Frauenbild in Deutschland...warum nur so konservativ ?

  • Selbstverständlich bin stolz darauf, dass es bei uns so geklappt hat, es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Glück zu haben eine Bereeung zu finden bei der man mit gutem Gewissen sein Baby lassen kann, es ist -was ich erschreckend finde- scheinbar auch keine Selbstverständlichkeit das Frau einen Partner findet der so nit zieht. Ich liebe meine Familie, bin stolz zwei wundervolle Töchter zu haben, mit denen das funktioniert hat, hätte auch anders aussehen können, wir hätten ganz sicher „unseren Weg“ nicht um jeden Preis durchgezogen, aber für uns hat es funktioniert...warum sollte ich da denn bitte nicht stolz drauf sein?


    Selbstverständlichkeit hat unser System Risiken, die habe ich nie verschwiegen, nach Problemen mit meiner ersten Firma (lange Präsenszeiten, Kinderkranktage, spontane Auskandsaufenthalte) habe ich lange gesucht bis ich eine familienfreundlichere Firma gefunden habe, klar laufen wir auch mal am Limit und ganz klar denkt man schon mal, dass das alles ganz schön viel ist, das halte ich für völlig normal, egal welches System man wählt.

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf

  • , klar laufen wir auch mal am Limit und ganz klar denkt man schon mal, dass das alles ganz schön viel ist, das halte ich für völlig normal, egal welches System man wählt.

    Ich glaube, das kann frau gar nicht oft genug betonen!

    Kinder grosszuziehen ist immer zwischendurch "ganz schön viel" - egal wie es organisiert ist. Und auf Hilfe sind alle Familien ab und an mal angewiesen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Aber die hilfe wäre doch im ersten jahr dagewesen, warum habt ihr sie nicht genutzt???

    Erstens: bei mir wäre sie das nicht gewesen, hier war ich eine der ersten glücklichen Frauen, die von den 12 Wochen Lohnfortzahlung profitiert haben.


    Zweitens: scheint schwer vorzustellen zu sein, aber es ist einfach so: wie ich es nicht wollte! Nicht jede Frau ist - und da können die Biologisten noch so viel versuchen Argumente zu suchen - glücklich, wenn sie ein Jahr zuhause mit Kind bleiben muss. Für mich wäre es der absolute Horror - und nochmal: klar ein Grund gegen Kinder gewesen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ja, bei mir wie bei Talpa

    Daheim bleiben MÜSSEN wäre ein Grund gegen ein Kind gewesen.

    Da ichnun schon verlängerten Mutterschutz von 16 Wochen hatte, war das alles andere als toll. ich DURFTE nichts machen und fühlte mich bevormundet und gefangen.

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • Aber die hilfe wäre doch im ersten jahr dagewesen, warum habt ihr sie nicht genutzt???

    Weil Kiwi unfassbarerweise einfach ihren Job liebt und arbeiten wollte? Was genau ist denn daran jetzt so unverständlich?


    Kiwi Ich bewundere gerade, dass du noch so freundlich antworten kannst, ich wäre inzwischen ausfallend geworden, glaube ich.

    Liebe Grüße
    Silke mit dem Großen 06/2006 und der Kleinen 06/2009

  • Haben wir doch. Erst in Form von Elterngeld und dann in Form einer guten Betreeung. Ich WOLLTE arbeiten. Ich liebe meinen Job. Für uns hat das so funktioniert.


    Und ganz ehrlich, einer Mutter die sich entschieden hat zu Hause zu bleiben und der ab und an mal die Decke auf den Kopf fällt, der Knall ich dich auch nicht lapidar hin „ warum gehst Du halt auch nicht arbeiten, gibt doch Betreuung!“


    Es hat in meinen Augen durchaus auch etwas mit Respekt zu tun die Lebensentscheidung anderer Frauen zu akzeptieren, auch wenn es mal Schieflagen gibt.


    Meine beste Freundin arbeitet nicht, gar nicht. Wenn ihr die Decke auf den Kopf fällt gehen wir zusammen weg oder ich babysitte ihre Kinder damit sie mit ihrem Mann mal los kann. Wenn mir alles zu viel wird, nimmt sie z.B. In den Ferien meine Jüngste mal einen Tag...wir sehen die Dinge unterschiedlich respektieren aber die jeweils andere Entscheidung und gehen gegenseitig davon aus, dass Jede ihr Bestes gibt und das Beste für ihre Kinder will.

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf

  • Aber die hilfe wäre doch im ersten jahr dagewesen, warum habt ihr sie nicht genutzt???

    Warum fragst du das? Also ich meine, gibt es einen Hintergrund zu der Frage, der nicht genau raus kommt?


    Ich stehe ja nun, was meine persönliche Entscheidung angeht, genau auf der anderen Seite von Kiwi .

    Ich fand es schlimm wieder arbeiten zu gehen und hab dann ja auch wieder aufgehört.

    Aber ich verstehe die Frage wirklich nicht.

    Warum darf sich eine Frau nicht dazu entscheiden auf die "Hilfen" zu verzichten und arbeiten zu gehen?

    #luftballon

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  • Gerade die ersten 9 monate nach der geburt ist die zeit der Mutter. Das ist die zeit des vollzeitstillens, die zeit der Rückbildung (körperlich und hormonell) und die zeit der Bindung und Erholung. Die Frauen gehören geschützt, indem ihre Arbeitsstelle ruht und der wiedereinstieg gesichert wird. Und auch die babies gehören geschützt, indem so eine 1:1 Betreuung ermöglicht wird.


    Öhm. Ich dachte das ist nicht so? Sondern dass gerade das ausschließlich 1:1 der Mutter mit dem Baby verhindert, dass auch der Vater (oder eine andere Bezugsperson) ebenso wichtig für das Kind werden kann wie die Mutter.


    Hier war doch eine Studie verlinkt mit Gehirnentwicklung beim Vater (oder so ähnlich) wenn er schon von Anfang an ganz eng einbezogen wird (oder bin ich jetzt blöd?)


    Ich würde mir (auch im Hinblick auf die Zukunft meiner Söhne) etwas anderes als Schutz für Eltern und Kinder wünschen: Dass es normal wird, dass in der Baby-Anfangszeit BEIDE Eltern eine Schonzeit bekommen (Ein Anfang ist ja gemacht, jetzt müssten nur noch die Väter ihre 2 Monate direkt nach der Geburt nehmen und sich diese Zeit dann auch voll für Baby und Mama nehmen). Damit auch die Väter sich hormonell (oder gehirnentwicklungsmäßig ;)) auf ihr Kind einschwingen können, damit sie die Mütter gleichzeitig im Wochenbett (im engeren Sinn) entlasten und von anfang an selbst ihren Anteil an der Care-Arbeit entwickeln können. Dass dann beide Eltern nicht Vollzeit in den Job zurück müssen, sondern sich Erwerbs- und Familienarbeit und Da-sein für ihre Kinder teilen können.


    Ich war mit Unterstützung meiner Mutter (weil ich freiberuflich weiter gearbeitet habe wenn auch erstmal mit sehr wenigen Stunden) ganz allein für meine Babys zuständig. Ich fand das furchtbar erdrückend und hätte mir so, so sehr gewünscht, dass sie auch bei ihrem Vater gerne bleiben. Dass nicht ich die Einzige bin, die diese Kinder zuverlässig beruhigen kann. Dass ich mal mit meiner Freundin ausgehen kann oder nicht heimhetzen muss oder mal in Ruhe was einkaufen kann, ohne Baby in der Umkleidekabine. Uns sind voll die alten Muster auf die Füße gefallen und bis wir das realisiert haben war es schon zu spät.


    Ich versteh auch nicht, was das mit "der Zeit des Vollstillens" zu tun haben soll. Wo kommt denn diese Überzeugung her? Selbst "Naturvölker" (falls nicht pc bitte Korrektur) kennen die Betreuung von Babys durch andere Personen als die Mutter (hatten wir doch mal im Forum sogar mal das Beispiel, dass zum Teil auch Männer die Babys nuckeln lassen zur Beruhigung, wenn Mama nicht verfügbar)


    Ich verstehe gerade echt nicht, was das soll quark - willst du wirklich "1:1 ausschließlich durch Mama" als flächendeckendes System der Zukunft?


    Als persönliche Entscheidung will ich das überhaupt nicht in Frage stellen. Wenn das für dich und deinen Mann so gut ist, ist das gar nicht in Frage zu stellen. Euer Leben, Eure Entscheidung.


    Aber so zu tun, als ob das DIE LÖSUNG für alle wäre - da bin ich wirklich baff, hast du das so gemeint?

    Viele Grüße
    Elena mit Mini1 (*2004) und Mini2 (*2006)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von elena ()

  • Ich hatte eine Art „Zwangsbeglückung“ beim Großen und muss zugeben, dass ich die Babyzeit bei den Kleinen viel mehr genießen konnte. Ja, ich saß nach 4 bzw. 4,5 Monaten das erste Mal wieder im Büro und habe meine vollgestillten Kinder jeweils beim Papa gelassen und ja, ich bin froh (stolz passt nicht so recht), dass das bei uns so geklappt hat und ich würde mir wünschen, dass viel mehr Familien diese Option auch hätten / sehen würden. Das bedeutet ganz sicher nicht, dass alle das so machen müssen, aber ich will, dass alle diesen (von mir empfundenen) Luxus der Wahlfreiheit haben. Da die U3-Betreuunsoption hier inzwischen suboptimal ist, geht das für uns nur, weil auch wir beide beruflich für ne gewisse Zeit zurückstecken.

    Meiner Meinung nach muss dafür viel stärker als bisher bei den Vätern und dem Männerbild angesetzt werden. Selbst hier diskutieren wir seitenweise, ob die Mütter es so oder so richtig machen, ob Frauen dies oder jenes tun müssten etc. Ich wünsche mir viel mehr verantwortungsvolle Väter, die nicht ausschließlich finanzielle Verantwortung übernehmen. Es kann doch nicht sein, dass die Entwicklung so läuft, dass frau entweder, den Beruf lange aufgibt bzw zurückstellt oder ihre Kinder früher oder länger „weggibt“ als ihr lieb ist, während der Vater länger arbeitet (statistisch belegt) und ne Gehaltserhöhung bekommt, weil er ja jetzt ne Familie ernähren muss (meine Wahrnehmung, nicht recherchiert, ob statistisch belegbar).


    Kiwi : Danke, dass du so ruhig bleibst! Werde mir deine besonnene Reaktion bei nächster Gelegenheit als Vorbild nehmen :-).

  • huch...Das klingt ja schrecklich verärgert hier alles...


    Ich hatte quark so verstanden, dass sie lediglich darauf verwiesen hat, auch die Mütter bei dieser Diskussion um fremdbetreuung nicht aus den Augen zu verlieren. Immer geht es nur darum, wie Babys optimal versorgt werden. Ich finde, da gehen die Mütter in der Argumentation schnell verloren. Gerade dieses elendige nächtliche aufstehen, egal ob stillend oder nicht.


    Meinethalben darf auch gerne der Vater diese undankbare Rolle einnehmen. Und die muss auch nicht 9 Monate dauern sondern kann gerne auch mach acht Wochen oder zwei Jahren zu Ende sein. Ich fand es nur einen wichtigen Einwand auch mal daran zu erinnern, dass kleinstkind schlaucht.


    Daraus muss man keinen "Zwangsschutz" für Mütter oder Väter rauslesen, sondern es ist lediglich ein Aspekt von vielen, die bei der Vereinbarkeit von Job und Familie zum tragen kommen können.




    Ich hatte Quark auch so gelesen und für die unglückliche Wortwahl hat sie sich ja schon längst entschuldigt.

  • huch...Das klingt ja schrecklich verärgert hier alles...

    Nö, gar nicht verärgert.


    Aber die hilfe wäre doch im ersten jahr dagewesen, warum habt ihr sie nicht genutzt???

    Quark hat nachgefragt und einige haben (meiner Meinung nach sehr gesittet und freundlich) erklärt, warum es für sie (!!!!) ein Zwang gewesen wäre, wenn diese "Hilfe" die einzige Möglichkeit gewesen wäre.

    Daraus muss man keinen "Zwangsschutz" für Mütter oder Väter rauslesen, sondern es ist lediglich ein Aspekt von vielen, die bei der Vereinbarkeit von Job und Familie zum tragen kommen können.

    Ja, es ist nur ein Aspekt - und deshalb ist es so enorm wichtig, dass auch in der Wortwahl kein Zwang entsteht.

    Dieses unterschwellige "wie könnt ihr bloss" hören alle Mütter ja immer wieder... und ich finde es durchaus angebracht, darauf hinzuweisen, wenn das mal wieder der Fall ist - auch wenn es gar nicht so gemeint war.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Zitat

    "wie könnt ihr bloss" hören alle Mütter ja immer wieder.

    da möchte ich ganz fett das ALLE herausstellen.


    und das betrifft auch andere frauen in der umgebung und sogar hier im forum, nicht nur eine abstrakte gesellschaft. und zwar gegenüber allen modellen.

    "Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

    Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.

    Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.

    Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“


    Pfarrer Martin Niemöller

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von VivaLaVida ()

  • Zitat

    "wie könnt ihr bloss" hören alle Mütter ja immer wieder.

    da möchte ich ganz fett das ALLE herausstellen.


    und das betrifft auch andere frauen in der umgebung und sogar hier im forum, nicht nur eine abstrakte gesellschaft.

    und natürlich nur die Mütter/Frauen:

    - warum hast Du keine Kinder/soviele Kinder?
    - warum vermittelst Du Deinem Kind so ein schlechtes Rollenbild/warum vernachlässigst Du Dein Kind so egoistisch?


    Nein, Männer hören sowas nicht, egal welchen Weg sie wählen.

  • Warum stellen wir so oft „die Entscheidung der Frau“ infrage (die vermutlich ja in sehr vielen Fällen eine gemeinschaftliche Entscheidung war/ist)? Das verstehe ich wirklich nicht. In unserem Umfeld gibt es recht unterschiedliche Modelle und während die Frauen tatsächlich oft reflexhaft meinen ihre Entscheidung (egal welche) verteidigen zu müssen, erlebe ich das bei Männern nicht (auch wieder unabhängig von deren persönlichen Entscheidungen). Sowohl der Mann mit hauptverdienender Ehefrau als auch der Alleinverdiener, dessen Frau seit acht oder zehn Jahren außerhäusig nur sehr kurz mal geringfügig beschäftigt war stellen ihre Situation vor ohne damit zu rechnen, allzu kritisch hinterfragt zu werden.

  • Ich würde mir (auch im Hinblick auf die Zukunft meiner Söhne) etwas anderes als Schutz für Eltern und Kinder wünschen: Dass es normal wird, dass in der Baby-Anfangszeit BEIDE Eltern eine Schonzeit bekommen (Ein Anfang ist ja gemacht, jetzt müssten nur noch die Väter ihre 2 Monate direkt nach der Geburt nehmen und sich diese Zeit dann auch voll für Baby und Mama nehmen). Damit auch die Väter sich hormonell (oder gehirnentwicklungsmäßig ;)) auf ihr Kind einschwingen können, damit sie die Mütter gleichzeitig im Wochenbett (im engeren Sinn) entlasten und von anfang an selbst ihren Anteil an der Care-Arbeit entwickeln können. Dass dann beide Eltern nicht Vollzeit in den Job zurück müssen, sondern sich Erwerbs- und Familienarbeit und Da-sein für ihre Kinder teilen können.

    Danke dafür!

    Das sehe ich genauso. #blume

    btw. Die beiden "Vätermonate" sind keine Monate nur für Väter, die gibt es zusätzlich, wenn die Eltern beide Elternzeit nehmen. Die Elternzeit kann dabei auch anders aufgeteilt werden (Jeweils 7 Monate, er 8 Monate, sie 6 Monate...)


    Warum stellen wir so oft „die Entscheidung der Frau“ infrage [...]

    und während die Frauen tatsächlich oft reflexhaft meinen ihre Entscheidung (egal welche) verteidigen zu müssen, erlebe ich das bei Männern nicht (auch wieder unabhängig von deren persönlichen Entscheidungen).

    Sowohl der Mann mit hauptverdienender Ehefrau als auch der Alleinverdiener, dessen Frau seit acht oder zehn Jahren außerhäusig nur sehr kurz mal geringfügig beschäftigt war stellen ihre Situation vor ohne damit zu rechnen, allzu kritisch hinterfragt zu werden.


    Das habe ich anders erlebt.
    Mein Mann mußte seine Elternzeiten bei Kind 3 und 4 durchaus verteidigen.

    Talpa Warum er so viele Kinder hat durfte er sich auch schon oft anhören.

    "Über besorgte Bürger wusste er Bescheid. Wo auch immer se sich aufhielten: Sie sprachen immer die gleiche private Sprache in der "traditionelle Werte" und ähnliche Ausdrücke auf "jemanden lynchen" hinaus lief." Terry Pratchett: Die volle Wahrheit
    LG Bryn mit Svanhild (*01), Arfst (*02), Singefried (*09) und Isebrand (*12)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Bryn ()

  • btw. Die beiden "Vätermonate" sind keine Monate nur für Väter, die gibt es zusätzlich, wenn die Eltern beide Elternzeit nehmen. Die Elternzeit kann dabei auch anders aufgeteilt werden (Jeweils 7 Monate, er 8 Monate, sie 6 Monate...)


    erwischt, denn das weiß ich natürlich und trotzdem ist es auch bei mir schon so verankert, dass es ja schon superprima ist, wenn ein Vater zwei Monate nimmt (bzw. aus Arbeitgebersicht oft schon Anlass das negativ zu werten)

    Viele Grüße
    Elena mit Mini1 (*2004) und Mini2 (*2006)

  • Mein Mann wird auch ständig gefragt, was das mit den vielen Kindern soll und dass jetzt wohl damit zu rechnen ist, dass er öfter mal wegen kindkrank zu Hause bleibt.

  • Aber das ist eben nicht bei allen möglich. Bei sehr vielen anscheinend schon deshalb nicht, weil die Männer verkappte patriarchen sind und vor den Kindern emazipatorisches gewäsch von sich geben, das sie dann ganz schnell vergessen, wenn Kinder geboren wurden.

    Ist das wirklich bei "vielen" so? Ich erlebe das im Umfeld anders.

    Ausser Haus arbeitende Frauen koennen, aber muessen nicht, emanzipiert sein; umgekehrt gilt fuer Hausfrauen, dass sie traditionellen Mustern folgen, aber das muss gar nicht sein.

    Ich sehe das auch so. Und warum muss eine Frau "unemanzipiert" sein, weil sie "traditionellen Mustern" folgt? Ich kann dieses Auseinanderdividieren von Hausarbeit (schlecht) und außerhäuslicher Arbeit (gut) nicht nachvollziehen. Ich gebe zu, ich alles andere als die geborene Hausfrau. Aber wenn ich mir manche Jobs anschaue, ist zu Hause Kuchen packen und den Vorgarten hübsch halten deutlich sinnstiftender. Ich habe auch schon sehr selbstbewusste Frauen kennengelernt, die einen großen Haushalt mit mehreren Kinder schmissen und dabei voll in ihrer Rolle aufgingen.