Lernen lernen

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  • Kinder die nicht auf dem Gymnasium sind, sind nicht dumm oder zu dumm fürs Gymnasium.

    Hochbegabung bedeutet eben auch nicht automatisch, dass das Gymnasium die richtige Schule fürs Kind ist.


    Und wenn das Kind warum auch immer diese Anforderungen grad nicht schaffen kann, dann ist es aktuell auf der falschen Schulform.


    Den Ball der Schule würde ich mir so nicht mehr zuspielen lassen.

    Aber das musste ich für mich auch erst lernen.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Unser Thema :D, nur Tipps hab ich leider keine, außer: machen lassen. Hier (aktuell 7. Klasse) wird noch immer kein Stück gelernt - ich musste lernen mich da zurück zu nehmen und ihn seine eigenen Erfahrungen sammeln zu lassen und auch seine eigenen Techniken zu entwickeln. Er nimmt z.B. wahnsinnig viel übers Zuhören auf - das reicht bislang für Noten im 2er Bereich (ab und zu besser oder schlechter). Ich warte noch auf den Tag an dem sowas wie Ehrgeiz (was Schule angeht) entwickelt wird ;)


    Ich finde es etwas merkwürdig, dass die Schule da solche einheitlichen Richtlinien (mit Zeitvorgaben) raushaut. Der eine liest sich Vokabeln einmal durch und kann sie, der andere liest sie 20x und sie sitzen noch immer nicht...

    Räubermutter mit Räubersohn (01/2006), Rumpelkind (06/2013) und Räuberhund (09/2011)



    “We don’t stop playing because we grow old; we grow old because we stop playing.” (G.B. Shaw)
    G.B. Shaw
  • Freda Ich lese da raus, dass ich meinem Kind helfen soll einen Rahmen zu finden, in dem es zu Hause lernen kann, und dass ich schaue, ob das funktioniert, also die Nutzung des Rahmens, und wenn ich sehe, dass es nicht funktioniert, dann gibt es die Möglichkeit, sich Hilfe zu suchen. Ich habe das nicht so verstanden, als müsste ich mit meinem Kind die Lerninhalte erarbeiten und diese Erklären oder überprüfen, ob das Kind die Sachen verstanden hat. Oder ist das etwa so gemeint? Das fände ich dann allerdings auch schräg.

    Dass ein zehnjähriges Kind vollkommen in seiner Begleitung outgesourced wird (an die Schule), weil Eltern keine Zeit mehr haben, das fände ich wesentlich beunruhigender als wenn erwartet wird, dass Eltern Zeit für das Kind haben. Leider weiß ich auch, dass das so sein kann. Aber ist das der Normalfall?


    Und dann zu Kindern, die aufgrund von anderen Umständen nicht in dieses System passen... Normen sind dafür gedacht, den Alltag geschmeidig zu gestalten. Eigentliich sollten dadurch Ressourcen freiwerden, die es ermöglichen, dass Ausnahmen, also kranke Kinder, die keine Mutter haben, die zu Hause bleiben kann, dennoch nicht unterwegs verloren gehen. Dass auch das oft nicht so funktioniert, ist auch bekannt.


    Ich finde es völlig normal, wenn von Seiten der Schule gewünscht und erwartet wird, dass Eltern Interesse und Begleitung ihrer Kinder leisten können.

    Nicht normal und sinnvoll finde ich, wenn Eltern den Kindern beibringen sollen, was sie in der Schule lernen sollen.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Astrid

    Vielleicht ist das vor lauter Schelte untergegangen:

    Lass ihn Mal das Buch von Gorlimund lesen (alleine ;)) das ist gut geschrieben, meine mochten es.

    Nur kleine Anmerkung, wegen der Suche: Grolimund Fabian heisst der Autor.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Manchmal kann man auch konkret nochmal beim Lehrer nachfragen. Ist gerade bei uns so gewesen. Beim Elternabend wurden ganz klare Angaben zur Zeit und Kontrolle der Hausaufgaben durch die Eltern vorgegeben. Als ich dann nochmal extra fuer mein Kind nachfragte, dass weitgehend selbstständig arbeitet, meinte die Lehrerin, kein Problem, der weiss, was er kann und fragt notfalls nach. Einfach machen lassen. Einem anderen Vater wurde geraten gezielter zu überwachen. Die Nachricht an alle Eltern war aber die gleiche.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Zitat von AstridK

    Wie macht ihr das denn bei euch Zuhause? Und was hat sich so bewährt im Alltag?


    Meine Tochter macht ihre schriftlichen Hausaufgaben (meistens haben sie schriftlich nur wenig auf) meist schon im Bus oder dann gleich beim Heimkommen. Dann ist erstmal Freizeit angesagt und abends geht sie dann mit Stundenplan die Fächer für den nächsten Tag durch und packt dabei gleich die Schultasche. Die neuen Vokablen wiederholt sie oft noch mal kurz vor dem Einschlafen.


    Nachdem sie schon zu Grundschulzeiten das lernen lernen musste ist das jetzt am Gymnasium eigentlich nichts mehr, wo sie meine Hilfe braucht.


    Ich möchte noch anmerken, dass es auch in Bayern nicht als Gott gegeben hingenommen werden muss, dass in allen Fächern unangekündigten kleine Leistungsnachweise (Exen) geschrieben werden.

    Aber auch bei den Fächern, wo nur angesagte Arbeiten geschrieben werden darf unangekündigt abgefragt werden. Und bei angesagten Arbeiten ist der Stoffumfang unter Umständen auch größer. Bei uns heißen die dann Kurzarbeiten und gehen über ein bestimmtes Thema, was schon mal 4 Wochen Stoff sein können.


    Ich denke auch, ein Kind, was JEDEN Tag lernen muss (Vokabeln ausgenommen), ist auf der falschen Schulform. Das ist für die Kinder sonst eine viel zu hohe Belastung.

    Meine Tochter ist in der 7.Klasse an einem bayerischen Gymnasium und lernt auch jeden Tag für alle am nächsten Tag drankommenden Fächer. Ob sie es wirklich muss, wäre die Frage. Aber wenn das Ziel mehr ist als nur die Klasse zu bestehen (und das ist bei ihr der Fall) würde ich fast sagen ja. Und ein wenig mehr als nur den Hefteintrag noch mal nachlesen ist es schon, zumal im Heft nicht allzuviel drin steht verglichen mit der Grundschulzeit.


    Die Gesamtzeit, die sie für Hausaufgaben plus Lernen aufwendet so im Schnitt eine Stunde täglich. Da bleibt bei Schulschluß um 13 Uhr doch noch eine Menge Freizeit, oder? Sie hat sich bisher jedenfalls weder über Umfang noch Schwierigkeitsgrad beschwert.


    Ich selber muss eigentlich nichts mehr kontrollieren oder helfen. Naja, bei der Rechtschreibung würde es wohl nichts schaden, wenn ich da mehr hinterher wäre.Aber insgesamt fahren wir gut damit, wenn ich mich komplett raushalte. Einzige Ausnahme ist Latein, da schau ich ein wenig darauf, dass sie auch alte Wörter wiederholt.

  • Gestern am Elternabend hat man uns aber eingebläut, dass wir da konsequent vorgeben sollen wann das Kind was zu tun/lernen hat und es auch kontrollieren, damit sie es denn spätestens in der 8. Klasse selbst können!!!!

    Wenn man das konsequent vorgibt, erlernt das Kind dadurch nicht unbedingt Selbständigkeit.


    Gibt es an Eurer Schule kein Training in Lernmethoden und Lernorganisation für die Schüler/innen? Eltern verfügen nicht notwendiger Weise über diese Kompetenzen. Hier wurden den Kindern sehr viele Tipps, Tricks und Vorgehensweisen vermittelt. Allerdings bekamen die Kinder vor Klassenarbeiten usw. auch immer nochmal Hilfestellungen auf einem Zettel mit nach Hause, worauf sie achten sollen und eine Checkliste. Das fand ich - im Vergleich zur Grundschule - sehr angenehm. Die Kinder können das nämlich wirklich selbständig bearbeiten und sich selber - ohne Elternhilfe - vorbereiten.

  • Salino : das sind drei verschiedene Optionen - Kurzarbeiten über bis zu 10(?) Unterrichtstunden, Stegreifaufgaben und angesagte kurze Leistungsnachweise. Unserer Erfahrung nach verursachen die angesagten Varianten weniger Stress und Hektik.

  • Astrid

    Vielleicht ist das vor lauter Schelte untergegangen:

    Lass ihn Mal das Buch von Gorlimund lesen (alleine ;)) das ist gut geschrieben, meine mochten es.

    Welches der Bücher meinst du denn? Ich finde mehrere. Das könnte für meine evtl auch etwas sein.

  • Astrid

    Klar, sagen die Lehrer, dass jedes Fach ordentlich vorbereitet werden soll. Du glaubst nicht, was ich meinen Schülern erzähl... Es gibt eine ganze Reihe Schüler, die machen grundsätzlich nur die Hälfte von dem, was gefordert ist. Um sie also gut ans Klassenziel zu bringen, fordere ich das doppelte. Mal vereinfacht ausgedrückt


    Blöd ist das die die, die versuchen genau zu machen, was ich vorgebe, dann oft nur den riesen Berg sehen.


    Ich hatte in der 5. Klasse massiv Probleme mit dieser Lehrererwartung. Fast hätten meine Eltern mich raus genommen. Ich hab die Kurve aber bekommen, weil ich gelernt hab mich zu organisieren. Mehr nicht. Meine Noten haben sich stabilisiert und bis zum abi ohne großen Aufwand auf 1er Niveau geblieben.


    Ich habe die Fähigkeit einen Text zu überfliegen und trotzdem zu wissen, was drin steht, perfektioniert. Stichwort quer lesen. Hilft mir jetzt oft noch ungemein und ist ja auch eine Fähigkeit, die nicht zu verachten ist.

    Zb hier im forum #super


    Ich will dich ermutigen, da auf die hochbegabung zu setzen. Das wird!


    Und dem Lehrer ist es wurscht, ob dein Sohn 15 min lernt oder mal eben drüber schaut. Wenn das Ergebnis stimmt...

    Mit einem Osterhäschen reich beschenkt ❤️

  • Ich habe mich immer sehr bewusst zum raushalten entschieden.

    Denn es ist eben das Problem am deutschen Schulsystem, dass es kaum Durchlässigkeit hat. Das Akademiker Kind hat einfach die Nase vorn. An unserer Grundschule sind Eltern dabei, die sind mit dem Stoff überfordert. Und trotzdem braucht das Kind doch eine Chance das Arbeiten zu lernen. Von der Schule. Mit den Lehrern.


    Und mein Sohn ist definitiv oft hinter den anderen gewesen, weil er eben schusselig ist. Aber es wird besser. Und ein Stück wird ihn seine verträumte, leicht träge Art immer Notenpunkte kosten. Aber das ist auch ok.

    ****Glitzer mit der schnecke (05/06), dem bär (11/08 ), dem hulk (06/13) und findus (04/17) #love ****
    #rabe Für Raben gibt es bei gluecksrabe 5% Rabatt (gebt bei der Bestellung "rabenrabatt5" ein)

  • Glitzer, ganz rausnehmen ist mein Ziel. Aber anleiten bis er es allein kann finde ich gerade auf dem Gym, das so ganz anders läuft als die GS doch in Ordnung. Bisher musste er ja nicht mal seinen Schulranzen für den nächsten Tag packen geschweige denn für den nächsten Tag lernen, noch Vokabeln pauken.

    Heute hat er irgendeine kurze Hausi aufgehabt - keine Ahnung was - Schuli gepackt - ich hab ihn noch kurz erinnert mal in sein Heft zu schauen falls es was für Morgen gibt - FERTIG.

    Also ich finde nicht, dass ich da in irgendeiner Weise Druck auf ihn ausübe.

    Die Schule hätte das aber gerne...

    Der Mathe-Lehrer, der eine Tochter in der 8. Gym und einen Sohn in der 5. Gym hat, hat selbst zugegeben, das er darüber früher anders gedacht hat - wer’s nicht packt ist halt nicht geeignet fürs Gym - seine Meinung hat sich aber durch seine eigenen Kinder komplett geändert. Nun sagt er, dass einige Kinder eben länger brauchen um zu wissen wie es geht, deshalb aber trotzdem fürs Gym geeignet sind, nur hat man da in D keine Wahl. Hier muss man in der 5. Klasse die Schule wechseln (zumindestens hier in meiner Ecke).Er hat es uns wirklich ans Herz gelegt diese Pläne zu erstellen und da ganz arg dahinter zu sein. Er hat uns auch ein 2-seitiges Dokument gegeben, in dem steht wie er möchte, dass die Heftgestaltung, die Hausaufgabe und das Lernen von statten geht.

    Nur auf Richtigkeit sollen wir nicht kontrollieren oder gar verbessern.

    Ab nächster Woche starten sie mit den Exen, ausgefragt wird schon jede Stunde.

    Ich bin gespannt wie ernst es Junior nimmt - ich laß ihn mal machen und erinnere ihn nur nachzuschauen, wenn er seinen Ranzen packt ob er sich für etwas vorbereiten sollte.

    Wenn du nach dem Menschen suchst, der dein Leben verändert,
    Dann schaue in den Spiegel.

  • Er hat uns auch ein 2-seitiges Dokument gegeben, in dem steht wie er möchte, dass die Heftgestaltung, die Hausaufgabe und das Lernen von statten geht.

    #kreischen



    Warum kann er das nicht den Kindern geben und das mit diesen durchsprechen? Klar, dafür kannst Du nichts, aber die Eltern sollten - gerade in Klasse 5 - nicht mehr für die Heftführung der Kinder zuständig sein.



    ... "Lernen lernen" ist bei Euch in der Schule - für die Kinder - kein Thema? Hier ist das, wie gesagt, ein extra Themenblock in den ersten Schulwochen. Hin und wieder gibt es nochmal ein Update zu Themen wie "Referate ausarbeiten" u.ä..

  • Referate ausarbeiten kann dich jedes Kind , oder etwa nicht? Man bemerke die Ironie... Anleitung gab es dazu keine letztes Jahr...

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Astarte da waren glaub ich 40-50 Punkte aufgelistet! Welcher Schüler liest sich das denn bitte durch und arbeitet danach?????

    Er meinte aber, dass er es im Unterricht einfließen lässt und ein paar Punkte nebenbei anspricht...

    Wenn du nach dem Menschen suchst, der dein Leben verändert,
    Dann schaue in den Spiegel.

  • Bei uns haben die KINDER in einigen Fächern am Anfang eine Übersicht für die wichtigen Punkte für die Hefterführung bekommen. Ca. 10 Punkte in einer Tabelle. Damit hatten wir nichts zu tun.

  • Referate ausarbeiten kann dich jedes Kind , oder etwa nicht? Man bemerke die Ironie... Anleitung gab es dazu keine letztes Jahr...

    #rolleyes Unsere Grundschullehrerin setzte sowas auch ab Klasse 2 - mit völlig absurden Vorstellungen vom Umfang und völlig ungeeigneten Inhalten - voraus. Da kamen viele Hausaufgaben aber auch tatsächlich als Elternbrief und die Aufgaben der Vermittlung von Schulstoff wurden ans Elternhaus delegiert.


    ...sagte ich schon mal, dass ich so glücklich über das Gymnasium hier bin? Von heute auf morgen konnte mein Kind plötzlich selbst sehr komplexe Hausaufgaben völlig selbständig bearbeiten, schlicht, weil das am Gymnasium entsprechend besprochen wurde und die Kinder Leitfäden an die Hand bekamen, wie sie was machen sollten. Das "how to..." ist hier tatsächlich öfter Thema.