Arbeit im geschützten Rahmen - was bedeutet das?

  • Ich habe mich gestern mit einer jungen Frau aus der Rehagruppe meiner Schwester (Menschen mit seelischen und geistigen Einschränkungen) unterhalten....

    Sie erzählte, sie "arbeitet in einem hotel auf dem ersten Arbeitsmarkt aber im geschützten Rahmen"

    Ich kann mir nicht so ganz vorstellen, was das für den Arbeitsalltag bedeutet....

    Kennt sich da jemand aus?

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • das könnte eine von der AA geförderte Reha-Ausbildung/Tätigkeit sein oder eine Tätigkeit, die einer Werkstatt für behinderte Menschen zugeordnet ist. Meistens ist da auch ein Bildungsträger mit dabei.

  • ganz konkret heißt das, dass sie nicht den Arbeitsplatz verliert wenn sie nicht alle Anforderungen des klassischen Arbeitsplatzes erfüllen kann.z.b. Nicht immer von rechts den Wein eingißt, das Fischbesteck vergisst, sich nicht traut, dem Gast irgendwas zu sagen oder so. Ein bisschen wie Azubistatus (so wie es meiner Meinung nach sein sollte)

  • Es gibt Bildungsträger wie das BBW die betreiben Hotels und andere Betriebe und bieten Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze zu wesentlich anderen Konditionen als üblich. Der Personalschlüssel ist anders (höher), Die Zeiten sind angepasster und es gibt mehr Ruhepausen. Kündigen kann man diesen Mitarbeitern meist auch nicht bzw. nur unter extrem erschwerten Bedingungen.
    Hier in meinem Gebiet bietwt u.a. das Mosaik dieses an. Es gibt Mentoren die immer ein Auge auf ihre Schützlinge haben und ansprechbar sind.

  • Ich hab mal in einem Bioladen gearbeitet, der von der Lebenshilfe betrieben wurde, und der Menschen mit seelischen Vorerkrankungen Arbeit im geschützten Rahmen gab. Sprich, es gab z.B. jeden Morgen eine "wie geht es uns heute"-Runde, es wurde niemand gehetzt (bzw. nur ich, als die Aushilfe ;) ), und Kündigungen gab es einfach keine.


    Ich kenne auch Hotels, die so laufen. Hoffmans Höfe in Frankfurt z.B., das ist ein Tagungshotel.

  • Ach, wäre es nicht schön, wenn alle MitarbeiterInnen solche Arbeitsbedingungen vorfinden würden....vielleicht würden viele seelische Erkrankungen dann erst gar nicht entstehen.

    tt1c48ce.aspx
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  • und frustrierend, dass wir irgendwie alle akzeptieren, dass „normale“ arbeitsplätze nicht so sind.

    !!!


    Warum wird nur bei entsprechend „schweren“ Diagnosen soetwas ermöglicht?


    Ich merke das gerade schon bei der schulrecherche, da ist es ja im Prinzip ähnlich.

    When all hope begins to shatter
    Know that I won't be afraid

  • Unsere Bewohner arbeiten teilweise auch im geschütztem Rahmen. Da sind Firmem die entweder einen eigenen Teilbereich haben wo die arbeiten oder eben zu anderen Zeiten sprich keine Schichtarbeit wie andere Arbeitnehmer dort.


    Ist super für die zwischen Werkstatt und 1 Arbeitsmarkt stehen.