Wenn das letzte Wort beim Einschlafen immer ein ärgerliches ist...

  • Mal eine Sicht von anderer Seite, denn Absicht auf Seiten des Kindes zu unterstellen finde ich furchtbar.

    Ich war auch ein Zappelkind und es war furchtbar ständig gesagt zu bekommen, dass man ruhig halten soll, denn kaum gesagt juckte es hier, juckte es da, tat die Seite, der Arm, der Fuß weh oder war einfach nur unangenehm und je mehr ich mich anstrengte ruhig zu halten, desto weniger konnte ich logischerweise einschlafen und wenn dann auch noch geschimpft wurde, habe so getan als ob ich schliefe und mich dann in den Schlaf geweint.

    Heute hilft mir eine gute Matratzenauflage, mit Aktivschaum, (gute Druckentlastung) und unbedingt eine möglichst große leichte Decke, aktuell Kamelhaar. Stillhalten liegt mir auch heute noch nicht, aber so ein bisschen mehr Beachtung für die körperlichen Empfindlichkeiten hat etwas geholfen (bin sehr berührungsempfindlich).

    Hmmm, was hätte mir als Kind geholfen? Vielleicht etwas mehr Abstand nehmen und nur Hand halten, Rücken streicheln, vor allem keinen Druck und bloß keine Aufforderung nicht zu zappeln, keine steifen oder schweren Decken, Auflage mit Aktivschaum, als Eltern vielleicht anbieten hinter der angelehnten Tür zu warten (was zu lesen), und jederzeit auf Zuruf wieder reinzukommen. Muss man dann aber auch so oft wie gewünscht machen, bis das Vertrauen da ist, braucht unter Umständen ziemlich viel Geduld. Oder man bietet an alle 10 Minuten oder so wieder reinzuschauen.

  • Ich meine das mit "Absicht" nicht böse oder das es hinterhältig von ihr wäre im Sinne von "sie will uns ärgern". (Auch wenn das der Effekt ist, aber den will sie sicher nicht erreichen.) Sie hat halt schon mit genau 2 Jahren den Mittagsschlaf im Kindergarten abgeschafft, weil sie dann Exklusivzeit mit ihrer Lieblingskindergärtnerin bekommen hat - sie bleib während alle anderen Kinder eingeschlafen sind ruhig auf ihrer Matratze liegen und durfte danach wieder aufstehen. Die Kindergärtnerin hat das mit meiner Erlaubnis mal gefilmt um es mir zu zeigen - müde war sie und ihr sind oft die Augen zugefallen. Aber sie hat's durchgezogen. Wahrscheinlich kommt mein Gefühl, sie mache das absichtlich, daher...


    Stimmt, aus ihrer Sicht muss es so aussehen als ob wir ihre Tränen dann gar nicht mitkriegen #crying

    Ich hoffe sie schläft wirklich immer schon, wenn wir rausgehen...


    Körperkontakt gibt's so viel wie sie will - meist darf unser Arm nicht auf ihr drauf liegen zB.


    Und es sind bei weitem nicht nur Lageänderungen die sie macht. Mit den Händen ein Fernglas machen, dem Fuß beim Wackeln zuschauen usw. sind auch oft dabei. Wobei ich auch da nicht glaub, dass sie und ärgern will. Es kommt ihr halt grad in den Sinn, daher probiert sie es.

  • Mir hilft es, dass sie indem Moment einfach nichts fürs Hampeln kann (also hier, knapp 2.5 Jahre). Wenn ich sie frage, ob sie beim Stillen weniger hampeln kann, sagt sei nein. Ich glaub ihr das.


    und das:

    Mit den Händen ein Fernglas machen, dem Fuß beim Wackeln zuschauen usw.

    vielleicht kommt alles zur Ruhe, die äusseren Einflüsse werden weniger, und dann kommen eben plötzlich Gedanken. wir können sie übersteuern, Kinder eben nicht.


    also keine Tipps, aber ich kenne das Problem teilweise...

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Ich hatte meinen Mittagsschlaf auch bereits mit 18 Monaten abgeschafft. ?

    Wieso, keine Ahnung, vielleicht war das neue Geschwisterchen schuld. ?

    Ich wollte nur erklären, man kann einfach nicht anders als sich zu bewegen und Verbote machen es geradezu zwanghaft. Auch bewusste Bewegungen finde ich da völlig normal, solche Bewegungen erfüllen den gleichen Zweck, andere Berührungspunkte, Ablenkung, Spannungsabladung...

    Mir wurde auch immer Absicht unterstellt, deswegen reagiere ich auf sowas sehr empfindlich. ?

    Gewicht auf mir wie Arm oder so, konnte ich auch nicht ertragen, Federbetten der totale Graus. ?

  • zudecken hilft bei uns gar nichts. Die Füsse MÜSSEN frei sein. Immer.

    Manchmal schläft sie mitten in der Bewegung ein. Also es muss gar nicht sein, dass sie zwingend vorher ruhig liegt.


    Und ich werde dann auch gerne mal grantig bei dem ganzen Gehampel. Ich muss mich in Sicherheit bringen. Also ich habe z.B. neu eine Pause zwischen bettfertig machen und Stillen. Da liest der Papa Bücher vor. Während dessen wir je nach dem gehampelt oder geschmust.


    Zum Stillen komme ich dann. Da bin ich aber ca 15 Minuten wo anders gewesen. Das hilft mir enorm.


    Und ich gib mir innerlich Deadlines. Also z.B. jetzt noch 5 Minuten, dann muss sie deutlich näher am Schlafen sein, oder ich brech das Stillen ab und wir machen was anderes.


    Klar, lässt sich nicht 1:1 auf eine 5-jährige übertragen, aber vielleicht hilft die Idee.


    Ach, noch was: Ich kann auch nicht einschlafen, wenn jemand darauf wartet, dass ich einschlafe und mich im blödesten Fall auch noch die ganze Zeit anschaut. Bei uns funktioniert es am besten, wenn ich selbst döse oder mir über irgendetwas Gedanken mache (Rätsel, Poetry Slam o.ä.) dann merke ich manchmal nicht mal, dass sie eingeschlafen ist.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • "Bleib doch 2 Minuten still liegen"

    Das hat bei meinem Sohn gereicht. Zwei Minuten sind ja eine kurze Zeit, hat er sich wohl gedacht, und blieb kurz still liegen und schlief dabei auch schon mal ein.


    Das Problem war dann eher aus dem Zimmer zu kommen, ...

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)

  • Und wenn ihr sie im Bett ein Hörbuch hören lasst? Ich habe hier auch so ein kleines Zappelbärchen (zwar schon 7, aber enorm anschmiegsam :D), der schläft nur mit Hörbuch ein.

    Wenn mir das Zappeln zu viel wird, sage ich (ruhig und liebevoll, aber bestimmt), dass ich noch fünf Minuten mit ihm kuschle, aber danach noch ein paar Dinge erledigen muss (Lieblingsoberteil bügeln, leckeres Mittagessen für den nächsten Tag vorbereiten o.ä.) und deshalb schonmal runter gehe. Entweder schläft er dann kuschelnderweise bei mir ein oder ich stehe halt auf und gehe runter. Wenn er ganz dringend noch mehr kuscheln muss, ruft er dann auch nochmal, aber das ist selten und meist schläft er dann nach ein paar Minuten ein.

    So haben wir es beim Zappelkind auch gemacht. Ich bin raus, habe in der Wohnung gewerkelt und er ist zuverlässig schnell eingeschlafen. Mit uns hat es ewig gedauert und auch nur mit Streit funktioniert.


    Wenn er ab und an nicht einschlafen konnte, hat er uns zum Kuscheln gerufen. :)

  • der muk pennt mitten im gezappel ein.

    Ich liege da und ergehe mich in tagträumen. Zur Ablenkung. Die einzige regel, die ich nach dem 2. Amtlichen Veilchen eingeführt habe: Mama wird nicht getreten. Sonst gehe ich raus.

    Da Hochbett kommt hier danebensitzen auch nicht in Frage. Aber das hat er verinnerlichen können.

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • Obstsalat: Kenne ich zumindest so ähnlich. Bei uns hat geholfen, mich "einfach" zu entspannen und es ein Stück weit loszulassen.

    Mein Ziel: Ruhe einkehren zu lassen und dass die Kinder (endlich) einschlafen. Was fast nur mit mir daneben geht. Je angespannter ich war, desto mehr habe ich es herbeigesehnt, dass sie sich endlich beruhigen und einschlafen. - Klappt super, eine angespannte Mama, die "jetzt schlaf doch endlich!" faucht ...

    Wir hatten viele Abende, an denen geweint wurde und sie nach Trösten und Beruhigen sich an mich kuschelnd einschliefen.

    Fand ich ganz doof (also den Teil mit dem Weinen).

    Stück für Stück habe ich losgelassen und Zappeln und Hüpfen zugelassen.

    Sie hüpfen nochmal aus dem Bett, weil unbedingt noch ... Ich lasse sie einen Moment, rufe dann zurück. Sie springen im Bett nochmal auf, um an die Decke zu hüpfen. Danach fordere ich auf, sich wieder hinzulegen. Sie müssen noch einen Purzelbaum machen ... Kann an manchen Abenden lange dauern (und es dauert auch, bis so etwas klappt, am Anfang musste ich dann hinterher und sie zurückholen, inzwischen kommen sie oft von alleine). Ich reagiere immer weniger auf ihre Ansprachen, bis ich nur noch brumme. Sie dürfen bestimmen, wie ich neben ihnen liege (meine Hand auf dem Bauch oder nicht ...), aber ich bestimme, was mir nicht passt (Hände in meinen Haaren, zu dolle neben mir zappeln und mir wehtun dabei ...). Und ganz oft wird es inzwischen sehr schnell ruhig. Und ganz oft schlafen sie fast aus dem dollsten Zappeln heraus ein.

    Es hat auch geholfen, Bewegungsdrang vor dem Zubettgehen zuzulassen - nichts mit ruhigen Spielen in der letzten Stunde davor. Ich pusche sie nicht hoch, aber wenn sie noch eine Runde Springseil oder Fangen einfordern, dann bekommen sie sie, dann brauchen sie sie.

  • Dieses zappeln macht auch mich wahnsinnig. Hier half es, wenn wir im großen Bett lagen, er auf der einen Hälfte lag u zappelte, ohne zu kuscheln oder im eigenen Bett lag mit Hörspiel u eineR von uns in der Nähe waren. Heute noch zappelt er vorm einschlafen. Oder steht auf u turnt eine Runde, in der nächsten Minute liegt er im Bett i schläft tief und fest #blink

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • Heute war's besser :) Wir haben heute schon wesentlich früher aufgepasst, dass sie nicht hochdreht. Passte heute gut, weil sie viel zur kleinen Schwester wollte und die schon knapp vorm Overload war.

    Zwetschke hat im Bett fast nicht mehr gezappelt und schnell geschlafen.

    Ich hab sie davor gefragt, warum sie so viel zappelt. Ihr Körper wolle halt nicht schlafen, sie wisse nicht warum, aber er wolle nicht. Auf mein "das gibt's nicht, dass dein KÖRPER nicht schlafen will" hat sie mir erklärt: "Du hast einen anderen Körper, du kannst das nicht wissen!" (Hab ich schon mal gesagt, dass sie schlau ist? #love ). Aber "wachsen kann man nur im Schlaf" hat zu der Erkenntnis geführt, dass der Körper wohl doch schlafen will.

  • Meine Tochter hat das auch gelegentlich. Mir ist aufgefallen, dass es nur ist, wenn sie schon 'drüber' ist, also zu müde und dadurch aufgedreht. Hörbuch würde gar nichts bringen, das hört sie dann schön bis zu Ende und beim Zappeln würde sie auch nie und nimmer einschlafen. Wenn sie dann mal eine Minute still lag (oft, weil ich auch sehr bestimmt geworden bin) dann war sie eingeschlafen.

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  • Klar funktioniert es wenn man lauter/wütender/bestimmter wird, da das Kind gehirntechnisch im Fluchtmodus (bzw. sich totstellen, als Schutzmodus) landet und dann abschaltet, aber will man das wirklich?

    Meine eigenen Emotionen aus Kindheitstagen helfen mir heute zum Glück beim geduldig bleiben, wenn dies nicht ginge würde ich versuchen mich mit dem Kind auf etwas mehr Abstand zu einigen. Ich möchte das schlafen gehen etwas schönes ist und bleibt, aktuell überlegen wir uns immer gemeinsam was man schönes träumen könnte...

  • Ich möchte nochmal auf meinen Link hinweisen.


    Das hilft wirklich. Es sind ganz kleine nette Meditationen und es bringt die Kinder runter. :) Mein Kind 1 zappelt sehr viel, das beruhigt das Kind aber. :) Vll probiert ihr es mal?


    Froschmama so wie du erzählst ... sind auch nur 3min

  • Klar funktioniert es wenn man lauter/wütender/bestimmter wird, da das Kind gehirntechnisch im Fluchtmodus (bzw. sich totstellen, als Schutzmodus) landet und dann abschaltet, aber will man das wirklich?

    Meine eigenen Emotionen aus Kindheitstagen helfen mir heute zum Glück beim geduldig bleiben, wenn dies nicht ginge würde ich versuchen mich mit dem Kind auf etwas mehr Abstand zu einigen. Ich möchte das schlafen gehen etwas schönes ist und bleibt, aktuell überlegen wir uns immer gemeinsam was man schönes träumen könnte...

    Ich hatte aus meiner Sicht alles andere probiert und war dann wirklich sauer. Ich bin nicht stolz drauf, aber ich bin leider auch niemand, der die eigenen Emotionen ewig unterdrücken kann. Ich bin mir sicher, der Schlaf meiner Tochter hat keinen Schaden genommen, denn es war nicht oft. Meine Konsequenz daraus war, dass ich das Kind dann früher ins Bett gebracht habe. Dann ist sie nicht mehr so überdreht und ist gut eingeschlafen.


    Und ich bin mir sehr sicher, dass mein "etwas bestimmter auftreten" keinen Totstellreflex ausgelöst hat. Genau genommen ist deine obige Unterstellung eine Unverschämtheit. Was denkst du denn, wie wir das Kind zusammengebrüllt haben?

    Ich bin sonst immer sehr ruhig und sanft. Da ist "jetzt lieg aber endlich mal ruhig" dann schon ein Kontrst.

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    Einmal editiert, zuletzt von Ayala ()

  • Ohoh Ayala, das sollte keinerlei Unterstellung sein, aber in Gehirnen passiert eine Menge, es erklärt auch viele gerade für Erwachsene unverständliche Verhaltensweisen.

    Wie ich schon sagte bin ich bei diesem Thema aufgrund eigener Erfahrungen sehr empfindlich...meine Eltern wissen von den hervorgerufenen Problemen übrigens bis heute nichts. Ich habe mich mit der Thematik als Erwachsene sehr intensiv beschäftigt, daher auch der gehirntechnische Einwurf. Wen das Thema interessiert, lesenswert ist Dr. Shanker „Das überreizte Kind“.

    Bitte sich keiner deswegen persönlich angegriffen fühlen, sollte nur ein weiterer Denkaspekt sein.

  • Ich denke, dass hier viele Leute de Posts ihnen völlig unbekannter Leute gerne mal ihre eigene Geschichte überstülpen. Ich weiß nicht, was deine Eltern mit dir gemacht haben, aber es muss nichts mit meinem Alltag hier zu tun haben.

    Ich hatte auch Eltern, die sich an gewisse Sachen nicht erinnern können oder wollten, das ist noch mal ein anderes Thema.

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