Keiner kann schlafen... Hilfe!

  • Ihr Lieben,


    Ich brauche eure Hilfe.

    Meine kleine Rosa ist jetzt neun Wochen alt und von Anfang an schläft sie nur mit Körperkontakt. Tagsüber meistens in der Trage oder auf dem Arm, nachts auf meinem Bauch.

    Schon immer findet sie schlecht in den Schlaf, außer wir gehen spazieren oder machen den Fön an oder ich stille sie in den Schlaf.


    Seit einer Woche klappt es nachts aber überhaupt nicht mehr. Sie bewegt sich so viel, oft auch weil sie pupsen muss, dass ich nur damit beschäftigt bin sie zu halten, weil sie sonst von mir runter fällt.

    Unser Ablauf ist also folgender: ich stille halb sitzend, Baby schläft ein. Ich ziehe sie etwas hoch, lege mich vorsichtig hin. Sie schläft weiter, nach ein paar Minuten fängt sie aber an zu strampeln. Ich halte sie fest, bzw hebe meine Arme hoch damit sie nicht fällt, bette sie wieder mittig auf mich. Irgendwann schläft sie wieder ein. Ich bin mittlerweile wach, schlafe natürlich nicht sofort ein. Zwei Stunden nach Stillbeginn meldet sie sich wieder, alles beginnt von vorne. Ich habe vielleicht eine Stunde geschlafen wenn es gut läuft. Oft auch weniger.


    Wenn ich Pech habe, wühlt sie so auf mir rum, dass keiner von uns beiden schlafen kann. Dann lege ich sie neben mich oder ins Beistellbett. Dann schläft sie aber nur mit Schnuller ein. Außerdem muss ich permanent ihre Hände festhalten, sonst wacht sie auf, sobald sie erschrickt und die Arme hochschnellen (Moro Reflex). Pucken ging mal, mag sie aber nicht mehr.

    Wenn sie irgendwann tief schläft, versuche ich vorsichtig ihre Arme loszulassen und auch zu schlafen. Manchmal klappt es, manchmal wird sie wieder wach und es beginnt von vorne.


    Wenn sie nicht auf mir schläft, schläft sie leider nur 30-45 Minuten, dann wird sie meistens wieder wach. Ich komme dann also echt nicht zum schlafen.

    Schläft sie auf mir, sind es 1 oder 1,5 Stunden. Manchmal sogar 2.


    Ich glaube es ist an der Zeit, dass sie lernt neben mir zu schlafen. Sie wird ja immer größer und aktiver, da klappt das auf meinem Bauch einfach nicht mehr. Zumal sie es ja teilweise auch nicht mehr will und sich runter robbt.


    Nur wie schaffen wir das?

    Ich schlafe nur noch, wenn der Papa abends oder morgens je nach Schicht, die kleine für 2-4 Stunden nimmt und ihr in der Zeit eine Flasche gibt. Auch da schläft sie nur in der Trage oder in seinem Arm wenn er ihre Hände hält.


    Alle sind völlig übermüdet, auch Rosa. Gestern hat sie nachmittags vier Stunden am Stück in der Trage geschlafen, so fertig war sie.


    Ich schicks einfach mal ab, vielleicht habt ihr ja einen Rat für mich..

  • Ich stille seitlich mit Baby im Arm liegend und schlafe dabei ein. Baby hat so Körperkontakt und ich einigermaßen Schlaf. Ich liege so leicht gekippt auf dem Rücken. Manchmal leg ich mir ein Kissen in den Rücken und unter das Köpfchen vom Baby ein Tuch.

    Ring the bells that still can ring
    Forget your perfect offering
    There is a crack in everything
    That's how the light gets in.
    -Leonard Cohen-

  • Ich stillen auch seitlich liegend, kann ihm inzwischen so auch beide Brüste anbieten, je nachdem wie seitlich ich liege.

    Wenn er eingeschlafen ist kann ich mich wenn ich Glück habe wrgdrehen, oder wir schlafen Bauch an Bauch weiter.

    Ansonsten finde ich persönlich, die Variante mit dem beistellbett und dem Schnuller nicht soo schlecht klingt.

  • hast du Mao versucht sie mit kidden zu stützen?unser kleiner schläft nur "alleine", also ohne direkten Körperkontakt, wenn er auf der siehe liegt, stillkissen im rücken und vorn am Bauch noch n kleines Kissen oder ne geknüllte decke.

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • wenn wir seitlich im liegen stillen (kann ich nicht besonders gut), schläft sie zwar ein, wacht dann aber oft auch schnell wieder auf. Vor allem wenn ich dann ihre Hände loslasse, dann schrecken die Arme wieder hoch.

    Ich weiß auch immer noch nicht in welcher Position sie eigentlich liegen möchte. Rücken, Bauch, Seite scheint alles mal zu gehen, mal gar nicht..


    Iverna zuerst haben wir sie mit einer Decke gepuckt, dann habe ich extra einen swaddle me gekauft. Sie drückt sich aber echt stark dagegen und versucht die Arme frei zu bekommen.

  • Mein Beileid, wir haben das auch alles hinter uns. Was wir gemacht haben:

    - pucken in verschiedenen Varianten probieren (eng, locker, ein Arm raus), unsere Tochter hatte auch einen sehr ausgeprägten Mororeflex

    - gegen die Bauchschmerzen und die Pupserei hat bei uns eine Kur mit Bigaia Tropfen wirklich große Verbesserungen gebracht, das hat auch den Schlaf verbessert

    - schlafen im (halb-)sitzen mit Kind im Tuch (ich konnte das nicht, aber mein Mann konnte so mit Kind vier Stunden am Stück gut schlafen

    - Schichten. Wir haben eine zusätzliche Matratze ins Kinderzimmer gelegt und konsequent um zwei Uhr nachts getauscht. Ging es nicht ohne stillen, hat mein Mann die Kleine gebracht und direkt nach dem stillen wieder mitgenommen. Du _musst_ die Möglichkeit haben, länger am Stück zu schlafen.


    Alles Gute, es wird besser!

    ~~ Luxa


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  • Tipps wurden ja schon genannt, aber größtenteils hört sich das für mich einfach nach normalem Verhalten an. Großartig was ändern konnte ich bei meinen Babys nie was. Mal hat pucken geholfen, im sitzen mit Baby im Arm schlafen, dauerstillen, rumtragen, jede Nacht was anderes.

    Versuch tagsüber viel zu schlafen :) Mit der Zeit wird es besser werden, mir hat die Situation zu akzeptieren am besten geholfen.

  • So wie es sich liest zuckt die Kleine häufig im Schlaf mit den Armen und wird davon wach.

    Eine Möglichkeit wäre es vielleicht zu einem Osteopathen zu gehen der/die auch Babys behandelt. Wir haben da gute Erfahrungen mit gemacht, die Situation war bei uns aber etwas anders.

  • An Osteopathie hab ich auch gedacht als ich gelesen habe, dass die Kleine sich anscheinend in keiner Lage dauerhaft wohlfühlt. Meine Kinder haben wenig geschlafen, weil sie nicht mehr Schlaf brauchten. Aber wenn selbst das Baby übermüdet ist, würde ich das wohl abklären lassen.

    Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es verstehen.


    Konfuzius

  • Was uns zeitweise half, war, seitlich liegend zu stillen und dann rücklings weiter zu schlafen, mit dem Baby in meiner Achselhöhle. da waren seine Arme zwischen meinem Bauch und meinem Arm eingepuckt, so dass er sich nicht wachzucken konnte.


    Wie auch immer: bei so jungen Babys ändert sich der Schlaf noch alle paar Wochen. Haltet irgendwie durch, bald wird es besser!

    Jetzt möchte ich gern einen Winterschlaf halten.

  • Ich würde ansetzen bei den Dingen, die dem Baby in den Schlaf helfen, davon gibt es Deiner Schilderung nach glücklicherweise einige: Stillen, spazieren gehen, tragen, Fön, pucken.


    Akzeptiert das Baby auch, vom Papa durch die Gegend getragen zu werden oder eine Flasche zu bekommen? Dann ließen sich Zuständigkeiten verabreden, z. B. könnte Dein Mann für eine Hälfte der Nacht zuständig sein, Du für die andere.


    Fön neben das Bett oder eine passende App aufs Smartphone?


    Pucken, auch wenn das Baby es nicht mag und hoffen, dass der Moro Reflex bald nicht mehr so stark ausgeprägt ist? (Obwohl es uns sehr schwer fiel, haben wir das eine Zeit lang gemacht, weil der Kleine sehr unter seinem häufigen Hochschrecken, durch das er wach wurde, gelitten hat.)

  • Bei meiner Großen war das ähnlich. Mir hat meine Hebamme damals gesagt, dass sie das ja eigentlich nicht empfehlen darf aber das ich mal versuchen soll, sie auf den Bauch zu legen, damit sie sich eben nicht wach zucken kann. Und siehe da: sie hat ganze 5 Stunden(!!!) am Stück geschlafen. Da war sie 5 Wochen alt.

    Am nächsten Tag hat sie aber vom Orthopäden eine Hüftbeugeschiene verschrieben bekommen, mit der sie nicht auf dem Bauch schlafen konnte... :wacko:

    Wenn deine Tochter schon gut ihren Kopf in der Bauchlage anheben kann, würde ich sie nach dem Stillen neben dir auf den Bauch legen, Schnuller rein und deine Hand noch kurz auf ihren Rücken legen.

    Wünsche euch alles Gute! Ich weiß, was dieser permanente Schlafentzug mit einem macht... Hoffe, es wird für euch schnell besser!!

  • ich schließe mich Giraffe vollumfänglich an. Hier beide Kinder Bauchschläfer.. von Anfang an (beim Großen haben wir eine Weile gebraucht, das rauszufinden). Und der kleine hat auch echt sehr früh Kopfkontrolle gehabt... damit war mir wohler. Aber mit 9 Wochen sollte sie das doch schon ganz gut hinbekommen.

    ich hab mir das auch immer so erklärt: wenn du sie trägst/ sie auf deinem Bauch schläft und ihr dann beim weglegen dieser "Gegendruck" von vorne fehlt.. klar dass sie den dann sucht.

  • Die “Zwischenvariante“ könnte auch schon helfen: auf der Seite lagern, eine gerollte Mullwindel zwischen den Beinchen durch und das Ende der Windel vor dem Bauch nach oben legen. So kriegst du eine Art stabile Seitenlage, aus das das Kind nicht auf den Bauch kippen kann

    ~~ Luxa


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  • Vielen Dank für eure Tipps, jetzt komme ich auch endlich dazu mich zu melden.


    Osteopath waren wir übrigens schon, ehrlich gesagt hat das nicht geholfen. Vielleicht mache ich aber noch mal einen Termin, schaden kann es ja auch nicht.


    Ehrlich gesagt haben wir hier keinen ordentlichen Rhythmus oder Abendrituale für die kleine, wie sinnvoll ist das denn zur Zeit schon? Oder wann fängt man damit an?

    Bisher gehe ich gehen neun ins Bett, meistens ohne Kind. Dann versuche ich zwei, drei Stunden ganz in Ruhe zu schlafen. In der Zeit hat der Papa die kleine mit im Wohnzimmer auf, dem Arm bzw wenn's nicht läuft in der Trage und/ oder Fön, Dunstabzugshaube. In der Zeit gibt's auch immer eine Flasche vom Papa.

    Irgendwann kommt er mit ihr ins Bett, dann stille ich, dann versuchen wir zu schlafen. Alle zwei Stunden meldet sie sich, oft ist gegen vier die Nacht zu Ende..

    Wenn der Papa Nachtdienst hat, bin ich abends mit ihr alleine. Dann kommt sie mit mir ins Bett und ist morgens zwei Stunden mit Papa im Wohnzimmer während ich schlafe.


    Ich sehe selber zwei Probleme:

    1. Wir haben keinen festen Rhythmus für die kleine. Sie schläft nie zu festen Uhrzeiten ein, egal ob tags oder abends. Wenn ich merke sie ist müde (oder auch schon drüber) kommt Punkt zwei zum Einsatz.

    2. Sie ist es gewöhnt nur zu schlafen wenn ich sie in den Schlaf stille oder sie wird in den Schlaf getragen. Manchmal auf dem Arm bei Papa, bei mir eher in der Trage. Wenn das nicht reicht, machen wir Fön, Dunstabzugshaube ect an.

    Hinlegen, singen, streicheln, was auch immer, klappt bisher gar nicht. Letztendlich wünsche ich mir ja aber, dass sie nachts auch einschlafen kann ohne jedes mal so starken Einfluss von aussen zu benötigen.


    Ich habe keine Ahnung wie ich die Situation verbessern kann (also in meinem Einfluss liegt) und was sich einfach noch entwickeln muss.

  • Ich würde sagen, dass es für großartige Veränderungen, wie neben Dir einschlafen und beruhigen durch Streicheln etc. noch viel zu früh ist.

    Mein Sohn konnte erstmalig mit neun Monaten im Liegen einschlafen, ohne Stillen oder Tragen.


    Das größte Problem momentan scheinen ja die Bauchschmerzen zu sein, da würde ich ansetzen, also alle möglichen Dinge ausprobieren, Fenchel-Anis-Kümmel-Öl von Stadelmann, Bigaiatropfen wie schon genannt, evtl. homöopathische Mittel etc.


    Während der Koliken habe ich ein Stillkissen um mich gelegt, auf dem meine Arme lagen, mein Sohn lag dann bäuchlings quer auf mir drauf. So konnte er nicht wegrutschen und ich konnte mit leicht erhöhtem Kopf trotzdem schlafen.

    Ich hatte den Eindruck, dass die Koliken durch den Bauchkontakt (Wärme vermutlich?) besser waren. Wenn er auf dem Rücken lag, war es ganz schlimm.


    Er ist aber trotzdem sehr lange alle ein bis zwei Stunden zum Stillen wachgeworden. Man muß halt schauen, dass man tagsüber den Schlaf nachholt, wenn man jemand hat, der das Kind nimmt und immer mit dem Kind hinlegen, wenn es schläft.


    Bei uns wurden die Koliken direkt von den Zahnungsschmerzen abgelöst, das ging dann bis zum 2. Geburtstag mit wenigen Unterbrechungen so weiter... Aber danach schlief unser Sohn wie ein Stein, wenn er erstmal eingeschlafen war ;) Das ist bis heute so...

  • Hinlegen, singen, streicheln, was auch immer, klappt bisher gar nicht. Letztendlich wünsche ich mir ja aber, dass sie nachts auch einschlafen kann ohne jedes mal so starken Einfluss von aussen zu benötigen.

    Ich hab grad nochmal nachgelesen wie alt Deine Tochter ist. Schieb diesen Wunsch und Anspruch mal noch locker ein halbes bis ganzes Jahr raus #zwinker

    Wie Sila schreibt: ich würde versuchen, körperliche Schlafhemmnisse auszuschließen. Und ansonsten gilt: Alles, was den Schlaf von Eltern und Kind maximiert, ist erlaubt. Wenn sie beim Stillen am schnellsten wieder einschläft: still sie. Du kannst da nichts erziehen oder trainieren. Das ist eine Sache der natürlichen Entwicklung, die bei jedem Kind unterschiedlich lang ist - das einzig wichtige ist, dass die Zeit für alle Beteiligten möglichst wenig an die Substanz geht.


    Als Lesetipp zum Thema: "Schlaf gut, Baby" von Renz-Polster. Das hat uns hier viel Entlastung gebracht, letztendlich aber genau mit der Botschaft "Is normal, kannste nix machen, alles ist erlaubt was Schlaf bringt"

    ~~ Luxa


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