Wie kommen eure Geschenke unter den Baum?

  • Schnickschnack so unterschiedlich kann es sein. Mich nervt es, wenn vom Nikolaus gesprochen und dann ein Weihnachtsmann dargestellt wird. Deshalb sind mir die echten Nikoläuse am Nikolaustag wichtig.


    Und ich habe gar nichts gegen den Weihnachtsmann, nur eben am Nikolaustag gehört er nicht dazu.

    Sowie der Nikolaus nicht zu Weihnachten gehört.

    #herz Kind an der Hand, Kind im Herz, Kind im Arm #herz

  • Zitat

    Das Christkind ist protestantisch

    nope.


    in der schweiz eben nicht. ich zitiere nochmal:


    Zitat

    So war es nicht nur in der katholischen, sondern auch in Teilen der reformierten Schweiz im 18. und 19. Jahrhundert der Chlaus, der in den Tagen um Weihnachten oder an Silvester die Geschenke brachte.


    Noch Ende des 19. Jahrhunderts wurde in der reformierten Schweiz das Christkind an manchen Orten als „katholisch“ bzw. als Import aus dem katholischen Süddeutschland empfunden.

    "Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

    Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.

    Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.

    Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“


    Pfarrer Martin Niemöller

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von VivaLaVida ()

  • Das ändert aber doch nichts am Ursprung oder?


    Ich hab es so gelernt, dass Martin Luther das Christkind als Gegensatz zur Heiligenverehrung ins Spiel gebracht hat und dann auch der 25.12., als Weihnachtstag kam.


    Dann wurde das immer mehr auch im katholischen Deutschland übernommen.


    Aber Luther war ziemlich protestantisch.

    #luftballon

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Mondschein ()

  • Zitat

    Aber Luther war ziemlich protestantisch.


    Das könnte man tatsächlich so sagen. :D


    Bei uns ist es - trotz größerer Kinder - ungefähr wie bei rhcp - natürlich wissen meine Kinder seit eigentlich immer, wie das mit den Geschenken läuft, aber sie lieben die Tradition mit dem Glöckchen und dem Christkind und überhaupt und bestehen darauf. Na ja, wenn ich ehrlich bin, finde ich das auch einfach schön.


    Früher musste auch immer jemand noch kurz auf die Toilette wenn wir zur Kirche aufbrachen, seit ein paar Jahren läuft ein Teil der Familie (wir feiern mit meinem Bruder und meinen Eltern) von der Kirche nach Hause während zwei "schon mal ein bisschen kochen" und mit dem Auto vorfahren. Dann spielt Kind1 ein bisschen Geige und dann bimmelt das Glöckchen.


    In diesem Jahr haben wir die Kinder allerdings aktiv entmystifiziert, ging nicht anders. Beide wünschten sich neue Instrumente und die mussten sie vorher ausprobieren bzw. aussuchen. Ist ein bisschen doof, aber das ging nun nicht anders. Das theatralische "NEIN, MAMA - sag das doch nicht, dass nicht das Christkind die Geschenke bringt, nimm mir doch nicht meinen Kinderglauben" meiner 17,5jährigen hat zu Lachflashs geführt.

  • In diesem Jahr haben wir die Kinder allerdings aktiv entmystifiziert, ging nicht anders. Beide wünschten sich neue Instrumente und die mussten sie vorher ausprobieren bzw. aussuchen. Ist ein bisschen doof, aber das ging nun nicht anders. Das theatralische "NEIN, MAMA - sag das doch nicht, dass nicht das Christkind die Geschenke bringt, nimm mir doch nicht meinen Kinderglauben" meiner 17,5jährigen hat zu Lachflashs geführt.

    Haha, ersetze zwei Kinder durch ein Kind und 17,5 durch 13 und stell dir den Satz von C. sinngemäß mit leichtem saarländischem Einschlag vor :D:D:D#prost#kuss!

    Liebe Grüße, Silke


    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.

  • ein komentarloses „meine kinder sagen, das christkind wurde vom amerkanischen juwelier tiffany erfunden“ hättest du möglicherweise auch nicht unwidersprochen gelassen, Mondschein .

    "Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

    Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.

    Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.

    Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“


    Pfarrer Martin Niemöller

  • mich beruhigt es, dass einige hier schreiben, dass auch noch mit sieben oder so daran geglaubt wurde- meine Tochter ist fünf und ich bin schon etwas wehmütig weil das vlt das letzte Weihnachtsmann Weihnachten ist für sie.

    Bei uns kommt also der Weihnachtsmann und in der wand unter dem Tannenbaum wohnt ein kleiner wichtel.da ist sobald der Baum da ist immer ne kleine Tür mit nem kleinen stühlchen davor, und keine Tochter kann ihm briefchen schreiben, z bsp mit wünschen, und legt ihm immer ganz eifrig schoki und Mandarinen hin (ich hab dann immer mal noch nen mitternachtssnack:D)

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • Wir sind eine muslimisch-christliche Familie. Also ich eigentlich eher atheistisch, aber so ganz ohne Glauben wäre das für meinen Mann sicher inakzeptabel gewesen.


    Wir haben daher immer alles gefeiert, also die islamischen und die christlichen Feste. Einen Weihnachtsbaum haben wir auch und den Kindern an Heiligabend gesagt, dass der Weihnachtsmann nicht gesehen werden möchte. Sind Kinder in der Stube, dann kommt er nicht rein. So sind sie in ihren Zimmern verschwunden, wir haben dann an der Haustür rumgepoltert, sind einmal rund gestampft und haben den Weihnachtsmann laut an der Tür wieder verabschiedet. In der Zeit wurden die Geschenke unter den Baum gelegt, danach ein Glöckchen gebimmelt und alle kamen gelaufen. So haben wir es gemacht.

  • ja, dachte ich mir. ;)

    "Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

    Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.

    Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.

    Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“


    Pfarrer Martin Niemöller

  • Hier kommen die Geschenke einfach von der Verwandtschaft.

    Letztes Jahr hat sich das Kind das erste Mal gewundert, dass alle anderen auch Geschenke bekommen an seinem Geburtstag! Seitdem gibt es "Weihnachten" als Geschichte bei uns.

    Weihnachtskind 2013

    Sternenkind 11/2017

    Sternenkind 08/2019

  • mich beruhigt es, dass einige hier schreiben, dass auch noch mit sieben oder so daran geglaubt wurde- meine Tochter ist fünf und ich bin schon etwas wehmütig weil das vlt das letzte Weihnachtsmann Weihnachten ist für sie.

    das denke ich auch - seit Jahren! 😄 meine Tochter ist inzwischen 9 1/2 und glaubt immer noch an den Weihnachtsmann. Schreibt ihm auch jedes Jahr einen Wunschzettel nach himmelpfort, der dann beantwortet wird. Ich finde es großartig und liebe Weihnachten, insbesondere unsere innerfamiliären Rituale. Ich habe einen sehr kinderlieben Schauspieler im Freundeskreis, der inzwischen für diverse Kinder voller Leidenschaft den Weihnachtsmann gibt und dann in persona die Geschenke bringt.


    Wir sind Atheisten und zelebrieren Weihnachten dennoch im Kreis der Familie und verschiedenen Personen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, die ansonsten alleine wären. Also als fest der liebe und Nächstenliebe Meine Tochter kennt die biblische Geschichte, hat aber tatsächlich auch noch nie hinterfragt, warum es Geschenke gibt.


    Praktisch ist es so, dass der Weihnachtsmann mir kurz vor Ankunft eine Nachricht schickt und mein Vater dann mit dem geschenkesack raus geht und es ihm übergibt. Kurz darauf klopft er dann an die Terrassentür. (Und meine Schwester und ich rasen dann im Trubel der Begrüßung schnell durch den Garten und sammeln die drölfzig Häufchen mit Heu und Möhren für die Rentiere wieder ein, die meine Tochter dort platziert hat. 🙄😅

  • Zitat

    unter dem Tannenbaum wohnt ein kleiner wichtel.da ist sobald der Baum da ist immer ne kleine Tür mit nem kleinen stühlchen davor, und keine Tochter kann ihm briefchen schreiben, z bsp mit wünschen, und legt ihm immer ganz eifrig schoki und Mandarinen hin (ich hab dann immer mal noch nen mitternachtssnack:D)

    Das ist ja süß! #herzen


    Obwohl ich es ein bisschen fies finde, dass du dem Wichtel die Mandarinen wegfutterst.


  • Für alle, die Probleme haben mit den zwei alten Herren :)


    Zuchkowski läuft hier grad rauf und runter und bei dem Lied musste ich an die Frage denken! :)



    Und ich hatte mal irgendwo gelesen, dass diese Familie, nachdem der Weihnachtsmannzauber gegangen ist, ihre Geschenke ab Aufstellungstag des Baumes (der eben vor dem 24. war) ihre verpackten Geschenke drunter legen. So werden es nach und nach "mehr" .. was ich mir für später durchaus vorstellen kann. :D

  • Mich beruhigt das vor allem gerade, dass so viele Weihnachten feiern auch ohne Religionszugehörigkeit. Jedes Jahr vor Weihnachten kriege ich nämlich ein schlechtes Gewissen, dass ich ausgetreten bin und gar nicht mehr Weihnachten feiern "dürfe", aber es wäre wiederum auch nicht gut, wiedereinzutreten, wenn man nicht daran glaubt. Das Fest ist mir als Zeichen für Frieden und Menschlichkeit und aller anderen Werte, die Jesus vermittelt hat, sehr wichtig, auch wenn ich ihn nicht als Sohn Gottes sehe, sondern "nur" als einen sehr guten Menschen, ein Vorbild, mit richtigen Ansichten, menschlich dabei, mitfühlend, intelligent.


    Hier ist Kind 1 in der ersten Klasse und glaubt auch noch fest daran. Ich fürchte mich vor dem Tag, wenn er dafür gehänselt werden könnte. Er ist da echt sensibel.

  • genau. weihnachten ohne religiösen bezug war der normalfall in der ddr.

    bei uns persönlich zwar nicht, aber eben bei den allermeisten. das geht ganz wunderbar. da wirst du auch bei den liedern fündig.


    frieden etc. sind ja zum glück keine hoheitsgebiete des christentums...

    "Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

    Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.

    Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.

    Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“


    Pfarrer Martin Niemöller