Kann man Allergien "wegtrainieren"?

  • Ich bin leider seit einigen Jahren zunehmend allergisch (Schleimhautreaktion im Mund und Hals) gegen alle möglichen Obstsorten - Bananen, fast alle Apfelsorten, Trauben, Kirschen, Pflaumen, ... - also bunt gemischt, und es wird von Jahr zu Jahr mehr.

    Außer: in der Schwangerschaft. Da ist mein starker Heuschnupfen praktisch komplett weg, und ich kann Obst essen so viel ich will, und genieße das sehr. Jetzt neigt sich meine Schwangerschaft ganz allmählich dem Ende entgegen, und ich frage mich: Könnte ich evtl, indem ich ganz gezielt alle "kritischen" Obstsorten sehr ausgiebig und regelmäßig esse, mein Immunsystem dazu bringen, dass es auch nach der Schwangerschaft kapiert, dass das nix Böses ist? So weit ich weiß findet die hormonelle Umstellung ja relativ schnell nach der Geburt statt, also müsste ich vermutlich schon in ein paar Wochen drauf achten, oder? So ne Art Hyposensibilisierung, nur umgekehrt? Oder riskiere ich damit neben Milcheinschuss, Wochenbettdepri und Dammriss auch noch eine veritable allergische Reaktion? #gruebel

    ~~ Luxa


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  • Ich weiss nicht, ob es Dir hilft. Wir sind familiär vorbelastet mit Allergien (Hausstaub, diverse Metalle etc.) Sowie Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechte. Auch meine Kinder haben davon Schübe. Ich hatte es selbst in meiner Kindheit. Wir beachten diese Krankheiten möglichst gar nicht. Meiner Meinung nach wird es schlimmer, wenn man zu viel zum Arzt rennt und macht. Vieles sind Stressreaktionen, die durch ständige Beschäftigung damit schlimmer werden (meine Erfahrung der letzten Jahrzehnte)

    Ich würde nicht extra viel Obst essen. Aber auch nicht penibel aussortieren. Ein bisschen normal mitessen und gucken ob Alles ok bleibt.

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  • Hallo,


    Wenn es "nur" kurzzeitiges Kribbeln und so ist, dann würde ich sagen: so essen, wie es dir aktuell gut tut. Also weder extra viel von irgendwas essen, um etwas zu trainieren, noch etwas meiden, was du gut aktuell verträgst. Dazu muss man sich vemurtlich mit kleinen Mengen rantasten.


    Bei stärkeren oder längeren Symptomen wäre ich deutlich vorsichtiger, gerade wenn ein Baby da ist, braucht man die Kraft dafür und dann kann selbst ein "(Heu)Schnupfen" enorm belastend sein.


    Gerade bei Obst kann es sehr auf die konkrete Sorte ankommen. Manche Apfelsorten (vor allem alte) kann mein Mann problemlos essen, bei manchen kribbelt es sofort. Einer Bekannten geht es mit verschiedenen Weintraubensorten so.

    Dazu kommt, daß Allergien sich hochschaukeln können, sprich, fliegt was in der Luft rum, was das Immunsystem reizt, reicht vielleicht schon eine kleine Menge eines anderen Stoffes für eine Reaktion, die zu anderen Zeiten noch nicht viel bewirkt.


    Da hilft nur, Beobachten und ggf. aufschreiben.


    Später, wenn das Kindlein da ist, muss man eh schauen, was passiert. Manche reagieren auch selber über die Muttermilch allergisch auf verschiedenes, auch wenn es immer noch Ärzte gibt, die das anzweifeln. Und ein Arzt erklärte mir auch, daß es sein kann, daß das KIND Symptome zeigt, wenn die Mutter allergisch reagiert, selbst wenn die Mutter selber äußerlich symptomfrei ist.


    Auch da - beobachten, ggf. aufschreiben, um eventuelle Zusammenhänge erkennen zu können.


    Daß Allergien besser werden, wenn man sie nicht groß beachtet, können wir leider nicht bestätigen.

    Erst aktuell kam mein Kind, daß sonst bei penibler Beachtung der Auslöser symptomfrei ist, mit zwei großen offenen Stellen im Gesicht von Klassenfahrt. Irgendwo muss ein kleines Missgeschick passiert sein (falscher Löffel zum umrühren o.ä.) , denn größere Sachen kann er ausschließen, er hat aufgepasst. Diese Stellen werden bei Nichtbeachtung immer größer und manchmal setzt sich eine Superinfektion hinein, also behandeln wir sie recht sorgfältig, dann sind sie nach ein paar Wochen wieder komplett weg.


    So verschieden kann das sein.


    Das Immunsystem ist schon ne komische Sache. Vor und zwischen den Schwangerschaften hatte ich häufigen und echt heftigen mit Angina-Infektionen zu kämpfen. In der Schwangerschaft - nix. Gar nix.

    Aber immer wenn ich nicht mehr voll stillte, kam es zurück. Mein Mann meinte dann mal scherzhaft: "Na, wird es Zeit für noch ein Kind, damit es dir gut geht?"


    Also die Veränderung war da, aber nicht von Dauer.


    Inzwischen scheint es sich etwas stabilisiert zu haben, ich kämpfe immer noch 2-4x im Jahr damit, aber meist mit sehr leichten Verläufen, die nach wenigen Tagen OK sind (netterweise sucht mein Körper sich meist dafür Wochenenden oder Urlaubszeiten... krank geschrieben war ich damit lange nicht).


    Kajak

    Eine Allergie auf Hausfrauen ist aber auch nicht nett... Das grenzt den Freundeskreis eventuell schon ein... ;)

  • Aber das ist ja ne hyposensibilisierung.... Gezielt die Allergene dem Körper zufügen, Der dann darauf nicht mehr reagiert.


    Die medizinische mit spritzen hat ja auch Risiken... So ein anaphylaktischer Schock ist kein zuckerschlecken!


    Bei mir hat die spritzentherapie übrigens nichts gebracht! WÄre somit total glücKlich, wenn ich meine tierhaarallergien geheilt bekäme.

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • Zitat

    Wir beachten diese Krankheiten möglichst gar nicht. Meiner Meinung nach wird es schlimmer, wenn man zu viel zum Arzt rennt und macht. Vieles sind Stressreaktionen, die durch ständige Beschäftigung damit schlimmer werden (meine Erfahrung der letzten Jahrzehnte)

    unser weg ist der gleiche wie bei Kajak .

    auf diese art haben wir die recht schlimme neurodermitis der kleinen komplett weggebracht (geholfen haben basenbäder und gelassenheit). das verschriebene cortison hab ich weggelassen.

    "Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

    Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.

    Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.

    Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“


    Pfarrer Martin Niemöller

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von VivaLaVida ()

  • VivaLaVida Danke, dass Du das schreibst.

    Ich bin deswegen schon oft angegriffen worden. Allerdings haben wir damit wirklich die besten Ergebnisse erzielt. Mein Sohn hat auch Neurodermitis, ich viele Allergien und Stressekzeme, meine Mutter Schuppenflechte, die Oma Neurodermitis.

    Am Schlimmsten war es, als ein Arzt uns Dutzende Pröbchen gegen Neurodermitis zum Ausprobieren gab....was hat das Kind gelitten.

  • Allergien sind immer für eine Überraschung gut...


    Bei Hautsachen und leichten Nahrungsmittelallergien ist bei mir Gelassenheit auch der Schlüssel - geht es Richtung Atemwege würde ich eher schnell reagieren.


    Wer weiss, vielleicht hast Du Glück und Deine Obstallergien haben sich "ausgewachsen"?


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Hallo,


    Schön für euch, wenn es so klappt. Bei ein paar kleinen Schnieferchen oder einigen erträglichen Fleckchen würde ich es eventuell ähnlich machen. ich finde ja immer, es kommt drauf an, wie stark eine Allergie ist und wie sehr das Kind (oder man selber) leidet.


    Cortison auf der Haut konnten wir in der Regel vermeiden, Antibiotische Salbe und Cortison als Inhalat wg. Asthma leider nicht.


    Aber wenn ich mit Achtsamkeit beim Essen dafür sorgen kann, daß mein Kind keine blutigen offenen Stellen hat, schlafen kann und sich körperlich endlich einigermaßen normal entwickelt, und mit einer entsprechenden Medikation dafür sorgen kann, daß es einfach ausreichend Luft bekommt, dann würde ich das jederzeit wieder tun auch wenn (zumindest bis es zur Routine wird) es wirklich VIEL Achtsamkeit im Alltag erfordert.


    Und wenn ich irgendwie dafür sorgen könnte, daß mein Kind ohne blutig geschnaubte Nase durch Frühjahr und Herbst kommt, ohne Dauermüdigkeit und Kopfweh, weil er wegen übervoller Nase mal wieder nachts schlecht Luft bekam und alle Nebenhöhlen zu sind, würde ich auch das tun (geht bei Auslösern in der Luft nur deutlich schwererer als bei Lebensmitteln) .


    Wie gesagt, ich freue mich für jede(n() bei dem/der weg-ingorieren hilft. Aber wenn es nicht der Fall ist, dann ist es so und dann ist es ganz sicher nicht falsch, achtsam zu sein. Für mich klingt es nämlich ein bisschen nach "selber schuld, wenn es schlimmer wird, was beachtet ihr es auch groß..." weiß nicht, ob es so gemeint ist.


    Am Ende muss jede(r) selber wissen, was passt.

  • ich denke, es kann funktionieren, muss aber nicht. Ich vertrage z.B. keinen Honig, keine reifen Bananen, keine rohen Eier. Ersteres schlecke ich alle paar Jahre mal vom gebrauchen Löffel, keine Reaktion mehr. Bananen esse ich grün oder gar nicht, ging heute reif gut. Beides werde ich jetzt trotzdem nicht häufiger essen. Rohe Eier meide ich sehr, vor allem Teig kann ich nicht probieren. Hat sich nie geändert.


    Außerdem habe ich eine Autoimmunerkrankung, die deutlich schlimmer ist, wenn ich viele Allergene zu mir genommen habe, auch wenn ich darauf erstmal nicht reagiert habe.


    Ich denke, bei diesen ganzen Autoimmungeschichten muss man furchtbar individuell denken und, für mich gilt ganz unindividuell, lieber zu wenig Risiko als zu viel.

  • Ich weiß nicht, ob man das übertragen kann, aber die Katzenhaar-Allergie meines Mannes hat sich tatsächlich mit der Anschaffung einer Katze gegeben. Allerdings war es eine allergenarme Rasse. Am Anfang hat er die Anwesenheit der Katze noch gespürt, nach zwei Wochen waren alle Symptome weg und inzwischen kann er sogar problemlos Wohnungen betreten, wo 'normale' Katzen leben, ohne sofort Symptome zu zeigen.

  • Das war bei mir mit unseren Katzen auch so, und ich hoffe beim Hund wird es auch so sein. Momentan spüre ich seine Anwesenheit noch bzw. werfe täglich eine Cetirizin ein.

  • Ich hatte letztes Jahr an einer Desensibilisierungs-Studie teilgenommen. Ob ich in der Placebo-Gruppe war wusste ich damals nicht. Mir hat die Ärztin erklärt, dass die dort eine Runde hatten in der die Placebo-Gruppe erfolgreicher war als die mit Präparat. Und zwar in der Studie mit Katzenhaar-Allergikern...

    es grüßt rosarot mit himmelblau (* april 09) und kunterbunt (*märz 11)

  • Ich bin Pollenallergikerin. Bei mir war es in der Schwangerschaft auch weg, danach wurde es allmählich schlimmer.
    ABER: Ich hatte in den letzten Jahren Zahnprobleme, und es mussten leider Backenzähne raus - u.a. einer, der schon 20 Jahre rummuckelt (wurzelbehandelt).

    Seitdem ist überraschend Ruhe eingekehrt! Es ist nicht komplett weg, der Etagenwechsel hat sich jedoch zurückgezogen.


    Deshalb werfe ich jetzt immer mal ein, ob es bei den Zähnen evtl. unsichtbare Baustellen/Entzündungen gibt (?)

  • Danke erstmal für die Einschätzungen!

    Ich bin ja beim Heuschnupfen seit ein paar Jahren unterwegs in Richtung allergisches Asthma, deshalb bin ich nicht so richtig entspannt, was das ignorieren / aussitzen angeht, denn da ging es bei mir gründlich schief und wird erst wieder etwas stabiler, seit ich wirklich ab März mit Cortison-Spray arbeite. Mir kam halt nur die Idee, weil ich jetzt in der Schwangerschaft so gar keine Beschwerden habe... und ich esse einfach wahnsinnig gerne Obst und vermisse es, kann aber deshalb ja keinen Stall voller Kinder gebären, nur um Äpfel essen zu können.

    Zahntechnisch kann ich mir fast nix vorstellen - Weisheitszähne hab ich seit 20 Jahren keine mehr, und ansonsten bin ich offenbar karies-immun, jedenfalls hatte ich noch nie irgendwas, bin kronen- und plombenfrei.

    Ich werd wohl einfach die letzten Wochen genießen, kräftig obsteln, lang stillen und hoffen, dass es vielleicht danach noch ein bisschen weiter hält.

    ~~ Luxa


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  • Ich habe erst überlegt, ob ich mich besser auf die Finger setze, aber zum Teil sind die Sachen grenzwertig die hier stehen.

    Es gibt GROSSE Unterschiede zwischen einer leichten ND bei einem Baby/Kleinkind und z.B. einer Nahrungsmittelallergie!


    Die ND beim Baby verwächst sich meist! Cortison ist nur nötig, wenn es zu akuten Zuständen mit Entzündung usw. kommt, die anders nicht in den Griff zu bekommen sind. Eine ordentlich Basispflege - die bei jedem Neurodermittiker unterschiedlich ist(!) - reicht da meist. Meiner Erfahrung nach verschreiben aber gerade Kinderärzte einfach mal pauschal eine Cortisonsalbe.

    Während eine Nahrungsmittelallergie mal eben ohne Vorwarnung mit einem anaphylaktischem Schock enden kann. Wenn nicht schnell genug Hilfe da ist, ist das mal eben tödlich.


    Wenn ich trotz bekannter Reaktion solche Nahrungsmittel essen will, würde ich definitiv dafür sorgen, dass ich ein Nothilfeset bei mir habe (Adrenalin-Pen zum injizieren + Antihistaminikum + Cortison (beide meist flüssig))!



    1. Allergien und Schwangerschaft.

    In der Schwangerschaft ist der Cortisolspiegel erhöht. Cortisol (ein Cortison) wirkt u.a. Entzündungshemmend.

    Des weiteren ist das Immunsystem durch das Cortisol ein wenig gedrosselt (ein Fetus/Embryo ist auch ein "Fremdkörper", der eigentlich bekämpft werden müsste).

    Beides zusammen bewirkt, dass bei viele Frauen während der Schwangerschaft die Allergiesymptome weniger ausgeprägt sind, oder gar nicht da sind.

    Dannach tauchen sie aber idR wieder auf.


    Alternativ könnte man außerhalb der Schwangerschaft dauerhaft Cortison nehmen um den erhöhten Cortisonspiegel zu erreichen. Das will dann aber auch keiner (hätte auch Nebenwirkungen muss man ganz klar sagen - in der Schwangerschaft ist es körpereigene und körpereigen gesteuert).


    2. Kreuzallergien

    Eine nachgewiesene Allergie (Bluttest -> IgE positiv) vorhanden -> es kann passieren, dass die IgE ebenfalls bei anderen Dingen anspringen, die nur so ähnlich sind wie die Originalallergene.

    Gerade bei Obst sind alte Obstsorten meist verträglicher -> also ehr auf dem Wochenmarkt vom Bauern um die Ecke, der keine neuen Sorten anbietet.


    3. Weitere Faktoren

    Streß, Entzündungen im Körper, Autoimmunerkrankungen (Schilddrüse, Darmgeschichten wie ggf. unerkannte Zöliakie) ... können alle das Immunsystem an sich noch mehr "aufdrehen", so dass auch die Reaktion auf die Allergene noch stärker ausfällt, als bei alleiniger Allergie.


    4. Hyposensibilisierung

    Bei einer Hyposensibilisierung würde genau das gemacht, was du oben geschrieben hast. Aber entsprechend gesteuert und überwacht.

    Pollenallergie hat allerdingt die Schwierigkeit, dass es meist sooo viele Pflanzen sind, dass man sich für ein paar entscheiden muss.



    Sinnvoll ist es, rauszufinden, welche Allergien genau vorliegen und diese dann wirklich systematisch zu behandeln.

    Vermeiden wenn es geht. Behandeln wenn nötig.

    Sprich Antihistaminika. Ggf. Cortisonnasenspray (wirkt gegen Augen- und Nasenprobleme, es kann dann ggf. das Antihist. reduziert werden). Bei Etagenwechsel logischerweise inhalatives Cortisonspray.

    Liebe Grüße
    Martina


    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

  • Kontextfrei : danke für die Ausführungen!

    Ich bin bei Allergien ja bekanntlich auf der entspannten Seite - wenn es so Sachen wie leichte ND bei mir oder eine leichte Kreuzallergie (wie bei der TS die Äpfel zum Beispiel) sind. Da sehe ich die Gefahr auch nicht, weil es ja eben nicht eine "echte" Nahrungsmittelallergie ist.

    Je nach meinem Gesundheitszustand kann ich Äpfel und Nüsse "packen", das heisst, die Symptome sind nicht sehr einschränkend. Bin ich aber eh schon allergiegebeutelt, dann reagiere ich viel heftiger.


    Mit reiner Gewöhnung hat das wenig zu tun - da müsste ich nämlich Äpfel klar desensibilisiert haben, so viele wie ich in meinem Leben schon gegessen habe. Was bei den Äpfeln nicht geklappt hat, hat aber bei Hunden lustigerweise geklappt, da bin ich zwar offiziell allergisch, vertrage sie aber dennoch.

    Als Desensibilisierungsmethode ein Haustier anzuschaffen, halte ich aber für brandgefährlich, der Schuss kann nach hinten los gehen und die Allergie nicht nur Etagenwechsel machen, sondern sich auch massiv verstärken...


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich hatte eine Freundin, die allergisch gegen Haselnüsse ist, wie du Reaktion im Hals/Rachenraum. Da sie Krokant etc. sehr gerne mochte, hat sie trotzdem immer wieder Haselnüsse gegessen, bis sie irgendwann mal eine viel stärkere Reaktion bekommen hat, Hals zugeschwollen, keine Luft mehr, etc. Danach konnte sie gar keine Haselnüsse mehr essen, nicht mal Spuren davon, weil die Allergie so stark geworden ist, dass es ernsthaft gefährlich gewesen wäre, und sie mußte sich auch bei anderen Nüssen wegen Kreuzallergie einschränken.


    Also wäre ich sehr vorsichtig bei eigenständigen Desensibilisierungsversuchen.

    Kitten (36) with Tiger (35) and Tiger-Cub, the biting (5)


    Lachen macht lustig.8o


  • bei heuschnupfen hatte ich mal gelesen,

    dass man täglich eine kleine menge von honig aus der region lutschen soll.

    da würde man dann eine hyposensibilisierung machen.

    das muss man aber wirklich über monate täglich machen.

    bei der menge würde ich erstmal nur eine löffelspitze nehmen und wenn da keine reaktion kommt

    nen bissel mehr, bis zu nem Teelöffel (ich glaube, so war das beschrieben)

    wenn man schon z.b. bei nem haleb TL erste anzeichen hat, dann natürlich erstmal nicht steigern.


    vielleicht einen versuch wert?


    bei apfelallergie kenne ich es auch von bekannten,

    dass sie manche sorten vertragen und andere nicht. oder manche vertragen prima äpfel aus nachbarsgarten und gekaufte nicht oder genau andersrum.



    ich hatte ab pubertät jahrelang allergie, hyposensibilisierung hat mir teils geholfen.

    dann waren die allergien viele jahre weg und seit unserem umzug in unser haus sind sie wieder schlimm.

    ich hatte schon schimmel in verdacht, aber bisher nichts gefunden (zum glück).

    ich hab noch keine idee, wie ich weiter mache.