Sagt mal: wie ist das mit Doppelnamen in eurer Region?

  • Ich kenne einige Frauen und wenige Männer mit Doppelnamen, viele davon benutzen nur einen davon, oft dem früheren eigenen.


    Von vielen Kolleginnen und Kollegen erfahre ich zb erst, dass sie überhaupt einen Doppelnamen tragen, wenn der Name schriftlich auf einem Dokument auftaucht.


    Meine Schwester hat einen Doppelnamen und hat lange im beruflichen Umfeld ihren alten Namen weiter benutzt und im privaten den angehängten. Seit ihrem Jobwechsel benutzt sie nur noch den Namen ihres Mannes.


    Bei den Leuten, die in den letzten ca 10 Jahren geheiratet haben, haben wenige Doppelnamen (konkret fällt mir eine Kollegin ein, Jahrgang 1976) und etwa gleich viele einigen sich auf einen Namen oder behalten zwei verschiedene. Insgesamt ist es definitiv häufiger, dass Eltern, die wir aus Kita oder Schule kennen, unterschiedliche Namen haben (da viele nicht verheiratet sind). Oft heißen die Kinder dann wie die Mütter, bei uns heißen sie wie der Vater.


    Edit: Ich lebe in einer Stadt in Baden-Württemberg und komme aus einer Stadt im Ruhrgebiet.

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  • Ich werde ab übermorgen einen Doppelnamen tragen. Wollte ich eigentlich nie, aber alle anderen Optionen finde ich in unserem Fall noch blöder 😉

  • hier (südliches Ö) sind Doppelnamen auch eher selten. Hier in der Firma fallen mir auf Anhieb 2 ein. Eine Frau, hier aus der Gegend stammend aber meines Wissens unverheiratet und ein Mann, der seinem Dialekt nach aus Deutschland stammt.

  • Norddeutschland: In meiner Generation (Jahrgang 87) kenne ich niemanden mit Doppelnamen. Es haben auch alle Frauen (aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis) die Nachnamen ihrer Maenner angenommen.


    Spontan faellt mir gerade nur eine einzige Frau mit Doppelnamen ein (ich denke, dass sie in den 60ern ist).


    Mann und ich haben jeweils unsere Nachnamen behalten.

    Mit der Großen (2011), dem Mittleren (2014), dem Ministernchen (2015) und der Kleinen (2018)

  • Ich hab meinen Namen behalten, mein Mann hat ihn angenommen und trägt einen Doppelnamen.

    Was daran nun wahnhaft, lächerlich oder beknackt sein soll erschließt sich mir allerdings nicht.

    Findet ihr Tonfall und Art und Weise hier grade irgendwie angemessen? Ich nämlich teilweise nicht.

    ~~ Luxa


    Sometimes something will change and that change

    Will change you


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  • Es ist immer noch so, dass die meisten Frauen den Namen ihres Mannes annehmen (was ich so gar nicht verstehe).

    ja. der name des Mannes ist irgendwie immer "schöner" #rolleyes. Weiss nicht, wie oft ich von Frauen hörte: mir wars halt egal, mein Name ist nicht so schön, ectblabla.

    wir wollten einen gemeinsamen Namen. Ich wollte seinen, er meinen, ich hab mich durchgesetzt #weissnicht

    Findet ihr Tonfall und Art und Weise hier grade irgendwie angemessen? Ich nämlich teilweise nicht.

    Danke.

    ... mit He (12) und Jo (10) und Ni (6)

  • Mich dünkt, dass in Deutschland Doppelnamen effektiv verwendet werden, in der Schweiz dagegen stehen sie nur im Pass. Bei mir im Geschäft wissen die Leute nicht mal, dass ich offiziell einen Doppelname trage. Ich habe mich nie Müller Meier genannt, sondern immer nur Müller. Das machen hier eigentlich alle so.

    Malaga mit Mädchen (2009) und Junge (2010)

  • Doppelname. Eigentlich hätte ich meinen einfach behalten sollen, wir haben aber erst nach den Kindern geheiratet und da hatte ich beim ersten Kind noch diese doofe Theorie, dass das Kind wie der Vater heißen soll, weil es mit mir sowieso verbunden ist. #rolleyes Heute würde ich darauf bestehen, dass die Kinder heißen wie ich. Den Doppelnamen habe ich dann gewählt, weil ich auch was von den Kindern im Namen haben wollte und meinen - mindestens genauso schönen! - nicht aufgeben wollte. Im Alltag bin ich aber immer nur Frau Meier, nie Frau Meier-Müller.

    Trillian grüßt






    “Isn't it enough to see that a garden is beautiful without having to believe that there are fairies at the bottom of it too?“ (Douglas Adams)

  • Ich habe jetzt zwei Mal nachgelesen: wo genau lest Ihr, Luxa und Hejoni, so Sachen wie beknackt? Ich glaube, Ihr lest da etwas viel rein, was da nicht gemeint ist.. Ich würde mal sagen, Sandra darf ihre Namenskombi so lange blöd nennen, wie sie mag. ;)


    Und die Tatsache, dass offenbar 90% der Männernamen schöner sind als die Frauennamen ist nunmal ein Argument, dass extrem häufig gehört wird - und ja, ich kichere da auch gerne mal drüber.


    Ja, Malaga, im täglichen Leben verwendet frau hier ihren Doppelnamen kaum - ich bin in Deutschland auch immer etwas irritiert, wenn die Leute dort versuchen meinen Doppelnamen anzuwenden.


    Mir fällt gerade ein, ich habe noch einen Mann unterschlagen. Aber auch der wird nur mit einem Namen angesprochen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • luxa-rosenburg ich habe jetzt nur ein Posting gelesEn, das in der Form sich im Ton vergreifst, wie du es beschreibst. Alle anderen waren überwiegend sachlich.


    Dafür piekte mich ein anderes Posting an! Das infrage stellt, warum Soviele Frauen den Namen des Mannes annehmen und besonders das Argument, "seiner ist schöner" in Zweifel gezogen wird.


    Mich piekste es an, weil ich eine der vielen Frauen bin, die ihren Mädchennamen abgelegt hat.

    Ich hatte ein ganz wichtiges Kriterium für die namensauSwahl: ich möchte Den gleichen Namen tragen wie mein Mann und mein (damals noch zukünftiges) Kind.

    Doppelname kam nicht infrage wäre sowas wie "Müller-Lüdenscheidt" geworden mit nochmehr nachfragen und Korrekturen beim schreiben....

    Und Herr Winkles Name ist wirklich schöner als mein Mädchenname.


    Luxa, ich schreibe das, weil ich glaube, dass niemand hier ernsthaft jemand ins lächerliche ziehen will.

    Das ist ein typischer Fall von persönliches Thema, zu dem jeder ne Meinung hat, aber nicht alle Mokassins dieser Welt probegelaufen sein kann.



    Meine Brüder (haben andere Geburtsname als ich gehabt) haben übrigens beide Den Namen ihrer Frau angenommen, weil sie ihren Namen schrecklich fanden (nachvollziehbar ist ein altes Russisches Wort für Bauer, das in seinem Klang Steilvorlagen für blöde Witze bietet)

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • die Personen mit Doppelnamen, die ich so kenne, sind fast alle weiblich, Lehrerinnen und deutlich älter als ich, so 50 und aufwärts. an meiner Schule gab's allerdings einen Lehrer, der 3 Nachnamen hatte, der müsste jetzt um die 60 sein. im Schulalltag wurde aber i.d.R. nur sein erster Name genutzt.

    jetzt in meinem Umfeld und meinem Alter ist der einzige mit Doppelnamen, den ich kenne, tatsächlich ein Mann, mein Schwager. der Name meiner Schwester ist Familienname (das geht, glaube ich, auch gar nicht anders). ich habe meinen Namen behalten, mein Mann auch und die Kinder heißen wie ich (Doppelname wäre sehr lang geworden, mein Vorname hat 4 Silben, der Nachname 2 und der meines Mannes 3). ich fand meinen Namen schöner, er seinen. ansonsten fallen mir keine Mitmenschen mit Doppelnamen ein, alles andere ist bunt gemischt (Name des Mannes, Name der Frau, wie die Kinder heißen, ob verheiratet oder nicht).

    wir wohnen in Norddeutschland

  • Ich habe da auch ernsthaft drüber nachgedacht, habs nicht gemacht und hätte meinen Geburtsnamen jetzt doch gern noch irgendwo.

    Zu spät ;)

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • Leslie, ich glaube es Dir natürlich, dass der Name Deines Mannes schöner war.

    Aber in der Häufung wird es einfach unglaubwürdig - "Schönheit" ist das am häufigsten genannte Argument und sorry, da müsste rein statistisch ca 50-50 rauskommen. Tut es aber nicht, in praktisch allen mir bekannten Fällen war der Männername der schönere (ausser bei der Schwester, die hat einen Mann mit noch schönerem Nachnamen geheiratet). Also schliesse ich, dass es ein anderes Motiv ist, das fast alle Frauen zum Männernamen greifen lässt. Ich vermute Tradition, Gewöhnung... (an patriarchalische Strukturen).

    Und ich finde es auch okay, das benennen zu dürfen. Ich finde Doppelnamen auch albern und trage selbst einen ;).



    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich schrieb ja auch: teilweise.

    Und “lächerlich“ und “Wahn“ steht da wörtlich, da interpretiere ich nix.


    Zur Ausgangsfrage: mein Mann trägt den Doppelnamen, mit Bindestrich, und er nutzt ihn auch ganz normal. Kommentiert wurde das bisher lediglich von seinem Opa und seinem Vater, als ihnen klar wurde, dass unsere Kinder ihren Namen nicht tragen würden. Gewählt hat er ihn übrigens, weil er auf dem Weg zum Standesamt beim Schnick-Schnack-Schnuck gewonnen hat und somit die Entscheidung treffen durfte. Geht also auch simpel und pragmatisch.


    Nachtrag: sorry Talpa aber “ich darf das albern finden ich mache es ja selbst“ macht den Kommentar nicht weniger wertend.

    ~~ Luxa


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  • Mein Vater trägt einen Doppelnamen, seinen "Jungennamen"-Name meiner Mutter und meine Mutter nur ihren Namen. Ich kenne einige Familien mit Doppelnamen. Im Westen wie im Osten.

  • Ich kenne auch Leute mit Doppelnamen.

    Die meisten nutzen ihn aber nicht. Bzw. die ältere Generation nutzt ihn schon, die jüngere nicht.

    Dann gibt es einige, die jeweils ihren Namen behalten haben.


    Dafür kenne ich einige, die den Namen der Frau angenommen haben.

    Auch viele, die den Namen des Mannes angenommen haben.


    Also hier gibt es wirklich viele Kombinationen incl. unverheirateten Elternpaaren.

  • In meiner Wahrnehmung sind Doppelnamen ein Phänomen der 80er und 90er Jahre. In meiner Alterskohorte und unter jüngeren kenne ich kaum welche, die einen haben. Heute behalten eher beide Ehepartner ihren Nahmen. So mein Eindruck.

    Geht mir genauso. Fürs Protokoll Schleswig-Holstein (ich, alltes Haus, bin Jahrgang 76). Ich habe meinen Namen nicht behalten, sondern den meines Mannes angenommen. Wir wollten einen gemeinsamen, der war nicht schöner als mein Familienname, aber mir war es überhaupt nicht wichtig, mein Familienname war ja auch "nur" der meines Vaters...ich habe mich schon immer deutlich mehr über meinen Vornamenals über meinen Nachname "definiert" wenn man es so nennen will. damals stieß das auf absolute Verwunderung, weil angenommen wurde, dass es nicht zu meiner sonstigen einstellung bezüglich Feminismus passt, aber wie gesagt, für mich sind Nachnamen Schall und Rauch.

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf

  • Jetzt fühle ich mich alt (und teile Luxas Wahrnehmung, dass Doppelnamen in diesem Thread irgendwie schräg behandelt werden). Ich habe einen Doppelnamen und nenne mich, wie ich Lust habe (er ist schneller gesprochen als geschrieben), mein Bruder hat und nutzt einen Doppelnamen, ein bBekannter ebenfalls, mein Schwiegervater hat einen, nutzt ihn aber nicht, meine Tante nutzt ihren immer, in der Nachbarschaft gibt’s eine bunte Mischung.


    Hier finde ich, dass 23 Prozent der heiratenden in meiner Stadt ihren eigenen Namen behalten, über den Anteil der Doppelnamen finde ich gerade leider nichts: „Im Namen des Mannes - SZ 2014“

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  • Leslie, ich glaube es Dir natürlich, dass der Name Deines Mannes schöner war.

    Aber in der Häufung wird es einfach unglaubwürdig - "Schönheit" ist das am häufigsten genannte Argument und sorry, da müsste rein statistisch ca 50-50 rauskommen. Tut es aber nicht, in praktisch allen mir bekannten Fällen war der Männername der schönere (ausser bei der Schwester, die hat einen Mann mit noch schönerem Nachnamen geheiratet). Also schliesse ich, dass es ein anderes Motiv ist, das fast alle Frauen zum Männernamen greifen lässt. Ich vermute Tradition, Gewöhnung... (an patriarchalische Strukturen).

    Ich habe das immer, immer, immer gesagt. Also dass ich den Namen meines Mannes annehmen würde wenn ich diesen schöner fände. Von meinen Exfreunden hätte ich aber keinen Namen schöner gefunden. "Schöner" wäre für mich ein tolle Klang, besser aussprechbar, schicker in der Wortbedeutung, gerne auch französisch (ja, ich bin dann vermutlich frankophil...), weiß der Kuckuck, also irgend eine Verbesserung. Der Name meines Mannes ist nun ganz und gar nicht schöner, länger, keine nette Bedeutung, kein schöner Klang, den habe ich dann auch nicht angenommen. Er meinen auch nicht, auch wenn er meinen Nachnamen besser gefunden hätte hängt er an seinem aufgrund seines Berufes, also mehr praktische Gründe. Allerdings waren die meisten Verwandten seinerseits die seinen Nachnamen tragen ziemlich entsetzt. Als dann auch noch die Kinder meinen Nachnamen bekamen (weil schöner, besser aussprechbar, kürzer...) gab es offenen Protest weil es dann keine männlichen Nachfahren mehr gäbe die den Namen weiter führen (da habe ich mir dann doch an den Kopf gegriffen...).


    Also Talpa, ich bin nun ein weiterer dir bekannter Fall in dem das "schöner" anders ausging.


    Ich muss zugeben, auf manche Namen im Bekanntenkreis die Frauen angenommen haben bin ich neidisch. Aber es muss ja auch noch der Mann toll sein.


    Für die Statistik: Mittlerweile kenne ich viele Paare bei denen der Mann den Namen der Frau annimmt, ich denke, das ist weitestgehend Gewöhnung. Doppelnamen hat hier keiner mehr, das ist so ein Ü50-Phänomen, tatsächlich auch gerne im Schuldienst. Manchmal finde ich die "getrennten" Nachnamen anstrengend, bei Krankenhausaufenthalten, Behörden, Arztbesuchen, Schulgeschichten usw... Aber das ist vermutlich auch Gewöhnung. Ach so, Region: ziemlich mittig in Deustchland im Dunstkreis FFMs.

    es grüßt rosarot mit himmelblau (* april 09) und kunterbunt (*märz 11)

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  • Ja, Rosarot - und wenn ich es richtig gesehen habe, war es für Dein Umfeld spätestens bei den Kindern eine Diskussion...

    Einzelfälle kenne ich natürlich - aber im Gros ist es halt meist der Männername, der "gewinnt"