebenfalls geschrieben, ich hab diverse Modelle und Finanz lagen durch...das aktuelle Modell ist für uns alle das beste

  • männer, weil sie keinen bock drauf haben und frauen, weil sie das RICHTIG gemacht sehen wollen und es ihnen eine herzensangelegenheit ist.

    Ich glaube a) nicht, dass Männer grundsätzlich keinen Bock auf Kindererziehung haben - das stimmt schlicht nicht. Und wie es RICHTIG ist, ist zu weiten Teilen auch eine subjektive Einschätzung.

  • danke. ich hab heute um 8h mein kind in die schule gebracht, war um 8h15 bei der Arbeit, hab den ganzen morgen damit zugebracht, zuerst einen historischen Kontext zu einem Thema zusammenzustellen, dann ein Seminar vorzubereiten, war kurz Mittagessen, hab danach das Seminar weiter vorbereitet, danach hab ich das Seminar geleitet, Hinterher wollten die Studis noch Dinge, dann hab ich aufgeräumt. Um 18h15 hab ich meinen Arbeitsplatz verlassen, mein kind aus der Krippe geholt, wir sind einkaufen gegangen. um 19h war ich zuhause, hab dem kind kurz essen gemacht, es vor den Fernseher geparkt, um das zweite kind abholen zu gehen von seiner Schulaktivität, weil schon am eindunkeln, das zweite kind nach hause gebracht, essen gemacht. Kinder ins Bett gebracht, vorgelesen, mir die Heulerei des grossen Kindes wegen Schulproblemen angehört, dann gesungen und gutnachtritual. Wegen der Schulaktivität von kind1 war alles verspätet. Die kinder waren kurz vor 21h im Bett. So. dann kam ich hierher und hab mal angefangen zu lesen,. Dazwischen musste ich aber abwaschen, weil Geschirrspüler kaputt, mir was zu essen machen, weil es vorher nicht gereicht hat und ich seit dem mittag nichts mehr hatte, und auch noch ein paar mails beantworten, zu denen heute bei der Arbeit wegen dem Seminar keine zeit war.

    Mal gucken ob ich jetzt noch lust auf Antwort habe.

    bist du getrennt, dass dein mann so gar nicht vorkommt in dieser Geschichte? ihr hatte doch probleme so weit ich mich erinnern kann.

    sonja mit Eisprincess (03) + kleinronaldo (06)

  • 1.) alle meine Fragen werden nicht beantwortet - gerade auch von ainu, die dann ja aber mit ihrem Kommentar reingrätschen konnte

    Ich habe Deine Fragen beantwortet. Daraufhin konnte ich mir dann sagen lassen, ich lebe einen Pipi Langstrumpf traum und versuche mir die Welt so zu machen wie sie mir gefällt. Joa, das hebt das Diskussionsniveau gewaltig.


    Und mir geht es da so ähnlich wie Janos. Eine Gesellschaft die die Schwächsten nicht mitträgt und alles zum Privatvergnügen erklärt ist auch nicht die Lösung.


    Ich erlebe das grad in einer FB Gruppe. Da schreibt eine AE aus den USA über ihren versuch eine Wohnung zu bekommen. Sie arbeitet in einem Scheiß Job, damit sie überhaupt irgendwie Kohle rein bekommt und der war schon schwer genug zu bekommen, weil sie keine Wohnung hat und bei Bekannten untergeschlüpft ist und bekommt Wohnungsmäßig reihenweise Absagen. Wenn jetzt noch sie oder ihre Tochter krank würden, ist der Ofen aus. Dann kann sie von der nächsten Brücke springen.


    Solche Verhältnisse können doch nicht ernsthaft das Ziel sein?


    Und ja, Zuwanderung hilft damit das Pensionssystem nicht vollkommen kollabiert. Aber Flüchtlinge dürfen ja nicht arbeiten und zahlen somit keine Steuern. Was hilft uns das dann? Und viele Menschen wollen einfach Kinder bekommen. Aus welchen Gründen ist ja auch vollkommen egal und das geht uns schlicht nichts an. Menschen bekommen Kinder und die kann man doch dann nicht hängen lassen, nur weil man findet es gibt eh schon viel zu viele Menschen auf diesem Planeten. Was ist dann der nächste logische Schritt? Die schon erwähne Sterilisation?


    Nein, ich will keine noch ärgere Ellbogengesellschaft. Ich will wieder mehr Solidarität. Meinetwegen ist dieser Wunsch halt Bullerbü, aber das ändert nichts an der Tatsache dass ich glaube, dass es der Bessere Weg wäre.


    Und noch was ganz anderes: ich glaub ich hab jetzt endlich verstanden was Xenia für ein Gesellschaftsmodell vorschlägt. Auch damit könnte ich besser leben als mit "Kinder sind Privatvergnügen".

    Lg,
    Almarna


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  • Um mal etwas zur Ausgangsfrage zurück zu kehren. Warum ist in Deutschland das Frauenbild so konservativ. Vermutlich weil Deutschland sehr traditionsverbunden ist? Man sich generell mit allem Neuen und Fremden hierzulande schwer tut? Weil Deutschland als ganzes mit dem Modell ganz gut gefahren ist und deswegen politisch gesehen da keine Notwendigkeit zu einer Veränderung besteht?


    Mittlerweile wäre es wohl Zeit für einige Änderungen, insbesondere am Rollenbild, darüber herrscht wohl weitestgehend Konsens. Bei den wenigen rühmlichen Ausnahmen bin ich schon oft ein wenig neidisch. Allerdings sehe ich das, vermutlich wegen des anfangs verlinkten Artikels, ebenfalls zu sehr auf das Thema Kinder und deren Erziehung beschränkt.


    Was immer so nett als "Care Arbeit " bezeichnet wird, ist doch in Wahrheit überwiegend die "Drecksarbeit", in dem Sinne, dass da eigentlich die wenigsten drauf Lust haben und das in den meisten Fällen - sorry - wie Hundekacke an Schuhsohlen der Frauen klebt. Und da zeigt sich meiner Meinung nach das konservative Frauenbild in aller ungeschönten Deutlichkeit.


    Wie sich das ändern lässt, wüsste ich auch gerne, vermutlich am ehesten noch durch Erziehung der eigenen Kinder, wenn z.B. gerade die Jungs frühzeitig mit im Haushalt helfen lernen. Am besten mit dem Papa zusammen. So und das nehm ich mir jetzt mal fest vor. Ändern kann man ja meistens nur bei sich selbst was. Und wenn ich es hier in meinem Haushalt nicht mal gebacken bekomme, brauch ich mich über die rückständige Gesellschaft nicht wundern.

  • Ein toller Beitrag, PaMa  :)

    Danke dafür! Aus meiner Sicht hast du das Thema sehr schön mal wieder zur Ursprungsfrage zurückgeführt. Und ich sehe es wie du, dass es letztlich der erste (und für viele wie z.B. auch mich der vorerst einzig mögliche) Schritt ist, im eigenen Leben anzufangen. Babyschritte zur Tür :)

  • ch habe Deine Fragen beantwortet. Daraufhin konnte ich mir dann sagen lassen, ich lebe einen Pipi Langstrumpf traum und versuche mir die Welt so zu machen wie sie mir gefällt. Joa, das hebt das Diskussionsniveau gewaltig.

    weil es mich wirklich interessiert.... ganz ehrlich.


    Du hast meine Frage nicht beantwortet: Wie finanzierst Du das und wie setzt Du das um?

    Du hast lediglich geschrieben, dass es Dir nicht nur um die Löhne im sozialen Bereich geht.


    Du hast eine These aufgestellt: CARE Arbeit soll entlohnt werden.

    Bist aber die Antwort schuldig geblieben, wie das finanziert werden soll und wie man das umsetzt.

    So und jetzt bin ich gespannt.

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Was immer so nett als "Care Arbeit " bezeichnet wird, ist doch in Wahrheit überwiegend die "Drecksarbeit", in dem Sinne, dass da eigentlich die wenigsten drauf Lust haben und das in den meisten Fällen - sorry - wie Hundekacke an Schuhsohlen der Frauen klebt. Und da zeigt sich meiner Meinung nach das konservative Frauenbild in aller ungeschönten Deutlichkeit.


    Wie sich das ändern lässt, wüsste ich auch gerne, vermutlich am ehesten noch durch Erziehung der eigenen Kinder, wenn z.B. gerade die Jungs frühzeitig mit im Haushalt helfen lernen. Am besten mit dem Papa zusammen. So und das nehm ich mir jetzt mal fest vor. Ändern kann man ja meistens nur bei sich selbst was. Und wenn ich es hier in meinem Haushalt nicht mal gebacken bekomme, brauch ich mich über die rückständige Gesellschaft nicht wundern.

    auf die Finger mir selber klopf weil ich es nicht lassen kann


    ich kann Dir sagen wie sich das ändert und wie ich das schon tausendmal geschrieben habe.


    Weil ich es selber getan habe. Mein Mann und ich haben von vornherein unseren Haushalt und alles was dazu gehört gemeinsam geschmissen.... und das bei den Kindern so fortgeführt. Und genau das schreibe ich auch immer... Änderung fängt bei einem selbst an.

    Würden das alle so machen wie wir.... hätten Mann und Frau überall die gleichen Probleme und Vorteile....


    aber mein Fazit nach dieser Diskussion auch wieder : es ist leichter der Gesellschaft die "Schuld" zuzuschieben...


    Und auch das ist eine Wiederholung: wir sind die Gesellschaft...

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • claraluna


    Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens wäre vermutlich eine mögliche Antwort. Damit wäre ja im Prinzip die Care Arbeit erstmal so weit bezahlt, dass man nicht mehr zwanghaft jeden Job mit absolut zu niedriger Bezahlung für die erbrachte Leistung annehmen muss, um über die Runden zu kommen. Damit würden auch soziale Berufe hoffentlich endlich mal besser und angemessen bezahlt, weil sich das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage am dortigenArbeitsmarkt endlich mal in Richtung der Arbeitnehmer verschieben würde. Finanzierbarkeit ist oft die erste Frage. Ich würde den Etat für Militär kürzen :diablo: Spaß beiseite. Für mich wirklich eine Frage der Priorisierung. Will ich soziale Gerechtigkeit oder lieber .... was anderes ;)

  • Das bedingungslose Grundeinkommen ist keine Lösung für gar nichts. Die Menschen haben unterschiedlichen Bedarf. Es ist überhaupt nicht „gerecht“ wenn man dem reichen Erben den gleichen Betrag Grundeinkommen auszahlt wie der Frau im Rollstuhl, die sich für jeden Schritt fremde Hilfe zukaufen muss.

    Im Übrigen müssen wir die fossilen Energieträger im Boden lassen.



    Xenia mit Te (Herbst 04) und Ka (Herbst 07) und Ha (Feb 12)

  • Hmmm.... claraluna .... ich hab dir ja quasi schon in meinem ersten Post recht gegeben. Ja, man muss bei sich selbst anfangen.


    Es freut mich für dich, dass dir das geglückt ist. Da hattest du aber vermutlich auch ein wenig Glück, dass dein Mann da mitmacht. Bei meinem habe ich das schon sehr sehr oft versucht, aber damit gegen jahrelange Erfahrung aus seiner eigenen und auch meiner Erziehung anzukommen, ist gar nicht so einfach. Es ist sehr schwierig solche antrainierte Automatismen abzulegen. Überhaupt erstmal die Erkenntnis, dass es hier eine gewaltige Schieflage gibt, ist ja immerhin schon mal der erste Schritt.


    Ja, wir sind die Gesellschaft. Aber hoffentlich eine solidarische. Wenn du ein Problem für dich gelöst hast, wäre es noch viel besser, wenn du die Lösung mit anderen teilst in Form konkreter Tipps, anstatt dir selbst auf die Schulter zu klopfen, wie toll du bist und dich über die Dummheit anderer zu beschweren/freuen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von PaMa ()

  • Du hast meine Frage nicht beantwortet: Wie finanzierst Du das und wie setzt Du das um?

    Du hast lediglich geschrieben, dass es Dir nicht nur um die Löhne im sozialen Bereich geht.

    Ich bin weder Politiker, noch Wirtschaftsökonomin. Wenn ich die durchschlagende Idee hätte, wäre ich vermutlich eines von beidem.


    Wenn ich mir aber anschaue, wieviel es ZB in Österreich gekostet hat mit dem Militär die grüne Grenze "Abzusichern" um damit die unglaubliche Zahl von 10 (!) illegalen Grenzgängern zu fangen, dann denk ich mir: offenbar ist ja Geld für solche sinnlos Aktionen da. Der Einsatz hat 20 Millionen Euro gekostet. Österreich hat nicht ganz 9 Millionen Einwohner. Und das ist ganz sicher nicht der einzige Unsinn für den Steuergeld verschwendet wird. Ich bin mir sicher dass ein BGE finanzierbar wäre, wenn man es denn ernsthaft versuchen würde. Statt dessen werden Sozialleistungen gekürzt und Politikergehälter erhöht.