Das Plastik-Paradox

  • Hallo!


    Ich möchte mit euch einen Artikel zur Plastik/Mikroplastik-Thematik teilen, den ich sehr gelungen finde, weil er einen guten Bogen spannt und das ganze gut auf den Punkt bringt. :)


    https://www.freitag.de/autoren…rdian/das-plastik-paradox

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -

  • Vielen Dank für den Artikel! Ich habe ihn nicht komplett gelesen, ärgere mich aber über die Stelle, wo die Verantwortung den Konsumenten zugeschoben wird! Wir versuchen wirklich, Plastik zu vermeiden! Kaufen Wasser und Apfelsaft nur in Glasflaschen und nehmen neben den Einkaufsbeuteln auch immer ein Set an leichten netzen für Obst und Gemüse zum Einkaufen mit. Leider "dürfen" die Supermärkte aus hygienischen Gründen weder Wurst noch Käse in mitgebrachte Behältnisse ausgeben. Wie habe ich als Verbraucher denn da eine Wahl??? Das muss doch der Gesetzgeber regeln... #motz

  • Das auf die Verbraucher abladen ärgert mich prinzipiell und vom System her schon sehr lange! Viele haben eben auch nicht die Ressourcen.


    Es lohnt sich übrigens (Stück für Stück?) zu Ende zu lesen! :-)

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -

  • Ja, du hast Recht! Hatte gestern bei der Überschrift Recycling" aufgehört. Hätte ich bis zum Ende gelesen, hätte ich mir meinen Beitrag auch sparen können...

  • Ich hatte auch längere Pausen beim Lesen, aber weil er so gut ist, wollte ich ihn hier gern zeigen.

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -

  • Ohne ihn (bisher) gelesen zu haben, denke ich, dass die Verbraucher viel Verantwortung haben.

    In den 80ern war es in, Verpackung zu sparen. Viele Firmen reduzierten ihre Verpackungen, boten Nachfüllpacks an, ...

    Der Trend hat sich leider gedreht. Große schicke Hochglanzkartons werden gerne gekauft. Obst und Gemüse darf nicht die kleinste Stelle haben, dafür braucht man aber Verpackung. Das ist so schön, wenn die Creme auf der Haut glitzert, ...

    Mich ärgert ein pauschales “der Kunde will das so“ auch oft, weil ich da ganz viel nicht will. Aber der Kunde an und für sich hat durch sein Kaufverhalten durchaus Verantwortung und Macht.

  • Ich finde den Artikel auch sehr gut! Muss ihn

    Nur als Tipp : bei Edeka darf man an der Käsetheke etc seine eigenen Behältnisse mitbringen

  • Ich finde den Artikel auch sehr gut! Muss ihn

    Nur als Tipp : bei Edeka darf man an der Käsetheke etc seine eigenen Behältnisse mitbringen

    Ach echt? Ich hatte mal bei uns im Kaufland gefragt und die sagten, dass sie das aus hygienischen Gründen nicht dürfen...

  • Wir haben hier einen ganz kleinen Käseladen (der auch Milch, Butter, Jogurt, Oliven, Brotaufstriche etc. anbietet). Und das sind die einzigen, die uns die Ware in mitgebrachte Dosen und Gläser packen. Alle anderen Supermärkte kamen auch mit den hygienischen Gründen. Mittlerweile kaufen wir ganz viel im Käseladen, mir ist klar, dass sie das auch nur bei bekannten Stammkunden machen, aber immerhin. Im Gegenzug käme ich halt auch nie auf die Idee, mich dort zu beschweren, wenn der Quark vielleicht nach 2 Tagen schimmelt (was aber noch nie vorkam).

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  • Ich würde mir die Sachen dann einpacken lassen und noch an der Theke in Behälter umfüllen und den Müll zurück geben. Das vermeidet keinen Müll, macht aber deutlich, dass ich mich klar positioniere.


    Ich habe gestern noch darüber nachgedacht, dass es bereits in den 90ern, als ich im Bioladen gearbeitet habe, dort Waschmittel und Co zum Abfüllen gab.

    Und dass es erschreckend ist, wie wenig sich das fortgesetzt hat.

    Wieso zb bieten die großen Bioketten das nicht an?

    98, 00, 05, 06, 11, Enkelchen 2016 und


  • Angesichts dessen, dass ein sehr großer Teil des Plastikverbrauchs von uns gar nicht direkt gesteuert werden kann, muss die Verantwortung schon an anderer Stelle ansetzen, gerade was den ganz großen Verauch angeht. Kunststoffe sind in fast allen Farben, Lacken, Überzugen, Schutzschichten, in Fasern... Insofern fnde ich den Artikel sehr richtig und wichtig.


    Bei IKEA habe ich neulich Aufbewahrungstüten aus Zucker gesehen, solche Materialänderungen müssen noch viel mehr voran getrieben werden.

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -

  • Angesichts dessen, dass ein sehr großer Teil des Plastikverbrauchs von uns gar nicht direkt gesteuert werden kann, muss die Verantwortung schon an anderer Stelle ansetzen, gerade was den ganz großen Verauch angeht. Kunststoffe sind in fast allen Farben, Lacken, Überzugen, Schutzschichten, in Fasern... Insofern fnde ich den Artikel sehr richtig und wichtig.


    Bei IKEA habe ich neulich Aufbewahrungstüten aus Zucker gesehen, solche Materialänderungen müssen noch viel mehr voran getrieben werden.

    Das ist auch mein Gedanke, da frage ich mich ob es wirklich was bringt wenn ich auf konventionellen Zahnpasta verzichte, während in der Industrie oder Großhandel zb Folien in Massen verwendet werden.


    Ich fand es auch schräg, dass von Lego die Rede war. Ja, wann ist aus Kunststoff, aber es kann über Generationen bespielt werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielsachen, die nach ganz kurzer Zeit kaputt gehen oder massenhafte Verpackungen für Snacks, wo man meiner Meinung nach viel besser Plastik sparen könnte#gruebel

    k. (*1979) mit p. (*02/2006), k. (*09/2008), h. (*12/2010) und f. (*09/2015)

  • Ja Lego ist schräg. Aber klar, es sollte viel mehr versucht werden Erdölprodukte durch andere zu ersetzen. Besser jetzt forcieren und nicht erst warten, bis es knapp wird. Zumal in vielen Fällen die Förderung heute schon massiv fragwürdig (Fracking, sensible Ökosysteme wie Alaska) ist, vom Transport mal ganz abgesehen. Selbst ohne Havarien gehen etliche Mengen in den Boden und ins Meer.


    Ich habe schon den Eindruck, dass viele Diskussionen Nebelkerzen sind, die von den großen Mißständen ablenken. Wenn ich hier lesen, dass das auch noch massiv forciert wurde/wird werde ich sehr wütend.

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -

  • Kunststoffe sind ja auch nicht per se schlecht.

    Leichtere Verpackungen sparen ja auch Treibstoff beispielsweise, bessere Kleber können Produkte länger haltbar machen und langlebige Kunststoffbrotdosen sind auch nichts schlechtes. Eine Edelstahlbrotdose verbraucht ungleich viel mehr Energie in der Herstellung, auch fossile. Auch Wärmedämmung von Häusern ist aus Kunststoff.


    Es geht um das billige Wegwerfplastik.


  • Ja, das stimmt. Was man als bewusster Verbraucher machen kann ist wirklich wenig, wenn ich mir allein vorstelle, wieviele unsinnige Plastikfolien-Einwicklungen beim Hausbau verwendet werden. Wieso sollten komplett nässe-unempfindliche Betonpflastersteine, die stabil im Verbund auf Paletten gepackt sind, mit Folie eingewickelt werden? 1000 weitere Beispiele könnte man dafür finden, wo ohne nennenswerten Funktionsverlust leicht Tonnenweise Plastik eingespart werden kann.

    Und Mikroplastik in Kosmetika - sowas hat doch nie im Leben irgendein Verbraucher verlangt - es werden uns die absurdesten Dinge untergemogelt und hinterher soll ich als "mündiger" Verbraucher das Ganze über mein Einkaufsverhalten wieder hinbiegen? - Ich empfinde das als unverschämte Zumutung!


    Dies gilt auch für andere Bereiche - Tierwohl, fairtrade, Plastikvermeidung, Biobaumwolle, Bio-Lebensmittel, und das alles während ich unter hohem Zeit und Gehirnaufwand herausfinden muss, welche Lebensmittel wieviel Zucker, Farb- und Konservierungsstoffe enthalten und was überhaupt halbwegs gesund ist (eine einfache Kennzeichnung wird ja massiv von Politik und Lobbyverbänden bekämpft).


    Überall wird die Verantwortung auf die geschoben, die am wenigsten wirksam was machen können.

    lg martita

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  • Bei uns ist es auch Thema. Insbesonders meine Kinder sind alarmiert, da sie in der Schule darüber gesprochen haben. Ich muss mich regelrecht rechtfertigen, Plastik zu kaufen. Einerseits finde ich es gut, dass sie z.B. die süssen Einzeljoghurts und Süssigkeiten ablehnen. Andererseits weiss ich echt nicht, wo ich einkaufen soll. Hier gibt es hauptsächlich Discounter, wo Alles in Plastik verpackt ist. Die Metzger sind längst pleite und Bioläden gibt es auch nicht. Wir stellen schon Joghurt, Pudding etc. selbst her aber es ist wirklich schwer, an unverpackte Waren zu kommen.

  • Ich finde auch ganz schlimm, dass es für grössere Jungs (ab Gr. 34) fast nur noch Sneakers als Schuhe gibt. Alles Plastik und nach kürzester Zeit kaputt. Echte Wegwerfartikel. Und teuer dazu.

  • Es gibt doch in jeder Größe ganz verschiedene Schuhe? Oder meinst du die Kinder mögen nur noch solche anziehen?

    k. (*1979) mit p. (*02/2006), k. (*09/2008), h. (*12/2010) und f. (*09/2015)