In der 5. Klasse Wechsel auf Waldorfschule?

  • Hallo ihr Lieben,


    mein Sohn (er hat vermutlich Asperger) tut sich wahnsinnig schwer mit der Schule. Jeden Morgen hat er entweder Bauch- oder Kopfschmerzen und will nicht zur Schule. Oder lässt anrufen, weil er früher abgeholt werden will.


    Nun kam mir der Gedanke, ob er vielleicht auf einer Waldorfschule besser aufgehoben wäre. Ich kenne mich aber mit Waldorfschulen überhaupt nicht aus!


    Und vor allem frage ich mich, ob ein Wechsel nach 4 Jahren Regelschule Sinn macht...


    Könnt ihr mir dazu was sagen?

  • Hier eine Stimme für die Waldorfschule.

    In der Klasse meiner Tochter ist ein Junge mit asperger und es klappt ganz hervorragend. Kommt natürlich auch immer auf den Lehrer oder die Lehrerin an. Meine Kinder waren aus verschiedenen Gründen alle quereinsteiger. Tochter 1 in der siebten Klasse, Sohn 1 in der dritten, Sohn und Tochter 2 jeweils in der sechsten. Hat jedes Mal problemlos geklappt.

    Liebe Grüße Manu

  • Bei Waldorf seh ich ein großes Problem für ein Aspergerkind darin, dass ziemlich reglementiert ist was sie lernen und wissen dürfen. Zu viel Interesse an Sachen die grade noch nicht im Plan vorgesehen sind ist ziemlich unerwünscht. ALso laut Philosophie, wies der einzelne Lehrer umsetzt ist ja immer ganz unterschiedlich.

    Lass Dich nicht vom Bösen überwinden sondern überwinde das Böse mit Gutem.

  • Montessori würde ich für Asperger ausschließen.


    Meinem Gefühl nach gibt die Waldorfpädagogik dem Kind viel Sicherheit.

    Ich würde mich an der Schule beraten lassen und dann mit Kind hospitieren.

  • Ich finde, so pauschal lässt sich das nicht sagen weil es nicht "die Waldorfschule" oder "die Montessori-Schule" gibt. Da hilft nur, hospitieren, mit den Pädagogen sprechen, vielleicht sogar auch mal länger hospitieren? Das hat unsere Waldorfschule früher mit Kindern von der Regelschule gemacht, eine, zwei Wochen.

    es grüßt rosarot mit himmelblau (* april 09) und kunterbunt (*märz 11)

  • Für uns wäre es nichts.


    Aber es gilt: "Kennst du einen Autisten, kennst du einen Autisten."

    Und das gleiche kann man auch von Schulen, Klassen und Lehrern sagen. ;)


    Schule anschauen kostet ja nichts.

    Wichtiger fände ich allerdings, die Stressfaktoren zu finden.


    Ich kann dir gerne ein paar Ideen verlinken oder per Foto schicken, was helfen könnte.

  • Oh ja bitte!


    Ich denke, ich kenne seine Stressfaktoren. Er ist auf die weiterführende Schule gekommen und wir stecken mitten in der Trennung und hoffen bald umzuziehen.... Das reicht schon, um ihn zu überfordern.


    Aber für Tipps und Erfahrungen bin ich sehr dankbar!

  • Wir befassen uns gerade mit Schulen (Kind wird kommendes Jahr schulpflichtig) und haben uns deswegen auch die hiesige Waldorfschule angeguckt vor kurzem (in Mainz) - das war ein Infotag sowohl für Grundschul- als auch weiterführende Schule-Interessenten - und da wurde auch erzählt, dass viele nach der Regel-Grundschule zur 5. auf die Waldorfschule wechseln und es da nie Probleme gibt und die Kinder sich gut einfinden und es eigentlich eher als angenehm empfinden.

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • und wir stecken mitten in der Trennung und hoffen bald umzuziehen.... Das reicht schon, um ihn zu überfordern.

    Daran wirst du nicht so viel ändern können. :(
    Bzw. vielleicht doch: #idee1 (Die Fragen sind rhetorisch und nur als Denkanstöße und Strukturierungshilfe zu verstehen)

    Wie weit seit ihr mit den Modalitäten eurer Trennung?

    Könnt ihr die bisherigen Vereinbarungen schon mal kindgerecht schriftlich festhalten?
    Wenn es in Richtung "alle 14 Tage ein Wochenende" geht, schon mal einige wichtige Termine im Kalender festhalten.
    Ablauf von wichtigen Ereignissen bis ca. Weihnachten schon mal notieren (Wer, was, wann, wo)


    Er ist auf die weiterführende Schule gekommen

    Das ist ja auch eine Menge. #haare


    Wenn möglich

    • Fotos der Lehrer mit Namen im Stundenplan ergänzen.
    • Fächer im Stundenplan entsprechend der Heft-Farbe einfärben
    • im Hausaufgabenheft in gleicher weise die Tage vorbereiten
    • Grundriss der Schule und dort die Fachräume farblich markieren
    • Büroklammern als Lesezeichen, damit die aktuelle Seite nicht lange gesucht werden muss
    • Papier zum Abdecken der Buchseiten, so dass nur die aktuelle Aufgabe zu sehen ist
    • Ohropax und Sonnenbrille (oder Kapuzenpulli) für die Pausen (?)
    • Fixe positive Punkte im Tagesablauf suchen (Pause? Bei uns ist es der Schul-Kakao)

    Grundsätzlich gilt immer: Wer? Was? Wann? Wo?


    Gut ist auf jeden Fall für den Einstieg für dich und gegebenenfalls die Lehrer

    Themenheft Inklusion - Autismus vom Schulministerium NRW

  • Hospitiere! Es steht und fällt mit den Lehrern und mit dem Konzept natürlich.

    Meine Tochter war fünf Jahre auf der Waldorfschule, die ersten Jahre was es toll, ab der vierten Klasse unhaltbar. Sie ist jetzt sehr glücklich auf einer staatlichen Schule.


    Es ist sooooo unterschiedlich! Guck es Dir an, welche Schule auch immer. Ich glaube, das ist das Wichtigste.

  • Ich finde, so pauschal lässt sich das nicht sagen weil es nicht "die Waldorfschule" oder "die Montessori-Schule" gibt. Da hilft nur, hospitieren, mit den Pädagogen sprechen, vielleicht sogar auch mal länger hospitieren? Das hat unsere Waldorfschule früher mit Kindern von der Regelschule gemacht, eine, zwei Wochen.

    Hier kann ich mich anschließen. Ich denke es gibt kein richtig oder falsch.

  • was war denn ab der vierten Klasse Mio?

    Der dritte Klassenlehrerwechsel, völliges Unvermögen und Überforderung vieler Lehrkräfte (die meisten waren nicht mal ausgebildete Lehrer), überhaupt kein individueller Zugang zu den Kindern. Meine Tochter ist komplett untergegangen dort, weil sie keine Rampensau ist.

    Im Lernstoff waren sie auch sehr hinterher. Ich bin da immer entspannt gewesen, aber da war auch für mich Schluss. Die halbe Klasse hat gewechselt.

  • Da ich in etwa weiss wo Fairytale wohnt, glaube ich auch zu wissen um welche Walddorf Schule es geht, diese hat tatsächlich einen sehr gut Ruf, bei den Eltern die ich im Autismus Therapie Zentrum kennen gelernt habt. Das Problem ist aber eher, dass man als Eltern, hinter dem Konzept stehen muss.


    Fürmich und meine Autisten wäre das schwierig, insbesondere die sehr grossen Klassen, wären für uns ein Ausschlusskriterium.

  • Ich denke, ich kenne seine Stressfaktoren. Er ist auf die weiterführende Schule gekommen und wir stecken mitten in der Trennung und hoffen bald umzuziehen.... Das reicht schon, um ihn zu überfordern.


    Aber für Tipps und Erfahrungen bin ich sehr dankbar!

    Hm... das sind alles Faktoren, die sich durch einen erneuten Wechsel nicht ändern werden.

    Seid ihr mit der aktuellen Schule wirklich so unzufrieden? Magst du ihn dort nicht erst mal ankommen lassen? Und sehen wie es sich entwickelt, wenn sich eure Familiensituation wieder stabilisiert?

  • Ich denke, ich kenne seine Stressfaktoren. Er ist auf die weiterführende Schule gekommen und wir stecken mitten in der Trennung und hoffen bald umzuziehen.... Das reicht schon, um ihn zu überfordern.


    Aber für Tipps und Erfahrungen bin ich sehr dankbar!

    Hm... das sind alles Faktoren, die sich durch einen erneuten Wechsel nicht ändern werden.

    Seid ihr mit der aktuellen Schule wirklich so unzufrieden? Magst du ihn dort nicht erst mal ankommen lassen? Und sehen wie es sich entwickelt, wenn sich eure Familiensituation wieder stabilisiert?

    Die Schule wird er wegen des anstehenden Umzugs mit höchster Wahrscheinlichkeit eh wechseln müssen. Also ist es fast egal, wo er sich eingewöhnen muss...


    ari1980 : ich merke, dass ich vom waldorfschule Konzept eigentlich kaum etwas weiß... könntet ihr mir mal einen Überblick geben?


    Jetzt sind 27 Kinder in der Klasse, sind das auf einer Waldorfschule noch mehr?