Tochter (11) und Bauchschmerzen - Stress oder organisch??

  • liebe raben,


    ich schon wieder...


    meine große (11) hatte schon häufiger mal mit bauchweh zu tun, aber derzeit ist es wirklich sehr häufig. oft abends vorm einschlafen oder morgens früh.

    ich denke ja immer, es ist schulstress - 6. klasse gymnasium, die machen ganz schön druck und es ist sehr viel zu tun. sie kommt zwar ganz gut mit, aber ich denke, unbewusst hat sich schon ganz schön zu knapsen daran.

    aber wenn es doch was organisches ist? demnächst spreche ich das natürlich beim kinderarzt an. aber vielleicht habt ihr bis dahin ja noch ideen oder erfahrungen, was ich tun kann. sei es in sachen entspannung oder auch irgendwelche unverträglichkeiten? wir haben bisher nur lose mal milch weggelassen oder fruchtsaft reduziert. aber eigentlich war kein wirklicher zusammenhang erkennbar...

    achso sie ernährt sich fast ausschließlich vegetarisch, ist eher blass, schmal, bewegt sich eigentlich zuwenig, wie ich finde... und essenstechnisch kein freund von deftigen sachen, fragt ständig nach süßem und es ist nicht einfach, gesundes in ausreichenden mengen in sie reinzubekommen. könnten die bauchschmerzen auch was mit irgendeinem schleichenden mangel zu tun haben?

    oder habt ihr tipps, womit ich ihre ernährung "trickreich" aufpimpen kann??


    fragende grüße

    julbats

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  • Ich bin ja, aus leidvoller Erfahrung immer sehr zurückhaltend mit psychosomatischer Erklärung - ich würde den Gedanken im Kopf behalten und beobachten, ob es Muster gibt, aber gleichzeitig das volle Unverträglichkeitsprogramm abspulen: Zöliakie, Laktoseintoleranz und Fruktoseintoleranz sowie die gängigsten Nahrungsmittelallergien abklären.

    Edit: und wenn eh schon Blut abgenommen wird, auch den Eisenwert checken - in dem Alter wäre das ein Klassiker (und Eisenmangel macht appetitlos und schlapp)


    Viel Erfolg bei der Spurensuche!


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Eisenwert auf jeden Fall testen lassen. Wär der Klassiker. Jugendlicher im Wachstum, Bauchweh, mag sich wenig bewegen, vegetarier, dünn - da hab ich das Eisenschild schon vor Augen. Ist nicht immer, aber sehr häufig.

    Bei der Ernährung könnte es auch Übersäuerung vom Magen sein. Mit süßem besser etwas aufpassen und eher säurearme Sachen essen.

    Auch die vegetarische Ernährung bekommt nicht jedem in der klassischen Form. Gibt etliche die Vollkorn oder bestimmte Ballaststoffe schlecht vertragen.


    Ich würd ein Ernährungstagebuch machen mal über 6 Wochen und zwar ein komplettes: Nicht nur wann was gegessen/getrunken und wann welche Beschwerden sondern auch wie sie sich fühlt, obs Stressfaktoren gab usw. Und dann erstmal schauen ob man nen Zusammenhang erkennt (allerdings bedenken, dass es auch versetzt zu Beschwerden kommen kann. "Immer am dritten Tag nach Vollkornbrot" wird leicht als "das verträgt sie ja, muss an demunddem liegen" verkannt.

    Und in den sechs Wochen auch unterschiedlich ernähren. Eine Woche mal bewusst säurearm , die nächste Woche mal alles schwer verdauliche (also auch Vollkorn und ballaststoffreiche Obst/Gemüse) weglassen, eine Woche ohne Milchprodukte, eine Woche Glutenfrei, eine Woche überhaupt nix reglementieren sondern einfach so essen lassen wie sie will und eine Woche komplet nur gesund essen. Und dann mal schauen was passiert. Oft erkennt man gegen Ende der Woche schon, ob die Ernährung positive oder negative Wirkung hat.

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...


    Die besten Freunde sind nicht die, die Dir schmeicheln sondern die, die Dir die Wahrheit sagen. #blume

  • Grundsätzlich finde ich Preschoolmums Vorschlag mit einer Weglassdiät nicht schlecht, mit einer Ausnahme: Besteht auch nur der allerwinzigste Verdacht auf Zöliakie darf auf keinen Fall glutenfrei gegessen werden, bevor die Diagnostik durch ist! Das ist wirklich enorm wichtig!


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Talpa

    Wie lange muss man vor der Diagnostik glutenfrei essen? Wärs ne Möglichkeit, die glutenfreie Woche als erstes zu machen? Dann wären noch fünf Wochen danach mit GLuten plus die Zeit wo man auf den Arzttermin wartet plus die Zeit wos dann bis zur Blutentnahme und ggf. Spiegelung dauert. Würde das reichen?

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...


    Die besten Freunde sind nicht die, die Dir schmeicheln sondern die, die Dir die Wahrheit sagen. #blume

  • kleiner Einwurf, weil sie ständig nach Süssem fragt. Das war hier ganz immens bei allen, als wir Würmer hatten. :wacko: Sorry


    Morgens und abends Bauchweh...könnte auch passen


    Und dann hatten wir dazu auch noch die Fruktoseunverträglichkeit. Das haben wir aber erst erheblich später rausbekommen.

    Das ist ein mieser Kreislauf gewesen: Hunger auf Süsses plus die Unverträglichkeit.....


    LG

  • Ich würde ganz schlicht und ergreifend komplett von probeweise glutenfrei abraten, aus diversen Gründen: unter anderem ist es gar nicht so einfach, mal eben husch eine Woche glutenfrei zu leben, ausserdem kann glutenarm wunderbar andere Unverträglichkeiten "decken", das Abklingen der Symptome kann deutlich länger als eine Woche dauern.... Ich würde - bei einem Kind sowieso, ich als Erwachsene kann ja so viel an mir rumpröbeln, wie ich will - als erstes die Bluttests machen und dann vielleicht mit den einfachen Weglasstests anfangen, Laktose zum Beispiel.


    6 Wochen glutenhaltig vor den Tests kenne ich als Minimum in der Leitlinie, aber eben: auf eigene Faust glutenfrei ist nicht so einfach, wie sich viele Leute das vorstellen, das ist ziemlich aufwendig.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Zur Ursprungsfrage: vielleicht beides.


    Bei meinem einen Kind sehen wir es sehr deutlich: geht es ihm psychisch super, ausgeschlafen etc, kann es körperliche Beeinträchtigungen und Schmerzen eher wegstecken. Hat es Stress, fällt das Körperliche stärker ins Gewicht und schlägt auch viel mehr durch, z.B. deutlich häufiger Migräne (Bauchmigräne).


    Also würd ich offen bleiben für alles. Wenn ihr einen Stressfaktor findet, gut, schauen was Linderung bringen kann (Ursache beheben, mindern, Umgang damit finden...). Gleichzeitig unbedingt körperlich abklären.


    Viel Glück und gute Nerven!

  • Wie oft hat sie Stuhlgang? Das war bei meinem Sohn der Auslöser. Nachdem die Nachmittagsbetreuung länger wurde, hatte er zu Hause nicht mehr so viel Zeit, um sich Mal in Ruhe zurück zuziehen. Und ich bekam Verstopfung. Seit dem achte ich darauf dass nachmittags immer genügend Zeit ist.

    holly mit großer Tochter (07/03) und kleinem Sohn (06/06)

  • als wir Würmer hatten.

    Das ist mir bei der Überschrift auch als erstes eingefallen, da gibt es schon mindestens einen thread zu dem Thema. War hier auch genau so, Psychosomatik stand ganz groß im Raum, alle möglichen Unverträglichkeiten auch ( das Blutbild sind da sehr ähnlich), aber es waren......Würmer. Behandelt, alles gut seither.

  • Bei meinem Sohn war es mit den gleichen Symptomen eine Zöliakie und Fruktoseunverträglichkeit. Auslassdät bei Gluten auf gar keinen Fall, da nimmt man sich die Möglichkeit zur Diagnostik komplett.

    Man muss für eine valide Diagnostik mindestens 6 Wochen glutenhaltig gegessen haben.

    Bei uns hat es deutlich deutlich lämger gedauert, bis eine gf Diät einen Erfolg gebracht hat. Das ging eher Richtung 1-3 Monate. Zusätzlich hat mein Sohn sogenannte funktionelle Bauchschmerzen. Der Kopf hat den Schmerz gespeichert und ruft ihn bei jeglicher Art von Stress ab. Bei Schulstress genauso wie bei Verletzungen oder normalen Infekten.

    Würmer wurden bei uns getestet und ausgeschlossen.


    Der Kia hielt übrigens Tests auf Unverträglichkeiten mehrere Monate für nicht notwendig! Die Zöliakietests waren auch erst negativ, später dann aber doch positiv.. aufgefallen ist zuerst der positive Fruktosetest. Eine Fruktose-Auslassdät hat aber keinen Erfolg gezeigt. Drum haben wir weiter gesucht...

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • ich werfe mal das Alter und die evt bevorstehende Regel ein..

    Bauchschmerzen und Süßhunger...einige Monate bevor es losgeht soll öfters vorkommen

    LG paulina mit paula (11.05)
    + paul (04.08)