Lernen lernen

  • Dann war es vermutlich schlecht ausgedrückt.

    Denn Vorbereiten auf den Unterricht ist bei mir nicht lernen.


    Meine Söhne lesen sich, genau wie viele hier (in der Theorie, haha!) beim Ranzenpacken durch was letzte Stunde los war. Meine sind Frühaufsteher und machen das morgens. Das dauert wenn sie es gewissenhaft machen 10 Minuten. Und wenn sie es nicht machen, ist das beim Abfragen trotzdem keine sechs.


    Tägliches Lernen kommt bei meinem mittleren Sohn nur in Latein und Griechisch vor, wegen der Vokabeln. Wenn ich abfrage, lasse ich ihn die Wörter auch konjugieren oder deklinieren. Das dauert dann schon etwas, das würde ich aber nie jeden Tag machen, meine Zeit ist ja auch begrenzt.


    Ich bleibe dabei: schau doch erstmal wie es läuft.

    Bei meinem Großen lief es irgendwann nicht mehr gut (8. Klasse) aber es war völlig ausreichend dann erst einzugreifen. Vorher wäre es auch sinnlos gewesen.

  • Ja eben, zu wissen was in der letzten Stunde vorkam ist für mich eben auch kein lernen.

    Und wie groß ist denn da tatsächlich die Notwendigkeit?

    Reicht es da nicht im Unterricht zuzuhören?


    Also muss da wirkluch gelernt werden?

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Also muss da wirkluch gelernt werden?

    Jein. Ich halte es fuer eine wichtige Fähigkeit zu wissen, wenn man etwas nicht verstanden hat oder nicht weiss. Und dann muss man eben halt noch mal das Material angucken. Deswegen finde ich gezieltes Wiederholen schon sinnvoll

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Nachtkerze : Aber das sollte das Kind doch einschätzen können, ob es in einem Fach etwas Grundlegendes nicht verstanden hat. Das merkt es doch normalerweise schon im Unterricht. Dann kann es natürlich nachfragen und nachlesen. Aber ich denke wie Mondschein , dass das nicht der Normalfall sein sollte. Dafür ist der Unterricht doch da, dass das Wissen ordentlich vermittelt und gefestigt wird.

    Ich frage genauer nach, wenn Noten ab 3 nach Hause kommen, ob es daran liegt, dass etwas grundsätzlich nicht verstanden wurde oder ob es einfach Schusselfehler waren oder Fragen missverstanden wurden.

    Freda mit dem Jan-Feb-Mär-Trio (01/05 + 02/08 + 03/12) #love


    Ich kaufe und verkaufe im Rabenflohmarkt

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  • Freda ich stimme dir da durchaus zu. Ich kenne aber durchaus Kinder, die nicht unbedingt merken, wenn sie etwas nicht verstanden haben

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  • Also muss da wirkluch gelernt werden?

    Jein. Ich halte es fuer eine wichtige Fähigkeit zu wissen, wenn man etwas nicht verstanden hat oder nicht weiss. Und dann muss man eben halt noch mal das Material angucken. Deswegen finde ich gezieltes Wiederholen schon sinnvoll

    Aber das ist eben etwas anderes, als jeden Tag für die Fächer des nächsten Tages zu lernen.


    Edit, aber kann man das nicht durch nachfrage rausfinden?

    Also ich frage auch: Und, was habt ihr heute in Chemie gemacht?

    Dann bekomme ich eine Antwort und kann ja ungefähr einschätzen, ob das Thema verstanden wurde.

    Dafür muss das Kind sich ja nicht hinsetzen und lernen.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
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    Einmal editiert, zuletzt von Mondschein ()

  • Hmm das Vorbereiten auf den nächsten Tag ist für mich "Lernen".. ich lese mir den Hefteintrag durch, evtl auch das, was dazu im Buch steht.

    Also muss da wirkluch gelernt werden?

    Jein. Ich halte es fuer eine wichtige Fähigkeit zu wissen, wenn man etwas nicht verstanden hat oder nicht weiss. Und dann muss man eben halt noch mal das Material angucken. Deswegen finde ich gezieltes Wiederholen schon sinnvoll

    Aber das ist eben etwas anderes, als jeden Tag für die Fächer des nächsten Tages zu lernen.


    ...

    Ist es das denn?? Für mich besteht da kein Unterschied..

    Für mich ist die Vorbereitung auf den nächsten Tag auch "lernen"..

    Dann rekapituliere ich, ob ich alles verstanden habe, die Zusammenhänge weiß und die wichtigsten Fachbegriffe. Ich wiederhole quasi den Stoff der vergangen Stunde und präge mir doch das ein, was nicht eh schon im Kopf drin ist.

    Ich wüsste nicht, warum ich das nicht "Lernen" nennen sollte...


    Anders gefragt, was ist für Euch dann Lernen? Für mich läuft alles unter dem gleichen Wort.. Vokabeln lernen, für Schulaufgaben lernen, fürs potentielle Ausfragen lernen.. da mach ich keinen Unterschied.. Ist das evtl ein regionales Ding? Ihr nennt das "Kind" also nur anders?

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    Einmal editiert, zuletzt von Gwynifer ()

  • Einige waren halt der Meinung, das sei überflüssig, man müsse da nichts in den Alltag einbauen weil eh keine tägliche Vorbereitung für den nächsten Tag notwendig ist.

    Daraus hat sich dann eine Diskussion entwickelt..

    "Einige" haben wahrscheinlich auch aufgrund der anderen Beiträge von Astrid zu ihren Kindern und der Schule so geantwortet wie sie es taten.


    Und ja, ich bleibe dabei, ein Kind das täglich alle ! Fächer wiederholen muss ist vielleicht nicht auf der richtigen Schulform. Ich persönlich empfinde das als viel zu viel Stress und bei uns wäre bzw wird es evt auch so sein, die Konsequenz ein Schulwechsel.

    Ich habe aber auche nicht vorher wie eine Wilde mit den Kindern gelernt um sie nur bloß aufs Gymnasium zu bekommen.

  • Es fehlt ja ein Teil.


    Wenn ich frage, was war Thema in Chemie.

    Kind antwortet.

    Dann setzt es sich nicht hin und lernt, weil dann kann er es ja.


    Aber ich bin da auch raus, weil das Kind in einem Alter, wo es selbst klarkommen muss und sich aktiv Hilfe holt.

    Und ja eh jemand, der nahezu nichts für die Schule machen muss.


    Ich hätte es aber wirklich schlimm gefunden, wenn das jeden Tag zusätzlich zu Hausaufgaben usw. nötig gewesen wäre. Nschmittagsunterricht gibt es ja auch noch.


    Wann haben Kinder denn dann Freizeit?

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  • Hier läuft es so ähnlich, wie bei Mondschein . Im Alltagsgespräch fließt ein: Was habt Ihr den heute so gemacht, gab es Zensuren, muss ich was unterschreiben, steht morgen eine Arbeit an, hast Du dafür alles verstanden ...

    Kind überprüft beim Ranzenpacken seine Hefteinträge, schaut, ob alles eingeheftet ist, ob noch was im Hausaufgabenheft nicht abgehakt ist, bringt die Brotdose und Trinkflasche in die Küche, .... Dauer max. 10 min. Dazu 10 min Vokabeln + ggf. Hausaufgaben. Das ist für mich tägliche Routine, nicht lernen.

    Das dauert hier im Durchschnitt 30 min pro Tag (zzg. größere langfristige Projekte wie Plakate, Vorträge etc.). 1,5 h pro Tag zusätzlich zum Unterricht finde ich persönlich für ein Kind unzumutbar.



    Lernen ist für mich, wenn das Kind Texte aus dem Hefter (und dem Buch) gründlich nachliest, Abfragen macht (bzw. sich abfragen lässt), zusätzliche Übungsaufgaben löst, sich zusätzliche Notizen schreibt ...

    Das ist hier längst nicht täglich der Fall, sondern max. vor Arbeiten.

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  • Warum verstehen hier so viele "täglich ALLE" Fächer?

    Davon spricht doch gar niemand. Es geht um die Vorbereitung der Fächer, die am NÄCHSTEN Tag auf dem Stundenplan stehen. Je nach Stundenplan, Doppelstundenprinzip oder auch nicht können das unterschiedlich viele Fächer sein (bei uns dank Doppelstundenprinzip maximal 4 am Tag, zieht man dann Sport und Kunst ab, bleiben im Schnitt 1-3 Fächer, für die man sich evtl am Tag vorher vorbereiten muss (oder auch eben nicht, je nachdem, ob man sich eh alles noch weiß, was im Unterricht eine Woche vorher besprochen wurde).


    Ob man das jetzt "Lernen" nennt oder anders, das ist wohl ein regionales Ding.. für mich aber ging es um genau das in Astrids Frage.. um die Vorbereitung des kommenden Schultages. Ich nenne das "Lernen".. andere wohl nicht

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

    Einmal editiert, zuletzt von Gwynifer ()

  • Ich habe das verstanden mit täglich alle Fächer für den nächsten Tag.

    Es kann sein, dass ich das mal falsch geschrieben hab.


    Das sind aber je nach Tag (Sport und Kunst nicht eingerechnet) 3-7 Fächer.


    Und ja, ich kenne es weiterhin nicht so und finde es komisch.

    Die Vorbereitung des nächsten Schultages ist mit Hausaufgaben und Tasche packen abgeschlossen.

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  • Also, vielleicht solltet Ihr die Situationen genauer beschreiben, wenn Ihr von "Vorbereitung" oder "Lernen" sprecht.


    Unter Lernen verstehe ich, sich dezidiert hinzusetzen, Buch und Heft raus und dann nochmal alles durchgehen, eventuell herausschreiben, nachlesen bis man es sinngemäß richtig widergeben kann und damit zeigt, dass man es verstanden hat. Zeitaufwand sind dafür schon eher 15-40 Minuten.


    Beim Schultasche packen kurz ins Heft reinschauen und überfliegen ist kein Lernen für mich.


    Und zum Thema an sich:

    Wie geht es denn dem Sohnemann und was sagt der eigentlich dazu?

  • Hier geht es sogar so weit, dass in allen unangesagten Exen der Grundwissensstoff des gesamten Schuljahres abgefragt werden kann. So passiert in Biologie letztes Jahr: Da war das erste Thema die Zelle (die verschiedenen Zelltypen mit all ihren Bestandteilen, wie Zellkern, Zellmembran, Chloroplast, Vakuole etc etc) durchgenommen (Oktober in etwa war es da). Im Februar dann, als etwas ganz anderes Themar war, mussten Kinder dann nochmals eine Zelle mit ihren Bestandteilen (inkl der Fremdwörter) benennen.

    Sie wussten nur, Grundwissen kann jederzeit, immer abgefragt werden. Dass das Thema Zelle da aber nochmal dran kommt, war ganz und gar nicht klar, da gabs auch keine Tipps im Vorfeld.


    Welcher Erwachsene wüsste solche Fremdwörter noch, wenn er die vorher 1x gehört hätte, mit vielem anderen Stoff dazwischen?


    Genauso wurde am Ende des Schuljahres nochmal eine Grundwissensprüfung über den gesamten Grundwissensstoff des gesamten Schuljahres geschrieben. Eng bedruckt waren das im Lehrplan 8 Doppelseiten.. ich hab den Lehrplan Ausdruck gesehen. Das mussten die Kinder alles parat haben..

    Das Beispiel ist jetzt vielleicht extrem, aber genauso in Biologie 5. Klasse Gymnasium letztes Schuljahr passiert..

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Gwynifer das finde ich ohne einen Hinweis darauf, dass auch dieses Thema noch drankommen kann auch nicht okay.


    Aber dabei hätte es vermutlich auch nicht geholfen, täglich den Stoff der letzten Stunde nachzugehen.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • hm, Gwynifer das klingt echt schlimm.

    Wenn ich mich recht erinnere, hat Sarsaparille in einem anderen Thread berichtet,dass nur der Stoff der letzten Stunde abgefragt werden darf?!?

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -