immer wieder Milchstau - warum???

  • Ihr Lieben,

    ich stille das Zwergenkind nun seit 15,5 Monaten, bis Mitte Oktober ohne Probleme. Seitdem habe ich jetzt den 5. oder 6. Milchstau - davor gar keinen, nicht mal ansatzweise. Bisher dauerte es immer nur ein paar Stunden, dann schaffte die Kleine, die Verhärtung auszumassieren und alles war wieder gut, jetzt geht es schon seit gestern abend und wenn sie es gleich beim Einschlafstillen nicht schafft, weiß ich nicht so recht weiter. Abpumpen und ausstreichen habe ich schon versucht, ohne Erfolg.

    Die eigentliche Frage ist aber, warum??? Also, das sind nicht Tage, wo sie wenig stillt oder ich den ganzen Tag weg bin oder so, es gibt keinen für mich sichtbaren Auslöser. Bei der großen Schwester war das auch schon so, dass ich im 2. Lebensjahr (bis ich sie mit 20 Monaten oder so abgestillt habe), immer wieder leichte Milchstaus, da immer nur in der rechten Brust hatte. Beim Großen war das nicht, jetzt bin ich nicht ganz sicher, im Momnet ist es links, war aber glaube ich die paar Male jetzt nicht immer an der selben Seite.

    Was mache ich denn nun, damit das nicht so weiter geht? Ich will eigentlich schon noch ein paar Monate stillen, aber langsam mag ich nicht mehr ständig Sorgen deswegen haben...

    Ich wäre dankbar für Eure Gedanken...

    Stina

  • Was ist denn anders in deinem Leben seit dem ersten Auftreten der Milchstaus im Oktober?


    Es gibt natürlich einige Gründe, Stress ist nur einer davon, der solche Milchstaus begünstigen kann.

    Wird die Brust irgendwie gequetscht, unbequeme BHs, unvorteilhafte Schlafposition?

    Hast Du Lecithin probiert?

    War mal eine Stillberaterin bei Dir?

    (Ich hatte beim zweiten Kind zwei, definitiv wegen Stress. Als ich mich richtig dolle geschont hab, war das vorbei.)

  • Bei mir kamen sie auch regelmäßig, wenn ich zu viel gemacht habe - das blöde war, auch wenn ich total Lust auf das hatte und voller Elan für die Sache war (also für mich eigentlich kein Stress war).

    Weiß nicht, ob ich mich verständlich ausdrücke, aber ein Beispiel: einmal haben mein Mann und ich Laminat verlegen. Es hat mir tierisch viel Spaß gemacht und mich (gefühlt) auch überhaupt nicht gestresst, wohl aber meinen Körper. Ich hatte einen tierischen Milchstau mit 40 Grad Fieber.

    Irgendwann kannte ich dann diese Euphorie, bei der ich - zumindest für meinen Körper - zuviel machen würde und habe mich bewusst ausgebremst.


    Alles Gute für dich!

  • Ich hatte bei Kind 3 immer wieder Milchstau. Das war erst weg, nachdem es mich einmal richtig erwischt hat mit Schüttelfrost etc. und ich ein Antibiotikum bekommen habe. Danach war Ruhe.

    Woran es gelegen hat weiß ich aber auch nicht. Ich hatte weder bei den beiden vorher, noch beim vierten jetzt Probleme in die Richtung. Obwohl die Kinder auch immer mal unregelmäßig getrunken haben. #weissnicht

  • Hmm, Streß... Ich weiß nicht, im Moment läuft hier alles echt entspannt, da hätte es schon andere Phasen gegeben, wo ich das eher verstanden hätte. Auch positiver Streß ist eigentlich im MOment eher nicht, aber ich werde das noch mal genauer im Auge behalten müssen. Lecithin? Davon habe ich noch nicht gehört, ich gehe gleich mal googeln. Nein, BHs, Schlafsituation, Trage alles beim Alten. Komisch...

  • Und frag doch noch bei Denise Both nach, in unserem Expertenforum - mit ihren Tipps und der Hilfe einer tollen Ärztin wurde ich mein Problem damals los.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • neben stress gibt es grad bei diesen immer wiederkehrenden Milchstaus oft eine rein körperliche Erklärung. Manchmal ist nämlich die Zusammensetzung der Milch so, dass sich schnell Propfen aus dm Fett bilden und die Milchgänge verstopfen. Dafür hilft dann das oben erwähnte Lecithin, das emulgiert und macht die Milch wieder "fliessender". Manche Propfen lassen sich gut von den Kindern wegtrinken, manche nicht.

    Dosierung wäre 1000 mg Lecithin alle 2 Stunden im akutfall, bis sich der Propfen löst, Du also Besserung spürst. Wenn es so oft passiert wäre auch eine permanente niedrig dosierte Menge Lecithin ne Möglichkeit, da müsstest du ein bisschen probieren.

  • Ah, danke, dann schaue ich mal nach Lecithin.

    Vielleicht ist es doch Streß? Also, es ist nichts Besonderes los, aber die Vorweihnachtszeit mit dem ganzen Mental Load bezüglich Adventkalendern, Nikolaus, Weihnachtsfeiern, Geschenken und so weiter ist ja schon immer aufwändig irgendwie. Nur komisch, dass das letztes Jahr kein Problem war, da hatten wir um diese Zeit sehr viel zusätzlichen Streß.

    Erstmal hat das Zwerglein das Problem heute nacht beheben können, dafür bin ich schon mal dankbar...

  • Mir wurde außer zu Lecithin auch zum Vermeiden gesättigter Fettsäuren geraten, darunter fällt leider auch Schokolade... Stattdessen viel Nüsse etc mit ungesättigten Fettsäuren.

  • Schon wieder - mein Mann hat mir Lecithin mitgebracht, auch wenn das jetzt weg geht werde ich es mal in niedriger Dosierung ein paar Wochen nehmen...

    Oh nein, Schokolade? Aber das wäre zumindest ein vernünftiger und wichtiger Grund, jetzt in der Adventszeit damit zumindest sparsam zu sein ;-)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Stina82 ()

  • ich möcht hier auch noch antworten. Habs nur schon wieder vergessen und jetzt hab ich grad keine Zeit. kannst du mich erinnern, wenn ich es vergesse?

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Vielleicht auch zyklusbedingt?

    Seit wann hast du denn wieder deine Mens?


    Ich hatte auch plötzlich irgendwann dauernd Milchstaus, bis mir auffiel, dass es mit Wiedereinsetzen der Mens zusammenhing. Der Milchstau kam immer einige Tage davor.


    Wirklich etwas dagegen machen konnte ich leider nicht, daher habe ich leider auch keinen gescheiten Rat. #weissnicht

  • Hallo Stina - ich hoffe sehr dass es Dir besser geht.


    Ich hatte in meiner ersten Stillzeit auch arg damit zu kämpfen. Egal was ich tat und wie sehr ich mich auch bremste (und ich bin ein Macher!) nichts half richtig. Weder ein Homöopath noch Lecithin (was ich dennoch nahm) noch die angeheuerte Putzfirma, die mich entlasten sollte!


    Ständig hatte ich Pfropfen die die Milchgänge blockierten und teilweise üble Stauungen hervorriefen. Die Brust tat oft weh und war oft hart unf geschwollen - aber bald hatte ich den Dreh raus und habe immer kontrolliert und "nachgearbeitet" welcher Milchgang ist wo blockiert ? ...zu 95 % reichte schon ein leichter Druck aus und der Propf sprang weg und die Milch konnte dann abfließen.


    Vor der zweiten Stillzeit hatte ich echt Bammel und wäre ehrlich gesagt nicht bereit gewesen die ganzen Strapazen nochmal so lange (19 Monate) in Kauf zunehmen. Das Minimum wäre akzeptabel gewesen - aber alles wieder so wie damals!? Nein!


    Und jetzt? Alles prima - ich stille seit fast 2 Jahren und hatte mal hier und da zu kämpfen aber alles in normalem Rahmen und vertretbar.


    Mir hat nur die strenge und engmaschige Kontrolle geholfen!


    Alles Gute für Dich

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Kraichgau ()

  • Danke, Kraichgau , erstmal ist es weg. Mal sehen, wie lange. Ja, wahrscheinlich muß ich es einfach ständig kontrollieren - ich wüßte nur irgendwie gerne, warum jetzt, nach 15 Monaten ohne Probleme? Total komisch. Bisher war es auch nie richtig schlimm, also nur sehr unangenehm, aber ohne Allgemeinsymptome oder so, aber das kann ja jederzeit kommen...

  • Danke für die Erinnerung.

    Also Milchstau ist bei mir auch so ein Thema. Wird jetzt vielleicht etwas ausführlich und lang.


    Bis die Kleine ca 14 - 16 Monate alt war, so genau weiss ich es nicht mehr, hatte ich nur einmal einen Milchstau. Der war ziemlich schlimm. Und tatsächlich auch auf Stress zurück zu führen. So richtig mit Gliederschmerzen, Fieber, etc. Habe ich dann mit den üblichen Hausmitteln behandelt und gut war.


    So, aber dann ging es los. Monat für Monat hatte ich einen Milchstau. Es lies sich nicht auf ein geändertes Trinkverhalten von Seiten des Kindes zurückführen und in meinen Augen auch nicht auf Stress.

    Das war dann mein hauptsächliches Problem. Mit dem Stress-Argument komme ich überhaupt nicht klar. Denn für mich bedeutet es "Selber Schuld, hättest du dich eben weniger gestresst. Du musst nur langsamer machen, dann passiert das schon nicht". (Bitte nicht angegriffen fühlen. Ich meine es gar nicht hier im Forum, sondern eher so insgesamt). Dazu kommt noch die Frage der Aussenstehenden, warum ich denn überhaupt noch stille. Da war die Kleine ja bereits dem Standard-Stillalter entwachsen.


    Jedenfalls habe ich zu Beginn vieles probiert und auch wieder aufgegeben.


    Ich habe zwar meine Mens noch nicht, aber irgendwie scheint es mir doch ein bisschen so etwas wie ein Zyklus zu sein. Es war tatsächlich immer ziemlich genau nach 4 Wochen.


    Da hat sich dann das Stress-Argument für mich erledigt, und auch die Frage, warum ich bei so einem grossen Stillkind überhaupt noch Milchstau bekomme. (Ich stille ziemlich unregelmässig. An 3 Tagen arbeite ich, da bin ich 8 Stunden ausser Haus, an den anderen Tagen wurde dagegen sehr viel gestillt. Und das hatte gefühlt nie eine Auswirkung auf den Milchstau)


    So, also habe ich mich damit arrangiert und folgende Behandlungsmethode erprobt:

    Sobald ich den Milchstau feststelle, nehme ich Ibuprofen. Damit geht es mir besser, und ich unterstelle einfach mal eine entzündungshemmende Wirkung.

    Ausserdem streiche ich dann ziemlich gründlich aus. Heisst nicht unbedingt sehr viel, sondern gezielt. Da, wo die Milch gelb ist. Wenn sie sogar dazu noch dickflüssiger ist, streiche ich erst recht aus. Wie Kraichgau schreibt, suche ich auch nach "Verstopfungen". Denn die gehen beim Stillen einfach nicht weg.

    Doch in den seltensten Fällen ist es so schlimm. Da hilft einfach in ein Tuch ausstreichen, öfter an der Seite anlegen, Ibuprofen nehmen.


    Irgendwann hat es wieder aufgehört. Und gerade heute Nacht habe ich wieder einen Milchstau bekommen. Aus heiterem Himmel. Tja, da kann man wohl nichts machen, ausser abstillen #flop


    Von dem Lecithin habe ich noch nie gehört, das könnte ich natürlich auch mal ausprobieren.


    Und, ach ja, ich bin froh, dass es noch jemandem so geht ;)#pfeif

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Na, schön, dass ich Dir helfen kann, Julchen86  #freu

    Nein, im Ernst, danke für Deinen Beitrag. Da es bei mir in den letzten Wochen so häufig war, also quasi jede Woche, habe ich an irgendwelche Zykluszusammenhänge jetzt noch gar nicht gedacht, Mens habe ich auch noch nicht wieder. Ja, Abstllen wird mir auch oft empfohlen - das würde natürlich helfen, aber ich will eigentlich noch nicht. Gerade dieser zweite Winter war bei meinen Großen Erkältungs- und Erkrankungstechnisch immer sehr heftig gefühlt und ich war immer froh, dann wenigstens noch stillen zu können, wenn die Mäuse sonst nichts mehr wollen. Klar, wenn es jetzt nicht mehr geht, dann ist das halt so, aber erstmal hoffe ich eine andere Lösung für das Problem zu finden - zumindest es bisher auch nicht ganz schlimm war, nur halt nervig und schmerzhaft.

    Ibuprofen habe ich auch schon genommen - ob es mehr hilft, als es mir angenehmer zu machen, weiß ich nicht, aber ich bin sicher, es schadet auch nicht und hoffe immer, es wirkt ein bisschen abschwellend und dann löst sich doch noch ein Pfropfen oder so.

    Das Lecithin nehme ich jetzt einfach mal 1000mg am Tag weiter - mal gucken, ob es was ändert.

    Ich bin auch froh, dass ich damit nicht alleine dastehe!

  • Bekommst du vielleicht vermehrt Stöße/Tritte gegen die Brust?

    Meine erwischt mich z.B. beim Wickeln immer Mal und in dem Alter sind sie ja doch recht kräftig.