Wie kommen eure Geschenke unter den Baum?

  • Meine Kinder hinterfragen da bisher zum Glück nicht viel.


    Bei uns kommt das Christkind. Da es hier von der Zimmeraufteilung nicht anders geht, kaufen wir den Baum selbst und schmücken ihn gemeinsam. Beides ist hier ein festes und heiß geliebtes Ritual. Der Baum wird von einer Plantage hier ums Eck gekauft. Kurze Wege, wissen, wo er herkommt und so.


    Das Christkind bringt die Geschenke. Dazu müssen die Kinder mal eine Weile aus dem Erdgeschoss oder am besten aus dem Haus gebracht werden. (Manchmal bleibe ich - wenn wir gehen - nach dem Kindermette mit den Kindern einfach noch etwas draußen.) Dann kann mein Mann die Geschenke unter den Baum legen. Ein Glöckchen gibt es hier auch. Dann leuchten plötzlich die Kerzen am Baum und Geschenke sind da!


    Die Geschenke, die sie von den Großeltern etc. bekommen, hat das Christkind dort unter den Baum gelegt, weil es wusste, dass wir da ja noch hinkommen. Damit die Großeltern eben auch Bescherung haben. Auch wenn ich die Geschenke vorher dort hinbringe, nachdem ich sie selbst ausgesucht und besorgt habe ... Anderes Thema. Vor Ort muss ich dann noch mehrmals laut betonen, dass Oma sich ja nur versprochen hat und natürlich meinte, dass das Christkind da was tollen geschenkt hat. Nicht die Oma ...


    Solange meine Kinder noch daran glauben, will ich ihnen den Zauber unbedingt erhalten. Einfacher ist es für uns ohne. Und Fragen dazu finde ich super schwer zu beantworten.

  • luxa-rosenburg "manche Sachen sind Magie und für manches braucht man Fantasy" ...


    Und der echte Weihnachtsmann hat ÜBERHAUPT keine Zeit um vor Weihnachten auf der erde rumzureisen und irgendwelchen Kindergartenkindern Geschenke zu machen.
    DAS habe ich früh klar gemacht. ;)

  • Ich hab hier halt die blöde Kombi aus Extrem-Warum-Kind ("Wenn der Nikolaus ein guter Mann war und deshalb den Kindern kleine Geschenke bringt, warum macht Sankt Martin das nicht? Und wie kommt der Nikolaus in unser Haus rein, der hat doch keinen Schlüssel?"), Kita- und Real-Life-Wissen (da sieht der Nikolaus aus wie der Weihnachtsmann und er hat die gleiche Brille wie der Papa von der Leonie. Warum braucht der eine Brille? Und warum redet die Oma vom Christkind?) und eigentlich dem Wunsch, ein bisschen Zauberstimmung zu bewahren so lange es möglich ist. Aber ich glaube, das mit der Bescherung nach der Kirche ist organisatorisch gut zu machen, und irgendwie auch sehr schön.

    Wenn du nicht direkt die ungeschönte Wahrheit sagen willst, kannst du es erst einmal mit einer Gegenfrage probieren, so mach ich das immer. Also einfach fragen, warum es selbst glaubt, dass der St. Martin keine Geschenke bringt. Meine haben sich dann selbst kreative Gründe überlegt, warum das so sein könnte, weil sie zwar gerne Antworten auf ihre vielen Fragen, aber die Weihnachtsmagie trotzdem nicht entzaubert haben wollten. Will dein Kind aber wirklich die Wahrheit wissen und wird sauer, wenn es keine zufriedenstellenden Antworten bekommt, würde ich sie ihm nicht verweigern. Aber das wirst du ja im Gesprächsverlauf merken. Und selbst das schließt nicht aus, dass man eine "Zauberstimmung" kreiert, halt einfach mit anderen Prämissen.

    Liebe Grüße, Silke




    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.

  • luxa-rosenburg kann mit vorstellen, dass du da ins hadern kommst, was du jetzt sagen sollst.


    Meine Erfahrung ist, dass der Zauber und die Magie von Weihnachten auch neben all diesen "seltsamen" Dingen möglich ist.

    Unser Großer weiß z.B., dass der Nikolaus tot ist und sich Menschen verkleiden und den Nikolaus spielen, aber gleichzeitig ist er sich sicher, dass die Geschenke, die es am Nikolausabend gibt, vom echten Nikolaus sind.


    Genauso sagt er, dass ein Baby ja keine Geschenke bringen kann und so ist das Christkind eine Fantasiegestalt, die irgendwie engelahnlich ist.


    Das der Nikolaus das gleiche Geschenkpapier benutzt hat, wie wir haben, sorgte z. B. eher für riesige Freude und Spekulationen über das Einkaufverhalten des Nikolauses. Niemals wäre das als Beweis gegen seine Existenz gewertet worden.


    Will sagen, die Kinder glauben, was sie glauben wollen und machen sich die Welt, wie sie ihnen gefällt :)


    rhcp das klingt toll #herzen so könnte es hier in paar Jahren auch ablaufen :)

    #herz Kind an der Hand, Kind im Herz, Kind im Arm #herz

  • Hier kommt das Christkind und zwar während man im Nebenzimmer wartet, dann hört man es herum gehen, und wenn es fast fertig ist, dann klingelt es erst einmal dann ein zweites Mal und beim dritten Mal darf man hinein.

  • ich habe auch ein extremes warum Kind. Das sich auch jede Antwort merkt.

    Aber manches weiss ich eben nicht. Und wir schauen was er wohl denkt und überlegen gemeinsam wieso.


    Übrigens war mir sehr früh klar dass es keinen Weihnachtsmann gibt und dennoch hab ich an ihn geglaubt.

    Das ging schon parallel ;)

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • alle, bis auf 2 Erwachsene, gehen eine Hunderunde. Evtl auch mit Laterne :) ...und bei Regen halt mit Regenschirm, weil es ist Weihnachten, da will dich keiner allein gehen sindern alle mit! :D

    Und wenn sie wieder kommen brennen alle Kerzen und die Geschenke türmen sich unterm Baum #herz

  • Ist bei uns ja schon vorbei, heute glauben beide nicht mehr dran.


    Bei uns kam das Christkind, der Weihnachtsmann hat ihm aber geholfen weil das ja so viele Kinder sind die es auf der Welt gibt. Da haben die zwei gemeinsame Sache gemacht und so gab es nie Verwirrung, egal wer woanders kam. Blöderweise kamen die aber immer wenn die Jungs grade für Heiligabend in die Wanne mußten.

    Das ist hier Tradition gewesen, Heiligabend ist erst der Große alleine und später mit dem kleinen Bruder in die Wanne gewandert, dann wurden saubere Klamotten angezogen und wenn wir raus kamen war die Wohnzimmertür zu.

    Wir haben den riesigen Vorteil, das im Wohnzimmer eine zweite Haustüre ist. Mit Holzverschlag, altes Fachwerkhaus halt. Während also die Jungs in der Wanne waren hab ich die Geschenke unter den Baum gestellt (der Papa hat sich rasiert, in der Zeit. ;) ). Dann hab ich mich im Bad fertig gemacht und die Jungs kamen aus der Wanne und zogen sich an. Der Papa ist währenddessen ins Wohnzimmer gegangen und hat Weihnachtsmusik angeschaltet sowie das Licht aus- und die Lichter am Baum angemacht. Dann ist er zur zweiten Haustüre raus und hat von außen die Türverschläge noch zugemacht. Dann ist er zur normalen Haustüre reingekommen und in die Küche marschiert.


    Ich fand das immer so klasse, die Kids standen im Flur ehrführtig vor der Tür und wir haben gelauscht. Wenn wir dann klar Musik hören konnten, dann durften wir auch rein. Und da waren dann die Geschenke, die Lichter waren aus, nur der Baum hat geleuchtet und es war leise Weihnachtsmusik. So ähnlich kannte ich das schon als Kind, bei mir allerdings gabs noch eine Glocke die geläutet hat. Und das haben wir so lange durchgezogen bis der Lütte mit 7 Jahren dann aufgeklärt wurde. Ok, zu dem Zeitpunkt sind die Kids nicht mehr zusammen in die Wanne sondern einer nach dem anderen. Aber der Große wußte da schon Bescheid und hat sich in der Küche gemütlich hingesetzt während das Christkind kam wenn der Lütte als zweites in der Wanne war.


    Ach, ich wünschte, das könnte ich noch mal erleben...

  • Der Nikolaus sieht völlig anders aus, als der Weihnachtsmann.


    Laut meinen Kindern ist der Weihnachtsmann eine "Werberfindung von Coca Cola".


    Bei uns kommt das Christkind.


    Alle gehen in einen anderen Raum. Die Erwachsenen müssen immer kurz raus oder kommen später dazu.

    Dann hört man ein Glöckchen und alle kommen herein und siehe da, die Geschenke liegen unterm/am Baum.


    Bis ca. 7-8 Jahren haben meine Kinder ganz fest daran geglaubt.

    Dann ist es langsam zur Erkenntnis gekommen, dass da was anders sein muss.


    Das Ritual läuft trotzdem noch so ab.

  • bei uns kommt der Weihnachtsmann, schon immer mit einem Augenzwinkern. Inzwischen ist beiden Kindern klar, dass es den eigentlich nicht gibt, aber sie mögen den Zauber und die Stimmung (bei meinen Eltern kommt auch immer noch auf allgemeinen Wunsch meiner (erwachsenen) Geschwister und mir der Weihnachtsmann, einfach weil die Kindheitserinnerungen so schön sind).

    eine christliche Komponente haben wir nicht und die Jungs haben trotz katholischen Kindergartens nie näher nachgefragt, sodass ich keine großartigen Lügen erfinden oder mein Weltbild in dem Zusammenhang erklären musste. Die Geschenke sind hier das Wichtigste, warum genau wer da jetzt kommt, scheint keiner wissen zu wollen.


    allerdings mögen sie die Überraschung und die Heimlichkeit vorher, denn eigentlich gibt unsere Wohnung seit dem Umzug das nicht mehr so gut her, wir haben den Baum auch zusammen gekauft, aber sie möchten nicht gemeinsam schmücken, sondern ich soll wieder alles abhängen und das mit dem Weihnachtsmann zusammen machen ;)

  • Das Schöne ist doch, dass man nach und nach seine eigene Tradition gestalten kann, die zur Familie und den Gegebenheiten passt.


    Bei meinem Mann gab es früher den Weihnachtsmann, bei mir das Christkind. Nun haben wir das so geregelt, dass bei uns das Christkind kommt und der Weihnachtsmann Geschenke bei den Schwiegereltern abgibt (schließlich kann einer alleine nicht alle Kinder beliefern). Konkret gehen wir am Heiligabend nachmittags zum Krippenspiel bzw. ich fahre später los und auch etwas schneller wieder nach Hause (mit dem Fahrrad geht das). In der Zeit lege ich dann die Geschenke unter den Baum. Außerdem stelle ich eine Kerze vor unsere Wohnungstür und verstreue etwas Glitzersterne: Zeichen dafür, dass das Christkind da war. Dann gehen wir mit der Kerze zunächst auf die Dachterasse (früher: Balkon; Garten wäre auch nett) und suchen den Polarstern (oder überhaupt irgendeinen Stern...). Anschließend geht es in die Wohnung und da gibt es dann Glockengeläut von CD und ein gemeinsames "Stille Nacht" (oder zumindest den Versuch), bevor die Kinder ihre Geschenke auspacken dürfen.


    Richtig an das Christkind geglaubt hat mein Großer (fast sechs) zu keinem Zeitpunkt. Die ersten Jahre hat er es nicht verstanden und dann gleich klar geschlussfolgert, dass die Geschenke in Wirklichkeit von uns Eltern kommen. Aber trotzdem merkt man, wie er das Ganze genießt und schätzt. Und ich meine mich daran zu erinnern, dass es bei mir früher genauso war.


    Wir betten die Schenkerei insofern christlich ein, als dass wir sagen: Gott hat uns seinen Sohn geschenkt. Darüber freuen wir uns so sehr, dass auch wir einander eine Freude machen wollen. Dabei achten wir darauf, dass die Kinder mitbekommen, dass wir auch anderen über unsere Familie hinaus etwas schenken, z.B. dem Paketboten, der Putzhilfe, den Erzieherinnen etc. Außerdem haben zumindest die beiden Großen eine Spendenbox für einen guten Zweck und mein Großer hat angekündigt, dass er in diesem Jahr "auf jedem Fall" einen Bettler zu uns einladen will (da zeigt St. Martin noch Nachwirkungen).

  • Weihnachtszimmer ist ab 23.12. Sperrzone (dann wird der Baum aufgestellt), da halten sie sich heute noch gerne dran. Das Christkrind bringt fliegend die Geschenke übers Fenster und reicht sie den Eltern rein, wenn es wegfliegt, klingelt es leise (vermutlich weil das Christkind Glöckchen am Saum hat 8o wurde nie hinterfragt, wie ich gerade merke selbst von mir bisher nicht #hammer).


    Warum das Christkind Geschenke bringt, wenn wir doch seine Geburt feiern, haben wir hier erst diskutiert, als sie schon lange nicht mehr an das Christkind geglaubt haben.


    Dass sich auch die Erwachsenen untereinander beschenken oder mal auch erkennbar von einem Erwachsenen ein Kind beschenkt wird haben wir so erklärt, dass schenken so schön ist, dass man das dann auch machen will.

    Viele Grüße
    Elena mit Mini1 (*2004) und Mini2 (*2006)

  • Wir beschenken uns gegenseitig. Das due Geschenke unter dem Baum lagen (Bescherung) wurde von den Kleinen nicht so sehr hinterfragt, aber sie haben svhon früh auch etwas geschenkt (gebastelt) oder mitbekommen, wie andere Personen von uns außerhalb der Bescherung beschenkt wurden. Es ist ein Fest, bei dem sich gegenseitig bedacht wird.


    In meiner Kindheit war der Weihnachtsmann immer heimlich da und hat geläutet beim Gehen. 😉


    Erklärt mir mal bitte jemand das mit dem Christkind? Ich habe das erstmals nach der Wende gehört und nie richtig verstanden. Warum heißt es so, warum sieht es so aus, wie es aussieht und heißt so ähnlich wie (Jesus) Christus? Warum sollte es was bringen und woher? Gibt es da einen Hintergrund?


    Bei der Weihnachtsmanngeschichte gibt es ja noch den Wohnort, den Schlitten, die Rentiere usw. also mehr Details, die sich die Sache leichter vorstellen lässt. Oder gibt es die bei der Christkindvariante auch?

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -

  • im Kleinkindalter haben wir das Christkind noch inszeniert für unsere Tochter, dann bei den Großeltern mit der ganzen Familie feiern, aus dem Fenster schauen ob das Christkind (das ähnlich aussieht wie ein Engel) angeflogen kommt und dann bei der Rückkehr ins Wohnzimmer sind da die Geschenke.

    Meine Tochter hat das aber sehr rasch verstanden, dass es eine Geschichte ist, und sich dann den Eingeweihten angeschlossen um die Illusion für die jüngeren Familienmitglieder aufrecht zu erhalten.


    Unter den Baum kommen die Geschenke heutzutage von den Schenkenden selbst, sie werden dort abgelegt vor der Bescherung und alle versammeln sich und freuen sich miteinander über die schönen Ideen.

  • ich werde ja familiär ständig mit der „reinen lehre“ (christkind) belästigt und dass der weihnachtsmann nur eine neumodischer scheiss sei. darum reagiere ich da auf bestimmte weisheiten etwas genervt.


    „...anderseits verdrängte das Christkind in der Schweiz immer mehr den Nikolaus (Chlaus). So war es nicht nur in der katholischen, sondern auch in Teilen der reformierten Schweiz im 18. und 19. Jahrhundert der Chlaus, der in den Tagen um Weihnachten oder an Silvester die Geschenke brachte. Noch Ende des 19. Jahrhunderts wurde in der reformierten Schweiz das Christkind an manchen Orten als „katholisch“ bzw. als Import aus dem katholischen Süddeutschland empfunden. Im 20. Jahrhundert wurde der Nikolaus jedoch auch hier vom Christkind verdrängt.

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  • Den Geschenke lege ich unter den Weihnachtsbaum.


    Und das wissen auch meine Kinder, aus dem ganz einfachen Grund, weil es so ist.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)

  • Es wird ja angenommen, dass Luther das Christkind und den Termin "erfunden" habe, weil Heiligenverehrung nicht gewünscht war.


    Reine Lehre, oje... mich nervt das immer schon, wenn in Katalogen vom " echten Nikolaus" als Schokofigur die Rede ist...

  • Das Christkind ist protestantisch.


    Zum Thema Weihnachtsmann, habe ich ja extra geschrieben, was meine Kinder sagen.

    Da kann man jetzt natürlich entsetzt die Augen rollen oder den Kindern einfach erklären, woher der Weihnachtsmann kommt.

    Ich mache Letzteres.


    Trotzdem kommt in unserer Tradition kein Weihnschtsmann vor.