welches risiko hat ein arbeitgeber bei einer potentiellen schwangerschaft einer mitarbeiterin?

  • Ich denke das Risiko ist je nach Betriebsgröße und Geschlechterverteilung unterschiedlich. Das Beispiel mit dem Zahnarzt ist da ein sehr Gutes: Kleiner Betrieb nur Mitarbeiterinnen -> hohe Risiko.


    Ich arbeite in einer Firma mit über 3000 Leuten und das Geschlechterverhältnis ist recht ausgeglichen. Wenn Frau im Produktionsbetrieb arbeitet, darf sie keine Nachtschichten arbeiten (wie das mit Früh und Spätschichten ist weiß ich nicht, kann ich aber rausfinden, wenn es Dich interessiert), es findet sich aber genug (sinnvolle) Büroarbeit, die Frau stattdessen machen kann. Das heißt, sie bekommt eine andere Tätigkeit, kein Beschäftigungsverbot. Ich war bis zum Beginn des Mutterschutzes noch in den Produktionshallen unterwegs, hab mir halt für schweres Heben Hilfe organisiert.


    In unserer Firma ist es so organisiert, dass sich Frauen die in Karenz (und Mutterschutz) sind quasi einen Pool bilden, damit der Headcount, der durch sie frei wurde, nicht anderweitig belegt werden kann. Trotzdem können so Stellen flexibel umbesetzt werden, da der Arbeitgeber in Ö nicht verpflichtet ist, eine Karenzrückkehrerin wieder an genau der gleichen Stelle einzusetzen, es muss lediglich eine vergelichbare Stelle sein. Sprich: war ich vorher in Forschung und Entwicklung, darf ich nicht nach der Karenz plötzlich am Fließband landen, ich darf aber sehr wohl in die Qualitätssicherung wechseln. In der Regel wird die Rückkehrerin bei uns gefragt wo sie hin möchte, wenn ihre alte Stelle nicht mehr frei ist.


    Das wirtschaftliche Risiko für eine große Firma scheint mir somit sehr klein bis nicht vorhanden zu sein. Das wirtschaftliche Risiko für die Frau ist allerdings schon sehr hoch, denn dadurch, dass sie vielleicht in einer anderen Abteilung neu anfangen muss, kann das den Aufstieg auf der Karriereleiter verhindern.


    Ich kann gerne bei Gegelegenheit mit unserem Betriebsrat sprechen, wie er das sieht.

  • Schweiz:

    Rein "schwangerenspezifische" finanzielle Risiken sind eher gering: der Mutterschutz beginnt mit der Geburt und dauert 8 Wochen, dazu kommt eine gesetzlich abgesicherte Mutterschaftsversicherung (die 80% des Lohnes zahlt) von 14 Wochen. Danach ist die Mitarbeiterin wieder wie jede andere Mitarbeiterin zu behandeln, ausser den Einschränkungen fürs Stillen, die aber finanziell gesehen nicht soooo sehr ins Gewicht fallen meiner Meinung nach (es sind zusätzliche Pausen).


    Beschäftigungsverbote sind extrem selten, da muss frau schon sehr gefährdet arbeiten, im Normalfall muss der Arbeitgeber einen Ausweichbereich zur Verfügung stellen, was in normal grossen Unternehmen eigentlich machbar sein sollte. Krank geschrieben kann jedeR ArbeitnehmerIn, daher sehe ich das nicht als zusätzliches Risiko an. Und auch da: die finanziellen Einbussen hat der Arbeitgeber erst nach einer bestimmten Zeit und nur dann, wenn er bei der Krankentaggeldversicherung gespart hatte.


    Schwangerschaft bedeutet für den Betrieb - also abgesehen von den organisatorischen Umtrieben - nur die Einarbeitungszeit einer Vertretung als finanzielle Einbusse.


    #gruebel Habe ich was vergessen?


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Unser Betriebsrat sagt, es kostet nur die mutterschutzzeit (vor und nach geburt). Elternzeit ist kostenlos und das risiko ist überschaubar.


    (Bürojob, da kann frau bis zum Mutterschutz arbeiten, wenn die Schwangerschaft es zulässt)

    Tut mir leid, das sieht der Betriebsrat halt nicht aus der betriebswirtschaftlichen Seite. *schulterzuck*

  • ich arbeite in der Pflege, gyn/Woche.

    Da arbeiten also ohnehin nur Frauen und für die Mitarbeiterinnen ist das schon hart, wenn eine junge Kollegin in vollzeit schwanger wird. Das waren in den letzten Jahren viele und keine hat in ihrem Bereich weitergearbeitet.

    Entweder waren sie ganz daheim oder sind in andere Bereiche versetzt worden.

    Trotzdem fehlt sie dann natürlich im Kreißsaal /auf Station.

    Das in einem Bereich, wo unterbesetzung eh schon die Regel ist und alle am Limit sind.


    Mit dem Arbeitgeber habe ich in dem Fall kein Mitleid, der spart seit jahren auf Kosten der PflegeKräfte, für eine positive Bilanz. Und es werden auch am liebsten frisch examinierte eingestellt, die sind nämlich am billigsten.

    Dass die aber am häufigsten schwanger werden ist logisch....


    Edit: ich freue mich mit jeder schwangeren Kollegin und gönne es ihr.

    Für uns, die den laden am laufen halten müssen ist es trotzdem eine Katastrophe und viele Kolleginnen reagieren echt sehr missgünstig und wenig wohlwollend.

    Das ist den frisch schwangeren klar und unangenehm. Ich finde die Situation für alle Beteiligten mehr als beschissen...

    #stumm

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  • Wir haben ja einen Betrieb mit 12 Angestellten. Ab 15 Mitarbeitern greift die Regelung, dass man der schwangeren Mitarbeiterin die Stelle drei Jahre lang frei halten muss. Das ist für so einen kleinen Betrieb wirklich schwierig!

    Zum einen gibt es absoluten Fachkräftemangel, es ist schlicht unmöglich, überhaupt jemanden zu finden, befristet schon mal gleich gar nicht, zum Anderen ist es wirklich teuer, jemand neues zu suchen.

    Davon abgesehen ist der eventuell plötzliche Wegfall der Mitarbeiterin rein organisatorisch schwer zu kompensieren.


    Es ist aus unternehmerischer Sicht (zumindest in einem kleinen Betrieb) eigentlich nicht sinnvoll, eine junge Frau im gebärfähigen Alter einzustellen.

    Trotzdem haben wir es getan, weil mich die Ungerechtigkeit Frauen gegenüber sehr stört und ich mir geschworen habe, einen familienfreundliches Unternehmen zu führen.


    Wir arbeiten also dran.#hmpf

  • licht : Ich glaub, dass ist dann eine Wahrscheinlichkeitsabwägung - natürlich kann der 30jährige Kerl auch von einen Tag auf den anderen ausfallen. Aber insgesamt gesehen, ist das Risiko bei 30jährigen Frauen schon höher. Und - je nach Job - kostet die Einarbeitungszeit ein Unternehmen schon auch Geld, bzw. ist die Mitarbeiterin in dem Zeitraum noch nicht so effizient.


    Ich bin ja für eine verpflichtende Elternzeit für Väter :D dann verteilt sich das Ausfallrisiko gerechter. Meine Auszubildenden, mit denen ich letzte Woche diskutiert habe, sind übrigens dagegen. Auch die Frauen. Alle Anfang 20.

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

    ---

    demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen

    Willy Brandt, 1969

  • Hermine das hast du schön gesagt. Verpflichtende Elternzeit für Väter würde zu einem radikalen Umdenken führen müssen.

    Aber gleichzeitig frage ich mich, ob das kleine Unternehmen überhaupt leisten könnten. - eher nein. Es wäre finanziell eine enorme Belastung. Man würde dann selbstverzichte einfordern oder oder.. nur noch Jahresverträge anbieten ect.


    Ich wäre eher dafür, dass ein gesichertes "Einkommen" vorhanden ist, sobald man Care Arbeit macht. Denn ich bezahle Menschen dafür, dass sie meine Kinder betreuen, während ich deren Kinder betreue.. absurd! Nur damit sie 5€ mehr haben?.... (ich rede jetzt von Kinderkrippe/kiga)


    Aber das ist so utopisch...

  • Ich bin ja für eine verpflichtende Elternzeit für Väter dann verteilt sich das Ausfallrisiko gerechter.

    Wenn ein Mann in der zwölften Woche bekannt gibt, dass er Vater wird, hat der AG noch 6 Monate Zeit einen Ersatz zu finden. Wenn eine Frau in einem Gesundheitsberuf bekannt gibt, dass sie schwanger ist, fällt sie meist von jetzt auf gleich aus. Schichtarbeiterinnen dürfen von jetzt auf gleich keine Nachtschicht mehr machen usw. Das Ausfallrisiko wird bei den Männern mit einer verpflichtenden Elternzeit erhöht, aber trotzdem haben AG mehr Zeit sich darauf vorzubereiten.

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

  • Naja, in vielen Berufen findet sich halt nicht so schnell Ersatz, weil es entweder sehr spezalisierte Sachen sind oder es im Umgang mit anderen Menschen eben auch auf eine gute vertrauensbasis ankommt (wer mag schon morgen einen anderen Therapeuten suchen müssen, weil die Dame mit der man gerade nach langer Zeit warm geworden ist wegen Schwangerschaft aussetzt). Und ja, das ist auch ein finanzielles Risiko weil manche Kunden dann eben lieber den männlichen Therapeuten oder Spezialisten nehmen)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Tobalenta ()

  • Ich wäre eher dafür, dass ein gesichertes "Einkommen" vorhanden ist, sobald man Care Arbeit macht.b

    Never ever. Damit bin ich als Frau (oder auch als Mann) ja ans Haus gebunden. Sobald ich Mutter werde, bin ich dann Erzieherin. Wenn dem so wäre, hätte ich vermutlich keine Kinder bekommen.


    Edit: Schon klar, dass andere das anders sehen. Aber das ist in meinen Augen nur eine Lösung für die, die gerne mit den Kindern zu Hause sind und es gerne sind

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

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    Willy Brandt, 1969

  • Ich bin ja für eine verpflichtende Elternzeit für Väter dann verteilt sich das Ausfallrisiko gerechter.

    Wenn ein Mann in der zwölften Woche bekannt gibt, dass er Vater wird, hat der AG noch 6 Monate Zeit einen Ersatz zu finden. Wenn eine Frau in einem Gesundheitsberuf bekannt gibt, dass sie schwanger ist, fällt sie meist von jetzt auf gleich aus. Schichtarbeiterinnen dürfen von jetzt auf gleich keine Nachtschicht mehr machen usw. Das Ausfallrisiko wird bei den Männern mit einer verpflichtenden Elternzeit erhöht, aber trotzdem haben AG mehr Zeit sich darauf vorzubereiten.

    Nein, dann würde sicherlich so mancher AG sicherheitshalber dem werdenden Vater die Kündigung aussprechen. Generell gilt in vielen Betrieben das unausgesprochene Gesetz für Männer, Elternzeit erst 7 Wochen vorher anzukündigen, um eben dieses Kündigungsrisiko zu vermeiden - das finde ich auch recht kurzfristig.

  • Nein, dann würde sicherlich so mancher AG sicherheitshalber dem werdenden Vater die Kündigung aussprechen. Generell gilt in vielen Betrieben das unausgesprochene Gesetz für Männer, Elternzeit erst 7 Wochen vorher anzukündigen, um eben dieses Kündigungsrisiko zu vermeiden - das finde ich auch recht kurzfristig.

    Würde eine verpflichtende Elternzeit für Väter per Gesetz eingeführt, müsste der gleiche Kündigungsschutz gelten, wie für werdende Mütter.


    Im Grunde genommen sollte das jetzt schon eingeführt werden und nicht an eine verpflichtende Elternzeit gebunden sein. Wieder so ein Beweis dafür, dass das Elternzeitgesetz zum Teil das Papier nicht wert ist, auf dem es gedruckt wurde.

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

  • ganz genau. deshalb frage ich ja. ich sehe schwangerschaft als eines von vielen risiken, wenn man menschen einstellt und nicht, wie oft suggeriert wird, als ein erhöhtes risiko, dass ein arbeitgeber eingeht, wenn er frauen in gebärfähigem alter einstellt. es könnte aber sein, dass ich irgendwas nicht verstehe, übersehe oder so, deshalb der thread.

    Ahhh..ich verstehe worauf Du hinaus willst...ein komplizierter bruch oder ein Burn-Out können ähnlich problematisch werden....

    ich will nur verstehen. raucher sind statistisch gesehen öfter krank als nichtraucher. es gibt menschen die sind diabetes gefährdet, es gibt menschen mit psychischen problemen, die öfter ausfallen, etc. aber bei all diesen menschen wird nicht geschrien, dass die ein wirtschaftliches risiko sind. ich kenne genug männer, die sich bildungskarenz genommen haben, die sind dann auch zwischen 6 und 12 monaten weg. es gibt mitarbeiter, die öfter mal job wechseln. ich hab das auch schon in kleinen betrieben mitbekommen, dass innerhalb kürzester zeit 2/3 der mitarbeiter gegangen sind, ohne dass der chef jetzt besonders böse war oder so. es hat sich einfach so ergeben. in einem grösseren betrieb, wo ich gearbeitet habe, starb die vizechefin der personalabteilung an krebs, zwei jahre später der chef. beide um die 50.


    dieses reflexhafte "wirtschaftliches risiko" höhre ich immer nur bei jungen frauen, alle anderen risikogruppen scheinen nicht so ins gewicht zu fallen. wobei ich das einarbeiten nicht als risiko empfinde, sondern als natürlichen vorgang in einem betrieb. also mich würde das erhöhte risiko wirklich interessieren, weil im direkten nachfragen eben nur kam, dass die frau wegfällt und man für die zeit einen ersatz suchen muss.

    zum Anderen ist es wirklich teuer, jemand neues zu suchen.

    magst du das ein bischen aufschlüsseln, was in deinem betrieb an kosten anfallen, wenn ihr jemand neues suchen müsst?


    Ich wäre eher dafür, dass ein gesichertes "Einkommen" vorhanden ist, sobald man Care Arbeit macht.b

    Never ever. Damit bin ich als Frau (oder auch als Mann) ja ans Haus gebunden. Sobald ich Mutter werde, bin ich dann Erzieherin. Wenn dem so wäre, hätte ich vermutlich keine Kinder bekommen.


    Edit: Schon klar, dass andere das anders sehen. Aber das ist in meinen Augen nur eine Lösung für die, die gerne mit den Kindern zu Hause sind und es gerne sind

    *dick und fett unterschreib*

    #rose

    Zwischen Lachen und Spielen werden die Seelen gesund.


    Machtverhältnisse sind weder geschichtslos noch geschlechtsneutral. Johanna Dohnal

  • Beschäftigungsverbote sind extrem selten, da muss frau schon sehr gefährdet arbeiten, im Normalfall muss der Arbeitgeber einen Ausweichbereich zur Verfügung stellen, was in normal grossen Unternehmen eigentlich machbar sein sollte.

    Je nach Job ist das schon nicht ganz so einfach. Als ich schwanger war mit dem zweiten, da war der AG leicht überfordert. Weil bei vielen Tätigkeiten einfach nicht sicher war, ob es schädlich sein könnte. Ich habe den halt oft mit Aktivkohlefiltermaske gearbeitet. Schwangerschaftkleidung war auch so eine Sache, ich habe mir die Arbeitshose mit Klebeband festgebunden.

    Sie diskutierten schon, ob sie mich nicht ins Büro stecken könnten, aber ehrlich, da wäre ich nur rumgesessen, ich habe davon keine Ahnung.

    Ich wurde dann im 6. Schwangerschaftsmonat krankgeschrieben (mir ging es blendend) und mein Arbeitgeber sagte, er war ehrlich froh, ihm war nicht mehr wohl dabei und er hätte sich verantwortlich gefühlt, wenn mir was passiert wäre. Ich turnte ja weiterhin über Baustellen, Leitern, Gerüste und schleppte mein Material.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • licht , auf den Euro kann ich es Dir nicht aufschlüsseln, aber die letzte Stellensuche ging kostenmäßig in den fünfstelligen Bereich. Und das beinhaltet lediglich Annoncen schalten aber versteht sich zuzüglich der Zeit, die dabei drauf geht, Bewerbungsgespräche zu führen (mein Stundenlohn), zuzüglich Schulungen, die neue Mitarbeiter durchlaufen müssen. Das summiert sich ganz schön und ist für uns ein ordentlicher Batzen Geld.

  • Ja, Daroan, immer geht es nicht - aber ehrlich, in sehr vielen Berufen geht es. Und da nervt mich dann das reflexartige Gejammer... Und das ist dann halt das Risiko, wenn man Menschen anstellt: die können krank geschrieben werden. Wegen Schwangerschaft, wegen Risikosportarten, wegen psychischen Problemen...


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Je nach Komplexität der Arbeit können noch doppelte Lohnkosten wegen Einarbeitung kommen. Ist halt dann für nur eine relativ kurze Zeit relativ teuer.

    Insgesamt sollten Väter mehr zu Hause bleiben, dann ist das Risiko zwischen den Geschlechtern besser verteilt.

    Liebe Grüße,


    Ich, mit Tochter (2/06) und tochter (12/07).

  • Nein, dann würde sicherlich so mancher AG sicherheitshalber dem werdenden Vater die Kündigung aussprechen. Generell gilt in vielen Betrieben das unausgesprochene Gesetz für Männer, Elternzeit erst 7 Wochen vorher anzukündigen, um eben dieses Kündigungsrisiko zu vermeiden - das finde ich auch recht kurzfristig.

    Würde eine verpflichtende Elternzeit für Väter per Gesetz eingeführt, müsste der gleiche Kündigungsschutz gelten, wie für werdende Mütter.


    Im Grunde genommen sollte das jetzt schon eingeführt werden und nicht an eine verpflichtende Elternzeit gebunden sein. Wieder so ein Beweis dafür, dass das Elternzeitgesetz zum Teil das Papier nicht wert ist, auf dem es gedruckt wurde.

    Das erfordert aber "geordnete Verhältnisse". Wenn mehrere Kandidaten als Vater in Feage kommen. Oder wenn der Mann einfach behauptet, er wird Vater - wie soll er das auch konkret nachweisen? Gibt ja kein Vaterschaftsattest.

  • Ich weiß nicht, ob ich verpflichtende Eingriffe in die Betreuungszuständigkeiten gut fände. Mir wäre das echt zu invasiv. Ich habe keine Lust, Dinge, die nur mich und meine Familie etwas angehen durch ein gesetz regeln zu lassen.


    Noch was zu dem Risiko der Schwangerschaft bei jungem frauen: wieviel Prozent eines Jahrgangs bekommen Kinder? Ich weiß es nicht, aber zum Glück sind das deutlich mehr, als ernsthaft über längere Zeit krank ausfallen in dem Alter.


    Zum Glück sind junge Menschen meistens gesund....

  • Talpa Aus dem Care-Bereich (Erzieherinnen, Lehrerinnen, Krankenpfleger, Ärztinnen) kenne ich aber viele, die recht früh ein BV hatten und dann nicht mehr gearbeitet haben. Bei den Erzieherinnen in der Kita waren es über 50%.


    Edit: licht : Rauchern und Depressiven sieht man es nicht so an. Also dass sie Menschen mit einem höheren Krankheitsrisiko sind. Frauen sieht man es halt schon an.

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

    ---

    demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen

    Willy Brandt, 1969