Kind gefallen in Schule, keine Mitteilung

  • Runa : mir wird das erzählt, was dem Kind gerade in dem Moment wichtig ist. Das folgt selten meiner mutterlogik, was ich denn gerne wüsste.

    Wenn das Kind fällt und eine kpl. Schulstunde lang ein kühlkissen braucht, dann möchte ich eine kurze Notiz darüber. Dann weiß ich das verhalten meines Kindes besser einzuschätzen, wenn es wieder in meiner Obhut ist.

    Und mein Kind geht auch gerne davon aus, dass ich wichtige Dinge ohne sein zutun auf wundersame Weise einfach weiß.

  • ich fand sowas eher nicht so wichtig, weil trösten kann ivh eh nicht und ist doch nichts schlimmes passiert...


    Bis ich Abends mal leicht gegen die Nase meines Sohnes kam und er sehr laut aufschrie. Und dann erst erzählt wurde das er in der Schule doll Nasenbluten hatte, weil er die Tür dagegen gehauen bekommen hat.

    Krankenhaus -> Nase gebrochen -> musste mit Vollnarkose operiert werden.


    Seitdem find ich das es Vorfälle gibt, bei denen einze Info besser wäre. Meine Jungs erzählten sowas nämlich nur direkt nach dem Vorfall, wenn überhaupt, also bis zuhause war das schon kein Thema mehr und erbrechen wegen kopferschutterung würde daher zB nicht als solches erkannt werden können...


    Also kein holen sie schnell ab, aber eine Info das etwas war das, auch wenn zum Glück unwahrscheinlich, ein Nachspiel haben kann.

  • Corvidae bei einer blutenden Wunde muss angerufen werden.


    Mein Kind durfte sich das Pflaster selber aufs Kinn kleben, weil das die Lehrkraft ja nicht machen darf. #dance



    Es muss gefragt werden (schon alleine wegen Tetanus) ....


    Ich sehe da gar kein Problem, meine Kinder stürzen oft. Offene Wunden gabs 3 Mal, Stürze mit Anruf 2 Mal.

  • Bei uns klebt man dann nach Desinfektion einfach ein Pflaster drauf ... Deutschland ist manchmal schon ein sehr kompliziertes Land. Tetanusimpfung wurde zu Schulstart abgefragt. Allergien liegen ebenfalls vor.

  • Na ja, hier hat noch nie jemand von der Schule nachgefragt, ob Tetanus geimpft wurde. Ich denke es würde nach einer Schürfwunde, sofern man denn wollte, auch noch reichen ein paar Stunden später zu impfen.

    Insgesamt hängt es doch sehr davon ab wie es dem Kind geht, wenn es weint, sich aber rasch wieder beruhigt und offensichtlich keine grössere Verletzung vorliegt, sehe ich wirklich keinen Anlass, dass ich angerufen werden muss.

    Ich würde, wenn es zuhause passiert, ja auch nicht bei jeder Schramme im Gesicht zum Arzt fahren um alle Eventualitäten auszuschliessen.

  • Iverna : steht das mit der offenen wunde irgendwo?


    Ich muss, wenn es dem Kind schnell wieder gut geht, nicht angerufen werden. Aber alles, was den Kopf betrifft, möchte ich auf jeden Fall zumindest im Mitteilungsblatt haben, das reicht mir auch ganz kurz.

    Ich bin damals zu spät zum Sport gekommen, nachdem ich bewusstlos auf dem Schulhof lag. Hat die Lehrerin nicht ernst genommen. Also gab es einen anschiss fürs zuspätkommen und Sportunterricht und keine Nachricht an zu Hause. Da ich zu Hause genauso erzählt habe wie mein Kind jetzt, ist das nur “rausgekommen“, weil nachmittags die Mutter einer Freundin anrief, wie es mir geht. Meine Mutter bekam dann den anschiss vom Arzt, warum sie erst jetzt kommt ...


    Lehrer sind keine Ärzte, die müssen nicht beurteilen können, ob da etwas schlimmes ist. Sie müssen nur beurteilen, ob da etwas sein könnte. Ich kann beurteilen, ob mein Kind anders ist als sonst. Wenn ich weiß, dass etwas passiert ist, weiß ich eher, ob das einfach mal ein schlapper Tag ist oder lethargisch nach einem Sturz. Und der Arzt kann dann genau gucken und entscheiden.

  • Wenn jedes Mal bei Weinen ein Anruf käme, bräuchte ich ein Sekretariat. Meine Kinder sind relativ "offen" in ihren Unmutsäusserungen...

    Schürfungen und kleinere Wehwehchen machen hier problemlos Lehrpersonen, Hortner oder Schulwart. Ich merk das oft erst beim Baden, dass das Kind verpflastert ist.


    Im Gesicht, mit Kühlung nötig und Treppensturz hätte ich wohl von unserer Schuleinheit eine Info bekommen - und fände das auch vernünftig (einfach, weil ich sowas gerne beobachten möchte).

    Und ich gerne noch die Version einer nicht ganz so involvierten Person höre und nicht nur die Räuberpistole der Kinder ;)


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Hier bekommen die Kinder einen Zettel mit, wenn es Anlass gab, den Care Room aufzusuchen, da steht dann drauf, "aufs Knie gefallen, Pflaster etc.". Impfstatus wird jährlich abgefragt, die Schule fragt den medizinischen Status am Beginn des Schuljahres ab.

    Wenn die Kinder auf den Kopf fallen, ist die Schule verpflichtet, die Eltern zur Information anzurufen.

  • Wir hatten hier was Ähnliches und dann eine Gehirnerschütterung. Hätte ich von dem Sturz nichts gewusst, hätte ich das Übergeben auch für MD halten können.

    Daher finde ich schon, dass bei Stürzen auf Gesicht /Kopf Bescheid gesagt werden sollte. Wir lassen Schüler in solchen Fällen auch abholen. Dann können die Eltern ja entscheiden, ob sie zum Arzt gehen wollen oder abwarten.


    Hat sich mit lottemax überschnitten. Scheint ja dich häufig der Fall zu sein,dass es da dich schlimmer ist.

  • Hier hätte man uns (bzw. hat auch schon) die Schule informiert. Gerade bei Verletzungen im Kopfbereich.

    Nach einem heftigen Sturz auf das Kinn hatte das Kleinchen auch mal eine Gehirnerschütterung die sich erst nach einigen Stunden richtig bemerkbar gemacht hat

    * Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt *

  • Reden eure Kinder echt nicht darüber wenn sie gestürzt sind, so dass es die Schule tun müsste?

    Mein Kind gehört in die Kategorie "nicht erzählen". Auch auf Nachfrage erfahre ich nichts bis sehr wenig. So zum Beispiel den Schlag einer Klassenkameradin mit einem Schreibblock mitten ins Gesicht. Das kam nur durch einen Zufall raus (und dazu dann gleich das Mobbing, das die Wochen vorher wohl schon sehr schlimm war). Es gibt halt Menschen, die lieber alles mit sich ausmachen.

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Selbstverständlich gehört so etwas mitgeteilt. Das ist ein BG-Unfall. Das kann zB einen Unterschied machen wenn vielleicht ein durch das Trauma abgestorbener Zahn überkront werden muss. Ich würde das morgen noch offiziell in der Schule melden und einen Zahnarzt draufschauen lassen. Fotos machen.

  • Bei meinen Kindern ist es komplett tagesabhängig, ob sie mir von sich aus alles erzählen, was in der Schule gewesen ist, oder mich auf Nachfrage anknurren - oder irgendwas dazwischen. ;) Und da ist es mir lieber, ich werde ein paar mal zu oft angerufen als sowas wie ein Sturz auf den Kopf oder ähnliches untergeht und keiner weiß wo die Kopfschmerzen oder die Übelkeit herkommen. (und falls man damit zum Arzt muss, ja, wegen BG-Dingen)

    Da reicht dann ja auch eine Nachricht, ein Zettel, irgendwas, aber ich übergebe meine Verantwortung für meine Kinder für die Zeit an diese Leute und möchte dann bitte schon von den Betreuenden wissen, wenn irgendwas passiert ist.

    Jeder spinnt auf seine Weise –
    der eine laut, der andere leise.
    (Joachim Ringelnatz)

  • Hallo,


    Ich finde so etwas nicht leicht zu entscheiden.

    Einerseits, klar manchmal ist es wichtig, daß die Eltern den genauen Unfallhergang kennen, andererseits es sind Schulkinder und keine Kindergartenkinder mehr.


    Ins Heft schreibe ich eigentlich selten etwas. Entweder gehe ich davon aus, daß das Kind zu Hause selber berichten kann, was passiert ist - oder ich schätze den Sturz als so gravierend ein, daß ich selber die Eltern anrufe und berichte und die Eltern entscheiden lasse, ob sie das Kind z.B. eher abholen und zum Arzt gehen wollen.


    Ich lasse in der Regel das Kind mitentscheiden. Es wird gekühlt, ggf,. verpflastert (was wie schon jemand schrieb, rechtlich für uns schon wieder grenzwertig ist) und dann schaue ich, wie es dem Kind geht. Wirkt es klar und signalisiert mir, daß es ihm gut geht, dann frage ich, ob ich was aufschreiben soll oder ob es selbst zu Hause Bescheid sagt. In der Regel wollen sie dann nichts eingeschrieben haben.


    Wirkt das Kind wie gesagt nachhaltig beeinträchtigt, ist nicht zu beruhigen oder sagt selber, es ist ihm lieber, wenn ich etwas aufschreibe mache ich das natürlich oder rufe wie gesagt an.


    Ins Unfallbuch schreibe ich es auf jeden Fall ein, denn auch aus kleinen Sachen kann noch was kommen.


    Das ist auch der Weg, den wir im Team abgesprochen haben und der so von der Unfallkasse sein OK hat.


    Daß man sich dabei auch mal vertut, kann natürlich passieren. Ein Kind fällt, springt kurz drauf wieder fröhlich rum und hat beim ausziehen zu Hause ein großes Hämatom - aber schon lange vergessen, wie es dazu kam. Oder ein Kind fällt, ist untröstlich und geht in eine Schonhaltung - und wenn ich angerufen und die Eltern hergebeten habe, will es am liebsten wieder aufspringen und Fußball spielen gehen, weil inzwischen alles wieder gut ist. Oder ein Kind spielt etwas vor uns runter (oder zu Hause hoch, weil neben dem Schmerz auch noch der Ärger auf den Schubsenden mit hochkam... auch das hatten wir leider schon) .

    Wie gesagt, ich stecke nicht drin und Gedankenlesen kann ich nicht. So kann es leider auch mal zu Fehleinschätzungen in die eine oder andere Richtung kommen (wobei die in meiner ganzen Laufbahn selten waren und wenn dann eher Richtung "einmal zu viel angerufen")


    Was es defintiv nicht geben darf, ist daß Kinder deutlich über Schmerzen klagen und dann nicht bei den Eltern angerufen wird. DAS geht nicht und da verstehe ich auch den Sinn dahinter nicht. Aber da würde dann auch keine Mitteilung im Heft etwas helfen.

  • Mein Kind ist in der Unterstufe vom Schwebebalken gerutscht und hat sich ordentliche Abschürfungen und Prellungen an Rippen und Beckenknochen zugezogen. Danach einfach weitergeturnt, Schmerzen kamen später. Hat es mir erst abends gezeigt. Kein Wort dazu von der Schule. Waren dann noch beim Arzt zum Ultraschall (Bauch) und ich habe die Schule telefonisch darum gebeten , es ins Unfallbuch einzutragen, ist dann auch durch den Sportlehrer geschehen.

    Zumindest beim Abholen hätte mich eine Info gefreut. War wohl ein spektakulärer Abgang 🙈.

    Doch ja , ich möchte informiert werden und selbst entscheiden , was zu tun ist.

    Gruß omega.

  • ich bin ganz klar der meinung, dass so ein vorfall (gesicht, mund, zähne) auf jeden fall mitgeteilt werden muss. es reicht ganz sicher nicht, dass dies nur das kind erzählt. hier ist die rede von einem 1. klässler und einer allfälligen unfallmeldung/versicherungsangelegenheit. da erwarte ich auf jeden fall eine reaktion seitens der schule.


    über die meisten antworten bin ich sehr verwundert.....



    Sommerwind

    klar gehört sowas gemeldet. da bist du keineswegs zu empfindlich eingestellt.

    zwei tolle Jungs: 15 + 20 Jahre alt #banane

  • Ich finde Zähne schon heikel, er ist als Kleinkind gestürzt, erst sah es nicht so schlimm aus, nach Monaten starb der Zahn ab. Das jetzt bei einem bleibenden Zahn wäre nicht so toll.

  • Hallo,


    Die Frage ist halt auch, was er selbst gesagt hat. Nicht immer steht jemand daneben bzw. manchmal sieht es von außen halb so wild aus und dann ist doch mehr - oder auch andersrum.


    Ich hatte letztens einen Vorfall, als ein Kind gestürzt war und nach dem ersten Schreck selber recht bald meinte, es wäre eigentlich gar nichts weiter passiert. Etwas später zuppelte es im Spiel ganz nebenbei etwas aus dem Mund und wollte es wegwerfen. Zufällig stand ich daneben und für mich sah es aus wie ein kleiner Zahnsplitter, also habe ich es den Eltern natürlich mitgeteilt. War es am Ende auch, aber von sich aus gesagt hätte mir das Kind nichts.


    Wie gesagt, ich finde so etwas nicht immer einfach zu beurteilen. Und dann gibt es noch die Eltern, die es stört, wenn man ständig wegen irgend etwas anruft, vor allem, wenn sie die Sache als Lapalie einstufen und von Arbeit aus eh nichts tun können.


    Ich würde an eurer Stelle einfach in der Schule nachfrgen, wer etwas davon mitbekommen hat und warum dann nichts eingeschrieben wurde - und vor allem, ob es im Unfallbuch notiert ist. Wenn mir jemand freundlich(!) so eine Rückmeldung gibt, bin ich dankbar, daß wir das klären konnten bzw. ich in irgend einer Weise reagieren kann (Unfallursache beseitigen, mit einem "Verursacher" noch mal reden usw.) .

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  • Trin : Das ist mit Sicherheit nicht leicht. Und man wird es auch hier sicherlich nicht allen recht machen können. Auf der einen Seite die, die gar nichts wissen wollen, weil es lästig ist, ständig angerufen zu werden. Die, die den Bericht mit 3 Durchschlägen haben wollen, wenn das Kind sich den Schnellhefter auf den Finger hat fallen lassen, auf der anderen Seite. Und ganz viele irgendwo dazwischen.

    _Mir_ würde einfach der kurze Vermerk im Heft reichen "Kind 1, Kopf gestoßen" oder "Schürfwunde versorgt" (die bekomme ich teilweise auch nur zufällig einen Tag später zu sehen). Dann könnte ich nachfragen beim Kind und das Kind beobachten. Und bei Bedarf in der Schule nachfragen und mich um Eintragung ins Verletzungsbuch kümmern.

  • Hallo,


    _Mir_ würde einfach der kurze Vermerk im Heft reichen "Kind 1, Kopf gestoßen" oder "Schürfwunde versorgt" (die bekomme ich teilweise auch nur zufällig einen Tag später zu sehen). Dann könnte ich nachfragen beim Kind und das Kind beobachten. Und bei Bedarf in der Schule nachfragen und mich um Eintragung ins Verletzungsbuch kümmern.


    Jep, und dann liest man im Rabenforum wieder Postings, in denen Eltern erklären wie unhöflich und unverschämt Hefteintragungen ohne Anrede und Abschlussformel doch sind. :D

    (Die hab ich mir seit dem tatsächlich angewöhnt, aber es vermindert die Zusatzarbeit nicht wirklich, es ist halt eine der 3726 "kleinen Dinge, die doch nun wirklich kein Aufwand sind" die man doch nebenbei noch leisten kann...) .


    Per Mail wie im Ausgangsposting vorgeschlagen, würde hier gar nicht gehen, ich habe gar keine Mailadressen der Eltern und käme während der Dienstzeit auch gar nicht dazu, an den PC zu gehen und Mails zu schreiben. Bei den Lehrern hier ist das nicht anders.

    Ist das allgemein so üblich?


    Nicht falsch verstehen, ich hab ja geschrieben, daß ich bei Unfällen, die ich als gravierend wahrnehme (dazu würde der Sturz vom Schwebebalken gehören) sogar anrufen würde. (Ich kenne Familien, da wird das Mittelungsheft tagelang nicht angesehen und das Kind denkt auch nicht immer dran, es von sich aus vorzuzeigen oder erst am Abend, da ist es dann ist es auch zu spät).


    Aber nicht jedem Sturz sieht man eben an, daß doch mehr dahinter steckt, nicht jedes Kind reagiert gleich heftig... Es gibt Kinder, die rennen weiter als wäre nix, obwohl unter der Hause das Bein biltzblau geworden ist, andere brauchen den Kühlakku eine Stunde eher aus moralischen gründen... Man kann sich einfach auch mal verschätzen. Das ist nicht schön, besser wäre es, wenn man immer absolut richtig läge... aber irgendwie sind es halt auch nur Menschen.


    Wie gesagt, in so einem Falle dann lieber direkt in der Schule nachfragen was genau denn los war (wäre meinen Kindern zumindest bei kleineren Sachen in den meisten Fällen aber eher peinlich gewesen) bzw. rückmelden, daß es doch heftiger war als es wohl dort gewirkt hat und klären ob es im Unfallbuch steht.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Trin ()