Seht ihr Bilder in euerem Kopf?

  • Jetzt habe ich angekreuzt, dass ich sehr deutlich Bilder sehe, aber eigentlich ist es eher , wie Annanita beschrieben hat, verschwommen und undeutlich. Eher Gefühle, als deutliche Bilder.

    Die Beschreibung trifft es überhaupt ganz gut, auch das mit den Filmen, die ungewollt ablaufen. Manchmal echt lästig. Das habe ich auch akustisch, also wenn ich über etwas nachdenke, dann stelle ich mir vor, dass ich mich mit jemandem unterhalte (oder im Rabenforum schreibe #pfeif) und dass ist dann so deutlich in meinem Kopf, dass ich irgendwann aufschrecke, ob ich vielleicht laut geredet habe.#schäm Ist zum Glück anscheinend noch nicht passiert.

    Vielleicht macht mich der Glitzer nicht schöner, aber dafür glitzeriger#nägel


    "Wenn sich niemand aufregt, ändert sich doch nie was!"

  • Hihi, ich hab auch nochmal aufgepasst, in mir ist neben den Bildern auch Gequassel, je älter ich werde. Finde ich bis jetzt aber noch nicht störend, da ich das Gequassel besser lenken kann.

    Einige der 'Bilder im Kopf' - Haber sagten jetzt, dass sie es nicht mit den Augen sehen. Könnt ihr das näher beschreiben? Vielleicht sind wir ja doch nicht so weit weg. Bei mir ist da nicht nur das Wort, sondern ich fühle Wald.

    Ich fühle meine Bilder auch mehr als dass ich sie sehe, der begriff "Vorstellung" trifft es ganz gut

    Aber es entsteht eine räumliche und farbliche Vorstellungen von Dingen, die ist sehr präsent. Erinnerungen sind für mich schon wie eine Art Film, Farben sind geprägt von Stimmung usw. Aber es ist eben nicht wie sehen, es ist eine Vorstellung.

    Man ist nie zu alt um Schneeflocken zu essen.

  • Diejenigen, die Stimmen in ihrem Kopf haben. Würdet ihr sagen, dass ihr Stimmen hört? Oder mehr formulierte Gedanken habt? Könnt ihr die inneren Stimmen von äußeren sinnlich unterscheiden, oder ist es gleich und ihr könnt sie wegen des Kontextes einordnen.


    Ich kenne vor allem, dass ich im Kopf formuliere, das höre ich dann aber nicht, es können aber trotzdem Dialoge sein. Wobei wenn ich mich an Gesagtes von anderen erinnere, dann höre ich es zwar nicht, aber es ist doch da, als Ton, so wie ich das Bild nicht sehe, aber es ein Bild ist.


    Also vielleicht noch mal Ayala , für mich ist es, als würde der Wahrnehmungspfad ausfallen, aber das, was als Ergebnis eines Sinneseindrucks bei mir hängengeblieben ist, reproduziert werden können und eben auch als würden auf gleicher Ebene neue Vorstellugen entwickelt werden können.

    Ohne den Input, der alle Informationen enthält und in dem man dann die Aufmerksamkeit noch ganz frei wählen kann.

    Aber ich fürchte, dass man so einen direkten Abgleich einfach nicht machen kann... :(;)

  • Die Stimmen in meinem Kopf höre ich nur, wenn ich die Augen schliesse (zum Glück). Sie sind von mir nicht beeinflussbar. Manchmal sind es Stimmen, die ich erkenne, oft nicht. Manchmal erschrecken sie mich, wenn sie laut (m)einen Namen rufen oder wenn sie abwertende Dinge sagen. Es ist so, wie wenn ich ständig in einem Raum mit vielen Menschen bin und sie alle reden höre, aber immer nur einzelne Satzsequenzen verstehe.


    Daneben sind aber meine Gedanken, die kann ich auch als Dialoge hören oder als Erinnerungen an Gespräche oder einfach als Selbstgespräche. Oder ich denke sie einfach. Die Gedanken kann ich aber sehr wohl willentlich beeinflussen. Und natürlich habe und höre ich die auch, wenn die Augen offen sind.


    Die Bilder und Filme sehe ich sowohl bei offenen als auch bei geschlossenen Augen und eben auch in den Albträumen. Die sind sehr detailliert, da sehe ich genau, wer welche Kleidung trägt und so. Und in den Träumen können natürlich die Personen ihre Persönlichkeit verändern, ich dachte bis jetzt, das sei bei allen Menschen so. Also zuerst träume ich von meinem Bruder, der sich dann in meinen Sohn und anschliessend in einen Hund oder so verwandelt, wobei die Geschichte des Traums aber weiter geht ...

  • Nein, ich "höre" das Gequassel nicht. Das sind schon formulierte Gedanken. Anders wäre das ja auch nicht auszuhalten #kreischen.


    So langsam komme ich auch dahinter, was ihr mit sehen meint, denke ich. Wenn ich z. B. an meine Kinder als Kleinkinder denke, "sehe" ich sie auch oder Urlaubserlebnisse usw., bzw. ich sehe sie nicht, sondern weiß, wie sie ausgesehen haben - aber das alltägliche Denken läuft halt in ganzen Sätzen ab.


    Ganz schön schwer, das anderen begreiflich machen zu wollen, wie man denkt. Ich hätte nicht gedacht, dass es da solche Unterschiede gibt.

  • Ich hab die Mitte gewählt.

    Während ich lese ploppen zB nicht automatisch Bilder auf, die ich dann synchron im Kopf hab.

    Ich muss mir etwas schon bewusst vorstellen. Und dann kann ich auch ganze Filme ablaufen lassen und mich wirklich in was rein träumen, aber das passiert nicht von ganz alleine.

    Ich denke auch nicht in Bildern.

    Wenn ich "Apfel" denke hab ich nicht zeitgleich automatisch das Bild von einem vor Augen/im Kopf.

  • Ich kann luzid träumen :-). Gerade morgens kann ich einen Traum quasi fertig träumen, bin dabei aber wach und weiß, dass ich träume..


    Und meine Stimmen sind nur Gedanken.. also entweder "formuliere" ich die Gedanken im Kopf oder stelle sie bildlich dar. Mach ich beides, zusammen oder auch getrennt..

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Ich träume gar nicht, bzw. ist es sehr, selten, dass ich mich erinnern kann. Ich glaube, das letzte Mal in der Schwangerschaft mit der Kleinen, also schon gut 9 Jahre her.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Maja. () aus folgendem Grund: RSF

  • Ich träume ab und zu luzid. Aber eher selten. Wenn dann auch eher in der Früh. Einmal kann ich mich auch erinnern dass ich mir im Traum dachte: cooler Traum, muss ich meiner Mama erzählen.

    Lg,
    Almarna


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    #post-#post-#post-#post-#post-#post-#post-#post-9-#post-11-12-13-14-15-16-17-18-19-20-21-22-23-24

  • Ich sehe auch bilder, gefühlt sind die irgendwie vor der Stirn,

    Auch relativ klar, da wo ich hin fokussiere.


    Und ich wenn ich denke "ich muss noch karotten kaufen" denke ich den satz, zeitgleich läuft einmal ein bild vom leeren Kühlschrankfach (wenn ich wie jetzt im Bett liege und einen essensplan mach)

    Und ein bild im rewe, wie ich die biokarotten in meine tasche in den wagen leg.

    Zeitgleich läuft ein Film ab, wie ich in der Küche steh und die karotten koche.


    Der Haken: wenn ich nicht beim rewe sondern beim aldi einkaufen gehe, vergesse ich garantiert die karotten, weil der laden in meinen Gedanken nicht vorkam. Oder wenns keine bio gibt, vergess ichs garantiert auch. Bzw wenn ich denke "noch karotten kaufen" und rewe im kopf habe (als bild, also aus der ich-perpektive karotten in den wagen legend) ploppt ein neuer "tab" auf, in dem ich nach dem reweeinkauf zum aldi (selber Parkplatz) rüber geh und veggyzeug hol.

    Wenn ich aber zuerst zum aldi geh, vergesse ich rewe mit Sicherheit.


    Mein mann sollte neulich bei mir auf dem Handy etwas machen und kommt auf "zuletzt genutzte apps" und es ploppen zig tabs auf.

    Er ist belustigt- verzweifelt und seufzt "also, wenn das SO bei dir im kopf aussieht, bin ich dankbar, dass ich da nicht drin sein muss"


    Meine Gedanken springen auch fürchterlich weit, und manchmal ploppt ein tab von vor Stunden auf, als mann mich etwas fragte und ich jetzt erst auf die Antwort komm.

    Inzwischen versuche ich, Gedankensprünge zu verbalisieren.

    (Bsp beim Frühstück fragt mich mann, wie die katze von xy heißt. Ich komm nicht drauf. Im Hintergrund läuft die frage und ich bin schon ganz woanders...

    Am abend im auto "felix."

    Mann "???"

    Ich "auto. Kurve. Gestern fuhr hier ein Trecker vor mir. Trecker Bauernhof. Bauernhof katze. Katze von xy heißt felix"

    Dann erst kann ich den tab schließen (und manchmal ploppt er ungefragt doch wieder auf)


    (Ich hoffe, ihr haltet mich jetzt nicht alle für total verrückt...)

  • Ich kann nicht auf Befehl luzid träumen.


    Aber ähnlich wie bei Gwynifer kam es schon ein paarmal vor, dass ich während eines schönen Traums aufgewacht bin und dachte: Boah, der ist so schön, den möchte ich noch fertig träumen, und habe ihn dann tatsächlich so halb-bewusst noch fertig geträumt.


    Ich war man bei einem Vortrag zum Thema Träume, wo jemand über Forschung berichtete, wo luzid Träumende eingespannt wurden, um das Verhältnis von Echtzeit zu Traumzeit zu erforschen. Fand ich total spannend.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • zeitlos Grob kann ich das nachvollziehen. Wahrnehmungspfad fehlt, aber das Ergebnis ist reproduzierbar. Gut ausgedrückt und so ähnlich ist das auch bei mir. :)

  • Mir geht es wie Gummibärchen wenn ich viel Stress hab, eine gute Bekannte hat mich mal "höchst assoziativ" genannt, ich glaube es war ihre freundliche Art zu sagen, dass ich ziemlich chaotisch bin.

    Und das Beispiel von den drölfzig offenen Tabs trifft es ja voll!!


    huehnchen69 das klingt spannend mit dem Verhältnis der beiden Zeiten, hast Du da irgendeinen Literaturtipp?

    Man ist nie zu alt um Schneeflocken zu essen.

  • Und mein Jahr ist ein Kreis auf dem ich gegen den Uhrzeigersinn eine Runde im Jahr drehe. Meine Mama dreht ihn im Uhrzeigersinn die anderen Familienmitglieder waren von der Frage danach sehr irritiert.

    Mein Jahr geht im Uhrzeigersinn, und jeder Monat hat ein "typisches" Bild. Der Januar beginnt links unten. Ebenso gehen die Zahlen von 1 bis 10 senkrecht hoch, irgendwo auf der Höhe meiner Hüfte, ab 11 driften sie langsam nach rechts oben ab, und je höher die Zahl, desto flacher wird der Winkel. Ich fand das immer völlig normal.


    Von Synästhesie weiß ich schon lange und war immer neidisch auf die, die Töne als Farben wahrnehmen können (mein Lieblingston, das es'' hat für mich ein hübsches Ocker, aber das war es auch schon), aber dass diese Zahlenwahrnehmung Synästhesie ist, war mir neu.8o

    Kann eigentlich jemand von Euch luzid träumen?

    Ja, aber es ist sehr anstrengend. Ich nutze diese Fähigkeit meistens, wenn ich beunruhigende Träume habe. Dann drücke ich irgendwann die Reset-Taste, und der Traum fängt von vorne an. Es kann dann passieren, dass er ewig lange wieder auf eine andere Art beunruhigend bleibt, aber irgendwann bekomme ich dann die Kurve und ein Happy End, was aber mitunter zehn Wiederholungen erfordert. Am nächsten Tag fühle ich mich dann sehr gerädert, deswegen mache ich das ganz bewusst nur bei Albträumen. Was mir allerdings oft passiert, wenn ich eigentlich schon genug geschlafen habe, dann aber aus purem Luxus (Kinder nicht zum Wecken da und ich habe frei) länger im Bett bleibe - dann habe ich total absurde, sehr plastische Träume, die ich durchaus auch beeinflussen kann. Aber meist sind die so lebendig, dass ich mich wälze und schwitze und dann irgendwann schweißgebadet aufwache und mich im Bett nicht mehr wohl fühle.



    Zum eigentlichen Thema: Ja, ich sehe Bilder, und es ärgert mich sehr, wenn Verfilmungen nicht meinen Bildern entsprechen. Beispiel Outlander: Claire war okay, mit Jamie konnte ich gerade noch so leben. Colum war total daneben, und nachdem, ich jetzt Roger und Brianna gesehen habe, habe ich auf die anderen Staffeln echt keine Lust mehr. Mit den Änderungen in der Story konnte ich besser leben.


    Ich habe aber auch permanent Untertitel in meinem Kopf. Ich beschreibe oft, das, was ich gerade tue, als sei ich eine Romanfigur, von der ich gerade lese. "Sie hastete mit dem Arm voller Gemüse und Käse zur Kasse, schmiss das Ganze aufs Band und hoffte, dass die alte Frau vor ihr nicht beginnen würde, ihr Kleingeld zum Bezahlen abzuzählen, weil sie dann den Zeitpunkt verpassen würde, die jüngere Tochter an der Bushaltestelle abzupassen"#hammer


  • Witzig... Ich hab einen Geschmack, den ich als grün empfinde. Ziemlich unangenehm... ;)


    Luzid träumen kann ich leider nicht.

    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


    giphy.gif


    You say you want a revolution. Well, you know, we all want to change the world.

    But when you talk about destruction, don't you know that you can count me out? Don't you know it's gonna be all right?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Rattenkind ()

  • Den einzigen Vorteil, den ich persönlich im bildlichen Denken sehe, wäre, dass ich dann wohl besser malen könnte. Oder eher, eigener. Ich kann gut abzeichnen und reale Dinge abmalen, aber Eigenes zu schaffen ist schwer, wenn man es sich nicht vorstellen kann...

    Ich hab häufiger genaue Szenen vor meinem inneren Auge, die ich liebend gern mal zu Papier bringen würde, in einem Fall soll es ein Tattoo werden, das wäre echt hilfreich.

    Aber ich kann das nicht malen... meine geniale Tätowiererin hat mir jetzt vorgeschlagen, ich solle die Szene nur anhand von einfachen geometrischen Formen darstellen, sie arbeitet es dann aus und wir arbeiten uns dann ins Detail weiter.

    Oder eine Szene, die hab ich im Kopf seit der Unterstufe Gymnasium aber ich bring es nicht zufriedenstellend zu Papier.

    Wer nicht zuweilen zu viel und zu weich empfindet, der empfindet gewiss immer zu wenig.
    Jean Paul


  • Meine Gedanken springen auch fürchterlich weit, und manchmal ploppt ein tab von vor Stunden auf, als mann mich etwas fragte und ich jetzt erst auf die Antwort komm.

    Inzwischen versuche ich, Gedankensprünge zu verbalisieren.

    (Bsp beim Frühstück fragt mich mann, wie die katze von xy heißt. Ich komm nicht drauf. Im Hintergrund läuft die frage und ich bin schon ganz woanders...

    Am abend im auto "felix."

    Mann "???"

    Das kann 1:1 auch hier stattfinden. Immer gefolgt von der Frage: "Wie kommst Du denn JETZT da drauf?!"

    Wer nicht zuweilen zu viel und zu weich empfindet, der empfindet gewiss immer zu wenig.
    Jean Paul