Lernen lernen

  • Die beiden (Großstadt-)Gymnasien meiner Kinder wollen eigentlich nichts mehr mit den Eltern zu tun haben. Da wird zu solchen Themen ausschließlich mit den Kindern kommuniziert.

  • Hier ist es auch so, dass die Lehrer am Anfang des Jahres mit den Schülern besprechen, was wichtig ist und was wie erledigt werden soll. Dazu wird dann eine Übersicht vorne in den jeweiligen Hefter geheftet ( und im Idealfall auch kurz den Eltern gezeigt ?). In der 5. hab es im ersten Halbjahr zwei Wochenstunden extra zum lernen lernen. Zumindest bei meinem Sohn hat das aber nichts am Lernverhalten geändert...

    Räubermutter mit Räubersohn (01/2006), Rumpelkind (06/2013) und Räuberhund (09/2011)



    “We don’t stop playing because we grow old; we grow old because we stop playing.” (G.B. Shaw)
    G.B. Shaw
  • Räubermutter : bei meinem gab es eine Woche lang „Lernen lernen“ in der 5., in der 6. kommt die Fortsetzung. Er hat zumindest zuhause gar kein „Lernverhalten“, er macht halt seine schriftlichen Hausaufgaben (immerhin ziemlich ordentlich) und sonst nix. Ich vermute, er lernt in der Schule :)

  • Es gibt eine ganze Reihe Schüler, die machen grundsätzlich nur die Hälfte von dem, was gefordert ist. Um sie also gut ans Klassenziel zu bringen, fordere ich das doppelte. Mal vereinfacht ausgedrückt

    Das mag sein, ist aber unheimlich unfair gegenüber denen, die alle Hausaufgaben perfekt erledigen wollen. Wie oft hatte ich schon ein heulendes Kind daheim, weil es genau das machen wollte, was Lehrerin forderte, nur um am nächsten Tag festzustellen, dass es das einzige Kind war, dass nicht einfach aufgegeben hatte.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Räubermutter : bei meinem gab es eine Woche lang „Lernen lernen“ in der 5., in der 6. kommt die Fortsetzung. Er hat zumindest zuhause gar kein „Lernverhalten“, er macht halt seine schriftlichen Hausaufgaben (immerhin ziemlich ordentlich) und sonst nix. Ich vermute, er lernt in der Schule :)

    Hier auch, Anfang der 5. Klasse gab es gleich eine Woche lang das Thema "Lernen lernen". Fand Sohn sehr spannend, in der Umsetzung sehe ich ehrlich gesagt nicht wirklich viel davon #freu Aber so lange es bei ihm gut läuft, lass ich es laufen.

  • Es gibt eine ganze Reihe Schüler, die machen grundsätzlich nur die Hälfte von dem, was gefordert ist. Um sie also gut ans Klassenziel zu bringen, fordere ich das doppelte. Mal vereinfacht ausgedrückt

    Das mag sein, ist aber unheimlich unfair gegenüber denen, die alle Hausaufgaben perfekt erledigen wollen. Wie oft hatte ich schon ein heulendes Kind daheim, weil es genau das machen wollte, was Lehrerin forderte, nur um am nächsten Tag festzustellen, dass es das einzige Kind war, dass nicht einfach aufgegeben hatte.

    Ich frag mich einmal mehr, warum ihr nicht genau lest?

    Mit einem Osterhäschen reich beschenkt ❤️

  • vielleicht liegt es auch einfach daran, dass wir nicht in Deinen Kopf gucken können ;)


    Ich hab es genauso verstanden wie Nachtkerze. Du meinst scheinbar aber doch was anderes. Es wäre nett gewesen, du hättest es uns erklärt anstatt uns nur Vorwürfe zu machen. Mit den wenigen Infos, die du uns gegeben hast, kann man das ganz genau so verstehen wie wir es verstanden haben ;)

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Ich wollte es eigentlich wie Kaliope handhaben und einfach einen Blick ins Heft werfen und schauen ob es noch was anzuschauen gibt.

    Gestern am Elternabend hat man uns aber eingebläut, dass wir da konsequent vorgeben sollen wann das Kind was zu tun/lernen hat und es auch kontrollieren, damit sie es denn spätestens in der 8. Klasse selbst können!!!!

    Entschuldige bitte, aber du bist eine Erwachsene Frau, du kennst dein Kind. Du kannst doch abschätzen, was er im Moemtn braucht. Warum lässt du dir da so einen Druck machen. Setzt dich entspannt hin, nicke höflich und denke dir: Wir machen das so wie wir wollen und es zum Kind passt.

    Und wenn mein Kind in Klasse 8 noch Hilfe braucht, bekommt es die.


    Man muss nicht immer alles jedem erzählen, das gilt überall.



    Ich habe meinem Kind in Klasse 2 situationsbedingt mal gesagt, was der Lehrer will, darf er in der Schule bestimmen. Dieser Wille geht genau bis zum Schultor und ab da Ist Es mein Part und ab da bestimme ich bzw. handle ich aus eigenem Ermessen.


    Die Englischlehrerin meiner Tochter hat auch eine sehr genaue Vorstellung wie das Kjd zu lernen hat. Passt nur nicht zum Kind. Also lernt das Kind so, wie es zu ihr passt. Das wird die Lehrerin nie erfahren, warum auch. Ergebnisse der wöchentlichen Vokabeltest sind super und das muss reichen.

  • Naja Buntgrün, weil ich nie auf dem Gym war und keine Ahnung habe wie das da so läuft...

    Klar ist es mein Ziel, dass mein Sohn so lernt, wie er am besten lernen kann, aber das muss noch rausgefunden werden wie das sein soll, da bisher noch keine wirklichen Lernerfahrungen vorhanden sind.

    Derzeit lege ich den Fokus ehrlich gesagt darauf, wenn es möglich ist, dass er sich mit alten und neuen Freunden trifft, weil ihm das guttut.

    Schule und Lernen lief hier die ersten 3 Wochen nur nebenbei und sehr locker.

    Ab nächster Woche geht es aber zur Sache und da sollte er sich dann wenigstens am Tag davor mal damit befasst haben.

    Der Lehrer meinte sogar, dass am Gym eine 1 über das normale Lernen und das Thema im Buch nachlesen hinaus geht. Das man quasi mehr wissen muss als man im Unterricht durchgenommen hat...

    Wenn du nach dem Menschen suchst, der dein Leben verändert,
    Dann schaue in den Spiegel.

  • Der Lehrer meinte sogar, dass am Gym eine 1 über das normale Lernen und das Thema im Buch nachlesen hinaus geht. Das man quasi mehr wissen muss als man im Unterricht durchgenommen hat...

    Bei uns haben sie auch so Sachen gesagt wie: fast alle Kinder verschlechtern sich gegenüber der Grundschule und eine 1 am Gymnasium ist was ganz anders als an der Grundschule. Aber meine Tochter hat z.B. deutlich mehr 1er am Gymnasium als sie an der Grundschule gehabt hatte. Ich denke damit wollen sie die Erwartungshaltung der Eltern senken.

  • AstridK: auf diesem Unterschied zwischen „eine 1 entspricht den Anforderungen im besonderen Maße“ und eine 2 „entspricht voll den Anforderungen“ wurde gerade bei meinem jüngsten beim Elternabend für die 3. Klasse herumgeritten...das ist die offizielle Formulierung aus dem Bayrischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetz. (Und jetzt in der 3. sei es Zeit, das auch so umzusetzen #haare)


    Ich glaube allerdings, Du kannst dich vom Gedanken befreien, dass andere wissen könnten, „wie es auf dem Gym“ so ist. Jedes ist anders, die Lehrkräfte sind Individuen, dein Sohn wird alles entdecken und du mit ihm. Gymnasium vor 30 Jahren, war anders als Gym heute. Überall - damals und jetzt - Menschen. Lehrpläne mal wieder komplett neu. Da kann sich jede immer wieder frisch überraschen lassen ;)

  • Regelmäßig Vokabeln lernen finde ich wichtig. Beim Ranzen Packen einen Blick auf das Thema der letzten Stunde werfen ist hilfreich. Dann merkt man ggfs. auch falls noch Hausaufgaben fehlen. Ansonsten würde ich einfach mal abwarten.


    In BW fand ich die 5. Klasse sehr entspannt. Die Hausaufgaben waren nicht mehr so monoton. Das Kind hat Ehrgeiz entwickelt.

  • Der Lehrer meinte sogar, dass am Gym eine 1 über das normale Lernen und das Thema im Buch nachlesen hinaus geht. Das man quasi mehr wissen muss als man im Unterricht durchgenommen hat...

    Bei uns haben sie auch so Sachen gesagt wie: fast alle Kinder verschlechtern sich gegenüber der Grundschule und eine 1 am Gymnasium ist was ganz anders als an der Grundschule. Aber meine Tochter hat z.B. deutlich mehr 1er am Gymnasium als sie an der Grundschule gehabt hatte. Ich denke damit wollen sie die Erwartungshaltung der Eltern senken.

    Nö, den Satz hat die GS Lehrkraft in der 2. Klasse schon gesagt.


    Edit: zu früh abgeschickt: Sie wollte damit aber genau das sagen: Die Erwartung senken. Früher war eine 1 "alles richtig" - heute ist eine 1 " mehr als alles richtig" ... finde ich ganz schwierig.

    Wyrd bið ful aræd!


    Einmal editiert, zuletzt von Iverna ()

  • Aus meiner Sicht - ich habe das ja schon länger mal hinter mir - fände ich es tatsächlich schräg, wenn eine 1 nicht "mehr als zu erwarten" wäre.

    Es muss doch eine Möglichkeit geben, den Kindern/Jugendlichen, die mehr liefern als das im Unterricht durchgenommene liefern. Bei uns waren das die 1er...


    Aber das ist ein grundsätzliches Problem im Bildungssystem, dass immer mehr Kinder das Level XY erreichen müssen - und deshalb schlicht die Anforderungen gesenkt werden.


    AstridK würde ich nur raten: trau Deinem Kind was zu. Er klingt danach, als könnte er eine Menge selber erreichen!


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Es muss doch eine Möglichkeit geben, den Kindern/Jugendlichen, die mehr liefern als das im Unterricht durchgenommene liefern. Bei uns waren das die 1er.

    Muss es das?


    Ich mein spätestens am Gymnasium langt es nicht mehr für eine 1, wenn man nur das wiederholen kann, was einem im Unterricht vorgebetet wurde. Da wird schon Transferleistung verlangt. Aber doch nur Transferleistung, die aufgrund des im Unterricht oder als Hausaufgabe durchgenommen möglich sind. Ich fände es jetzt den falschen Ansatz, wenn z.B das außerschulische Erlernen eines Musikinstruments zu einer 1 führt, die für diejenigen, die die Möglichkeit nicht haben außer Reichweite ist.

  • Ich kenne es auch so, wie Salino , dass es nicht darum geht zusätzliches Wissen zu haben, sondern darum, Erlerntes auch in komplexeren Zusammenhängen anzuwenden oder auf ähnliche Anwendungsfälle zu übertragen. Also z.B. im Mathe nicht nur die Formel zu, Rechnen anwenden, sondern auch für einer schwierigen Textaufgabe diese richtig anzuwenden für einen Fall, der so noch nicht in Beispielaufgaben vorkam.

  • Wenn es für eine 1 etwas braucht, was in der Schule nicht zu bekommen ist, dann reduziert das gleiche Bildungschancen für alle noch weiter. Das fände ich unfair. Transferleistungen, ja klar.


    AstridK, ich würde zusehen an deiner Stelle, dass ihr einen Weg findet, der für deinen Sohn passt. Probiert verschiedene Strategien aus. Für einen längeren Zeitraum. Meine Große weiß mittlerweile, wann sie was tun sollte, und an welchem Punkt sie es lassen kann. Hausaufgaben sind zu 100% zu erfüllen, den Anspruch hat sie auch. Und leidet regelmäßig, wenn dann hinterher doch wieder alles nicht so wild war...

    Liebe Grüße,


    Ich, mit Tochter (2/06) und tochter (12/07).

    Einmal editiert, zuletzt von CaRoSo ()

  • Astrid,


    Ich kenne das Gymnasium auch nicht aus eigenen Erfahrungen. Als ich in der Schule war, gab es EOS und wer da drauf durfte, stand meist schon weit im Vorhinein klar.



    CaRoSo hat es im zweiten Absatz gut geschrieben.

  • Selbst wenn man s lebst auf dem Gymnasium war, heute ist es anders und das Kind dazu.

    Astrid schau doch mal ob es bei euch auch so einen Kurs „ lernen lernen“ gibt(haben fast alle inzwischen) dabei erfährt dein Sohn vielmehr über sich und wie er lernt, als stur etwas durchzuziehen was ihm so garnicht entspricht.

    Insgesamt eine stunde( inkl. Hausaufgaben,Vokabeln, Vorbereitung auf den nächsten Tag) finde ich realistisch und auch völlig im Rahmen. Regelmäßig mehr fände ich Zuviel... hat bei meinen bislang auch immer genügt ( naja fürs Abi war’s wohl etwas mehr).

    Der macht das schon